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Billigheimer kosten doppelt Disput beim BVMW über ewig strittiges Thema zeigt: Vergabepraxis nicht sattelfest Von Kathrin Schulz Langenwetzendorf (OTZ). „Das Thema Vergabeverordnung und Vergabepraxis ist beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) schon so alt, dass es einen Bart hat“, stellt Kerstin Kramer, Kreisgeschäftsstellenleiterin Greiz/Saale-Orla-Kreis beim Diskussionsabend am Montag in der Firma Wertbau am Dasslitzer Kreuz eingangs fest. Dennoch bietet es, wie sich in der aktuellen Debatte mit FDPLandtagsmitglied Dirk Bergner zeigte, enorm viel Zündstoff in der Unternehmerschaft. Wertbau- Gastgeber Rainer Taig, der die Firmenvertreter in seinem Hause begrüßte, stellte fest, dass er Fenster und Türen aus der Wertbau-Produktion überall verkaufe, nur nicht in der Region, weil er eben nicht der Billigste sei. Wenn allerdings in der Vergabepraxis zwischen dem Billigsten, der den Zuschlag erhält, und dem Zweitplatzierten 36 Prozent Preisunterschied festzustellen seien, stimme etwas nicht. Ein Bauunternehmer aus dem SOK legte noch einen drauf und konnte von einem „46-Prozent-Vorsprung“ eines leider erfolgreichen Bieters berichten, Eine Spanne, die die Vergabeverordnungen regulär nicht zulassen. Streng nach Gesetz müssen diese „Sieger“ aus der Bieterliste gestrichen werden. In der Realität leider kein Einzelfall. „Das der Billigste und nicht der Wirtschaftlichste den Zuschlag erhält, liegt nicht an fehlenden Vorschriften, sondern am festgefahrenen Prozedere“, stellt Bergner fest. Was aber tun gegen die Billigheimer, die bei öffentlichen Bauten den Steuerzahler sehr oft doppelt Geld kosten? Der Greizer Baunternehmer Toralf Zipfel bricht eine Lanze für die Einzellos-Vergabe. Er findet, dass Qualität in der Ausschreibung und Bauüberwachung einen größeren Stellenwert haben muss und will Ingenieurund Architekten-Kompetenz fördern, sieht auch viel Potenzial darin, die Fachbehörden im Projektmanagement in die Pflicht zu nehmen; vor allem aber die Bürokratie zu minimieren, die Formalien zu reduzieren, im Bürgschaftswesen das rechte Augenmaß einzuhalten und Zahlungsmodalitäten konkret zu vereinbaren, um unstrittige Beträge fristgerecht zu begleichen. Wirtschaftsund Bauamtschef Frank Korn baut auf Transparenz in der Vergabepolitik des Landratsamtes: „Wir müssen beweisen, dass das billigste Angebot wirklich billig ist, scheitern hier oft an Formalien, die Widersprüche und damit Bauverzug bringen. Vergabeentscheidungen stehen im Internet .“ Kerstin Kramer fasst die Erkenntnisse des Abends für die bevorstehende Debatte im Landtag zum Gesetzentwurf der SPD zusammen: „Die Verordnungen sind ausreichend, aber sie müssen praktikabler, präziser werden.“ Kommentar Ab Herbst brennt’s Von Kathrin Schulz Es geht im Frühjahr ewig nicht los und ab Herbst brennt die Luft. Der Chef einer Zeulenrodaer Straßenbaufirma, natürgemäß von der öffentlichen Hand abhängig, ärgert sich über die Ausschreibungs- und Vergabepraxis, und das schon seit 15 Jahren. Neben einem exorbitanten bürokratischen Aufwand, der Nerven kostet, fragt er sich vor allem: Warum kommen Ausschreibungen immer auf den letzten Drücker? Kann nicht im November/ Dezember für das nächste Frühjahr ausgeschrieben werden? Zwei-Jahres-Haushalte im Landkreis sind ein guter Ansatz, aber was nützt es, wenn der Thüringer Landeshaushalt mitten im Jahr immer noch nicht in Sicht ist? Eine Hürde, an der auch Frank Korn mit seinem Team im Landratsamt scheitert, denn die Landesmittel sind einfach nicht verfügbar, während andererseits die Fördermittel pünktlich verfallen. Eine Zwickmühle, in der gegenwärtig auch der Ausbau der B 94 in Greiz steckt, die sich FDP-Mann Dirk Bergner für die Debatte im Landtag notiert. Vergabepolitik bleibt Dauerbrenner
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Unverhoffte Einnahme federt Kassendefizit ab Emotionaler Redemarathon im Stadtrat Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ). Eine nicht planbare Einnahme im städtischen Haushalt beendete gestern Abend eine fast zweistündige, sehr emotional geführte Debatte zu den Greizer Finanzen. Auslöser war das voraussichtliche Defizit von 1,1 Millionen Euro in der Stadtkasse durch die Reduzierung der Schlüsselzuweisungen des Landes. Während nur 550 000 Euro mit einer Haushaltssperre belegt waren, hingen aus Sicht der Opposition weitere 600 000 Euro in der Luft, über die aus Sicht der IWA, FDP und Die Linke der Bürgermeister nicht informiert hatte, weshalb eine Sondersitzung dazu eingefordert wurde. Den Antrag auf einen Nachtragshaushalt nahm IWA Fraktionsführer Jens Geißler zum Abschluss der Sitzung schließlich zurück, nachdem Gerd Grüner (SPD) weitere Einnahmen auflisten konnte: Seit Dienstag seien vom Land zunächst 121 000 Euro mehr Zuweisungen in Aussicht gestellt. Eine Erstattung der Vorauszahlung der Körperschaftssteuer von rund 350 000 Euro brachte einen unerwarteten Geldsegen in die Stadtkasse. „Was Besseres konnte uns nicht passieren“, kommentiert Grüner. Einsparungen von rund 21 000 Euro und Mehreinnahmen für Fachpersonal in Kindertagesstätten über 30 000 Euro runden die Rechnung ab, dass ein Nachtragshaushalt gegenwärtig nicht notwendig ist. Das überzeugte sichtlich auch die Opposition. Allerdings warf Geißler ein: „Warum ist es nicht möglich, diese Papiere vor der Stadtratssitzung zu erhalten. Wir können’s doch nicht riechen, dass wir diese Einnahmen haben.“ Wir sind im Stadtrat und nicht auf dem Markt. Walter Dengler, Stadtrat IWA Im Vorfeld hatte Grüner noch eine weitere Option vorgestellt. Die Fördermittel für den Stützmauerbau in der Herweghstraße kommen 2010 nicht, sodass die Eigenmittel der Stadt über 550 000 Euro vakant wären. Doch das sind Investitionsmittel, die man besser verwenden könne als für das Stopfen von Haushaltslöchern. Für Straßeninstandsetzung beispielsweise. Denn inzwischen ist klar, diese wird 100 000 Euro mehr kosten. Eindringlich hatte Geißler an die von der Kommunalaufsicht für die Stadtratssitzung gestern Abend eingeforderte Strategie zur Finanzpolitik erinnert, die der Bürgermeister nicht schuldig blieb. Allerdings erst nach dem Redemarathon, in dem sich Parteien nichts schenkten, strippte er akribisch Einnahmen und Ausgaben auf. Für Jörg Kniebel (FDP) eine „Inszenierung a la gute Jungs - böse Jungs“, die die Peinlichkeiten der vorangegangenen Diskussion hätte vermeiden können. So hatte Harald Jatho (SPD) eine verdächtige Eintracht gegen SPD und CDU ausgemacht, eine Opposition, die in Presse und Internet Unwahrheiten verbreiteten. Jürgen Frantz (CDU) sprang ihm bei: Für personelle Spielchen und abstruse Beschlussvorlagen sei man nicht zu haben. Was Walter Dengler (IWA) „langsam nicht mehr erträglich“ fand. Für Warnungen vor Überschuldung werde man als Schwarzmaler beschimpft. „Wir nähern uns leeren Kassen, können uns Eisbahn, Kino oder auch Stadthalle, die viele Bürger wegen ihrer gewaltigen Ausmaße erschreckt, nicht leisten“, befürchtet der Stadtrat, der SPD und CDU aufforderte, ihre Entscheidungen zum Wohle der Bürger und nicht des Bürgermeisters zu treffen. Was wiederum Ines Wartenberg in die Nase fuhr, die davor warnte, die Stadthalle nicht tot zu reden, bevor sie eröffnet sei und den Bürgern unnötig Angst zu machen. |
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Musikalische Pralinenschachtel
Von Chopin bis Michael Jackson - Frühlingskonzert des Gymnasiums Greiz Von Susann Grunert Greiz (OTZ). „Gut gemacht“ riefen die Schüler des Gymnasiums Greiz am Dienstagabend ihren Klassenkameraden zu, die zum Frühlingskonzert der Schule gut zweieinhalb Stunden einen vollen Theatersaal unterhielten. „Eine musikalische Pralinenschachtel“ versprach Moderator Felix Knoll, der zusammen mit Johanna Vetter fantasievoll durch den Abend führte. Das bestand neben Lehrern und Schülern natürlich auch aus Eltern, Geschwisterkindern und Großeltern, die dem Auftritt ihrer Künstler entgegen fieberten. Mit „Joyful“ nach Ludwig van Beethoven eröffnete der Chor des Gymnasiums mit Mitgliedern der Klassen 5 bis 12 den musikalischen Abend, bevor Christopher Kulenkampff auf der Trompete und dessen Vater auf der Klarinette dem „Kuckuck“ ein Ständchen bliesen. Gelächter im Saal als die Bläsergruppe mit Elias Amler, Hans Ehlich, Jonathan Lätzsch, Lukas Keil, Christian Frotscher, Jonathan Steudel und Martin Wiedemann den von ihnen gepriesenen „Kleinen grünen Kaktus“ als Dekoration mit auf die Bühne brachten. Genregrenzen gab es zum Frühlingskonzert des Gymnasiums keine. So erklangen neben klassischen Klängen von Chopin auch moderne Hits der Neuzeit wie der Prinzen-Kultsong „Alles nur geklaut“, im Duett vorgetragen von Sarah Ruder und Josepha Hallbauer. Dass sich Michael Jacksons „We are the World“ auch prima solo umsetzen lässt, bewies Maria Ehlert, die den Welthit auf dem Saxofon präsentierte. Einen ausgesprochen unterhaltsamen und vor allem fingerfertigen Beitrag zeigte auch das Blockflötenquartett mit Carl Alexander Strobel, Luisa Fortdran, Constanze Bleil und Frau Töpfer, die den Zungenbrecher „Fischers Fritz“ originell und unter viel Beifall der Zuschauer interpretierten. Nach einer kurzen Pause, in der sich die Gäste am Kuchenund Brötchenbasar der 12. Klassen im Foyer stärken konnten, zogen die Piraten der Karibik in den Großen Saal ein. Mit Violine, Klavier, Bass und Schlagzeug legten die jungen Künstler Clemens und Felix Rohleder, Raoul Stirkat, Anna Hellfritzsch, Carolin Kostial, Matthias-Benjamin Zschorn, Tim Richter und David Josiek zum Titel „He is a Pirate“ einen toll arrangierten und temperamentvollen Auftritt hin. Gesanglich überzeugen konnten auch Christian Wunderlich, der sich zu „You don’t know“ selbst auf der Gitarre begleitete, oder Carolin Kostial, die sich James Blunts „Same Mistake“ vorgenommen hatte. Natürlich durfte ein viel umjubelter Auftritt der hauseigenen Schulband „Fennel Fields“ nicht fehlen, bevor der Chor die Gäste zu „Amazing Grace“ in den Abend entließ. |
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SPD-Bürgerbüro mit neuer Besetzung Jusos-Ortsvereinsvorsitzender Veit Kern verstärkt das Team in der Burgstraße Greiz (OTZ). Das Wahlkreisund Bürgerbüro der SPD-Abgeordneten Heike Taubert erhält personelle Verstärkung. Zukünftig wird Veit Kern, auch Ortsvereinsvorsitzender der Greizer JUSOS, das Team ergänzen. Die Sprechzeiten des Büros, das sich in der Burgstraße 8 in Greiz befindet, bleiben weitestgehend unverändert. Bürger können spezifische Anliegen am Montag, in der Zeit von 10 bis 15 Uhr, sowie am Donnerstag zwischen 10 und 18 Uhr persönlich an die Mitarbeiter der Abgeordneten und Ministerin Heike Taubert richten. Darüber hinaus sind Anfragen jederzeit auch unter der Nummer (03661) 45 89 60 oder per E-Mail an: Buero@Heike-Taubert.de möglich. Für ein persönliches Gespräch mit der Ministerin sind entsprechende Anfragen ebenfalls an dasWahlkreisbüro zu stellen. |
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Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen
2. Kreisolympiade im Fach Englisch - Sieger kommen aus dem ganzen Landkreis Greiz Text & Bild Antje-Gesine Marsch Hieß es in Bürger Lars Dietrichs Programm letzte Woche noch "Schlecht englisch kann ich gut", bewiesen die Teilnehmer der 2. Englisch-Kreisolympiade, die am gestrigen Mittwoch in der Greizer Lessingschule stattfand, dann eher doch das Gegenteil. In 90 Minuten Arbeitszeit galt es, neben dem Bestehen der Vokabel-und Leseprüfungen sowie dem verstehenden Hören auch zu demonstrieren, wie gut man englisch sprechen kann. "Unser Highlight", wie Elke Frank, Englisch-Fachberaterin für den Greizer Bereich, gestand. Großes Engagement bescheinigte sie dabei allen Schülern. Vor allem in der Klassenstufe 8 habe es durch eine Vielzahl leistungsstarker Schüler ein "spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen gegeben. Nur ein halber Punkt trennte die Plätze 1 und 2. Markus Wahl aus der Lessingschule war diesmal nicht unter den Erstplatzierten. "Ist nicht so schlimm", wie der Siebtklässler versicherte. "Es hat trotzdem viel Spaß gemacht." Bedanken wollte sich Elke Frank bei allen am Wettbewerb beteiligten Pädagogen, vor allem beim Kollegium der Greizer Lessingschule.
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Damit Urlaubsanbieter im Netz gefunden werden
Neue Medien beim 3. Vogtland-Tourismustag Von Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ).
Wer einen Urlaub plant, schaut sich zuerst im Internet um, was die Region so zu bieten hat. Mit einem guten Auftritt kann man also schon Pluspunkte sammeln, weiß Mario Walther, Leiter des Regionalmanagements der Region Greiz. Der zunehmende Bedarf an der Nutzung neuer Medien steht ganz im Mittelpunkt des 3. Tourismustages Thüringer Vogtland, der am Montag in Zeulenroda stattfindet. Zu der Veranstaltung lädt das Regionalmanagement mit dem Verein Thüringer Vogtland Tourismus ein. Zunächst war der Termin in der Stadthalle geplant. Jetzt geht es ins Bio-Seehotel. Walther nennt das moderne Ambiente und die guten Konditionen als Gründe für den Ortswechsel. Und dann finde ja dieses Jahr im Juni auch der Tourismustag des ganzen Freistaats im Bio-Seehotel statt. Die Regionalausgabe am 26. April bietet von 13 bis 16 Uhr Referate zum Thema „Tourismus- Medien im Netz“. So geht Peter Zimmermann, Thüringer Staatssekretär für Medien und Regierungssprecher aus Erfurt, der Frage nach, ob die Präsenz in den Medien nur Kür oder doch eher Pflicht für den Erfolg sei. Was man bei der Erstellung einer Homepage gut und schlecht machen kann, erläutert Lutz Wolf vom Fachbereich Mediengestaltung des Staatlichen Berufsbildungszentrums Saale-Orla. Rechtliche Fallstricke im Internet beleuchtet Robert Hünicke von der IHK Ostthüringen. Susann Begrow von der Agentur digitalwert will verraten, wie man in Suchmaschinen schnell und zuverlässig gefunden wird. Als neuen Trend für neue Zielgruppen stellt Thomas Froitzheim von der Firma Naviso Outdoornavigation die GPS-gestützte Schnitzeljagd „Geocaching“ vor. Und auch Michael Hecht, Geschäftsführer des sächsischen Tourismusverbandes Vogtland, ist da. Er spricht über die Möglichkeiten im „Web 2.0“ am Beispiel internationaler Marketingkooperationen. All die Themen hat das Regionalmanagement mit dem Vorstand des Tourismusverbandes ausgewählt. „Wir waren der Meinung, dass der ein oder andere Anbieter Anstoß und Hilfe gebrauchen könnte, um seinen Internetauftritt zu erstellen und sein Ranking bei Suchmaschinen zu verbessern“, erläutert Mario Walther. Die Bedeutung des Internets nehme ständig zu. Der Tourismustag richtet sich an alle Touristiker, insbesondere die Mitglieder des Tourismusvereins, aber auch Städte und Gemeinden. Über 300 Einladungen hat das Regionalmanagement verschickt und rechnet mit zirka 200 Teilnehmern. Da die Veranstaltung nicht für Endverbraucher ist, sondern eher Vereine, Gewerbebetriebe u.a. ansprechen will, werden weitere Interessenten gebeten, sich zunächst an das Regionalmanagement in Greiz zu wenden unter Tel.: 03661/611450.www.region-greiz.de |
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Gespenstergeschichten
Leipziger Autor Frank Kreisler stellt Greizer Kindern sein Buch „Der Mühlengeist“ vor Von Susann Grunert Greiz (OTZ).
Für die vierten Klassen der Greizer Grundschulen aus Pohlitz, Irchwitz, Obergrochlitz sowie der Lessing-
und Goetheschule fand der Unterricht gestern Vormittag ausnahmsweise in der Greizer Bibliothek statt. Denn der
Leipziger Kinderbuch-Autor Frank Kreisler bat zur grusligen Lesung seines Buches „Der Mühlengeist oder Ein Einbrecher aus der Wand“. Bevor die Kinder jedoch die Geschichte von Julia und Leon kennen lernten, die die Ferien
mit ihren Eltern auf einem Mühlenhof verbringen und dabei eine gespenstische Entdeckung machen, galt es,
Grundlagen zu schaffen. Was ist ein Gespenst? Was machen die Spukgestalten und wie sehen sie überhaupt aus? Die
letzte Frage kitzelte die Kreativität in den kleinen Köpfen: „Gespenster sind grün und haben rote Augen“, weiß der Filius aus Reihe eins. „Nein, sie sehen aus wie ’Hui Buh’, das Schlossgespenst“, entgegnen die hinteren Reihen. „Na, ein Gespenst schaut aus wie Caspar aus dem Film“, lautet eine andere Meinung. Zweifelsfrei beantworten kann diese Frage nicht mal der Gruselgeschichtenautor. Nachdem Frank Kreisler den gespannt zuhörenden Kindern
dann das Mühlengespenst Johann vorgestellt hat, der im Mühlenhof allerlei Unsinn treibt, Butter an die Wände
schmiert und überall Unordnung und Chaos hinterlässt, interessieren den Leipziger die ganz persönlichen, schaurigen
Geschichten seiner kleinen Besucher. Von bedrohlich dunklen Kellern ist die Rede, von Zimmertüren, die sich wie von
Geisterhand plötzlich nicht mehr öffnen lassen, oder Messern, die ohne offensichtliches Zutun einfach aus den Regalen purzeln. „Als ich einmal mit meiner Mama zelten war, ist ganz in der Nähe ein Baum umgefallen“,
berichtet Vanessa von der Pohlitzer Grundschule. Die Erinnerung an diese gruslige Nacht treibt ihr noch heute
Schauer über den Rücken. Gefallen an der Mühlengeist-Geschichte von Frank Kreisler hat sie trotzdem gefunden. „Am
besten hat mir die Stelle mit dem Butterteller gefallen“, erzählt sie, „das war witzig, als der Geist die Butter an die Wand geworfen hat.“ Die Lesung mit Frank Kreisler gehört zum Programm der Stadt- und Kreisbibliothek zur
gegenwärtig stattfindenden Woche des Lesens. So heißt es bereits die ganze Woche und auch heute und morgen um
9 Uhr: „Lesen - kriminell gut!“. Hier sind Grundschüler der ersten bis dritten Klassen eingeladen, zusammen mit Bibliotheks- Mitarbeiterin Carolin Beutler Krimigeschichten und Krimirätsel zu entschlüsseln. Nur echte Spürnasen und Detektive werden am Ende den Bösewicht entlarven. Spiele und Musik runden das bunte Programm für Schüler ab. Frank Kreisler: „Der Mühlengeist oder Ein Einbrecher aus der Wand“. |
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Goldflitter-Romantik im Fluss
Ab Mai darf im Vogtland gewerblich Gold gewaschen werden - Kies- und Sandlagerstätten bergen Edelmetall Von Heiko Kunzmann Dresden/Limbach. Kies und Steinchen haben sich in der schwarzen tellergroßen Waschpfanne schon abgesetzt, doch Tabea Kreher schwenkt sie noch einen Augenblick hin und her. Dann zeigt sie auf ein paar nicht mal stecknadelkopfgroße Blättchen, die im Wasser blinken: „Das ist etwas Goldflitter, im Schnitt etwa 0,3 bis 0,4 Milligramm“, erklärt sie. Der Sand stammt aus dem Flüsschen Göltzsch nahe dem kleinen Ortsteil Buchwald der Gemeinde Limbach im Vogtland. Schon vor 600 Jahren wurde hier das Edelmetall gewonnen. Ab Mai darf in dem Bach erstmals seit Jahrzehnten wieder an zwei Stellen gewerblich Gold gewaschen werden. Das ist nach Angaben von Tabea Kreher einmalig in Sachsen. Sie und ihr Mann Sven vom örtlichen Goldmuseum führen vor, wie man mit der Waschpfanne und -rinne umgeht, und lassen die Besucher auch selbst waschen. Vor zwei Jahren haben sie eine entsprechende Genehmigung beantragt: „Wir hatten dazu mit etwa 40 Behörden Kontakt, doch jetzt geht es los“, erzählt Sven Kreher. Der Vogtländer, der sich für Mineralien und Gesteine interessiert, ging erstmals vor zwölf Jahren selbst Gold waschen: Eine alte Karte der Region, in der etliche Goldwaschstellen eingezeichnet waren, war der Auslöser. Gleich beim ersten Ausflug hatte Kreher Finderglück. Ihm fiel auch der wohl größte neuzeitliche Goldfund in Sachsen in die Hände: Aus einem Seitenbach der Göltzsch fischte er im Juni 1999 ein 2,263 Gramm schweres Stück des Edelmetalls - fast ein richtiges Nugget. „Ich war allein unterwegs, bin deshalb mit dem Fund zu einem Apotheker gegangen, der den Stein gewogen hat“, erzählt Sven Kreher. Und das Interesse am Edelmetall wächst spürbar: „Es rufen viele Interessenten an, die beim Goldwaschen mitmachen wollen“, sagt Tabea Kreher. Auch an anderen Stellen in Sachsen wird gewaschen, auch dort hoffen Neugierige und Hobby-Mineralogen auf einen Fund. In der Lausitz etwa führen etliche Wasserläufe das gelbe Metall mit sich - im Sand versteckt als Staub, Flitter oder in winzig kleinen Körnchen. Die Konzentrationen und die insgesamt gewinnbaren Goldmengen sind jedoch stets sehr gering: „Sie erreichen in den meisten Fällen nicht einmal 100 Milligramm pro Tonne“, sagt der Geologe Uwe Lehmann vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Neben dem sogenannten Seifengold in den Flüssen taucht das begehrte Metall auch unter Tage im Gestein auf. Doch schnellen Reichtum bieten all diese Vorkommen nicht. „Die Lagerstätten in Sachsen nur im Hinblick auf ihren Goldinhalt abzubauen, wäre nicht besonders wirtschaftlich“, sagt der Geologe. Eine Förderung würde mehr Geld kosten, als sie einbringt. Wohl das meiste Gold lagert im Vogtland im Raum Gottesberg, in einem relativ großen Zinn- und Kupfervorkommen. Circa 800 Kilo könnten dort wahrscheinlich aus dem Erz gewonnen werden, sagt Lehmann. Wirtschaftlich bedeutend könnte jedoch das Edelmetall sein, das die relativ großen Lagerstätten von Sand- und Kiessand im sächsischen Gebirgsvorland bergen. „Dort tritt stets Gold auf“, erklärt der Geologe. Da in Sandund Kieswerken viele Kubikmeter Material abgebaut würden, könne auch das Nebenprodukt Gold - trotz seiner relativ geringen Konzentrationen - in der Summe möglicherweise wirtschaftlich interessant sein. Lehmann ist sich jedoch sicher: „Kies abbauen, nur um an Gold zu kommen, ist auch in diesen Fällen nicht wirtschaftlich.“ Für Sven Kreher hat die Goldsuche im Bach vor allem einen Reiz: „Man erlebt die Natur ganz nahe, das Waschen hat eine gewisse Romantik und ein eigenes Flair, das weitaus mehr wiegt als der materielle Wert der gefundenen Körnchen“, sagt der Vogtländer. Ein bisschen sei es wie Pilze sammeln, fügt seine Frau Tabea hinzu. „Man muss die Plätzchen kennen, wo das Seifengold vorkommen kann.“ Das seien vor allem Stellen mit Strömungsunterschieden, wo die weitaus dichteren und schwereren Goldteilchen einfacher auf den Grund sinken können. Gold waschen sei einfach, sagt Tabea Kreher. Man könne es sich leicht bei anderen Wäschern abgucken. ddp |
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Kahnt wird Sechster
Ringen, B-Junioren, Deutsche Meisterschaften im Freistil: Sechs Greizer auf der Matte Arheiligen (OTZ/Stöhr). Vom 16. bis 18. April fanden in Arheiligen (bei Darmstadt) die Deutschen Meisterschaften der B-Jugend im Freien Ringkampf statt. Ausrichter war die dortige Sportgemeinschaft. Unter den 131 Teilnehmern in zehn Gewichtsklassen waren zehn Thüringer, sechs vom RSV Rotation Greiz. Die Greizer wurden von Vereinsjugendtrainer Andreas Mattern gecoacht, der von Jugendbetreuer Siegfried Lippke unterstützt wurde. Auf die Matten gingen Leon Jäschke, John Urban (beide 34 kg, insgesamt 17 Starter), Florian Sieg (42 kg, 19 Starter), Toni Krassow (46 kg, 19 Starter), Maximilian Kahnt (50 kg, 12 Starter) und Dennis Nürnberger (58 kg, 10 Starter). In seinem Pool bestritt Jäschke vier Kämpfe. Gegen Michael Wilhelm (AB Aichhalden) wurde er in der zweiten Runde auf den Ast gelegt. Den Kampf gegen Philipp Klenk (AC Wüstenrot) gewann er mit 1:0 und 2:0 nach Punkten. Gegen Fabian Nguyen (KFC Leipzig) landete er einen Schultersieg. Im vierten Kampf gewann der spätere Meister Marcel Sandeck (SV Johannis Nürnberg) beide Runden überlegen. Im folgenden Kampf um Platz sieben gegen Kaltenborn (SV Luftfahrt Berlin) unterlag Jäschke (0:1, 0:2) und wurde Achter. Für Urban war nach Schulterniederlagen gegen Sandeck und Tobias Fischer (KSC Niedernberg) frühzeitig Schluss. Mit zwei weiteren Athleten belegte er Platz 15. Florian Sieg konnte sein Leistungsvermögen nicht abrufen. Nach zwei knappen Punktniederlagen gegen Sebastian Nehls (Warnemünde) mit 2:3 und 0:1 sowie gegen Maurice Gimbel (Arheiligen) mit zweimal 0:1 belegte Sieg Rang 16. Auch für Krassow war nach zwei Niederlagen gegen Angelo Orsini (TSV Herbrechtingen) mit 2:8 und 5:7 sowie gegen Ralf Eisert (KSC Hösbach) mit 4:4 (Kampfrichterentscheid gegen ihn) und 2:4 frühzeitig Feierabend. Er belegte Platz 16. In seinen Pool-Kämpfen besiegte Maximilian Kahnt Doa Küksar (SV Luftfahrt Berlin) 2:1 nach Punkten. Gegen den Vizemeister Erik Hötgen (AC Köln-Mühlheim) hatte er mit 1:5 und 0:6 das Nachsehen. Auch gegen Thomas Kramer (AC Penzberg) unterlag er zweimal mit 1:2. Nach seinem 1:0- und 2:1-Punktsieg gegen Nicolas Geßler (KSC Hösbach) stand Kahnt im Kampf um Platz fünf Sven Eckrath (SV Magdeburg) gegenüber. Nach 1:2-Niederlage wurde er als Sechster bester Thüringer. Gegen Florian Stöckelhuber (TSV Aichach) konnte Nürnberger zweimal mit 2:1 nach Punkten gewinnen, gegen Maximilian Ebert (KFC Leipzig) verlor er mit 0:2 und 1:1 (Kampfrichterentscheid gegen ihn). Auch gegen den Meisterschafts- Dritten Valentin Zepf (SV Dürbheim) unterlag er mit 0:2 und 0:1. Im Kampf um Platz sieben wurde er Aufgabesieger über Moritz Bührer (ASV Vörstetten). Für den RSV-Nachwuchs wäre die Möglichkeit da gewesen, weitere Ringer unter die ersten sechs zu bringen; knappe Niederlagen sind Beleg dafür. Kahnt, Jäschke und Urban können im nächsten Jahr nochmals in der B-Jugend starten. |
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Chemie-Damen verteidigen Führung Fußball, Frauen, Vogtlandklasse Taltitz (OTZ/Elle). Bei fast schon sommerlichem Wetter reisten die Greizer Fußballerinnen zum Auswärtsspiel nach Taltitz. Beide Teams gingen abwartend in die Partie. Die Gastgeberinnen waren es, die dann den Druck erhöhten und versuchten, das Spiel an sich zu reißen. Auch Greiz bemühte sich nun nach vorn zu spielen, aber durch Foulspiele von Taltitz endeten die Versuche meist im Mittelfeld. Eines dieser Fouls mündete in einer Freistoßchance für Greiz. Aber der Ball landete direkt in den Armen der Torhüterin. Erst in der 35. Minute wieder eine Chance für Greiz: Jüptner umspielte mehrere Verteidigerinnen und versenkte den Ball knapp neben der Torhüterin im Tor. Mit 0:1 aus Gastgebersicht ging es dann erst einmal in die Kabine. Nach der Pause war es zunächst wieder das Heimteam, das die Initiative ergriff. Taltitz versuchte, die Greizer in die eigene Hälfte zu drängen. Greiz setzte aber weiterhin viele Nadelstiche. Einer davon hätte in der 56. Minute fast ein weiteres Tor bedeutet. Ein abgefälschter Greizer Freistoß von Elle landete in den Händen der Torhüterin. Der Ball blieb in dieser Situation nicht lang in Taltitzer Besitz, denn Stark konnte ihn der Verteidigerin umgehend wieder abjagen. Sie passte auf Reinhold, die den Ball in den Strafraum flankte. Der Ball senkte sich jedoch hinter der Torhüterinund bescherte den Gästen so das zweite Tor. Aber Taltitz versuchte noch mal alles. Die Spielerinen schossen aus allen Positionen. Aber die Greizer Abwehr war bis zum Spielnde von ihnen nicht mehr zu überwinden. Mit dem Sieg wurde die Tabellenführung verteidigt. Greiz mit: Knoll, Adler, Elle, Stark, Jüptner, Reinhold, Schleif, Steinbrich, Dietsch. |
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Gogolin beschert Berga II den Aufstieg
Kegeln, Aufstiegsturnier zur 2. Landesklasse: Mit 481 Holz drittbeste Einzelleistung Bad Langensalza (OTZ/Michael Schubert). Es ist vollbracht: Der FSV Berga II spielt in der kommenden Saison in der 2. Landesklasse. Bei Ankunft auf der 6-Bahn-Anlage in Bad Langensalza machten sich Spieler, Mannschaftsleiter und Anhänger zunächst ein Bild über die bereits gespielten Ergebnisse der anderen Kreismeister, die ebenfalls aufsteigen wollten. Da der Geraer Kegelverein und der Kreisverein Nordhausen kein Team an den Start brachten und durch Auf- und Abstiegsregelungen in der 2. und 3. Bundesliga eine Mannschaft nach oben nachrücken musste, qualifizierten sich 17 von insgesamt 20 Vertretungen. Für die FSV-Jungs hieß das, sie benötigten mindestens 2494 Kegel, um ganz sicher ihr Ziel zu erreichen. Den SV 1970 Meiningen III (2493), den KC Stobra (KKV Apolda/2485) und den KSV Tiefenort 1920 II (2461) galt es zu bezwingen. Doch starteten die Bergaer Jungs sehr verhalten. Weder Uwe Linzner (396/Platz 102 der 120 Starter) noch Manuel Hofmann (399/98.) konnten ihre Nervosität angesichts des großen Ereignisses ablegen. Die etwas zu genauen Schiedsrichter verwarnten die beiden sogar, weil sie ihren Unmut über sich selbst leise kundtaten. Hofmann verlor so bei Gelb-Rot drei Zähler. Leichtes Durchatmen dann im nächsten Durchgang. Thomas Pohl, der nach und nach zu alter Form zurückfindet, spielte 433 (42.). Berga war wieder dran, doch die Ernüchterung folgte im dritten Durchgang, als Klaus Geßner nur auf 393 (107.) kam und sich Frank Geinitz zu 408 (89.) mühte. Die anderen drei Kreismeister SG 1951 Sonneberg II (11.), SV Starkenberg (ABG/12.) und KSV Blau-Weiß Ziegenrück (SOK/13.), die zur gleichen Zeit wie Berga um den Aufstieg kämpften, platzierten sich unmittelbar vor dem FSV II und gaben ihm somit auch keine Chance zum Ausruhen. Für Paul Gogolin waren nun 465 Zähler Pflicht, um ganz sicher das Ziel zu erreichen. Ein große Hypothek, doch was dann von dem 24-jährigen abgeliefert wurde, war nicht nur erstaunlich, sondern sensationell. Angefeuert von Mannschaftskameraden und Fans kam er auf 481, den zweitbesten Wert des Tages und den drittbesten des Turniers. Zwar kamen die Elsterstädter insgesamt „nur“ auf den 15. Platz, doch haben sich die Reisekosten gelohnt. Es lief nicht alles rund, die nervliche Anspannung war bei der Hälfte des Teams deutlich zu spüren, doch bis Herbst ist noch genügend Zeit, an die Leistungen der vergangenen Kreisliga-Saison anzuknüpfen.
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Greizer Leichtathleten starten voll durch Leichtathleitik, Bahneröffnung und Werfertag Neukieritzsch (OTZ/Ralf Peter). Voller Spannung fieberten die Leichtathleten den ersten Sportfesten in der Bahnsaison entgegen. Hatten sie in den letzten Monaten gut trainiert und schlagen sich die Anstrengungen auch in besseren Ergebnissen nieder? Diese Fragen gehen vor den Werfertagen und Bahneröffnungen, die traditionell die Wettkämpfe in den Stadiondisziplinen einläuten, durch die Köpfe der Athleten und Trainer. Erste positive und sehr hoffnungsvolle Antworten gab es für die jungen Sportler des LV Einheit Greiz am vergangenen Wochenende. Nachdem Nathalie Bauroth schon Ende März in Merseburg bei widrigen Bedingungen erste Erfolge in den Wurfdisziplinen gelangen, präsentierte sie sich zur sonnigen Bahneröffnung in Neukieritzsch mit neuen Bestleistungen und Siegen im Kugelstoß, Speerwurf sowie Diskuswurf der WJA, wobei die 9,16 Meter mit der Vier-Kilogramm-Kugel das wertvollste Resultat war. Alisa Henkel gewann das Hochspringen der WJB mit 1,45 Meter und wurde Zweite über die Hürden. Bei den männlichen B-Jugendlichen war Christoph Pöschel bester Speerwerfer und belegte mit 1,55 Meter Rang zwei im Hochsprung. Die Schüler hatten sich den Werfertag in Wunsiedel als erste Standortbestimmung ausgesucht. Auch in Oberfranken herrschten durch das tolle Frühlingswetter optimale Wettkampfbedingungen. Mit Vanessa Geist und Luisa Kärsten waren zwei wurfbegabte Kaderathleten am Start, die sich am Ende über neue Bestleistungen und Dreifachsiege freuen konnten. Vanessa überzeugte vor allem mit tollen 30,27 Meter im Speerwurf, und Luisa steigerte sich im letzten Versuch des Kugelstoßens auf siegbedeutende 9,37 Meter. Ergebnisse: Merseburg: WJA: Nathalie Bauroth: Kugelstoß 8,21 m / 2. - Diskuswurf 20,00 m / 2. - Speerwurf 25,29 m / 1.; Neukieritzsch: WJA: Nathalie Bauroth: 100 m 15,22 s / 2. - Kugelstoß 9,16 m / 1. - Diskuswurf 21,25 m / 1. - Speerwurf 25,36 m / 1., WJB: Alisa Henkel: 100m Hürden 17,96 s / 2. - Weitsprung 3,94 m / 7. - Hochsprung 1,45 m / 1. - MJB: Christoph Pöschel: Hochsprung 1,55 m / 2. - Speerwurf 32,77 m / 1.; Wunsiedel: W13: Vanessa Geist: Kugelstoß 7,99 m / 1. - Diskuswurf 22,23 m / 1. - Speerwurf 30,27 m / 1., W14: Luisa Kärsten: Kugelstoß 9,37 m / 1. - Diskuswurf 22,31 m / 1. - Speerwurf 27,85 m / 1. |
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Erfolgreiche Schachfamilie Schott
Nach ihrem guten Abschneiden bei den Ostthüringer Meisterschaften hatten sich Elisabeth, Arthur und Maria Schott auch für die Thüringer Meisterschaft in Dittrichshütte einiges vorgenommen. Manfred Wolf / 22.04.10 / OTZ Dittrichshütte. In der Altersklasse U14 war die Erfurter Titelverteidigerin Kim Michels leicht favorisiert, doch auch Elisabeth und überraschend Maria Monossova aus Jena hatten sich nach vier Runden vom Feld abgesetzt. Als Monossova in einer Klassepartie die Erfurterin besiegte, kam es in der fünften Runde zum direkten Aufeinandertreffen der Ostthüringer Vertreterinnen. Nach ausgeglichener Eröffnung gewann Elisabeth im Mittelspiel eine Figur und führte das Feld nun alleine an. Kim hatte durch ein weiteres Remis kaum noch Titelchancen, doch gegen Elisabeth spielte sie ihre Erfahrung aus, siegte und machte das Titelrennen wieder spannend. Damit lag Maria vor der punktgleichen Elisabeth, dank besserer Wertung, in Führung. In der Schlussrunde waren gegen vermeintlich leichte Gegnerinnen starke Nerven gefragt und die versagten Maria Monossova im entscheidenden Spiel, sie riskierte zuviel und musste mit Remis zufrieden sein. Damit war der Weg zum Thüringer Meistertitel für Elisabeth Schott geebnet, auch wenn sie zunächst den harten Widerstand ihrer Gegnerin zu brechen hatte. Ihre jüngere Schwester Maria Schott war durch ihre Wertungszahl in der Altersklasse U10 leicht favorisiert, doch auch hier wollten Katarina Allin aus Erfurt und die U8-Meisterin Meike Ratay aus Saalfeld um den Meistertitel mitspielen. Schon in der zweiten Runde musste Maria gegen Meike antreten und gewann ohne Probleme. Nach einem weiteren Sieg sollte die Partie gegen Katarina Allin die Vorentscheidung herbeiführen. Diese hatte in der dritten Runde überraschend ein Remis abgegeben. Ein Remis hätte die Führung behauptet, doch in einer wilden Partie konnte Maria das Matt nicht abwenden. Die drei Favoritinnen gewannen problemlos in der fünften Runde. In der sechsten Runde trennten sich Katarina und Meike Remis, aber Maria konnte davon nicht profitieren, da sie gegen eine Spielerin aus Breitenworbis nur ein Remis erreichte. Alle drei gewannen sicher ihr letztes Spiel und so sicherte sich Katarina den Meistertitel mit einem halben Punkt Vorsprung. Zwischen den punktgleichen Maria und Meike musste die Feinwertung entscheiden und da hatte Maria hauchdünn die Nase vorn und wurde Vizemeisterin. Hatte man den Schott-Mädchen diese Ergebnisse durchaus zugetraut, so ist der vierte Platz in der Endabrechnung für Arthur Schott in der Altersklasse U12 eine Überraschung. Nach seiner deutschen Wertzahl im Mittelfeld gesetzt, lies er sich auch von einer unglücklichen Niederlage in der zweiten Runde gegen den Lokalmatadore Markus Kania nicht beirren. Ein Remis in Runde drei brachte ihm die Spielsicherheit zurück, dem folgten drei überzeugende Siege. In der letzten Runde traf er auf den haushohen Favoriten Michail Berkov aus Jena. Arthur verteidigte sich zäh und so musste Michail ins Remis einwilligen. Michail holte sich damit den Titel, für Arthur blieb punktgleich mit zwei Erfurter Spielern der vierte Platz. Die Erfolge der drei Geschwister kommen nicht von ungefähr. Neben häuslichen Fleiß lassen die drei kein Training aus, wenn montags im Freizeitzentrum bei Diana Skibbe Diana Skibbe Spezialtraining angesagt ist. Auch im Nachwuchsteam des TSV Zeulenroda zählen sie zu den Aktivposten. |
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Physik ist einfach ihr Metier
Elektromagnetische Welle, Relativitätstheorie, Hebelgesetz Physik ist für so manchen Schüler ein Graus. Nicht so für Robert Schädlich, Paul Gneupel, Bastian Burgold und Florian Strobel vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Zeulenroda. Ute Flamich / 21.04.10 / OTZ Zeulenroda-Triebes. Die vier Jungs nahmen freiwillig und erfolgreich an der 19. Thüringer Physikolympiade teil. Wir haben uns besonders gefreut, dass unsere Schüler so gut abgeschnitten haben, obwohl wir keine Spezialschule sind, sagt Frank Werner, einer der Physiklehrer am Zeulenrodaer Gymnasium. Um so weit zu kommen, mussten die Schüler zunächst eine Hausarbeit über eine zentrale Aufgabe schreiben. Nach der jeweils erreichten Punktzahl wurde dann entschieden, welcher Schüler in Runde zwei im Osterland-Gymnasium in Gera antreten darf. Robert, Paul, Bastian und Florian waren dabei mit 34 Punkten schaffte Bastian Burgold in Gera sogar das beste Resultat und war so, genau wie die anderen drei, gut gewappnet für das Finale am 15. April in Erfurt. Physiklehrer Frank Werner hat auch einen Anteil am Erfolg seiner Schüler. Er nämlich setzte sich vorher noch einmal mit ihnen zusammen, um Grundlagen aufzufrischen und schwierigere Aufgaben durchzurechnen. So wundert es wenig, dass die vier Gymnasiasten auch in Erfurt Erfolg hatten: Achtklässler Paul Gneupel belegte den zweiten, Neuntklässer Bastian Burgold den dritten Platz. Im guten Mittelfeld platzierte sich Robert Schädlich aus der 8c. Zwölftklässler Florian Strobel erhielt eine Anerkennungsurkunde. |
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| 22. April 2010 /OTZ | ||||
Kurz notiert: |
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Rocky Horror Picture Show im Neuberinhaus
Der Verein theaRter gastiert morgen, 19 Uhr, mit der „Rocky Horror Picture Show“ im Neuberinhaus Reichenbach. Karten sind noch unter Tel.: (03765) 1 21 88 erhältlich. Tag der offenen Gärtnerei in Bergaer Baumschule
Ina Franz und René Hoffmann von der Baumschule Strobel in Berga bereiten sich auf den deutschlandweiten Tag der offenen Gärtnerei am Sonnabend vor. An diesem Tag können Interessierte von 8 bis 14 Uhr den Mitarbeitern über die Schulter schauen und sich den ein oder anderen Ratschlag von den Fachleuten abholen. Karikatur des Tages
Gasleitung wird verlegt Greiz (OTZ). Durch das Bauunternehmen Walter beginnen ab 26. April im Auftrag der Energieversorgung Greiz GmbH die Arbeiten zur Verlegung einer neuen Erdgasleitung in der R.-Breitscheid-Straße von Einmündung J.-Seb.-Bach-Straße bis Elsterplatz. Die Arbeiten werden unter halbseitiger Straßensperrung bis voraussichtlich Mitte Juni durchgeführt. Die Anwohner werden gebeten, die angeordneten Halteverbote in den einzelnen Bauabschnitten zu beachten. Drei Verletzte nach Verkehrsunfall Wolfersdorf (OTZ). Die 37-jährige Fahrerin eines VW Golf kam am Dienstag, gegen 14.50 Uhr aus Richtung Wolfersdorf gefahren und wollte die Kreuzung zur B 175 Richtung Markersdorf überqueren. Dabei übersah sie einen auf der Hauptstraße von rechts kommenden Pkw Skoda Felicia. Bei dem Zusammenstoß beider Fahrzeuge wurden der 55-jährige Fahrer des Skodas leicht und dessen 57-jähriger Beifahrer sowie die 58-jährige Beifahrerin des VW schwer verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von rund 4000 Euro, wie die Polizei dazu mitteilt. Heimatveranstaltung "Im Vogtland zu Hause"
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