10. April 2010 /OTZ

Vorsicht geboten

Ungeduldig warten die Biker auf den Saisonstart am Wochenende in der Zeulenrodaer Industriestraße. Sonnabend und Sonntag kann gefachsimpelt werden. Die Fans sind eingeladen, sich auf Quads zu vergnügen.
Ungeduldig warten die Biker auf den Saisonstart am Wochenende
in der Zeulenrodaer Industriestraße. Sonnabend und Sonntag
kann gefachsimpelt werden. Die Fans sind eingeladen, sich
auf Quads zu vergnügen.
Foto: Kristin Kulow

Heute starten die Biker in die diesjährige Motorradsaison

Von Heidi Henze Greiz/Zeulenroda (OTZ).

Mit dem Frühlingswetter sind nun wieder die motorisierten Zweiräder auf den Straßen. Für viele Pkw-Fahrer der Schreck - für die Zweiradbesitzer ein tolles Gefühl, der Natur so nahe zu sein. Im Landkreis Greiz sind 4352 Zweiräder zugelassen. Im vergangenen Jahr wurden 200 Mopeds und Motorräder mehr registriert als 2008. Die Tendenz ist steigend, wird von der Fahrzeug-Zulassungsstelle des Landkreises bestätigt. Gerade zum Saisonstart liegt die Zahl der Unfälle mit einer Beteiligung von zweirädrigen Fahrzeugen besonders hoch. Aus diesem Grund fordert Polizeihauptwachtmeister Dirk Bauer von der Polizeiinspektion Greiz alle Verkehrsteilnehmer zur erhöhten Vorsicht auf. „Wichtig ist, dass die Vorschriften eingehalten werden“, so Bauer. Das heißt besonders für die Biker, sich an die Geschwindigkeiten zu halten und diese den Gegebenheiten wie Straßenverhältnissen anzupassen. Aber, und das scheint Bauer besonders wichtig, Autofahrer sollten ebenso wie die Biker mit Licht fahren, um gesehen zu werden. Im vergangenen Jahr gab es 60 Verkehrsunfälle im Amtsbereich der Polizeiinspektion, an denen Zweiräder beteiligt waren. 28 Unfälle wurden von Bikern und Mopedfahrern verursacht, und dabei wurden sieben Personen leicht und acht schwer verletzt. Ursache Nummer eins ist das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes, sowie nicht angepasste Geschwindigkeit. Drei Mal wurde die Vorfahrt nicht eingehalten, und vier Mal krachte es beim Überholen. Um das Gefühl zwischen Mensch und Maschine nach dem Winter wieder herzustellen, bieten Fahrschulen Übungsstunden an, in denen die Biker sich im Langsamfahren oder Anfahren testen können. Jürgen Max, Inhaber des Motorradfachgeschäftes Motoplus in Zeulenroda, betont, dass es vor dem Saisonstart neben Bremsen, Luftdruck und Beleuchtung der Maschinen auch auf die körperliche Fitness ankommt. „Motorradfahrern wird eine enorm hohe Konzentration abverlangt“, sagt Max. Diejenigen, die sich für eine richtig schwere Maschine entscheiden, sind meistens männlich und im Alter zwischen 50 und 60 Jahren. Doch zunehmend steigen auch Frauen auf die 170 bis 250 Kilo schweren Räder, die mittlerweile bis zu 200 PS haben. Nicht nur Jürgen Max meint, dass man mit dem PS-Wettrüsten aufhören solle. „Die Maschinen haben einen ungeheuren Anschub“, so der Fachhändler, der alljährlich eine Tour mit Gleichgesinnten plant. Doch bevor es soweit ist, gibt es am Wochenende für alle Biker den offiziellen Startschuss in die Saison.


10. April 2010 /OTZ

Visite für Krankenhaus-Planung

Chefärztin Dr. Christiane Marx und Oberarzt Dr. Daniel Knogler zeigen Ministerin Heike Taubert am Befundarbeitsplatz ein Schädel-CT.
Chefärztin Dr. Christiane Marx und Oberarzt Dr. Daniel Knogler
zeigen Ministerin Heike Taubert am Befundarbeitsplatz
ein Schädel-CT.
Foto: OTZ/Christian Freund

Sozialministerin Heike Taubert (SPD) zu Gesprächen im Kreiskrankenhaus Greiz

Greiz (OTZ/-lz).

Sowohl Sozialministerin Heike Taubert (SPD) als auch der neue Geschäftsführer der Kreiskrankenhaus Greiz GmbH, Wolfgang Rost, haben mehr als die ersten hundert Tage in neuer Funktion hinter sich. Gestern trafen sie sich bei der ersten Visite Tauberts in der Greizer Klinik, um mit dem Thüringer Krankenhausplan, der zu Beginn 2011 für die nächsten fünf Jahre verbindlich ist, auch über die Zukunft des Greizer Hauses zu sprechen. Wolfgang Rost will seine 300 Betten am Standort verteidigen, wirft dafür auch eine durchschnittlich 90-prozentige Kapazitätsauslastung der Kliniken in Greiz in die Waagschale. Er nutzt den Besuch der Ministerin, um u.a. die neue Röntgendiagnostik in Greiz, in die der Freistaat 2009 rund zwei Millionen Euro investierte, gemeinsam mit Chefärztin Dr. Christiane Marx und Pflegedienstleiterin Christiane Jähnert zu erläutern. Das Gutachten für den Krankenhausplan gehe generell von einer rückläufigen Bettenzahl aus, erklärt Taubert. Für Greiz stehe derzeit laut Gutachten ein Abbau von gut zehn Prozent der Betten zur Debatte. Allerdings, das schränkt die Ministerin ein, sei noch nicht klar, ob der Krankenhausplanungsausschuss in seiner Mai-Tagung diesem Gutachten folge. Nach der Tagung sollen die Krankenhäuser über die Kennziffern informiert werden und Stellung nehmen. „Bis November muss die Thüringer Krankenhausplanung unter Dach und Fach sein“, so Taubert.


10. April 2010 /OTZ

Meine Woche

Sie erreichen die Autorin unter k.schulz@otz.de
Sie erreichen die Autorin
unter k.schulz@otz.de

Park-Land in Sicht

Von Kathrin Schulz

Die Parksituation am Kreiskrankenhaus ist schlichtweg eine Katastrophe. Selbst Geschäftsführer Wolfgang Rost bestätigt, dass kaum ein Tag vergeht, an dem sich nicht wenigstens einer der Patienten oder Besucher über die mühsame Suche nach einem freien Fleckchen zum Parken beschwert. Der Bau des Parkdecks auf dem Platz des einstigen Schwesternwohnheimes ist zwar nicht gestorben, doch zumindest verschoben. Denn der Abriss des alten Gebäudes und der Bau des Parkdecks für 120 Fahrzeuge kostet eine geschätzte Million Euro. Fördergelder für den Abriss sind beantragt. Es ist noch weit, bis die Finanzierung steht. Doch Rost und sein Team bauen auf eine Zwischenlösung, die die Chaossituation zumindest entspannen soll. Die einstige Station 5, der Containerbau, und die alte Prosektur (Pathologie) sollen innerhalb der nächsten vier Wochen abgerissen werden, um zirka 40 Parkstellplätze für Mitarbeiter zu schaffen, sodass sich der Parkraum für die Allgemeinheît entsprechend vergrößert. Die rund 20 000 Euro dafür nimmt das Krankenhaus aus eigener Tasche. Jeder, der hier schon einmal vor Verzweiflung ins Lenkrad beißen wollte, ist gespannt, was die Investition bringt. Sozialministerin Heike Taubert freilich dürfte die Parksituation bei ihrer Visite weniger gestört haben. Sie inspizierte die Klinik, schließlich geht es um die Planung für die nächsten fünf Jahre. Taubert philosophierte am Rande des Rundgangs auch über Berufswünsche und stellte salopp fest, dass sie schon vieles hätte werden wollen, nur eines nicht: Bundeskanzlerin. Warten wirs ab, Frau Ministerin. Eine Entscheidung hat es gestern auch im Greizer Rathaus noch gegeben: Der Bürgermeister beruft die von der Opposition geforderte Sonderstadtratssitzung gleich für den nächsten turnusmäßigen Stadtratstermin am 21. April mit ein, wie er den Fraktionschefs mitteilte. Dann sollen die Finanzen der Stadt, speziell die Einnahmeverluste - Insider sprechen von einem 1-Millionen- Loch - zur Sprache kommen. Auch aus finanziellen Gründen wolle man keine zwei Termine ansetzen. Übrigens: Als wir kürzlich aus dem Polizeibericht meldeten, dass Jugendliche die Sichtung eines Strauß’ gemeldet hätten und später ein Truthahn gefangen worden war, wussten wir, wie es scheint, nur die halbe Wahrheit. Wie das Tierheim jetzt mitteilte, handelte es sich tatsächlich um ein Perlhuhn. Und das ist jetzt im Tiergehege in Zeulenroda. Irren ist eben menschlich. Hauptsache, dem Federvieh geht’s gut.


10. April 2010 /OTZ

Alte Gasse als größtes Sorgenkind

Katastrophal ist der Zustand der Alten Gasse in Obergrochlitz.
Katastrophal ist der Zustand der Alten Gasse in Obergrochlitz.
Foto: OTZ/Christian Freund

Probleme mit Straßen treten bei Ortsbegehung in Greiz-Obergrochlitz zutage

Von Katja Grieser Greiz-Obergrochlitz (OTZ).

Auch wenn der Obergrochlitzer Ortsteilbürgermeister Jürgen Frantz (CDU) nicht müde wurde zu betonen, dass in seinem Ortsteil „im Großen und Ganzen alles in Ordnung“ sei, traten bei der Ortsbegehung am Donnerstag doch einige Probleme zutage. Als größtes Sorgenkind entpuppte sich die Alte Gasse, die sich in einem katastrophalen Zustand befindet. „Hier hilft nur ein grundhafter Ausbau, alles andere ist rausgeschmissenes Geld“, stellte der Greizer Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) fest. Doch dazu müssen die Anlieger überzeugt werden, denn bei grundhaftem Ausbau werden Straßenausbaubeiträge fällig. Ob die Betreffenden dann dafür stimmen, bleibe fraglich, so Grüner. Thomas Proft, der im Grübitzweg in der Eichleite wohnt, hat ebenfalls ein Straßenproblem. Risse und ein sich hebender Belag direkt vor seinem Haus und vor dem Haus 9/11 ist sogar ein richtiges Loch. Dies ärgert Proft und er macht den Zweckverband Taweg verantwortlich, der dort gebaut hat. Doch zur Abnahme sei die Straße in einem ordentlichen Zustand gewesen. Durch den unterschiedlichen Aufbau der Straße sei es jedoch keine Seltenheit, dass sich Teile heben und Risse entstehen. Grundhafter Ausbau wäre ebenfalls eine Lösung, jedoch auch eine für Anlieger kostenspielige. Das Staubproblem Am Straßenacker, das durch Transport von Erdaushub durch die Firma Caspar Bau besteht, wurde zudem angesprochen. Zwar habe die Firma zugesagt, durch Verbesserung der Straße die Staubbelästigung zu reduzieren, doch geschehen sei nichts, so Ortsteilbürgermeister Frantz.


Hier hilft nur ein grundhafter Ausbau, alles andere ist rausgeschmissenes Geld.

Bürgermeister Gerd Grüner (SPD)


Caspar-Chef Frank Massinger sagte in der anschließenden Bürgerversammlung, seine Seite sei weiter dazu bereit, doch auch die Stadt müsse ihren Anteil leisten. Frantz fügte an, dass es zuletzt von Anwohnern keine Beschwerden gegeben habe. Das könnte natürlich auch Eine Ladung Frostschutz, versprach Gerd Grüner, gibt es für den Weg Am Kohlacker. Wenn es dort regnet, bewege sich der Untergrund nämlich wie Gummi, schilderten Anwohner. Die führten den Rathauschef auch zur Otto-Meier-Straße, bei der sich ein Gully gesenkt hat. Wenn Lkw hier drüber fahren, sei es unglaublich laut. Da das eine Kreisstraße ist, könne das Problem lediglich weiter geleitet werden, hieß es zur Begehung. Ein offenbar nicht zu lösendes Platzproblem gibt es vor der Schule. Da viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, sei die Straße zu bestimmten Zeiten schlichtweg verstopft. Verhandlungen mit einem Anlieger seien jedoch in der Vergangenheit gescheitert, so dass sich an der Situation wohl nichts ändern wird.


10. April 2010 /OTZ

Heiße Diskussion über Otto-Meier-Straße

Die Gedenktafel für Otto Meier.
Die Gedenktafel für Otto Meier.
Foto: OTZ/Christian Freund

Bürgerversammlung für Anwohner im Mai soll endgültige Entscheidung bringen

Greiz (OTZ/Frd.).

Die Wogenschlugen hoch beim ThemaUmbenennung der Otto-Meier-Straße zur Bürgerversammlung in der Turnhalle in Obergrochlitz. Mehrere Anwesende zeigten absolut kein Verständnis für diese Maßnahme, erinnerten daran, dass Meier als Widerstandskämpfer Haft und KZ über sich ergehen lassen musste. Auch die Kosten, die auf die Anwohner zukommen könnten, wurden angesprochen. „Die Umbenennung ist lediglich ein Vorschlag. Die Anwohner können am 20. Mai bei einer Bürgerversammlung darüber abstimmen. Gibt es keine Zustimmung, wird der Vorschlag auch nicht in den Stadt noch rat eingebracht“, erklärte Ortsteilbürgermeister Jürgen Frantz (CDU). Die Beseitigung von Straßenschäden war ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung. Anwohner der Windhöhe beklagten, dass die Geruchsbelästigung durch die Kanalisation, die seit der Inbetriebnahme der Pumpstation in der Goldenen Höhe herrscht, bisher nicht beseitigt wurde. Manchmal rieche es wie aus einer Jauchegrube, bestätigte ein Bürger. Ortsteilbürgermeister Frantz sagte zu, sich dazu mit dem Zweckverband Taweg in Verbindung zu setzen. Auch über die Abwasser-Situation in noch nicht angebundenen Straßen wolle man bei der Taweg noch einmal nachfragen, so der Ortsteilbürgermeister. Holger Steiniger regte außerdem an, die Farbe an den Spielgeräten des sonst gut in Schuss gehaltenen Spielplatzes zu erneuern. Frantz erklärte, dass ein Sponsor ein neues Spielgerät finanzieren möchte. Harte Worte gab es von einem Obergrochlitzer, der die Gedenktafel für die Erbauer der Turnhalle vermisst. Ortsteilratsmitglied Joachim Frantz teilte mit, dass bei der Sanierung des Objektes die Tafel abgenommen wurde. Sie befände sich im Archiv und man überlege, wie man sie wieder herrichten könne.


10. April 2010 /OTZ

Zuschuss für bemalte Chorfenster in Caselwitz

Fenster sollen vor dem Verfall gerettet werden

Greiz (OTZ/-lz).

Mit 1500 Euro fördert der Landkreis Greiz die Sicherung und Sanierung denkmalgeschützter Bleiglaschorfenster in der Caselwitzer Kirche. Einen entsprechenden Beschluss fällte der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport des Kreistages einstimmig in dieser Woche in Greiz. „Bei den Chorfenstern handelt es sich um wertvolle historische Verglasung mit Glasmalereien des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts“, erläutert Jörg Metzner von der Unteren Denkmalbehörde das Vorhaben der Caselwitzer Kirchgemeinde. Rechts und links neben dem spätbarocken Kanzelbau befinden sich die hohen Rundbogenfenster mit Glasmalereien, die 1893 von der Königlich Sächsischen Hofglasmalerei Türcke angefertigt worden sind. Nach über 100 Jahren löst sich die Farbe vom Glas, Wasserablaufspuren, Bleibrüche, vereinzelte Sprünge und Schwitzwasserschäden prägen das Schadensbild. Die Gesamtkosten der Restaurierung betragen 13 600 Euro. 4800 Euro Eigenanteil bringt die Caselwitzer Kirchgemeinde aus Spenden auf. Das Landesamt für Denkmalpflege - 4000 Euro - und das Kreiskirchenamt - 2000 Euro - steuern ebenfalls Zuschüsse bei. Von den beantragten 2800 Euro aus dem Denkmalfördertopf des Landkreises Greiz wurden 1500 Euro bewilligt, da das Jahresbudget der Denkmalbehörde insgesamt nur 7700 Euro umfasst.


10. April 2010 /OTZ

Nachdenkliches zum Wochenende

Matthias Peters
Matthias Peters

Das Salz der Erde

Von Pfarrer , Greiz

Endlich ist es vorbei. Vom Eise befreit sind Strom und Bäche - und auch die Gehwege dank des Streusalzes. Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu, haben wir gefeiert. Der Osterspaziergang liegt hinter uns. Einigen wird dabei ins Auge gefallen sein, dass es in unserer Region viel weniger Vögel gibt als in großen Städten. Rotkehlchen, Meisen, Amseln, Spatzen, Krähen, Elstern und Tauben sieht man fast nicht mehr, obwohl diese als sehr anpassungsfähig gelten. Ich muss an die negative Bedeutung des Wortes Jesu denken: Ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt (Mt. 5, 13f). Denn Streusalz geht sofort ins Grundwasser und verseucht die Böden und Äcker, auf denen das gute Weizenkorn wächst, von dem sich Menschen ernähren. Von den Tieren ganz zu schweigen, die das Futter aufnehmen und in die Nahrungskette zurückführen. So wird Selbstgeschlachtetes zur Falle für alle, die im guten Glauben sind, sich biologisch sauber zu ernähren und dafür gerne mehr zahlen als im Supermarkt. Jeder über den Tellerrand Schauende bemerkt, dass andere Regionen anders verfahren und ein Bewusstsein für Umwelt und Heimat entwickeln. Dem am 11. April in Reinsdorf und der Grundschule Irchwitz stattfindenden Kirchenältestentag, der das demografische Problem der Region in seiner Bedeutung für kirchliche Arbeit in den Blick nehmen möchte, ist zu wünschen, dass er im Sinne des Wortes Jesu, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein, auch den Aspekt der Erhaltung der Umwelt in den Blick nimmt. In diesem Sinne wünsche ich Kraft und Mut beim Bemühen, Licht der Welt und Salz der Erde zu sein. Damit das spürbar werden kann, braucht es Verbündete, die z. B. der österlichen Wiedergeburt zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten (1. Petr. 1,3) eine Aufforderung zum Handeln abgewinnen können und dieser Wiedergeburt mehr zutrauen als Sprüchen wie „das war bei uns schon immer so.“ War es eben nicht. Und wenn, darf es so nicht bleiben - damit sich in der Region etwas entwickelt.


10. April 2010 /OTZ

Anmut aus dem Reich der Mitte

Die 16-jährige Li Shuang zeigt im Greizer Schlossgarten eine Kostprobe ihres akrobatischen Könnens. Am 15. April ist die junge Artistin zusammen mit dem Chinesischen Nationalzirkus in Reichenbach zu bewundern.
Die 16-jährige Li Shuang zeigt im Greizer Schlossgarten eine
Kostprobe ihres akrobatischen Könnens. Am 15. April ist die
junge Artistin zusammen mit dem Chinesischen Nationalzirkus
in Reichenbach zu bewundern.
Foto: OTZ/Freund

Chinesischer Nationalzirkus gastiert im Neuberinhaus Reichenbach

Von Susann Grunert Reichenbach (OTZ).

Wenn die 16-jährige Li Shuang vom Chinesischen Nationalzirkus am Donnerstag, 15. April, im Neuberinhaus Reichenbach, ihren zarten Körper auf nur einer Hand balanciert, dann stecken zehn Jahre hartes Training hinter dieser scheinbar mühelosen Darbietung. „Seit sie sechs Jahre alt ist trainiert Li Shuang in einer der zahlreichen Artistenschulen in China“, erzählt Nadine Schoregge, Geschäftsführerin des Tourneeveranstalters Schoregges Entertainment GmbH. Ihr Mann, Raoul Schoregge, habe das Nesthäkchen der Artistentruppe in Hefei, Hauptstadt der Provinz Anhui, entdeckt. „Sie zeigte ein besonderes Talent für die Handstand-Artistik, war zusagen ein Rohdiamant, der geschliffen werden wollte“, erzählt Nadine Schoregge weiter. Sechs Jahre Grundausbildung und vier Jahre Qualifikation liegen hinter der „Lernenden“, wie die Schüler im Alter von 6 bis 16 Jahren in den rund 1000 Artistenschulen in China genannt werden. Nachdem die jungen Sportler in allen Sparten der chinesischen Akrobatik geschult wurden, wechseln sie in die Gruppe der „Auftretenden“. Für rund 13 Jahre, im Alter von 17 bis 30 Jahren, zeigen die Künstler nun bei unzähligen Wettbewerben und Auftritten im Inund Ausland ihr Können. „Diese Phase ist für die Artisten am schönsten“, weiß Nadine Schoregge, „Zirkusartisten sind in China Megastars, Idole. Sie werden dort verehrt wie bei uns nur Fußballspieler.“ Immer eine Artistenschule tourt als „Chinesischer Nationalzirkus“ durch die Welt. „So sind jedes Jahr neue Inszenierungen, neue Geschichten und neue Künstler an Bord“, so die Tournee-Leiterin. Doch auch nach ihrer aktiven Zeit bleibt die Artistenschule das Zuhause der nun „Lehrenden“. Sie wirken nun als Lehrer, Choreographen, Trainer, Kostümbildner oder führen Bürotätigkeiten aus. Für Li Shuang ist die neue Produktion „Tao“ die Premieren- Tournee. Mit den Vorjahres-Gastspielen „Buddha“ und „Konfuzius“ beschließt die neueste Inszenierung jedoch das Dreigespann, die drei spirituellen Säulen in der Gesellschaft und Geschichte Chinas. Der Taoismus, die Lehre des Weges, ist eine alte chinesische Philosophie und Religion und hat bis heute großen Einfluss auf den Glauben und die Geisteswelt der Menschen in China und darüber hinaus. In ihrer Inszenierung „Tao“ kombinieren die Artisten des Chinesischen Nationalzirkus taoistische Erzählungen mit akrobatischen Höchstleistungen. „Die Gastspiele des Chinesischen Nationalzirkus sind die aufwändigsten Produktionen, die ich bisher gesehen habe“, freut sich Jens Pfretzschner, Leiter des Neuberinhauses, über den erneuten Besuch aus dem Reich der Mitte. Seit 2008 zeigen die Chinesen ihre gut besuchten Programme im sächsischen Reichenbach.

Die Ostthüringer Zeitung verlost für den Auftritt des Chinesischen Nationalzirkus am 15. April 5 x 2 Freikarten: SMS Senden Sie eine SMS mit OTZ GR an 83900 (0,49 .. + Transportanteil) Gewinner werden telefonisch benachrichtigt.

.. Seit 1989 haben über 9 Millionen Besucher die Inszenierungen des Chinesischen Nationalzirkus
weltweit bestaunt
.. Karten sind im Pressehaus Greiz der Ostthüringer Zeitung, Burgplatz 12, Tel.: (03661) 87 56 22 sowie im Neuberinhaus Reichenbach, Weinholdstraße 7, Tel.: (03765) 1 21 88, erhältlich


10. April 2010 /OTZ

Geschichte erlebbar gestalten

Angelika Kühn von Hinzenstern mit Barbara Glaser und Brigitte Rau (v. r.) nehmen die vor 100 Jahren gepflanzte Reichenfelser Heinrichseiche unter die Lupe. Zum Jubiläum des Baumes wird es eine Sonderschau geben.
Angelika Kühn von Hinzenstern mit Barbara Glaser und Brigitte
Rau (v. r.) nehmen die vor 100 Jahren gepflanzte Reichenfelser
Heinrichseiche unter die Lupe. Zum Jubiläum
des Baumes wird es eine Sonderschau geben.
Foto: OTZ/Heidi Henze

Hohenleubener Museum erstellt Konzept und will damit Besucher anlocken

Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).

Bunt und lebendig soll das Leben im Museum Reichenfels in Hohenleuben im kommenden Jahr werden. Mit einem abwechslungsreichen Programm möchten die Mitarbeiterin für Kultur und Sport der Stadt Hohenleuben, Angelika Kühn von Hinzenstern, und ihr Team aus freiwilligen Helfern wieder mehr Museumsbesucher anlocken. Während in den vergangenen Jahren jährlich etwa 4000 Besucher gezählt werden konnten, waren es 2009 gerade mal 2200 Museumsgäste. Aus diesem Grund wurde nun ein Konzept erstellt, dass die Besucher in verschiedene Aktionen einbindet. „Unsere Besucher sollen die museale Geschichte erleben“, so die Teamleiterin. Die Sonderausstellung „Impressionen einer kleinen Stadt- Hohenleuben im Bild gestern und heute“, erstellt durch Brigitte Rau, ist der Anfang des Konzeptes. Diese Schau ist bis Anfang September zu sehen und veranschaulicht in der Kleinstadt viele bauliche Veränderungen. In den Erläuterungen dazu erfährt man aber auch von so manchen Geheimnissen hinter den Mauern von Hohenleuben. Neben der Sonderausstellung hat das Museum noch einen großen Fundus an geschichtsträchtigen Zeitzeugen und Informationsmaterial, worüber sich die Besucher in den Dauerausstellungen informieren können. Dazu zählt auch das 1994 angelegte und im Jahr 2002 wiederbelebte Zaubergärtchen auf der Burgruine Reichenfels. Hier werden Fragen um sagenumwobene Teufels- und Hexenkräuter beantwortet oder die Wirkung von Heil- und Würzpflanzen erläutert. Das sehenswerte Zaubergärtchen hinter den Mauern der Burgruine wartet mit einer großen Anzahl an Heil-, Schutz-, Abwehr-, Berufs- und Beschreikräutern auf. Ebenso sind auch Liebes- und Teufelspflanzen im Freiluftareal zu finden. Die Museumsmitarbeiter wollen nun das Freiluftareal mit neuen Pflanzen bestücken und es wieder zu einem anschaulichen, lohnenswerten Anlaufpunkt gestalten. Am 9. Mai sind dann die Gäste zur Eröffnung eingeladen, mit Maibowle und Frühlingskräutern zum Probieren. An diesem Tag und zukünftig sind Führungen in der sagenumwobenen Welt der Teufels- und Hexenkräuter geplant. Am 16. Mai gibt es einen weiteren Höhepunkt. Der 33. Internationale Museumstag soll auch für das Hohenleubener Haus und dessen Besucher zu einem Erlebnis werden. Unter dem Motto „Museen für ein gesellschaftliches Miteinander“ können die Besucher Geschichte und das Heute erleben. Sie können sich selbst betätigen, indem sie, nach dem Vorbild frühgeschichtlicher Gefäße aus dem Museumsfundus, nach Herzenslust zum Töpfern eingeladen sind.


10. April 2010 /OTZ

Karpfenpfeifer feiern wieder

Henry Groß und Klaus-Peter Gruhner gehen gemeinsam den Plan für die Standorte der Händler zum 19. Karpfenpfeiferfest am 9. Mai in Zeulenroda durch.
Henry Groß und Klaus-Peter Gruhner gehen gemeinsam den Plan
für die Standorte der Händler zum 19. Karpfenpfeiferfest am
9. Mai in Zeulenroda durch.
Foto: OTZ/Heidi Henze

Straßenfest steigt am 9. Mai in Zeulenroda

Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).

Aus den Kinder- oder besser Teenie-Schuhen ist es nun schon entwachsen- das Karpfenpfeiferfest der Interessengemeinschaft „Zeulenroda erleben“. Der Verein ist der Urheber des wohl größten Straßenfestes der Region, wie es Mitorganisator Henry Groß bezeichnet. Er kennt jedenfalls kein ähnliches Fest, das noch dazu auf einer Einkaufsmeile, wie in Zeulenroda-Triebes die Greizer Straße, stattfindet und deren Organisation ausschließlich in den Händen von ortsansässigen Händlern liegt. Das Straßenfest wurde einst von den Mitgliedern des Gewerbeverbandes initiiert. Inzwischen hat die Interessengemeinschaft Zeulenroda das Zepter übernommen. Die Mitglieder von „Zeulenroda erleben“ selbst sind mit ihren Aufgaben gewachsen und ziehen - ganz gleich, ob Karpfenpfeiferfest, Stadtfest oder Kirmes - alljährlich tausende Gäste in ihren Bann. So soll am Sonntag, 9. Mai, das 19. wieder eine runde Sache werden. Mit dem Abschluss des Festes im vergangenen Jahr begannen die Vorbereitungen, konkretisiert habe man die Pläne im Dezember und seit vier Wochen wird intensiv hinter den Kulissen gewirbelt.


Speisen, Musik, Plauderei und Unterhaltung - alles ist gegeben.

Henry Groß, IG Zeulenroda erleben


Gelernt haben die Mitglieder auch, das Fest in seinem Ausmaß zu optimieren. Keine zwei Tage sollen die Besucher in die Innenstadt gelockt werden, sondern lediglich am Sonntag. Dann dürfen die hiesigen Händler sogar von 13 bis 17 Uhr ihre Ladentüren aufschließen. „Das hat sich bewährt“, freut sich Groß auf das Fest, zu dem er 44 Händler gewinnen konnte. So dass die Festmeile wieder vom Stadtbrunnen in der Schleizer Straße bis Greizer Straße/Ecke Alleestraße sich in ein buntes Meer aus Händlern, Unterhaltung und vielen Leckerein verwandeln wird. Neben runden Bauernkuchen aus Limbach können sich die Besucher auf Honig aus Moßbach und Schafskäse aus Harth-Pöllnitz freuen. Röhrendetscher vom ZCV, warme Waffeln aus Greiz und Leckereien aus Weida sind nur einige weitere Angebote. Für die Augen und Ohren ist dazu von 10 bis 17 Uhr auf drei Bühnen ein Unterhaltungsprogramm mit Straßenmusikern, Moden-, Party-, Schlager- und Nostalgieshow geplant.


10. April 2010 /OTZ

Sicherheit oder Spekulation

Bauern diskutieren Privatisierung von Boden

Münchenbernsdorf (OTZ/am).

„Wir versuchen, den Landwirtschaftsbetrieben Sicherheit zu geben, durch den Kauf von Land oder durch Pachtoptionen.“ Das erklärte Dr. Wilhelm Müller, Geschäftsführer der BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH, in der Agrar eG Münchenberndorf im Gespräch gegenüber Ostthüringer Landwirten. Eingeladen dazu hatte der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel (CDU). Anlass waren die seit kurzem geltenden Privatisierungsgrundsätze, auf die sich Bund und Länder geeinigt hatten, für den Verkauf von Flächen, die vom Treuhand-Nachfolgeunternehmen BVVG verwaltet werden. Die Auswirkungen der neuen Grundsätze für die Privatisierung beschäftigten viele Landwirte, die von der BVVG Flächen gepachtet haben. Bis 1. Oktober sind neue Pachtverträge abzuschließen. Ein Vorzug: Ihre Geltungsdauer kann nun länger als bisher, bis zu neun Jahre sein. Damit könnten die Betriebe künftig langfristiger planen. Und die Langfrist-Pächter von Agrarflächen erhalten Vorkaufsrecht. Für Unternehmen mit einem guten Konzept sieht Louise Hauke, Vorsitzende des Kreisbauernverbandes im Saale-Orla-Kreis, im Flächenerwerb eine gute Entwicklungschance. Für die Landwirte sei es wichtig, sich auf diesen Prozess einzustellen. Der aber ist mit vielen Fragen behaftet. Ihr Kollege Dr. Albrecht Broßmann, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Gera-Greiz, sieht, dass die Bauern, die ihre Vorkaufsrecht wahrnehmen wollen, kurzfristig einen hohen Finanzbedarf haben werden. Und auch für einige Zeit danach werde die finanzielle Belastung steigen. Denn die Kreditraten würden den bisherigen Pachtzins übersteigen, „um 50 oder gar 100 Prozent“, rechnet Broßmann. Bedenken äußerten die Landwirte, weil die Privatisierungsgrundsätze es erlauben, Flächen zum Verkauf auszuschreiben. In der Öffnung des Bodenmarktes sieht der Leiter des Landwirtschaftsamtes Dr. Arnfried Völlm die Gefahr, dass sich die Preisspirale nach oben dreht und der Bodenspekulation Tür und Tor geöffnet wird. Angesichts der Milchpreise hätten Bauern in Ostthüringen, wo 30 Prozent der Thüringer Rinder stehen, es aber nötig, jede Landwirtschaftsfläche zu bewirtschaften. „Wir haben viel Tierproduktion, wenn uns Flächen entzogen werden, weil sie ein anderer kauft, können wir schließen“, befürchtete Doreen Rath, Geschäftsführerin der Agrar GmbH Mockzig. Die Privatisierung solle künftig zwar flexibler gestaltet werden, „aber ohne dass Betriebe existenzgefährdend in Mitleidenschaft gezogen werden“, versicherte der BVVGChef aus Berlin.


10. April 2010 /OTZ

Jede Hürde gemeistert

Das Thüringer Vierkampfteam (von links): Natalie Lippold, Elisabeth Hruschka, Kristin Kippel, Jody Eichel und Claudia Blum mit ihrem Mannschaftsführer Tony Altenbehrend (r.) und Springreit-Trainer Ralf Pagel.
Das Thüringer Vierkampfteam (von links): Natalie Lippold,
Elisabeth Hruschka, Kristin Kippel, Jody Eichel und Claudia
Blum mit ihrem Mannschaftsführer Tony Altenbehrend (r.) und
Springreit-Trainer Ralf Pagel.
Jodi Eichel bei ihrem Ritt durch den Innenparcours.
Jodi Eichel bei ihrem Ritt durch den Innenparcours.
Fotos: Marcel Hilbert

Reiten: Natalie Lippold aus Wolfersdorf zur Vierkampf-DM im Thüringer Team

Von Marcel Hilbert Sorge-Settendorf (OTZ).

Springreiten an sich ist bereits ein anspruchsvoller Sport. Richtig schwierig wird das Ganze aber auf einem fremden Tier. Das war am Donnerstagabend auf der Reitanlage Pagel in Sorge-Settendorf zu beobachten. Hier trainierte das Thüringer Vierkampfteam für die anstehenden Deutschen Meisterschaften die Disziplin Springreiten - und das auf Pferden, auf denen sie zuvor noch nie saßen. Nicht ohne Grund wird auf diese Weise trainiert, denn eine der Eigenheiten des Mannschafts-Vierkampfes im Reitsport ist es, dass zum Wettkampf nur zwei eigene Pferde geritten werden. Die restlichen beiden Tiere werden im Vorfeld von einem anderen Team zugelost. Zehn Minuten haben die Reiter dann Zeit, das Pferd kennen zu lernen, bevor es in den Springparcours geht. „Wir haben hier die Chance, unter Turnierbedingungen zu üben und bekommen gute Pferde gestellt“, begründet Mannschaftsführer Tony Altenbehrend die Reise der Sportlerinnen nach Sorge-Settendorf. Den kürzesten Anfahrtsweg der fünf Mädchen aus ganz Thüringen hatte Natalie Lippold aus Wolfersdorf. Gemeinsam mit Elisabeth Hruschka aus Utenbach, Kristin Kippel aus Marbach, Jody Eichel aus Oberpörlitz und Claudia Blum aus Mühlberg wird sie am Wochenende vom 16. zum 18. April in Neunkirchen im Saarland den Freistaat bei der Vierkampf-DM vertreten. „Beim Vierkampf geht es um eine gute Grundausbildung der Jugendlichen“, erklärt Altenbehrend. Die Starter messen sich in den Einzeldisziplinen Springreiten, Dressurreiten, 3000 Meter-Geländelauf und 50 Meter-Freistilschwimmen. „Dieser Mehrkampf ist eine reine Jugendsportart, die Teilnehmer sind maximal 18 Jahre alt“, so der Teamführer weiter. Nach der Trainingseinheit im Springreiten bei Trainer Ralf Pagel steht am kommenden Dienstag noch einmal Dressurreiten in Milbitz auf dem Programm, bevor das Team dann am Freitag ins Saarland reist. Pagel selbst ist mit den Leistungen seiner Schützlinge durchaus zufrieden: „Die Mädchen haben viel Kampfgeist, sie haben, ohne zu nörgeln, alle Hürden gemeistert.“ Das, so der Trainer weiter, sei etwas, worauf man aufbauen könne. Und nachdem das Reiter-Quintett zum Abschluss den auf der Anlage aufgebauten Parcours hinter sich gebracht hatte, will es auch die „Hürde“ Deutsche Meisterschaft nehmen und mit einer guten Platzierung heimkommen.


10. April 2010 /OTZ

Robert Schaller wird in Utrecht Turnierzweiter

Im Zentrum von Amsterdam: Max Strasen, Josua Greschok, ,Maximilian und Lucas Kahnt, Joel Greschok, Leon Jäschke und Robert Schaller.
Im Zentrum von Amsterdam: Max Strasen, Josua Greschok,
Maximilian und Lucas Kahnt, Joel Greschok, Leon Jäschke
und Robert Schaller.
Foto: Erhard Schmelzer

Ringen: Greizer Nachwuchs bei Wettkampf in den Niederlanden erfolgreich - RSV Rotation 19. unter 66 Vereinen

Von Erhard Schmelzer Utrecht (OTZ).

Die Niederlande gehören nicht zu den erfolgreichen Ringernationen. Trotzdem wird in Utrecht seit 40 Jahren ein internationales Ringerturnier für den Nachwuchs ausgetragen. So starteten 504 Sportler aus 66 Vereinen, die aus 16 Ländern kamen, zum diesjährigen Osterturnier, das traditionsgemäß im griechisch-römischen Stil stattfand. Die längste Anreise hatten die Ringer aus dem mazedonischen Skopje. Im Vergleich dazu mussten die sieben Greizer Sportler nur einen kurzen Weg zurücklegen, und hatten so am Karfreitag noch Gelegenheit zu einem Bummel durch das Zentrum Amsterdams. Gerungen wurde auf sechs Matten in der Utrechter Eissporthalle. Als erste mussten die Aktiven der Altersklasse 13 bis 15 Jahre, Leon Jäschke und Maximilian Kahnt, auf die Matte. Leon Jäschke (34 Kilogramm) gewann zwar die erste Runde gegen den dänischen Vizemeister Kaspar Raven, unterlag aber in den folgenden beiden. Gegen Zapir Yusupov unterlag er auf Schulter. Ähnlich erging es Maximilian Kahnt, der in der mit 28 Sportlern quantitativ am stärksten besetzten Klasse bis 47 Kilogramm kämpfte. Gegen Stefan Weber unterlag er nach Punkten, den Dänen Frederick Lehmann beherrschte er zwei Runden klar, konnte aber keinen Punktvorteil erringen. Nun musste das Los über die Bodenlage entscheiden. Zweimal musste der Greizer hier zu Boden und wurde gerollt. Auch bei den jüngsten Sportlern, der Altersklasse 8 bis 12 Jahre, waren mit Lucas Kahnt und Josua Greschok zwei Greizer am Start. Lucas (31 kg) schulterte in der ersten Runde Mickael Capar und sah auch nach einem Wurf gegen den Utrechter Lokalmatadoren Mark Verweij schon wie der Sieger aus. Doch der Holländer stellte den Greizer in die Brücke. Die Kampfrichter erkannten eine Sekunde vor Schluss auf Schulterniederlage für den Greizer. Gegen Magomed Dossayev erzwang Lucas nach gewonnener zweiter Runde die Entscheidung in Runde drei, unterlag hier aber mit 2:4. Josua (42 kg) hatte es nach einem Schultersieg gegen Dylan Lodder im Poolfinale mit zwei Belgiern zu tun. Nach einer Punktniederlage gegen Ali Danaev schulterte er Jakoek Tomov. Nun musste der Kampf der Belgier gegeneinander entscheiden. Tomov führte bis sieben Sekunden vor Schluss, so dass Josua Greschok das Finale erreicht hätte. Dann setzte sich aber der andere noch durch. Der Greizer wurde so Poolzweiter und kämpfte gegen den Tschechen Tomas Reis um Bronze. Nach 2:3 und 5:7-Niederlagen blieb nur der 4. Platz. Robert Schaller (100 kg) vertrat die Greizer Farben bei den 16- und 17-Jährigen. Er traf nur auf drei Gegner, gegen die er alle im nordischen Turnier kämpfen musste. Gegen den Stärksten, Mohamed Evloev, musste er nach 0:6 in Runde eins eine Schulterniederlage einstecken. Gegen Jassine Boughami und Radek Hloch gewann er alle vier Runden mit 1:0 und errang so Turnierrang zwei. Auch bei den Junioren trugen sich mit Joel Greschok und Max Strasen zwei Greizer in die Startlisten ein. Gegen Vassili Kourlioutov konnte Greschok (74 kg) in Runde zwei einen Schultersieg erringen, gegen Magomed Tsjazjajew wurde er selbst vorzeitig besiegt und belegte am Ende Rang 7. Strasen trat erstmals in der Gewichtsklasse 84 kg an, gewann gegen den Jeffrey van Mourik die erste Runde 6:0, wurde aber in der zweiten gekontert und unterlag 0:5. In der dritten Runde setzte er sich klar 6:0 durch. Im Halbfinale zeigte er gegen Alexandre Mouyal in der ersten Runde einen guten Kampf und unterlag nur 3:4. In Runde zwei machten sich beim 0:6 konditionelle Probleme bemerkbar. Trotzdem reichte es für den Bronzerang. Im Endklassement belegten die Ringer der RSV Rotation Greiz den guten neunzehnten Platz unter 66 Vereinen.


10. April 2010 /OTZ

Karten werden neu gemischt

Neue Spielklassenstruktur im TFV

Von Peter Reichardt Greiz.

Die zweite Hälfte der Fußballsaison 2009/10 hat begonnen und die Vereinsmannschaften kämpfen wieder um Punkte und Tore. Der Volksmund sagt dazu: „Der Fußball hat uns wieder.“ Doch werden im Freistaat Thüringen ab der kommenden Saison auch strukturelle Veränderungen das Spielgeschehen auf den Fußballplätzen bestimmen. Ab Liga sechs werden diese Veränderungen in den Ligen greifen. Diese höchste Spielklasse in Thüringen heißt ab Saison 2010/ 2011 Verbandsliga oder Thüringenliga. Außer dem Namen ändert sich hier für die 16 Mannschaften aber nichts. Das sieht eine Liga niedriger in der Landesklasse schon anders aus. Derzeit spielen 32 Mannschaften in zwei Staffeln. Diese werden mit der neuen Spielzeit 2010/11 um eine dritte Staffel mit zusätzlich 16 Mannschaften ergänzt. Am stärksten von den Änderungen betroffen ist die jetzige Bezirksliga. Hier befinden sich aktuell sieben Staffeln mit 109 Mannschaften im Spielbetrieb. Ab nächster Saison wird diese Zahl auf 129 Teams aufgestockt, die dann in neun Regionalklassen zu je 14 bis 16 Mannschaften an den Start gehen. Insgesamt werden damit ab Spieljahresbeginn 2010/11 in der Verbands-/Thüringenliga und den Landes- und Regionalklassen, die der Thüringer Fußball- Verband (TFV) zu vertreten hat, 33 Mannschaften mehr in die Spiele gehen. Ab Liga neun, der Kreisliga, obliegt es den Fußballkreisen, ihre Spielklassenstruktur in eigener Beschlussfassung festzulegen. Dazu hat im Landkreis Greiz der Kreisfußballausschuss (KFA) mit der Auf- und Abstiegsregelung beschlossen, die Kreisliga und 1. Kreisklasse mit 14 Mannschaften und die 2. Kreisklasse beizubehalten. Betrachtet man die Tabellensituation nach dem Osterwochenende in der Thüringenliga, so zeichnet sich ab, dass der FC Motor Zeulenroda als derzeitiger Tabellenzehnter den Klassenerhalt in Aussicht hat und damit nächste Saison in der Verbandsliga spielen könnte. Anders beim Tabellen-16., dem FC Thüringen Weida, der gegenwärtig gegen den Abstieg aus der Landesliga kämpft, und im schlimmsten Fall in der neue Spielzeit in einer Landesklasse-Staffel auflaufen muss. In der Landesklasse Staffel Ost belegt der SV Blau-Weiß Niederpöllnitz aktuell Tabellenplatz zwei bei einem Nachholspiel, kann also berechtigt mit einem Aufstieg in die Verbandsliga Thüringen liebäugeln. Mit dem SV Kraftsdorf 03, der sich derzeit auf Rang elf in der Landesklasse Staffel Ost befindet, dürfte ein weiterer Vertreter des Landkreises in der neuen Spielzeit in der Landesklasse vertreten sein. In der Bezirksliga Staffel 4 zeichnet sich durch die neue Spielklassenstruktur eine interessante Konstellation ab. Nach gegenwärtigem Stand gibt es derzeit keine Mannschaft aus dem Landkreis Greiz, die einen der drei Aufstiegs- bzw. Relegationsplätze zur Landesklasse in der Staffel 4 einnimmt. Die Spielgemeinschaft Daßlitz/Langenwetzendorf, momentan auf dem 6. Tabellenplatz, besitzt bei noch zwei Nachholpartien allerdings eine realistische Aufstiegschance. Die ist beim jetzigen Tabellenneunten, der SG 1.FC/Chemie Greiz, aufgrund des schon großen Punktabstandes wohl nur noch theoretisch vorhanden. Auch für die Greizer stehen noch mehrere Wiederholungsspiele auf dem Plan. Dem abgeschlagenen Schlusslicht Triebeser SV bleibt die Hoffnung über die Relegation, um auch nächste Saison, dann in einer der Regionalklassen kicken zu können. Die Regionalklasse winkt nach dem Greizer KFA-Beschluss auch den beiden Staffelersten der Kreisliga. Derzeit belegen der FSV Ronneburg und der SV Blau-Weiß Auma diese begehrten Aufstiegsränge.


10. April 2010 /OTZ

Finanzspritze für Bioenergieregion Thüringer Vogtland

2000-Euro-Spende von der Volksbank für die Bioenergieregion
2000-Euro-Spende von der Volksbank für die Bioenergieregion
"Thüringer Vogtland". Auf dem Foto: Dr. Gabriele Farack,
Betreuerin Firmenkunden, und Albrecht Broßmann von der
Pahren Agrar Verwaltungs- und Vermarktungs GmbH
und Co KG.

Sie wollen neue Maßstäbe bei der Verwertung von Biomasse setzen: die Bioenergieregion Thüringer Vogtland. Im März des vergangenen Jahres zählten sie, neben weiteren 24 Bewerbern, zu den Siegern des bundesweiten Wettbewerbes Bioenergie-Regionen.

Ute Flamig / 10.04.10 / OTZ

Zeulenroda. Unterstützt wird das Thüringer Vogtland bei seinen Vorhaben unter anderem von der Volksbank, die gestern in Vertretung von Dr. Gabriele Farack einen symbolischen Scheck in Höhe von 2000 Euro überreichte. Dr. Albrecht Broßmann von der Agrar Verwaltungs- und Vermarktungsgesellschaft Pahren, nahm den Scheck dankend entgegen. Der Betrag stamme aus Zinserträgen der Bank, erklärte Gabriele Farack. Das Geld dient der Unterstützung unserer Öffentlichkeitsarbeit, sagte Albrecht Broßmann. So soll noch im April eine Wanderausstellung auf die Beine gestellt werden, die zunächst in Pahren zu sehen sein wird. In der Ausstellung soll unter anderem über die landwirtschaftliche Biogaserzeugung, den Anbau und die energetische Nutzung von Holzkulturen und die Nutzung von biogenen Reststoffen aus Natur- und Landschaftsschutz informiert werden. Es sei unter anderem auch geplant, Schülergruppen aus der Region einzuladen. Das Geld werde außerdem verwendet für mehrere Veranstaltungen wie die für Waldbesitzer zum Thema Holz am 28. April und die am 10. Mai, 10 Uhr im Bio-Seehotel unter dem Motto Stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Thüringen. Im Juni wird es wieder das Heufest in Pahren geben. In diesem Jahr steht das agrarpolitische Thema Biogas auf der Agenda.


10. April 2010 /OTZ

Seit 20 Jahren am Markt: Lacos Computerservice Zeulenroda

Holger Hübschmann (links) und Bernd Damme, die Gründer und Geschäftsführer der Lacos Computerservice GmbH Zeulenroda in ihrem Unternehmen.
Holger Hübschmann (links) und Bernd Damme, die Gründer und
Geschäftsführer der Lacos Computerservice GmbH Zeulenroda in
ihrem Unternehmen.
Foto: Margit Kasper

Die Gewerbegenehmigung für die Lacos Computerservice GmbH Zeulenroda trägt die Nummer 12, wirksam ab 1. April 1990. Sie war damit eine der ersten, die nach dem 9. November 1989 von der Stadtverwaltung erteilt wurden.

Margit Kasper / 09.04.10 / OTZ

Zeulenroda. Holger Hübschmann und Bernd Damme, die beiden Firmengründer und Geschäftsführer, wissen es noch genau: Unser Antrag war ein DIN-A5-Zettel, formlos, keine Mitarbeiter, keine Gewerberäume. Ihre Zukunft ist zu dieser Zeit ungewiss, ihre Alternative Arbeitslosigkeit. Beide kennen sich schon seit Jahren, vom Landwirtschafts-Studium in Leipzig, das sie gemeinsam 1974 beenden. Vier Jahre darauf treffen sie sich wieder in der Schweinezucht Läwitz bei Zeulenroda. Mit der Wende kommt für die Anlage aus Gründen des Umweltschutzes das Aus. Doch wir hatten uns schon mit Computertechnik beschäftigt, erste kleine Programme geschrieben, erzählt Hübschmann. Immerhin stand in Läwitz damals der erste Computer des Kreises. Das brachte uns auf die Idee: ein Computerservice für Landwirtschaft und Gewerbe. Sie beginnen zunächst unter dem Dach der damaligen Klempner PGH (Produktionsgenossenschaft des Handwerks), nehmen schon im Herbst 1989 erste Kontakte zu entsprechenden Firmen in Bayern auf. In Hof haben wir aus dem Branchenbuch die Computerservice-Seite rausgerissen und geschaut, was passt. Danach schneiten wir bei Firmen rein und fragten, ob sie uns Ossis nicht gebrauchen könnten. Letztlich haben die uns bestärkt, uns selbstständig zu machen, erinnert sich Hübschmann. Das war eine aufregende Zeit. Keiner wusste so recht, wo es langgeht, berichtet Damme. Wir hatten wohl Glück, dass wir unter den Computerfirmen, die damals auf den Markt traten, eine der ersten waren. Das verschaffte uns sowohl einen Wissens- als auch finanziellen Vorsprung. Am ersten April startet ihre Lacos Computerservice GmbH: zwei Räume, ein Schreibtisch, vier Computertische. Übrigens brauchten wir für unsere Computer, die wir aus Bayern holten, zu diesem Zeitpunkt noch eine Importgenehmigung. Und wir konnten schon ein Mobiltelefon nutzen, das wegen seiner Größe eigens in einem Koffer untergebracht war. Zum Telefonieren mussten wir damit in Krölpa auf den Berg fahren, um eine Verbindung zu bekommen, lachen beide bei dem Gedanken. Seitdem geht es sozusagen im Tandem stetig bergauf: 22 Mitarbeiter, ein schmuckes Firmengebäude und weltweit zufriedene Kunden vor allem Landtechnik-Firmen sprechen heute für sich. Was nicht heißt, dass es keine Tiefpunkte gegeben hätte. Bis zur Währungsunion am 1. Juli 1990 lief alles super. Die ersten IBM-Geräte konnte man noch für rund 40 000 Ostmark verkaufen. Mit der Währungsunion fielen wir in ein ganz großes Loch. Wir hatten praktisch Null-Umsatz und waren so richtig in der Marktwirtschaft angekommen, blicken die gelernten Diplom-Agraringenieure zurück. Sie beginnen, ihr Geschäft Schritt für Schritt neu aufzubauen. Im November 1991 eröffnen sie in Zeulenroda einen Computerladen: Die Schlange zur Eröffnung war ungefähr 100 Meter lang, meint Hübschmann. Wir durften einfach nicht daran denken, dass es schief geht, sondern mussten entschlossen nach vorn schauen. Wir hatten ja Kredite aufgenommen, die zurückgezahlt werden mussten. Ein Computer kostete bald noch 2000 D-Mark mit rund 15 Prozent Gewinn; heute sind es etwa 1000 Euro bei fünf Prozent Gewinn. Da mussten wir uns schon etwas einfallen lassen, sind sich beide einig. 1997 wird es für das Unternehmen noch einmal richtig eng. Wir saßen jeden Samstag da und haben den Erlös gezählt, sagt Hübschmann. Jetzt bewährt es sich, dass sie begonnen hatten, die Firma auf zwei Beine zu stellen. Neben dem Vertrieb fertiger Software für Gewerbe und Landwirtschaft ist es nun die Entwicklung individueller, neuer Softwarelösungen, die die Firma wieder voranbringt. Das macht Lacos Computerservice zu einem der führenden Unternehmen in Deutschland auf dem Softwaregebiet für die Landwirtschaft. Als eines der ersten Softwarehäuser entwickelt und betreut Lacos seit 1997 Lösungen für Mini-Computer (so genannte PDA's), die mittlerweile in über 20 Ländern erfolgreich sind. Für den dreimaligen Europameister und Olympiamedaillengewinner im Pferdesport, Paul Schockemöhle, wurde ein mobiles Herdenmanagement entwickelt. Auch Lösungen zur Dokumentation von Erntedaten, für die Flächenvermessung und jüngst FieldNav ein Navigationsgerät speziell für die Landwirtschaft festigen international den guten Ruf der Firma. Drei Viertel des Gewinns stammt derzeit aus der Softwareentwicklung. Wichtig ist für uns, dass unser Team mitzieht, bekräftigen die 58-Jährigen. Bei uns geht es nicht hierarchisch zu. Wir suchen den Austausch, die Kreativität. Es gibt gemeinsame Wander- und Abenteuertage und auch Weihnachtsfeiern, die auch für ein gutes Klima sorgen, sagt Hübschmann. Für den Firmennachwuchs wird schon seit einigen Jahren gesorgt. Gegenwärtig bildet Lacos allein drei Berufsakademie-Studenten aus. Und das Unternehmen soll weiter wachsen: Wir denken heute schon an Projekte für 2012/13, die wir ja rechtzeitig mit Patenten absichern müssen, versichern die Firmenchefs.


10. April 2010 /OTZ

Lisa Geppert ziert Badminton-Plakate

Druckfrisch, die Plakate für die Deutschen Badminton-Meisterschaften, präsentiert (v.l.) von OTG-Geschäftsführer Uwe Müller, Geschäftsführer Druckhaus Gera Uwe Hartmann und DM-Cheforganisator Karsten Besser.
Druckfrisch, die Plakate für die Deutschen Badminton-Meister-
schaften, präsentiert (v.l.) von OTG-Geschäftsführer Uwe
Müller, Geschäftsführer Druckhaus Gera Uwe Hartmann und
DM-Cheforganisator Karsten Besser.
Foto: OTZ

Der Countdown für die vom 30. April bis 2. Mai in der Geraer Panndorfhalle ausgetragenen 45. Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der U 19 und 36. Deutschen Meisterschaften der U 15 im Badminton läuft auf Hochtouren.

Reinhard Schulze / 10.04.10 / OTZ

Gera. Das Engagement der Organisatoren, speziell von Karsten Besser, stellvertretender Vorsitzender der OTG 1902 Gera und Leiter der Abteilung Badminton, hat sich schon im Vorfeld ausgezahlt. Ich hätte nie gedacht, dass die Bereitschaft so groß ist, uns bei der Ausrichtung der beiden Meisterschaften zu unterstützen, so der Cheforganisator. Aufmerksam wird Lisa Geppert das Wettkampfgeschehen verfolgen. In die Entscheidung kann sie als Einzelkämpferin nicht eingreifen, da es sich um eine Mannschaftsmeisterschaft handelt. Sie ist es, die das Plakat für die Titelkämpfe ziert. Lisa ist unsere hoffnungsvollste Aktive, sie ist unser Juwel. Gewissermaßen ist sie das Aushängeschild für unsere OTG, sagt Geschäftsführer Uwe MüllerUwe Müller und das mit einem unübersehbaren Stolz. Die Titelkämpfe der Schüler werden am Freitag, 30. April, um 16.35 Uhr vom Leiter des Fachdienstes Bildung und Sport, Bernd Kriebitzsch, eröffnet. Im Anschluss kommt es zur Austragung der Schülerwettbewerbe. Die Titelkämpfe der Jugend eröffnet Geras Oberbürgermeister und Schirmherr Dr. Norbert VornehmNorbert Vornehm am Sonnabend, dem 1. Mai, 8.35 Uhr. Am Sonntag, dem 2. Mai, stehen ab 9 Uhr die Halbfinals auf dem Programm, und die Finalkämpfe beginnen 12 Uhr.


10. April 2010 /OTZ

Uwe Löppen die gute Seele des Vereins

Vom Fußballer über den Nachwuchstrainer zum Vorstandsvorsitzenden: Der Zeulenrodaer Uwe Löppen hat so ziemlich jedes Amt begleitet, was der Fußball zu bieten hat.

Klaus Meitner / 10.04.10 / OTZ

Zeulenroda-Triebes. Uwe Löppen begann im Alter von sechs Jahren mit dem Fußballsport, und zwar 1965 bei der damaligen BSG Motor Zeulenroda. Sein erster Übungsleiter war Werner Peterlein, mit ihm dabei waren unter anderen Dieter Perthel und Uwe Lehmann. Löppen durchlief bei Motor alle Altersklassen und galt als guter Techniker, der es verstand, mit dem Ball umzugehen. Er spielte bis zu seinem 19. Lebensjahr in Zeulenroda Fußball, ging anschließend zur Armee und schlug dann eine erfolgreiche Polizeilaufbahn ein. Mit dem aktiven Fußball hörte Uwe Löppen auf. Als 1996 bei den D-Junioren des FV Zeulenroda ein Übungsleiter gesucht wurde, meldete sich Löppen und trainierte ab diesem Zeitpunkt zusammen mit Michael Schwarz diese Altersklasse. Später übernahm er mit Klaus Weißflog die B-Junioren des FVZ. Der Zeulenrodaer Fußball hatte Uwe Löppen wieder und behielt ihn bis heute in seinen Reihen. Bernd Heß und Michael Schwarz gelten als die Initiatoren, die 1998/99 beim hoch verschuldeten Zeulenrodaer FV versuchten, wenigstens den Nachwuchsbereich vor der bevorstehenden Auflösung des Vereins zu retten. Dies gelang durch die am 10. Februar 1999 erfolgte Gründung eines neuen Fußballvereins in der Stadt, dem FC Motor Zeulenroda. Es gab Treffen und Gespräche mit dem Geschäftsführer des FVZ, Steffen Baumann, der einem Wechsel des gesamten Fußballnachwuchses vom FVZ zum FC Motor zustimmte. Außerdem gaben auch die Mitglieder, die zu einer der letzten Versammlungen des FV Zeulenroda gekommen waren, zu dieser Problematik einstimmig ihr Votum. Auf der am 10. Februar 1999 stattgefundenen Gründungsversammlung wurde Uwe Löppen von den Anwesenden einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Bis 2004 war er 1. Vorstand beim FC Motor, dann gab er den Staffelstab an Jürgen Leistner weiter. Uwe Löppen hatte bis 2008 die Position des ehrenamtlichen Geschäftsführers inne, dieses Amt übernahm Nadine Hutter. Löppen ist zurzeit Sportlicher Leiter und die gute Seele des Vereins. Er hält bei vielen Dingen, die beim FC Motor ablaufen, nach wie vor die Fäden in der Hand und hat große Verdienste daran, dass es nach dem Bankrott des FV Zeulenroda überhaupt weitergehen konnte mit dem Fußballsport in der Karpfenpfeiferstadt.


10. April 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Einbrecher in Lunzig unterwegs

Lunzig (OTZ).

In der Nacht zum Donnerstag brachen unbekannte ,Täter in Lunzig einen auf der Ortsstraße geparkten Kleintransporter auf und entwendeten hochwertige Werkzeuge. Zur gleichen Zeit versuchten Unbekannte das Tor einer Lagerhalle am Ortseingang aufzubrechen. Es entstand Sachschaden von rund 2000 Euro. Hinweise an die Polizei Greiz: Tel.: (03661) 62 10.


Unfallflucht in Berga

Berga (OTZ).

500 Euro Schaden verursachte ein unbekannter Fahrzeugführer bei einem Unfall in der Bergaer Karl-Marx-Straße. Eine 55-Jährige parkte ihr Auto am Mittwochabend am rechten Fahrbahnrand. Am nächsten Morgen bemerkte sie dann eine Delle in ihrer Fahrzeugtür. Zeugen melden sich bitte bei der PI Greiz, Tel.: (03661) 62 10. Vorsicht geboten Heute starten die Biker in die diesjährige Motorradsaison Von Heidi Henze Greiz/Zeulenroda (OTZ). Mit dem Frühlingswetter sind nun wieder die motorisierten Zweiräder auf den Straßen. Für viele


Interessengemeinschaft Innenstadt berät Montag

Themen Umleitung und Vereinsgründung

Greiz (OTZ/-lz).

Sowohl das im Entwurf vorliegende Umleitungskonzept für den Ausbau der August-Bebel-Straße, als auch die Vorbereitung der Vereinsgründung stehen am Montag in der pm-lounge Brückenstraße ab 18.30 Uhr bei der Interessengemeinschaft Innenstadt auf der Tagesordnung. „Wir sind stolz, einiges erreicht zu haben. Im Rathaus wurde uns Gesprächsbereitschaft signalisiert und Einflussmöglichkeiten eingeräumt“, resümiert Geschäftsmann Peter Kniebel bezüglich der Diskussion um das Umleitungskonzept für die Großbaustelle, die voraussichtlich noch im April dieses Jahres gestartet werden soll. Dennoch sehen Kniebel und seine Mitstreiter viele Ansatzpunkte zur Diskussion. Nicht nur in Sachen Umleitung August-Bebel-Straße und Verkehrskonzept für die Stadt Greiz. Deshalb plant die Interessengemeinschaft auch die Vorbereitung zur Vereinsgründung und lädt alle Interessenten zur Mitwirkung ein. „Der Verein sieht sich als Interessenvertretung für berechtigte Anliegen der Greizer Bürger“, erläutert Kniebel. Es soll im gemeinsamen Wirken freiwillig und unter Ausschluss jeglicher parteipolitischer Interessen um die Förderung der Stadt Greiz gehen. Interessierte aus Handel, Handwerk, Industrie, Banken, Gaststätten, Behörden, aber auch Ärzte, Apotheker, Selbstständige und Einwohner der Stadt sind eingeladen, sich einzubringen.


36-Grad-Party im Greizer Zapfwerk

Zur 36-Grad-Party wird am Sonnabend ins Zapfwerk I/3 in der Greizer Zeulenrodaer Straße 6 eingeladen. Ab 22 Uhr startet die große Party mit Musik und Tanz.
Foto: Archiv/Silke Groß

Zur 36-Grad-Party wird am Sonnabend ins Zapfwerk I/3 in der Greizer Zeulenrodaer Straße 6 eingeladen. Ab 22 Uhr startet die große Party mit Musik und Tanz.


Karikatur des Tages

Historischer Versuch
Historischer Versuch
Zeichnung: OTZ/Bruns


Angeklagter kommt aus Gera

Greiz (OTZ).

In dem gestern in der OTZ erschienenen Artikel „Rettungsassistent soll Frau belästigt haben“ zu einer Verhandlung vor dem Geraer Amtsgericht habe der Eindruck entstehen können, bei dem Angeklagten handele es sich um einen Zeulenrodaer. Der Angeklagte, so Gerichtssprecher Siegfried Christ, stammt jedoch aus Gera.


Faltblatt zu Hörtests für Babys

Greiz (OTZ).

Seit 1. Januar 2009 ist Hörscreening bei Neugeborenen eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Damit hat jedes Neugeborene Anspruch auf einen Test, der Hörstörungen zuverlässig erkennen lässt. Über das Hörscreening informiert ein Faltblatt des Thüringer Gesundheitsministeriums. Es kann kostenlos bestellt werden und ist im Internet, www.thueringen.de/de/tmsfg, verfügbar. Bestellungen: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Referat Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Werner-Seelenbinder- Straße 6, 99096 Erfurt.


Stipendium für Adenauer-Stiftung

Greiz (OTZ).

Der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel (CDU) ermutigt junge Menschen aus dem Landkreis Greiz, sich bei der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung um ein Stipendium zu bewerben. „Gerade Studierenden, die als erste in ihrer Familie an die Uni oder eine Fachhochschule gehen, bietet die Förderung unschätzbare Aufstiegschancen“, sagt Vogel. Die Förderung ist unabhängig vom Studienfach. Die Bewerber brauchen keine deutsche Staatsbürgerschaft, es reicht ein Abschluss, der zu einem Studium in Deutschland berechtigt. Bewerbungsschluss ist der 15. Mai 2010. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.kas.de/stipendium oder im Bundestagsbüro von Volkmar Vogel unter der Telefonnummer (030) 22 77 22 33.


Soziokulturelle Leistungen im Mittelpunkt

Förderpreis „Kulturriese“ wird vergeben

Erfurt (OTZ).

Im August dieses Jahres wird der mit 1111,11 Euro dotierte Förderpreis der Soziokultur „Kulturriese“ von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren und Kulturinitiativen in Thüringen e. V. zum dritten Mal vergeben. Die Verleihung des Kulturriesen weist auf beispielhaftes Engagement oder besondere Leistungen in der Soziokultur und ihren Randbereichen in Thüringen hin. Auf diesem Gebiet wird viel geleistet, aber nur wenige der beispielhaften, und oft lokal verankerten Projekte werden in der Öffentlichkeit entsprechend gewürdigt, heißt es in der Mitteilung. Mit ihrem 2008 erstmals gestifteten Kulturriesen möchte die Landesarbeitsgemeinschaft Akteure auszeichnen und möglichst viele Menschen zum Engagement im Kulturbereich anregen,das Bewusstsein für Kultur in der Bevölkerung schärfen oder innovative und unkonventionelle Methoden kultureller Arbeit praktisch umsetzen. Die Preisübergabe erfolgt öffentlich zur Abschlussveranstaltung des Festivals „MeineKultur 2010“. Bewerben können sich Einrichtungen in freier Trägerschaft, Kulturinitiativen oder Einzelpersonen, die ihren Sitz in Thüringen haben. Eine schriftliche formlose Bewerbung kann bis zum 31. Mai gerichtet werden an: LAG Soziokultur Thüringen e. V., Michaelisstraße 34, 99084 Erfurt, Tel.: (0361) 7 80 21 40.


Möglichkeiten zur Energieeinsparung nutzen

Greiz (OTZ/Uwe Jahn).

Neben der Wichtigkeit des Klimaschutzes werden in den kommenden Jahren auch steigende Energiekosten auf die Betreiber und Eigentümer von Sportstätten und anderen Gebäuden zukommen. Diese werden zunehmend auch die Finanzetats der Sportvereine belasten. In Anbetracht dieser Thematik führt der Kreissportbund Greiz im Auftrag des Landessportbundes Thüringen, gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), ein Bildungsseminar zum Thema „Energiemanagement in Vereinssportstätten“ durch. Das Bildungsseminar ist vor allem an Sportvereine und deren verantwortliche Akteure mit eigenen oder gepachteten Sportstätten und Vereinsgebäuden gerichtet. Die Hauptthemen sind Einsparpotenziale in den Bereichen Wasser, Elektroenergie und Wärme sowie Berechnungsbeispiele, Verbrauchskennwerte sowie verhaltensabhängige Einsparpotenziale in Sportstätten und Vereinsgebäuden. Das Bildungsseminar findet am kommenden Freitag, dem 16. April, um 17.30 Uhr in der Geschäftsstelle des Kreissportbundes Greiz, der Sportschule „Kurt Rödel“, in der Greizer Beethovenstraße statt. Die Veranstaltung wird von Energieberater und Leiter der Kampagne „Energie gewinnt“, Nikolaus Huhn aus Jena, moderiert und geleitet.


| zurück | Seitenanfang | Impressum |