23. Juni 2010 /OTZ

Eine Schule in 2000 Kartons

Schüler der elften Klassen und Lehrer des Greizer Gymnasiums sind derzeit damit beschäftigt, Lehrmittel in Kartons zu verpacken und für den Transport vorzubereiten.
Schüler der elften Klassen und Lehrer des Greizer Gymnasiums
sind derzeit damit beschäftigt, Lehrmittel in Kartons zu
verpacken und für den Transport vorzubereiten.
Foto: OTZ/Katja Grieser

Greizer Gymnasium bereitet sich auf Umzug ab 12. Juli vor

Von Katja Grieser Greiz.

Auf gepackten Koffern oder vielmehr Kartons sitzen Lehrer und Schüler des Greizer Gymnasiums - ab 12. Juli steht der Umzug in das frisch sanierte Gebäude in der Heinrich-Fritz-Straße an. „Wir haben rund 2000 Umzugskartons gepackt“, sagt Schulleiter Jens Dietzsch. Vor sechs Wochen haben Lehr- und technische Kräfte mit dem Räumen begonnen, vor zwei Wochen ging es in die heiße Phase der Umzugsvorbereitung, bei der auch die Elftklässler kräftig mit zupackten. In das neue Schulgebäude, in dem einst die Lessing-Regelschule untergebracht war, wird das komplette Mobiliar des Gymnasiums mitgenommen. Teils müssen Möbel aufgearbeitet werden, wie Dietzsch sagt. Abgebaut werden die Möbel von der Umzugsfirma Dietz aus Niederpöllnitz, die auch die 2000 Kartons ins neue Schulhaus transportieren wird. Unterricht ist in den Räumen im Gebäude in der Pohlitzer Straße diese Woche kaum möglich gewesen, am Montag stand für die Schüler deshalb dasSportfest und gestern Wandertag an. Heute werden die fünften bis siebenten Klassen ihre Zeugnisse in recht spärlich möblierten Räumen entgegen nehmen. Für die achten bis elften Klassen findet die Zeugnisausgabe im Theater statt. Jens Dietzsch ist sehr froh, dass seine Schule nun endlich umziehen kann, denn das bisherige Gymnasiumsgebäude ist weit entfernt vom modernen Schulstandard. Da schon länger klar ist, dass für das Gebäude in der Pohlitzer Straße als Schulstandort bald das letzte Stündlein schlagen würde, sind an dem Haus in den letzten Jahren auch nur die nötigsten Reparaturen durchgeführt worden.


Ich bin froh, dass wir jetzt endlich umziehen können.

Schulleiter Jens Dietzsch


Entsprechend sind die Bedingungen dort. „Trotzdem geht man mit einem weinenden Auge“, sagt der Schulleiter. Auch die Elftklässlerin Sarah Lüttchen hängt ein wenig an ihrem Schulgebäude, obwohl bei ihr die Freude auf das neue Haus ebenfalls überwiegt. Ab kommendem Schuljahr werden die 670 Gymnasiasten also in der Neustadt unterrichtet. Ab 1. August wird die Bildungseinrichtung dann den Namen „Ulf-Merbold-Gymnasium“ tragen. Gefeiert werden Umzug und Namensgebung allerdings erst am 9. September mit einer großen Party, zu der sich auch Ulf Merbold angekündigt hat.

Kommentar

Notwendiges Übel

Von Katja Grieser

Was aus dem Schulgebäude Pohlitzer Straße wird, ist bislang ungewiss. Klar ist: Eigentlich will das stark sanierungsbedürftige Haus keiner mehr. Trotzdem wird es noch gebraucht. Bislang vom Gymnasium, noch dieses Jahr wird der Greizer Teil des Berufsbildungszentrums Greiz-Zeulenroda dort einziehen. Doch die Berufsschüler bleiben nur so lange, wie die Bauarbeiter im Gebäude in der Plauenschen Straße zugange sind. Dann ist das Berufsschul- Intermezzo beendet. Was danach aus dem riesigen Gebäude werden soll, muss noch entschieden werden. Als Schulgebäude wird es wohl künftig kaum gebraucht. Sanierung würde nach Schätzungen mehrere Millionen Euro verschlingen. Geld, das vermutlich niemand in die Hand nehmen wird. Abriss ist die vernünftige Alternative, auch wenn damit eine lange Schultradition ein Ende findet.


23. Juni 2010 /OTZ

Spaßfaktor größer als Tonspektrum

Trompetenlehrer Matthias Härtig und Schüler Franz Petzold beim ultimativen Vuvuzela-Test.
Trompetenlehrer Matthias Härtig und Schüler Franz Petzold
beim ultimativen Vuvuzela-Test.
Foto: OTZ/K. Grieser

Trompetenlehrer Matthias Härtig fasziniert von Vuvuzelas

Greiz (OTZ/KG).

Sie sind derzeit buchstäblich in aller Munde: Vuvuzelas. Fasziniert von den Tröten sind nicht nur Fußballfans, sondern auch Matthias Härtig. Der Trompetenlehrer an der Greizer Musikschule hat gestern gemeinsam mit seinem Schüler Franz Petzold getestet, ob die Vuvuzela zu mehr taugt als nur zum Krachmachen. Das Urteil: „Zum Nachbarnärgern ist es eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Blechblasinstrumenten. Für musikalische Zwecke aber eher ungeeignet“, so Härtig. Doch er und der zehnjährige Langenwetzendorfer entlockten den Plastiktröten trotzdem gekonnt Töne. Einfach reinzupusten reicht bei der Vuvuzela nämlich nicht aus. Ein Bläseransatz ist da schon Voraussetzung. „Cool“ findet Franz Petzold die Riesentröte auf jeden Fall, wenn auch schnell klar wird, wo deren Schwäche liegt. Das Tonspektrum ist beschränkt, der Trompetenlehrer kann der Vuvuzela maximal fünf Naturtöne entlocken. Und das sei schon enorm. Also eine Melodie auf der Fußballtröte zu blasen, ist nicht möglich. „Das ist ja beim Fußball auch egal“, bringt es Franz Petzold auf den Punkt. Seit vier Jahren spielt der Zehnjährige nun schon Trompete und auch ihm hat es das derzeit überaus hippe Blasinstrument angetan. „Wenn ich darf, hol’ ich mir eine“, sagt der Schüler. Der Spaßfaktor der Vuvuzela ist zweifelsohne enorm groß.
Hörprobe unter: www.otz.de


23. Juni 2010 /OTZ

Kindertagesstätten bald in kommunaler Trägerschaft

Gemeinderatssitzung in Langenwetzendorf

Langenwetzendorf (OTZ/flam).

Ab dem 1. September 2010 werden die drei Kindertagesstätten der Gemeinde Langenwetzendorf in Naitschau, Nitschareuth und Langenwetzendorf in die kommunale Trägerschaft übernommen. Bisher waren sie in der Obhut der Volkssolidarität. „Die Gemeinde Langenwetzendorf hat die Verträge gekündigt, da die Gemeinderäte in den Verhandlungen zu dem Schluss gekommen sind, dass es günstiger sei, wenn die Einrichtungen in kommunaler Hand sind“, sagte René Greyer, Geschäftsführer der Volkssolidarität des Regionalverbandes Zeulenroda. „Das müssen wir so zur Kenntnis nehmen.“ Langenwetzendorfs Bürgermeister Kai Dittmann (parteilos) sprach von „sich ausgleichenden Kosten“ bei denen es natürlich schöner sei, wenn die komplette Verantwortung in den Händen der Kommune liege. In Vorbereitung der Übernahme ist am Montagabend während der Gemeinderatssitzung die Satzung über die Benutzung der Kindertageseinrichtungen einstimmig beschlossen worden. „Die Satzung wurde im Großen und Ganzen an den Mustervertrag des Landes angeglichen“, sagte der Bürgermeister. Während die Betreuungszeiten unverändert blieben, habe sich die erlaubte Schließungszeit der Einrichtungen während der Sommerferien von vier auf drei Wochen reduziert. Einstimmig beschlossen wurde auch die Gebührensatzung über die Benutzung der Kindertagesstätten. „An der bisherigen Gebührenstruktur hat sich nichts verändert“, sagte Kai Dittmann. Eine Erhöhung sei nicht geplant, dass die Gebühren aber sinken könne er definitiv ausschließen. Im Vergleich zu Greiz und anderen Gemeinden liege die Gemeinde Langenwetzendorf mit den Gebühren für die Kindertagesstätten im Mittelfeld, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage. Auch die Entgeltregelung für die Verpflegung der Kinder in den entsprechenden Einrichtungen ist einstimmig beschlossen worden. Der Inhalt sei an die bisherige Regelung der Volkssolidarität angegliedert. Nächstes Jahr müssen da sicher wieder Veränderungen kommen, sagte Dittmann. Ein neuer Essensanbieter steht unter anderem zur Debatte.


23. Juni 2010 /OTZ

Leserbriefe/Leserdank

Stillstand

Zu „Dem Verkehrsverbund eine Abfuhr erteilt“, OTZ vom 2. Juni:

Im Koalitionsvertrag der Thüringer CDU und SPD steht folgende Passage: „Die Verkehrsinfrastruktur muss zügig weiter modernisiert werden. Insbesondere die weitere soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes hängt in hohem Maße von der Qualität der verkehrlichen Infrastruktur ab. Der öffentliche Nahverkehr hat hier eine besondere Bedeutung, gerade um gleichwertige Lebensbedingungen in allen Teilen des Landes und für alle Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.“ Trotz dieser eindeutigen Aussage stimmte die Thüringer Sozialministerin Taubert (SPD) im Kreistag Greiz gegen einen Beitritt des Landkreises Greiz zur Verkehrsgemeinschaft Mittelthüringen. Wie passt dieser verordnete Stillstand zum Koalitionsvertrag? Oder handelt man hier nach dem Prinzip Adenauer: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“

René Kramer, Greiz, per EMail


Eigeninitiative Zum Straßenzustand in Wolfersdorf.

Auch in unserem Ort hat der rauhe Winter seine Spuren hinterlassen. Genau vor dem Eingang des Hauses in der Hauptstraße 23 gab es zwei ordentlich große Löcher. Immer, wenn die Autos vorbei fuhren - meist nicht mit Tempo 50 - landeten Steine und Straßensplitt an unserer Haustür. Das war auf Dauer kein Zustand. Also ergriffen wir selbst die Initiative und Stefan Ciecka sanierte, man kann sagen, „gut gekonnt“, diese marode Stelle, bevor später die Straße dann vom Straßendienst ausgebessert wurde.

Familie Ciecka, Wolfersdorf


Beziehungslos

Zur Außengestaltung der Vogtlandhalle.

Neulich fuhr ich durch die Greizer Neustadt Richtung Zentrum und freute mich wiederholt über die detailreiche und schmuckvolle Fassadengestaltung der Gründerzeitvillen mit ihren klassizistischen Stilelementen (Säulen, Pilaster, Lisenen), welche die Carolinenstraße säumen. Der Kunsthistoriker mag den Historismus mit seiner pompösen Stilmischung negativ bewerten, aber in seiner baulichen Dominanz an den Häusern der Carolinenstraße verleiht er der Greizer Neustadt eine gewisse Einheit. Dieses Gesamtensemble wurde nun sträflich mit der Außengestaltung der neuen Stadthalle durchbrochen. Ich frage mich, ob die federführenden Architekten den Formelementen der Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft blind gegenüber waren oder einfach die „Moderne“ mit charakterlos glatten Wänden nach Greiz holen wollten? In ihrer Blockhaftigkeit, Massivität und den mausgrau-braunvioletten Klinkern als Verblendung steht die neue Stadthalle ähnlich einem Fremdelement beziehungslos zum Umgebungsraum. Man muss ja nicht im Stil vergangener Epochen bauen, aber eine gewisse harmonische Korrespondenz mit den Formelementen der Nachbargebäude wäre wünschenswert gewesen.

Rosalie Schimmel, Greiz


Hilfreich

Als Besucher des Gesprächskreises für pflegende Angehörige im Betreuten Wohnen Langenwetzendorf möchte ich mich für diesen sehr informativen Nachmittag bedanken. Der Gedankenund Erfahrungsaustausch mit anderen pflegenden Personen war hilfreich und es gab interessante Gespräche und Anregungen. Ich kann Betroffenen nur empfehlen, an einem solchen Gesprächskreis teilzunehmen und möchte mich bei Schwester Antje Munzert für die Tipps bedanken.

O. Meißner


Die Redaktion behält sich das Recht vor, Zuschriften sinnentsprechend zu kürzen oder auszugsweise abzudrucken. Leserbriefe sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Briefe per E-Mail an die Lokalredaktion Greiz bitte an lr-greiz@otz.de.


23. Juni 2010 /OTZ

Barockmusik vom Feinsten

Matthias Grünert
Matthias Grünert
Heidi Maria Taubert
Heidi Maria Taubert
Fotos: Irmengart Müller-Uri

Beeindruckendes Konzert in Greiz

Von Irmengart Müller-Uri Greiz.

„Ein Konzert mit Herrn Grünert ist immer ein besonderer Höhepunkt“, sagte gestern eine Besucherin auf dem Weg zum Unteren Schloss. Wer könnte dem widersprechen. Es war ein Barockprogramm, das Frauenkirchenkantor Matthias Grünert am Cembalo mit seiner Schwester, der Geigerin Angelika Grünert, und der Sängerin Heidi Maria Taubert am Montagabend im Weißen Saal einem großen Publikum bot. Schon bei dem bis zur None ausschwingenden Thema des 1. Satzes der Violinsonate D-Dur von Georg Friedrich Händel hörte man: Hier wird Barockmusik nicht nur stilsicher, sondern auch mit viel Empfindung und hohem instrumentalen Können interpretiert. Stilsicher schon allein deshalb, weil der Continuo-Part auf dem Cembalo und der Violinpart auf einer Barockvioline mit Darmsaiten gespielt wurde, dazu ohne Vibrato. Unter den Händen von Angelika und Matthias Grünert war das keineswegs eine tonlich kärgliche Musik. Nein, im Gegenteil, die Interpretation aller an diesem Abend gespielten Werke gewann in dieser Form an Ausdruck und vor allem an Transparenz, die barocke Satzkunst und Spielfreudigkeit klar zum Hören und Erkennen brachte, vor allem in den schnellen Sätzen. Außerdem trug die Geigerin das Affetuoso und das bekannte Larghetto in h-Moll der Händelsonate sowie weitere langsame Sätze des Programms mit starker Intensität und feinen dynamischen Nuancen vor. Und dann betrat die junge Sopranistin Heidi Maria Taubert das Podium und begeisterte das Publikum schon bei den ersten Tönen mit ihrer ausnehmend schönen, runden Stimme und einem samtweichen Timbre. Im melodischen Bereich trotz großem stimmlichen Volumen stets im Oratorienhaften bleibend und alle Koloraturen mit kolossaler Leichtigkeit singend, überzeugte sie außerdem durch ihre klar artikulierte Aussprache. So verlieh sie der Solokantate „Schmückt das frohe Fest mit Maien“ für Sopran, Violine und Basso continuo von Georg Philipp Telemann und den für die gleiche Besetzung geschriebenen drei deutschen Arien von Händel sowohl barocke Pracht als auch federnde Leichtigkeit. „So eine gute Sängerin habe ich in diesem Saal noch nicht gehört“, schwärmte Museumsleiter Rainer Koch. Dazu kamen die beiden Partner an Violine und Cembalo, die mit ihr in jeder Weise homogen musizierten. Ihre Parts waren keineswegs einfacher als die Sonaten von Händel und die abschließende von Carl Philipp Emanuel Bach - aber davon war nichts zu spüren. Im Rahmen des Programmes stellte sich Matthias Grünert mit einem Werk von Bach, der Fantasie in a-Moll BWV 904, auch als Solist vor. Ein von Grünert glanzvoll interpretiertes barockes Werk, dessen ineinander verschlungene Akkordketten er durch dezent eingesetzte Agogik belebte. Es war ein selten schönes Kammerkonzert, das mit großem Beifall belohnt und mit zwei Zugaben bereichert wurde.


23. Juni 2010 /OTZ

Salami-Gesichter und eine lachende Kuh

Ideenfindung zusammen mit Rainer Marofke.
Ideenfindung zusammen mit Rainer Marofke.
Foto: OTZ/Heidi Henze

Schüler der Zeulenrodaer Pestalozzischule lösen Preis aus dem Zeichenwettbewerb ein

Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).

Eine Kuh, die lächelt, ein Gesicht, aus dem kleine Zähne blinzeln oder eine Pizza mit vielen lustigen Salami-Gesichtern. All das könnten schon bald den eigens für die Mädchen und Jungen der Pestalozzischule Zeulenroda erstellten Klassen-Geburtstagskalender zieren. Dazu gehören auch noch Fotos der Schüler und ein Klassenfoto als gestalterische Elemente, die das kreative Werk komplettieren. Der Kalender steht am Ende eines produktiven Besuches bei der Werbeagentur Marofke in Zeulenroda - geschehen gestern Vormittag. Die Fünftklässler kamen auf Einladung und die resultierte aus den vielen eingesandten Zeichnungen der Schüler innerhalb des Wettbewerbes zur Gestaltung des Veranstaltungsflyers des Fördervereins der Dreieinigkeitskirche Zeulenroda. Die Schüler hatten sich inspirieren lassen von ihrer Schnuppertour auf dem Kirchturm. Besonders die riesigen Glocken hatten es den Kindern angetan und so stellten viele auch die Glocken der Dreieinigkeitskirche in den Vordergrund ihrer Zeichnungen. Damit konnten sie bei der Wettbewerbsjury punkten. Nun nahmen die Schüler ihren Preis in Anspruch und hatten ihre wahre Freude daran. Rainer Marofke erläuterte die verschiedensten Arbeitsgänge, zeigte ihnen, dass auch in einer Werbeagentur mit Stift und Lineal gezeichnet wird, neben den vielen Arbeitsgängen am Computer. Er verstand es, die Schüler zur eigenen Kreativität zu motivieren. Die wiederum waren vom Endprodukt - dem Geburtstagskalender - begeistert Der wird nun auch im kommenden Jahr die Tür zum Klassenzimmer zieren und vielleicht dazu anspornen, wieder am Wettbewerb teilzunehmen.


23. Juni 2010 /OTZ

Langenwetzendorf honoriert Feuerwehrarbeit

26 Euro pro Monat für Atemschutz-Gerätewart

Langenwetzendorf (OTZ/flam).

Der Atemschutzgerätewart der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Langenwetzendorf erhält eine monatliche Aufwandsentschädigung von 26 Euro. Diese Änderung der Satzung zur Regelung der Aufwandsentschädigung für die Ehrenbeamten und ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen, die ständig zu besonderen Dienstleistungen herangezogen werden, ist am Montagabend einstimmig in der Gemeinderatssitzung im Kulturhaus Langenwetzendorf beschlossen wurden. Damit kam Bürgermeister Kai Dittmann (parteilos) nach eigener Aussage der Bitte einiger Wehrführer nach, die die zeitintensive Arbeit ihrer Kollegen honoriert wissen wollen. Auch der Jugendfeuerwehrwart erhält monatlich eine Aufwandsentschädigung von 26 Euro. Die Änderung der Satzung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2010 in Kraft.


23. Juni 2010 /OTZ

Bücher für Leseratten

Die neunjährigen Mädchen Theresia, Cellie und Johanna entpuppen sich als richtige Leseratten und so waren sie auch die ersten, die in den Büchern schnupperten. Cellie freut sich schon mächtig auf Gregs Tagebuch aus „Jetzt reicht’s“ von Jeff Kinney, während Johanna mehr auf die Lesestunden in der Runde der Klassenkameraden setzt.
Die neunjährigen Mädchen Theresia, Cellie und Johanna entpup-
pen sich als richtige Leseratten und so waren sie auch die
ersten, die in den Büchern schnupperten. Cellie freut sich
schon mächtig auf Gregs Tagebuch aus „Jetzt reicht’s“ von
Jeff Kinney, während Johanna mehr auf die Lesestunden in
der Runde der Klassenkameraden setzt.
Foto: OTZ/Henze

Zeulenrodas Stadtbibliothek gehört zu den 17 ausgewählten Einrichtungen Thüringens

Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).

„Leseratten aufgepasst“, hieß es gestern Nachmittag im Hort der Zeulenrodaer Reimann-Grundschule - und die knapp 50 anwesenden Mädchen und Jungen waren begeistert. Einige von ihnen üben sich schon mächtig im Lesen, so wie die achtjährige Elisa. Sie verriet, dass sie abends unter der Bettdecke gerne schmökert. Am gestrigen Nachmittag waren Bärbel Heinrich von der städtischen Bibliothek in Zeulenroda- Triebes, Heike Grebe, Filialleiterin der Sparkasse Gera- Greiz und Holger Stößel (CDU), 1. Beigeordneter des Bürgermeisters Zeulenroda- Triebes, in die Horteinrichtung gekommen. Grund dafür war das Projekt der Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken in Zusammenarbeit mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Beide zusammen haben die Aktion „Ich bin eine Leseratte“ initiiert. Die städtische Bibliothek hatte sich für die thüringenweite Aktion beworben und gehört nun zu einer der 17 auserwählten Einrichtungen, die in den Genuss kommen, spannende Kinderbücher geschenkt zu bekommen. Doch nicht genug dessen: Die Kleinen können sich nach dem Lesen der Bücher, wie „Seeräuber-Moses“, „Chaneling“, „Schnupperkurs im Räubercamp“ oder „Die schrecklichsten Mütter der Welt“ auch noch als wahre Literatur- Kritiker betätigen. Das können sie malerisch oder auch in Schriftform tun und erhalten dafür ein vorgefertigtes Büchlein. Ihr Werk wird im Oktober, nach den Herbstferien, von einer fachkundigen Jury ausgewertet. „Auf die Besten warten attraktive Preise“, verrät Heike Grebe. Insgesamt fünf Bücher sind es, die die Sparkassenstiftung nun der Bibliothek überlässt, und diese wiederum wurden an den Hort der Reimann- Grundschule weitergereicht. Ina Butter, Hortnerin ist mindestens ebenso begeistert und auf die Geschichten gespannt, wie die kleinen Leseratten. In den Ferienspielen ist sicher Gelegenheit dazu. Eine kurze Schnupperphase gabs bereits gestern, als Bärbel Heinrich einige spannende Geschichte anlas und aus dem Gelesenen plauderte. Die Schüler der ersten bis vierten Klasse zappelten unruhig. Manche wollten sofort in die Bücher schauen. Doch etwas gedulden müssen sie sich wohl noch. Zum Abschluss der Aktion, die die Lust am Lesen fördern soll, ist ein Lesefest geplant in der dann umfangreich umgebauten und wieder eröffneten Bibliothek in Zeulenroda.


23. Juni 2010 /OTZ

Drei Meistertitel für RSV-Jugend

Norman Heisig, Dustin Nürnberger und Ron Watzek (von links) holten im griechisch-römischen Stil drei Mitteldeutsche Meistertitel für den RSV Rotation Greiz.
Norman Heisig, Dustin Nürnberger und Ron Watzek (von links)
holten im griechisch-römischen Stil drei Mitteldeutsche
Meistertitel für den RSV Rotation Greiz.
Foto: Jens Watzek

Ringen, Mitteldeutsche Meisterschaften: Heisig, Nürnberger und Watzek mit Gold

Zella-Mehlis (OTZ/Rudi Stöhr).

Nur wenige Tage vor Beginn der Sommerferien stand für Nachwuchsringer des RSV Rotation der letzte Wettkampf des 1. Halbjahres 2010 an, in Zella-Mehlis rangen am 19. Juni die C- und D-Jugendlichen im Griechisch-Römischen Stil bei den Offenen Mitteldeutschen Meisterschaften um Titel und Medaillen. Veranstalter der Meisterschaften war der Thüringer Ringer-Verband, Ausrichter der AV Jugendkraft/Concordia Zella-Mehlis. Auf die Matten in der Drei-Felder-Halle in der Schillerstraße gingen 120 junge Ringer aus 25 Vereinen der Bundesländer Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Bayern. Unter ihnen sechs vom RSV Rotation, die sich achtbar schlugen. Sie wurden von Vereinsjugendtrainer Andreas Mattern betreut, der von Siegfried Lippke unterstützt wurde. Auch wenn es 60 Starter weniger als bei den Freistil-Meisterschaften waren, konnte Mattern für seine Schützlinge ein positives Fazit ziehen; von 22 Kämpfen wurden 18 gewonnen. Die D-Jugendlichen (Jahrgänge 2000-02) waren Lucas Kahnt (31 kg) und Norman Heisig (34 kg). Kahnt, diesjähriger Doppel-Landesmeister, stand unter zwölf Teilnehmern nach Schultersiegen über M. Megier (Weißwasser), E. Luckow, J. Frütsch (beide Frankfurt/O.) und Niederlage wegen Technischer Unterlegenheit gegen O. Gutmann (Hof) im Kleinen Finale. In diesem bezwang er E. Pilz (Weißwasser) auf Schulter und gewann Bronze, im Freistil wurde er Vierter. In Heisigs Gewichtsklasse starteten neun junge Ringer. Nach Schultersiegen über M. Jahns (ASV Plauen), Ch. Schulz (Leipzig), K. Brandt (Zella-Mehlis) stand er im Finale, welches er gegen J. Riese (Werdau) gleichfalls auf Schulter und so den Titel gewann. In der C-Jugend (Jahrgänge 1998/99) gingen Dustin Nürnberger (31 kg), Ron Watzek (34 kg), Jannik Weikert (42 kg) und Josua Greschok (46 kg) auf die Matten. Nürnberger wurde unter sechs Startern nach Schultersiegen über M. Schumann (Jena), J. Hergenhahn (ASV Plauen) und T. Knittel (Pausa) Mitteldeutscher Meister. Im Freistil hatte er Silber geholt. Watzek, Landesmeister im Freien und Vize im Klassischen Stil, besiegte seine vier Konkurrenten M. Baumgarten (Leipzig), P. Wilczek (ASV Plauen), E. Gustavus (Frankfurt/ O.) und P. Schlensog (ASV Plauen) sämtlich auf Schulter und gewann die dritte Greizer Goldmedaille. Weikert, diesjähriger Vize- Landesmeister in beiden Stilarten, hatte es mit acht Gegnern zu tun. Mit zwei Schultersiegen über N. Müller (Werdau) und D. Krauß (ASV Plauen) startete er verheißungsvoll. Nach zwei Schulterniederlagen gegen T. Barta (Lugau) und M. Kantaev (Leipzig) kam er auf dem undankbaren vierten Platz ein. Greschok, Landesmeister im Klassischen Ringkampf und Vize im Freistil, besiegte P. Conrad (Cottbus) auf Schulter und gewann nach Niederlage wegen Technischer Unterlegenheit gegen D. Glock (Stockach) die Silbermedaille.

Vereinswertung:
1. Jugendkraft/Concordia Zella-Mehlis 41 Punkte
2. ASV Plauen 41 Punkte
3. Rotation Greiz 29 Punkte


23. Juni 2010 /OTZ

Obergrochlitz ist Faustball-Landesmeister

Das Siegerteam der U14-Jugend von Obergrochlitz I
Das Siegerteam der U14-Jugend von Obergrochlitz I

Feld-Faustball, Nachwuchs: Obergrochlitz II wird Zweiter, Kurtschau Dritter

Bachfeld (OTZ/Röder).

Am Sonnabend fanden in Bachfeld die Landesmeisterschaften der Jugend U14 und U18 im Feldfaustball statt. Für die Jugend U14 hatten sich die Mannschaften vom TuS Obergrochlitz I, Obergrochlitz II und der SG Kurtschau qualifiziert. Für die erste Obergrochlitzer Mannschaft startete P. Ehlert, L. Steudel, V. Gürtler, L. Voigt, S. Reinelt und B. Trompelt. Die Zweite wurde von B. Güther, R. Hummel, N. Weber, A. Schmidt, D. Pasler und F. Trompelt gebildet. Gleich das erste Spiel mussten die Obergrochlitzer Trainingspartner unter sich austragen. Im ersten Satz hatten die Jugendlichen beider Mannschaften wieder einmal Startschwierigkeiten und spielten nicht in ihrer gewohnten Form. Diesen Satz gewann die Obergrochlitz II. Die nächsten drei Sätze aber gingen dann an die Erste, so dass der Endstand 3:1 für Obergrochlitz I lautete. Im Anschluss musste die Mannschaft II gegen Kurtschau spielen. Die ersten beiden Sätze gewannen die Kurtschauer Jungs, dann aber begann eine spannende Aufholjagd. Die Obergrochlitzer spielten immer besser und entschieden das Spiel mit 3:2 für sich. Die Mannschaft I von Obergrochlitz gewann dann souverän im letzten Spiel gegen Kurtschau mit 3:0 Sätzen. Damit ging der Landesmeistertitel wieder an die jungen Sportler vom TuS Obergrochlitz I, Silber bekamen die Spieler vom TuS Obergrochlitz II und Bronze die SG Kurtschau. Allen Spielern gilt ein großes Lob für ihre gezeigten Leistungen. Ein Dankeschön erging auch an die Frauen vom TSV 1898 Bachfeld für die Versorgung. Für anstehende Aufgaben werden in Obergrochlitz noch Nachwuchsspieler gesucht, Training ist freitags, 17 Uhr.


23. Juni 2010 /OTZ

Kurz notiert:

„Grüner Kern“ am Wochenende in Zickra

Zum fünften Mal findet am kommenden Wochenende der „Markt für grüne Produkte und Ideen - Grüner Kern“ im Kulturhof in Zickra statt. Am Sonnabend und Sonntag, jeweils 11 bis 18 Uhr, werden Unternehmer, Vereine und Institutionen aus Thüringen und Sachsen sich und ihre umweltfreundlichen Produkte, Geschäftsideen und natürlich auch feinstes Kunsthandwerk vorstellen.
Archivfoto: OTZ/Christian Freund

Zum fünften Mal findet am kommenden Wochenende der „Markt für grüne Produkte und Ideen - Grüner Kern“ im Kulturhof in Zickra statt. Am Sonnabend und Sonntag, jeweils 11 bis 18 Uhr, werden Unternehmer, Vereine und Institutionen aus Thüringen und Sachsen sich und ihre umweltfreundlichen Produkte, Geschäftsideen und natürlich auch feinstes Kunsthandwerk vorstellen.


Mit Einser-Schnitt in die letzten Sommerferien

In feierlichem Rahmen erhielten die Absolventen des Beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule des Staatlichen Berufsbildungszentrums Greiz-Zeulenroda ihre Abschlusszeugnisse. Vorbildliche Ergebnisse im Abitur erreichten Sebastian Sammt mit der Note 1,1, Janine Rumrich und Julia Groll, beide Note 1,4 (von links). Den besten Durchschnitt bei den Abgängern der Fachoberschule erreichte Ivonne Thorwirth mit einem Notendurchschnitt von 1,7.
Foto: Bernhard Groll

In feierlichem Rahmen erhielten die Absolventen des Beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule des Staatlichen Berufsbildungszentrums Greiz-Zeulenroda ihre Abschlusszeugnisse. Vorbildliche Ergebnisse im Abitur erreichten Sebastian Sammt mit der Note 1,1, Janine Rumrich und Julia Groll, beide Note 1,4 (von links). Den besten Durchschnitt bei den Abgängern der Fachoberschule erreichte Ivonne Thorwirth mit einem Notendurchschnitt von 1,7.


Karikatur des Tages

Sein oder Nichtsein…
Sein oder Nichtsein…
Zeichnung: OTZ/Bruns


Lizenz zum Schmunzeln - Mario Schuster

Zeichnung:  Mario Schuster
Zeichnung:  Mario Schuster


Rutsche und Schaukel unter die Lupe nehmen

Noch Teilnehmer für Spielplatz-Test gesucht

Greiz (OTZ/gru).

Heute steht für Thüringer Schüler der letzte Schultag ins Haus. Die kommenden sechs Wochen bestimmen also nicht Stundenpläne und Hausaufgaben den Terminplan der Kinder, sondern das Treffen mit Freunden zum gemeinsamen Spielen. Wo man dies in Greiz am besten machen kann, soll der große Spielplatz- Test der Ostthüringer Zeitung aufzeigen. Dafür sucht unsere Redaktion noch Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren, die als Mitglieder der Kinderjury Rutsche, Schaukel, Wippe & Co. von Spielplätzen in Greiz genau unter die Lupe nehmen. Lea Bächer, 10 Jahre, aus Greiz freut sich schon auf ihren Einsatz als Spielplatz-Testerin. „Lea geht auch mit fast 11 Jahren noch gerne auf den Spielplatz“, verrät ihre Mutti. Doch zum Leidwesen der Viertklässlerin gibt es in Greiz einige Spielplätze, die weit vom Spielparadies entfernt sind, weil sie nicht genügend Spielgeräte haben oder einfach unordentlich aussehen. Mit dem Schlangenspielplatz in der Siebenhitze hat Lea auch gleich ein negatives Beispiel parat. Um an diesen Zuständen etwas zu verändern, und vielleicht den ein oder anderen Spielplatz zu verschönern, hat sie sich als Jurorin angemeldet. Genauso wie Jonathan Wölfel, 8 Jahre, den die Ostthüringer Zeitung als allererstes Mitglied in der Kinderjury begrüßen konnte. Wer also Lust hat, zusammen mit anderen Mädchen und Jungs die Greizer Spielplätze auf Herz und Nieren zu prüfen, meldet sich bei: OTZ Greiz, Burgplatz 12, 07973 Greiz, Tel.: (03661) 87 56 11 oder greiz@otz.de.


Christian Häckert ist Mitglied im Landesvorstand

Bösleben/Mohlsdorf (OTZ).

Am Freitag fand in Bösleben bei Erfurt die Mitgliederversammlung des Verbandes für Landentwicklung und Flurneuordnung Thüringen statt. Dabei wurde der Mohlsdorfer Bürgermeister Christian Häckert (CDU) in den Landesvorstand gewählt. Nachdem unter anderem der Haushalts-, Investitions- und Stellenplan für 2010 verabschiedet wurde, stand die Neuwahl der sechs Vorstandsmitglieder und deren Stellvertreter auf der Tagesordnung. Aus dem Amtsbereich des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera wurde Häckert (CDU) mit großer Mehrheit zum Mitglied des Landesvorstandes gewählt. Häckert ist seit 2001 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft in Mohlsdorf im Landkreis Greiz. Schwerpunkte in den nächsten fünf Jahren sieht er neben dem Erhalt einer soliden Finanzausstattung des Verbandes in der Beschleunigung der Flurneuordnungsverfahren, einer weiteren Stärkung und nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes sowie in der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft. Der Verband vertritt in Thüringen zirka 170 Teilnehmergemeinschaften aus Flurneuordnungsverfahren und verantwortet deren Finanzierung und Durchführung.


Energieversorger Eon erhält wieder Zuschlag

Konzessionsvertrag mit Langenwetzendorf

Langenwetzendorf (OTZ/flam).

Es steht nicht oft auf der Tagesordnung einer Gemeinde, am Montagabend aber wurde es während der Gemeinderatssitzung in Langenwetzendorf einstimmig beschlossen: Die Eon Thüringer Energie AG soll auch künftig für die Energieversorgung der Gemeinde Langenwetzendorf verantwortlich sein. Eon war der einzige Energieversorger, der sein Interesse am Abschluss eines neuen Konzessionsvertrages mit der Gemeinde bekundet habe. „Das ist in unserer Region verständlich und ich finde gut, dass es Eon macht“, sagte Bürgermeister Kai Dittmann (parteilos) am Montagabend.


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