11. März 2010 /OTZ

"Eine Zufahrt ist immer möglich"

Jens Dietzsch machte sich Sorgen um den sicheren Schulweg seiner Gymnasiasten.
Jens Dietzsch machte sich Sorgen um den sicheren Schulweg
seiner Gymnasiasten.
Foto: M. Hendel

Innerstädtische Umleitung für den Ausbau der August-Bebel-Straße vorgestellt

Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ).

Die innerstädtische Umleitung für den grundhaften Ausbau der August-Bebel-Straße verspricht den Greizern ein heißes Jahr, wie die gut 70 Gewerbetreibenden am Dienstagabend zur Informationsveranstaltung des Bürgermeisters im Schulungsraum der Feuerwehr erfuhren. Sowohl die Fakten zum Ausbau, immerhin 725 Meter Bundesstraße, die von der Kreuzung Naumannstraße bis etwa 100 Meter vor die Einmündung der Brauereistraße reichen, als auch die beantragten innerstädtischen Umleitungsvorschläge nahmen die Zuhörer zunächst interessiert zur Kenntnis. Dass es der Ausbauabschnitt wirklich in sich habe, legte Jan Orosz, Projektleiter von der Ingenieurgemeinschaft STU Reichenbach, dar: Das Gewölbe, welches im Untergrund die Gräßlitz überspannt, ist auf einer Länge von 583 Metern komplett abzubrechen und wird als Stahlbetonbauwerk neu errichtet. Im Bauabschnitt liegen drei Kreuzungen und fünf Einmündungen. Die Bundesstraße erhält einen Alleecharakter, 83 Bäume sollen dafür gepflanzt werden. Auf 9,25 Meter Straßenbreite liegen zwei Fahrbahnen und der Abbiegestreifen mit neun Mittelinseln. Auf dem Parkstreifen sind 35 Stellplätze geplant, beidseitig entstehen darüber hinaus Rad- und Gehwege. Die gesamte Baumaßnahme ist vom kommenden April bis Mai 2012 geplant, wobei der reine Straßenausbau bis November 2011 über die Bühne gehen soll. Das Gemeinschaftsvorhaben des Straßenbauamtes Ostthüringen und der Stadt Greiz ist mit sieben Millionen Euro kalkuliert. Da die Mittel des Bundes für den Straßenbau aus dem Konjunkturpaket II kommen, sind sie konsequent bis 2011 einzusetzen. Eine knappe Zeitspanne, zumal man gegenwärtig im Bieterauswahlverfahren steckt, die Vergabe an einen Baubetrieb seitens des Straßenbauamtes also noch nicht entschieden ist. Inwieweit das ganze Projekt wie bisher angenommen am 6. April starten kann, steht also noch nicht fest. Auch die Umleitungsvarianten, die Tiefbauamtsleiter Detlef Sambale am Dienstagabend vorstellen konnte, sind noch nicht genehmigt. Wie es allerdings laufen könnte, umriss er so:

Die überregionale Umleitung aus Richtung Gera und Zeulenroda nach Reichenbach soll großräumig über die Kreuzung Hohenölsen - Berga - Seelingstädt - Werdau - Neumark -Reichenbach laufen.
Spannender allerdings ist für die Anlieger die innerstädtische Umleitung, die im Wesentlichen so konzipiert, allerdings noch nicht genehmigt ist:
Stadtauswärts von der Schlossbrücke über verlängerte Irchwitzer Straße - Gerichtsstraße - Aufgang Irchwitz - Reichenbacher Straße.
Stadteinwärts von der Reichenbacher Straße über die Brauereistraße - Lindenstraße - Obere Silberstraße - Marstallstraße - Dr. Rathenau-Platz - Schlossbrücke.
Knackpunkt ist der Knoten Obere Silberstraße/Hohe Gasse, der sehr viel Verkehr aufnehmen muss. Von der Oberen Silberstraße aus kann man über die Hohe Gasse/Siebenhitze weiter stadtauswärts fahren. Wer direkt in die Altstadt will, kann über die Obere Silberstraße - Marstallstraße -Thomasstraße - Puschkinplatz - Westernhagenplatz und stadtauswärts über die Marienstraße fahren. Vom Rathenauplatz darf nur der ÖPNV (Busse) in die Altstadt einfahren, auch von der Thomassstraße auf den Rathenauplatz sind nur Busse erlaubt.
"Wir haben die Umleitung so gebaut, dass die Gewerbetreibenden in der Adelheidstraße und Weberstraße während der gesamten Bauzeit von einer Seite aus erreichbar sind, eine Zufahrt ist immer möglich", versichert Bürgermeister Gerd Grüner auf Bedenken der Anlieger eingehend. Auch die Zufahrt zur Lidl-Filiale wird per Ampel geregelt, versichert Sambale. Ebenso muss für die Rettungsambulanz immer eine Fahrspur gewährleistet sein, die ausschließlich den Einsatzfahrzeugen vorbehalten bleibt.
Aufsteller, die die Erreichbarkeit von Gewerbetreibenden kennzeichnen, sagte Grüner den Anliegern zu. Das wolle man so handhaben wie beim Ausbau der Reichenbacher Straße, erklärte er. Nicht ohne den Anwesenden ans Herz zu legen, sich bei Problemen umgehend an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu wenden.
Im Anschluss an die Informationsveranstaltung konnten sich die 45 Grundstückseigentümer den nach Kostenschätzung berechneten Straßenausbaubeitrag unter vier Augen benennen lassen.

Kommentar

Zu Fuß besser dran

Von Kathrin Schulz

Die Greizer sind ja einiges in Sachen Umleitungen gewöhnt, aber dieses Jahr verspricht echt heiß zu werden für die Männer und Frauen am Steuer und all jene, die für Lieferungen und Kunden erreichbar sein müssen. Die Operation an der Hauptverkehrsader der Stadt wird nicht ohne Komplikationen abgehen.
Ein Zuhörer fragte Dienstagabend, wie er während der Umleitungszeit von der Schlossbrücke zum Puschkinplatz kommt. Die Lösung: Verlängerte Irchwitzer - Gerichtsstraße - Brauereistraße - Lindenstraße - Obere Silberstraße - Marstallstraße und Thomasstraße. Zu Fuß geht es da schon schneller. Konkrete Aussagen zur Technologie des Ausbaus können erst gemacht werden, wenn der ausführende Baubetrieb den Zuschlag erhalten hat. Eins allerdings konnte Detlef Sambale auf OTZ-Nachfrage versprechen: "Die Umleitung wird erst scharf gemacht, wenn es wirklich erforderlich ist." Ich bin sicher, die Greizer nehmen ihn beim Wort. Zumal die Stützmauer an der Bruno-Bergner-Straße wegen Einsturzgefahr auch noch unter Ampelbetrieb zu bauen ist. Und das Straßenbauamt Plauen den Ausbau der Straße durch das Göltzschtal zwischen Papierfabrik Koehler und Waldfrieden angekündigt hat...


11. März 2010 /OTZ

Fußbodenbelag in Lessing-Schule löst sich ab

Solche Fußbodenschäden ziehen sich durchs gesamte Schulgebäude.
Solche Fußbodenschäden ziehen
sich durchs gesamte
Schulgebäude.

Von Katja Grieser Greiz.

Gut ein halbes Jahr, nachdem die Lessing-Regelschüler in das Gebäude in der Dr.-Scheube-Straße nach dessen umfangreicher Sanierung eingezogen sind, löst sich der Fußbodenbelag in allen Etagen von den darunter liegenden Platten ab.
Auf OTZ-Nachfrage beim zuständigen Abteilungsleiter im Landratsamt, Frank Korn, bestätigt dieser, dass das Problem flächendeckend in dem Schulgebäude auftritt. Betroffen davon sind alle drei Arten Beläge - PVC, Kautschuk und Teppich -, die in der Lessing-Regelschule verlegt worden sind. Bereits Ende Dezember habe man die ersten Anzeichen des Problems bemerkt, so Korn weiter.
"Fakt ist, es gibt ein Problem und es muss beseitigt werden", betont der Abteilungsleiter. Derzeit laufen die Untersuchungen der Gutachter, denn "es geht um viel Geld", sagt Frank Korn, für den die Sache in die Gewährleistung fällt. Da jedoch die genaue Ursache des Problems derzeit noch unklar sei, könne nicht mit den Instandsetzungsarbeiten begonnen werden.
Schüler und Lehrer können nur hoffen, dass sich die Ursachenforschung nicht allzu lange hinzieht, denn durch die unebenen Böden sehen sie sich zumindest ständiger Stolpergefahr ausgesetzt.


11. März 2010 /OTZ

Mit Wolldecke ins Konzert

Das siebenköpfige Tournee-Ensemble erfüllte am Dienstagabend die Bergaer Kirche mit stimmgewaltigen Volksweisen und sakraler Musik. Den Klassiker Kalinka gab es als Zugabe.
Das siebenköpfige Tournee-Ensemble erfüllte am Dienstagabend
die Bergaer Kirche mit stimmgewaltigen Volksweisen und sakraler
Musik. Den Klassiker "Kalinka" gab es als Zugabe.
Foto: Silke Groß

Konzert der Maxim-Kowalew-Don-Kosaken in St. Erhardi in Berga kommt bei den Zuhörern sehr gut an

Von Silke Groß Berga.

Russische Stimmgewalt füllte am Dienstagabend die Sankt-Erhardi-Kirche in der Elsterstadt Berga. Der Maxim-Kowalew-Don-Kosaken Chor gastierte mit seinem umfangreichen Repertoire anspruchsvoller Vokalmusik. In Berga und Umgebung liebt man den Chorgesang und deshalb ließen sich die etwa 90 Zuhörer auch nicht von den bitterkalten Temperaturen abschrecken. Manch einer kam so vorsorglich mit Wolldecke ins gut zweistündige Konzert und war damit ausgezeichnet beraten. Gefallen hat den Zuhörern hier vor allem die professionelle Vortragsweise des siebenköpfigen Tournee-Ensembles sowohl bei den russischen Volksweisen, als auch in der Sakralmusik.
Da waren im ersten Teil des Abends so beliebte Werke wie "Ich bete an die Macht der Liebe" oder die "Abendglocken" zu hören. Auch im vom Chorleiter der Gesundheit des Bergaer Publikums gewidmeten Lied "Alle Jahre wieder" gingen die Zuhörer mit. Im schwungvolleren zweiten Teil des Konzertabends wechselten volle Bässe und brillanter Diskant einander ab, so etwa im "Marsch der Kosaken vom Don" und dem Lobgesang auf die Naturschönheit des Baikalsees. Rhythmisch klatschten die Bergaer in den Bankreihen zu "Katjuscha" und "Marusja". Ihre Zugaberufe bescherte ihnen dann noch "Kalinka" für den Nachhauseweg.


11. März 2010 /OTZ

Fraureuther Porzellan kommt nach Greiz

Figürliches Porzellan aus dem Bestand der Fraureuther Manufaktur ist bald in Greiz zu bestaunen.
Figürliches Porzellan aus
dem Bestand der Fraureuther
Manufaktur ist bald in
Greiz zu bestaunen.
Foto: OTZ

Schau eröffnet am 18. April im Museum im Unteren Schloss

Greiz (OTZ).

"Porzellan aus Fraureuth - Das weiße Gold der Reußen" ist eine Sonderausstellung im Museum im Unteren Schloss überschrieben, die am 18. April um 11 Uhr eröffnet wird. Zu sehen ist die Schau bis 26. September. Fraureuth wurde durch die Vögte von Weida im 13. Jahrhundert gegründet. Bis 1918 gehörte Fraureuth zum souveränen Fürstentum Reuß ältere Linie mit der Haupt- und Residenzstadt Greiz. 1920 wurde der Ort mit dem Anschluss des Volksstaates Reuss an das Land Thüringen Bestandteil desselben. Durch die 1952 per Gesetz beschlossene faktische Auflösung der Länder auf dem Gebiet der damaligen DDR war der Ort von da an dem neugeschaffenen Bezirk Karl-Marx-Stadt zugeschlagen.
Erst in einem Volksentscheid im Jahre 1990 sprach sich die Mehrheit der stimmberechtigten Fraureuther Einwohner für einen Verbleib im wiedergegründeten Freistaat Sachsen aus. Dies führte seitdem zu naheliegenden Irritationen. Die Porzellanmanufaktur Fraureuth wurde bei den thüringischen Manufakturen vergessen, weil das Territorium zu Sachsen gehört, und für Sachsen vergessen, weil die Blütezeit der Manufaktur zeitlich dem Fürstentum Reuß älterer Linie bzw. Thüringen zugeordnet wird. Trotzdem bildet Porzellan aus Fraureuth bei Kunstfreunden und Museen über ehemalige und bestehende Landesgrenzen hinweg ein begehrtes Sammlungsgebiet.
1865 kam es zur Gründung der Manufaktur durch Georg Bruno Foedisch und Arved von Römer. Konzentrierte man sich in den Anfangsjahren auf die Fertigung von Gebrauchsgeschirr, so führte der einsetzende wirtschaftliche Erfolg zu einer Erweiterung der Produktionspalette. Hinzu kamen gehobene Porzellane - teilweise nach Meißner Art. Eine gute Geschäftsführung und die Gewinnung von namhaften Modelleuren verhalfen der Fraureuther Porzellanfabrik zu einem exzellenten Ruf. Sogar auf dem amerikanischen Kontinent schätzte man Fraureuther Erzeugnisse. Nach der Jahrhundertwende erwarb das Fraureuther Unternehmen die Fabrikationsstätten in Lichte und Wallendorf. In Dresden wurde eine Kunstabteilung gegründet.
Figürliches Porzellan von hohem ästhetischem Anspruch bereicherte die Angebotspalette und hob das Ansehen der Fraureuther Porzellanfabrik. Namen wie Carl Nacke, M. Hermann Fritz, Carl Lorenz und Hans Haders stehen für Entwürfe von hoher künstlerischer Qualität.
Obwohl selbst nach dem 1. Weltkrieg die Nachfrage an Fraureuther Porzellan nichts zu wünschen übrig ließ, zeichnete sich nach unausgereiften Modernisierungen, Fehlspekulationen und der schlechten wirtschaftspolitischen Entwicklungen der Niedergang des Unternehmens ab. 1926 wurde Konkurs angemeldet.
Mit der Sonderausstellung soll nun die Bedeutung der Fraureuther Porzellanfabrik in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt werden. Die Vielzahl der Ausstellungsstücke illustriert die breitgefächerte Produktpalette und die hohe Qualität des Fraureuther Porzellans.
Die Präsentation im Unteren Schloss vereinigt Exponate aus dem Sammlungsbestand der Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz sowie Leihgaben aus anderen Museen und von privaten Sammlern.


11. März 2010 /OTZ

Beste Knobler kommen aus Weida

Die Köpfe rauchen zur 13. Kreismathematikolympiade des Landkreises in der Greizer Lessingschule. Die erfolgreichste Schule konnte den Pokal (rechts vorne) mit nach Hause nehmen.
Die Köpfe rauchen zur 13. Kreismathematikolympiade des Land-
kreises in der Greizer Lessingschule. Die erfolgreichste Schule
konnte den Pokal (rechts vorne) mit nach Hause nehmen.
Foto: OTZ/Susann Grunert

75 Schüler aus 14 Regelschulen bei der Mathematikolympiade des Landkreises Greiz

Von Susann Grunert Greiz (OTZ).

Für die zwar noch nicht wärmende, aber dafür umso freundlicher strahlende Frühlingssonne hatten die 75 Teilnehmer der gestrigen 13. Mathematikolympiade des Landkreises Greiz keinen Blick übrig. Insgesamt 14 Regelschulen hatten Schüler zum mathematischen Kräftemessen in die Greizer Lessingschule geschickt. Mit Taschenrechner und Geodreieck traten die jeweils Besten aus den Klassenstufen fünf bis zehn zum Vergleich an.
In drei Stunden am Vormittag galt es, möglichst viele Aufgaben aus den Bereichen Arithmetik, Geometrie und Logik zu knacken. "Über 90 Prozent der Lösungen stimmten", freute sich Hansjörg Fischbach, 2. Beigeordneter der Landrätin, zur Preisvergabe am Nachmittag über die hervorragenden Ergebnisse.
Er hob den Vergleich, der nun schon im 13. Jahr durchgeführt wurde, als gute Chance zur Talenteförderung für Schüler hervor. Zudem sei das Abschneiden auch Erfahrungsbericht und Bestätigung für den Matheunterricht der Lehrer.
Gabriele Hempel, Fachberaterin für Mathematik, die sich für die Organisation des Vergleichs verantwortlich zeigte, gab zu, dass auch die Pädagogen an manchem Ergebnis knabberten. "Bei einigen Aufgaben sind auch wir Lehrer ganz schön ins Schwitzen gekommen", so der ehrliche Kommentar Hempels. Besonders die Aufgaben der achten Klassen wären knifflig gewesen. "Ging schon" und "lösbar" lautete dagegen das Schülerurteil zum Schwierigkeitsgrad.


Bei einigen Aufgaben sind auch wir Lehrer ganz schön ins Schwitzen gekommen.

Gabriele Hempel, Fachberatin für Mathematik an der Lessingschule


Die höchste Punktzahl insgesamt erreichte die Siebtklässlerin Sandy Rebenak aus der Max-Greil-Regelschule Weida. Die Schüler aus der Osterburgstadt konnten auch mit insgesamt zwei ersten sowie einem dritten Platz den Pokal für die erfolgreichste Regelschule mit nach Hause nehmen. Auch die Regelschulen aus Zeulenroda, Münchenbernsdorf und Berga konnten Sieger stellen. Weitere Teilnehmer kamen aus Triebes, Ronneburg, Reudnitz und natürlich der Lessingschule Greiz selber.
Ob die Sieger der Klassenstufen 5 bis 9/10 auch zum Landesvergleich nach Erfurt reisen können, konnte gestern noch nicht ermittelt werden. "Eine Mathematikolympiade findet zeitgleich auch in Altenburg und Gera statt", erklärte Gabriele Hempel. Da alle drei Schulbezirke zum Schulamt Gera-Schmölln gehören, muss erst deren Auswertung abgewartet werden, um dann im April die Landeshauptstadt-Teilnehmer küren zu können.

Ergebnisse Matheolympiade


Sandy Rebenak aus Weida konnte
die höchste Punktzahl erreichen.
Klasse 5
1. Alexius Enke (RS Zeulenroda)
2. Lukas Malz (RS Ronneburg)
3. Klaus Weiser (RS Triebes)
Klasse 6
1. Florian Barth (RS Münchenbems dorf)
2. Tom Saupe (RS Ronneburg)
3. Julie Pelz (Zeulenroda)
Klasse 7
1. Sandy Rebenak (RS Weida)
2. Markus Wahl (RS Greiz)
3. Vanessa Winkler (RS Berga)
Klasse 8
1. Alexej Ismailov (RS Weida)
2. Karl Leibl (RS Reudnitz)
3. Dustin Hochmuth-Risch (RS Weida)
Klasse 9/10
1. Markus Sperlich (RS Berga)
2. Robert Lindner (RS Triebes)
3. Uwe Sommer (RS Greiz)
Beste Schule
1. Max-Greil-Regelschule Weida
2. Friedrich-Schiller-Regelschule Ronneburg
2. Friedrich-Solle-Regelschule Zeulenroda


11. März 2010 /OTZ

Haushalt wird einstimmig beschlossen

Ratssitzung im Vogtländischen Oberland

Von Ute Flamich Pöllwitz (OTZ).

"Der Haushalt des Vogtländischen Oberlandes ist rund. Alle Kriterien, die erfüllt sein müssen, sind es auch", sagte gestern Kämmerer Dieter Neumann. In der Gemeinderatssitzung des Vogtländischen Oberlandes am Dienstagabend sind sowohl der Haushaltsplan für 2010, als auch der Finanzplan 2011 bis 2013 einstimmig beschlossen worden. "Der Haushalt 2010 ist im Verwaltungshaushalt mit 2 863 700 Euro und im Vermögenshaushalt mit 412 800 Euro ausgeglichen", sagte Dieter Neumann. Die Hebesätze der Gemeinde bleiben konstant mit: Grundsteuer A (200 Prozent), Grundsteuer B (300 Prozent) und Gewerbesteuer (310 Prozent). Für das Jahr 2010 sei eine Kreditaufnahme nicht vorgesehen, sagte der Kämmerer. Bestehende Kredite werden weiter abgebaut: Die Verschuldung pro Einwohner sinkt von 220,27 Euro pro Einwohner per 1. Januar 2010 auf 198,25 Euro pro Einwohner per 31. Dezember 2010 auf der Basis der Einwohner per 31. Dezember 2008. "Das entspricht einer Restschuld von 598 300 Euro", sagte Dieter Neumann.
Sachbearbeiter für Bauwesen in der Verwaltung der Gemeinde Vogtländisches Oberland, Jürgen Ritter, informierte über Investitionen, die über das Konjunkturpaket II finanziert werden können. Elf Projekte seien es insgesamt. Im Bereich Bildung werden unter anderem in den Kindertagesstätten Bernsgrün und Hohndorf energetische Maßnahmen ergriffen. Hier soll der Brandschutz verbessert und eine Solaranlage installiert werden. Im Bereich Infrastruktur sollen das Sportlerheim Pöllwitz und die Sportanlagen Cossengrün und Hohndorf unterstützt werden. "In Cossengrün müssen zum Beispiel die Umkleidekabinen und die sanitären Anlagen erneuert werden", sagte Jürgen Ritter. "Was die Konjunkturpakete betrifft, liegen wir im Plan. Die Vorhaben sind zu fast 80 Prozent abgesichert."
Nicht im Konjunkturpaket, aber im Haushalt eingeplant, sind für dieses Jahr 60 000 Euro für den Dauerbrenner: die Reparaturen der 60 Kilometer langen gemeindeeigenen Straßen.
Weitere Schwerpunkte der Investitionen sind unter anderem: Wohnungsbau (61 000 Euro), Straßenbau 2011 bis 2013 (100 000 Euro), Freiwillige Feuerwehr (33 000 Euro) und Bauhof (18 000 Euro).


11. März 2010 /OTZ

Konjunktur für Panzerschränke

Liebhaberstück: Tresor von Carl Kästner Leipzig.
Liebhaberstück: Tresor von
Carl Kästner Leipzig.

Gefa Tresortechnik GmbH liefert Sicherheit

Hohenölsen (OTZ/KW).

Firmen-Werbung sucht man auf den Transportern der Gefa Tresortechnik vergebens, denn nichts soll auf deren besondere Fracht hinweisen. Wenn das Unternehmen aus Hohenölsen bei Kunden vorfährt, könnte auch ein Möbelstück geliefert werden. Diskretion gehört zum Geschäft, kein Nachbar soll wissen, wenn sich jemand einen Geldschrank zulegt. "Wir sind häufiger unterwegs, als mancher denkt", lacht Firmeninhaber Gerhard Gora, der im Jahr bis zu 10 000 Tresore aufstellt.
Der Klingelton auf seinem Handy spielt stilecht die Erkennungsmelodie der Egon Olsen Bande. "Im Westen kennt die ohnehin keiner", schmunzelt der ehemalige Wismut-Brigadier, der nach der Wende einen Vertreter einer Nürnberger Sicherheitstechnikfirma kennenlernte und so zu den Panzerschränken kam. Fünf Jahre später machte er sich selbstständig. Das Unternehmen gründete er in Zwickau, 2004 zog Gora in seinen Heimatort Hohenölsen um. Die Firma beschäftigt derzeit zehn Mitarbeiter, die Verkauf, Aufbau, Schlüsselnotdienst und Entsorgung der tonnenschweren Konstruktionen aus Stahl, Beton und Pottasche übernehmen. Vertrieben werden vor allem Entwicklungen des Tresorbauers Erztech Grünhain, wo Gora Mitgesellschafter ist. Aus einer Preisspanne von 50 bis 80 000 Euro kann wählen, wer Laptop, Geld, Wertpapiere oder Schmuck verschließen will. Kunden gebe es europaweit, vereinzelt in Kanada und den USA.
Das Geschäft ist Schwankungen unterlegen. Rechtsverordnungen wirken sich genauso aus wie die Stimmungslage der Bürger. Die nach den Amokläufen wiederholt verschärften Waffengesetze haben so zu Nachfragehochs bei Waffenschränken geführt. Derzeit bedient die Branche ein anderes Sicherheitsbedürfnis: Angesichts eines immer besser organisierten Informationsflusses zwischen Banken, Steuerbehörden und staatlichen Förderstellen hortet mancher sein Bares wieder unterm Kopfkissen, besser: im eigenen Tresor.
Elektronische Zahlenschlösser sind längst Standard. Alte Tresore finden dennoch Liebhaber. So hat Gora im Lager antike Stücke stehen wie von der Carl Kästner AG Leipzig. Auch ein Exemplar der Vogtländischen Geldschrankfabrik Paul Vogel Plauen wartet auf die Restaurierung.


11. März 2010 /OTZ

Glauben an das Gute nicht verloren

Pfarrer Hosea Heckert
Pfarrer Hosea Heckert

Pfarrer Hosea Heckert über die Arbeit als Gefängnisseelsorger, Schuld und Vergebung

Von Kristin Kulow Pöllwitz (OTZ).

"Der Gottesdienst mit den Menschen im Gefängnis ist ganz anders als draußen", weiß Pfarrer Hosea Heckert. Seit zwei Jahren ist er Gefängnisseelsorger, arbeitet mit Gefangenen ab 25 in der Jugendstrafanstalt Ichtershausen sowie in Gera und Hohenleuben.
Dienstagabend war er Gast in der Pöllwitzer Gemeinde, um mit Konfirmanden und Gemeindemitgliedern über seine Arbeit zu sprechen und über Schuld und Vergebung zu diskutieren. Der Pfarrer hat die Erfahrung gemacht, dass ein Großteil der Einsitzenden nicht gläubig ist. Dennoch sind seine Gottesdienste immer gut besucht. "In der JVA Gera gibt es sogar eine Nachrückerliste, da nur 15 Leute gleichzeitig in den Raum dürfen", erzählt er.
Neben den Gottesdiensten bietet er auch Einzelseelsorgen, Bibelstunden und Filmnachmittage mit anschließenden Diskussionsrunden an. "Hier bringe ich ab und zu Kaffee und Kuchen mit, zu Weihnachten auch einmal Lebkuchen", erzählt Heckert. "Allerdings ist das nicht in regelmäßigen Abständen, damit die Gefangenen nicht deswegen zu mir kommen." Außerdem habe er die feste Regel, weder Kaffee noch Tabak zu verteilen.
"Zur Seelsorge bin ich im Normalfall allein mit den Inhaftierten im Haftraum oder in einem speziellen Sprechzimmer", berichtet der Pfarrer. Bei schweren Verbrechen ist es möglich, dass ein Wärter in Rufnähe bleibt - das seelsorgerische Gespräch bleibt trotzdem unter vier Augen. "Diese Gespräche sind für mich immer eine Gratwanderung: Auf der einen Seite sollte man dünnhäutig bleiben, auf der anderen sich aber nicht ausnutzen lassen." Das schwerste sei die Ohnmacht, die man teilweise mit den Gefangenen aushalte müsse. Allerdings sei es eine sehr vielfältige Arbeit, bei der Heckert nicht nur das Elend der Menschen mitbekommt, sondern auch die enorme positive Kraft, die er gemeinsam mit den anderen Betreuenden im Gefängnis zu mobilisieren helfen kann.
"Manchmal hilft dabei nur eine Konfrontation mit dem, was ich in dem Gefangenen sehe", weiß Heckert. Dabei zeigen sie durchaus auch Reue für ihre Taten, lassen sich von außen helfen und denken auch ganz neu darüber nach, ob es nicht doch einen Gott geben könnte. "Eine Entschuldigung bei den Opfern ist nicht in jedem Fall angebracht, in Fällen wie Mord oder Vergewaltigung wird den Tätern von ihren Anwälten sogar davon abgeraten", beantwortet Heckert eine Frage seiner Zuhörer.
Die Konfirmanden und Gemeindemitglieder lauschten gespannt den Ausführungen des Pfarrers, erfuhren einiges über die Tagesabläufe in einer Justizvollzugsanstalt und konnten dem Seelsorger Fragen stellen. Auch das Thema Schuld und Vergebung wurde diskutiert. "Bei vielen Strafgefangenen sind die Lebensläufe ganz ähnlich. Es läuft oft darauf hinaus, dass ihnen als Kind Liebe gefehlt hat", hat Heckert in Erfahrung gebracht.
Dabei weiß er aber auch, dass zirka 75 Prozent der Jugendlichen, die einmal aktenkundig straffällig geworden sind, wieder rückfällig werden. "Doch das Gefängnis macht die Leute nicht nur schlecht, manch einer lernt hier etwas für sein Leben, was er draußen wohl nicht gelernt hätte", gibt der Pfarrer außerdem zu bedenken. "Jemanden zu ändern ist nicht immer einfach, aber ich habe den Glauben an das Gute noch nicht verloren, denn Gott hat es fest in den Menschen eingepflanzt", so Heckert.


11. März 2010 /OTZ

Beliebter Kulturstandort

Die Plauener Blues-Altvoderen von Lightstone spielen zur Geburtstagsparty im Malzhaus Plauen.
Die Plauener Blues-Altvoderen von
Lightstone spielen zur Geburtstags-
party im Malzhaus Plauen.
Foto: R. Barwinksy

Malzhaus Plauen feiert groß Geburtstag - 2000 Konzerte mit über einer Million Gästen

Von Roland Barwinsky Plauen (OTZ).

Auf mittlerweile 20 Jahre kann das Malzhaus in Plauen zurückblicken. Am Sonnabend, 20. März, ab 20 Uhr, beginnt in der Malzhaus-Galerie Plauen die ultimative Geburtstagsshow anlässlich des 20. Jahrestages der Wiedereröffnung der Kultureinrichtung. Fortgesetzt wird die Mega-Party ab 23 Uhr im dortigen Kellergewölbe. Die Schar der Gratulanten ist groß. Bobo in White Wooden Houses, Danny Dzuik, Jens Bühring, Dirk Zöllner, Duo Sonnenschirm, Jörg "Ko" Kokott, Matthias Freihof, Lüül, Matthias "Kies" Kießling, Landluper und Lightstone haben ihr Kommen zur Jubiläumsfeier bereits zugesagt.
Das Malzhaus Plauen wurde am 31. März 1990 nach seiner erzwungenen Schließung im Sommer 1982 neu eröffnet.
Zufall oder Absicht? Jedenfalls trat mit Freygang damals eine Band auf, die zu Zeiten der DDR mindestens genauso unbequem war, wie die alten Malzhäusler. Und alles funktionierte aufgrund vorhandener Improvisationstalente bei den damals Beteiligten ganz gut. Was folgte, war eine strapaziöse und zugleich auch richtungsweisende Eröffnungswoche. Denn die schon seinerzeit gesetzten Impulse schlugen sich auch danach bei der Gestaltung des Programms nieder.
Heutzutage zählt das Malzhaus Plauen zu einem der profiliertesten Kulturstandorten in der Region. Allein zu den bislang dort über die Bühne gehenden knapp 2000 Konzerten strömten über eine Million Gäste. Neben Livemusik im Kleinkunstformat bietet das Haus kontinuierlich auch Kabarett, Ausstellungen, Kunstbetrachtungen, Kino und Vorträge an.


11. März 2010 /OTZ

Schlüsselanhänger und Buch zum Fest

Schlüsselanhänger mit dem Elsterberger Stadtwappen.
Schlüsselanhänger mit dem Elsterberger
Stadtwappen.
Foto: J. Stefaniak

Ruinen- und Heimatfest wird vorbereitet

Elsterberg (OTZ/j. st.).

Vom 28. bis 30. August findet das 29. Ruinen- und Heimatfest unter dem Motto „20 Jahre Wiedervereinigung" statt.
Bis zum Termin ist zwar noch etwas hin, aber die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren. Souvenirs werden erstelltso zum Beispiel Schlüsselanhänger mit dem Stadtwappen. In den Geschäften von Anke Krahn (Karl- Marx-Straße)und Wolfgang Krumm (am Markt) sowie in der Stadtkasse sind sie erhältlich.
Außerdem plant die Stadt die Herausgabe eines Buches. „Es ist die Fortsetzung der von Paul Reinhard Beierlein begonnen Stadtchronik", blickt Hauptamtsleiterin Ute Trommer voraus. Derzeit geschieht unter ihrer Regie die Umarbeitung der Schreibmaschinentextversion in einer zur Computerbearbeitung fähigen Version Inhalt dieses Bu ches wird das vom ehemaligen Lehrer Dieter Scheffel erstellte Werk „Die Stadt Elsterberg und die Deutsche Geschichte von 1871 bis 1945" sein. Am letzten Augustwochenende sind die Burgruine und der Marktplatz die Festorte. Die Schlosswiese bleibt diesmal dabei außen vor. Ein buntes, von heimatlichen Melodien geprägtes Nachmittagspro- gramm soll es am Sonnabend auf der Bühne geben und am Sonntag eines mit Olaf Berger und Mega Herz. Musik zum Tanz bietet einmal die Elsterberger Diskothek „Top Mix 24", aber auch die „Prinzenberger" aus Adorf am Sonnabendabend und die Lachtaler aus der Gastgeberstadt schließlich am Sonntagabend werden dies tun. Am Sonntag gibt es den großen Festumzug mit historischem Teil durchs Stadtgebiet. Mit einem Feuerwerk endet das Fest am Sonntag.


11. März 2010 /OTZ

Vogtländer Architekten erneut ausgezeichnet

Jury ermittelte zehn Preisträger

Reichenbach (OTZ/AGM).

Christian Knoche und Ronny Neumann haben gut Lachen. Der Professor an der Fakultät Architektur in Reichenbach und der Plauener freie Architekt erhielten nach 2004 und 2007 zum dritten Mal einen Architekturpreis des Bundes Deutscher Architekten (BDA) in Sachsen.
In diesem Jahr wurde die Arbeitsgemeinschaft Knoche/ Neumann gemeinsam mit dem Bauherrn, dem Freistaat, vertreten durch das Sächsische Immobilien-und Baumanagement, Niederlassung Chemnitz, für den Bau des Trainingszentrums der Polizeidirektion Chemnitz geehrt.
Zum bereits siebenten Mal hatte der Bund Deutscher Architekten den Architekturpreis für bemerkenswerte Leistungen auf dem Gebiet der Architektur und des Städtebaus in Sachsen ausgelobt. Aus 63 Vorschlägen kürte eine fünfköpfige Jury — bestehend aus Finanzminister Georg Unland, Prof. Florian Nagler, Prof. Michael Schumacher, dem Landesvorsitzenden des BDA, Ronald Wanderer, und Gerhard Matzig — die Arbeiten in zwei Kategorien. „Wir haben viel diskutiert und leidenschaftlich gestritten", so Wanderer resümierend. Zehn Preisträger wurden so ermittelt. Insgesamt sieben Anerkennungen und drei gleichrangige Architekturpreise in Form von Ehrenplakette und Ehrenurkunde wurden an Bauherren und Architekten übergeben. Zu den ausgezeichneten Objekten gehören auch die Giraffen- und Zebraanlage des Zoologischen Gartens Dresden und das Museum Gunzenhauser in Chemnitz. Dass die Aus- zeichnungsvernstaltung in der Reichenbacher Fakultät durchgeführt wurde, sei auch eine „Anerkennung für die hiesigen Architekten und für die Arbeit der Westsächsischen Hochschule", unterstrich BDA- Landeschef Ronald Wanderer in seinem Grußwort.
Alle Sieger des diesjährigen Architekturpreises qualifizierten sich für die Teilnahme am bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Große Nike", der im Mai in Essen stattfindet.


11. März 2010 /OTZ

Höher, schneller, weiter

Während die Sprinter beim Hindernislauf alles gaben, beobachteten die spielfreien Kinder das Geschehen in derGreizer Lessingturnhalle von der Tribüne aus.
Während die Sprinter beim Hindernislauf alles gaben, beobach-
teten die spielfreien Kinder das Geschehen in der Greizer
Lessingturnhalle von der Tribüne aus.
Foto: Marcel Hilbert

Leichathletik, Kreisfinale der Grundschulen in der Greizer Lessingturnhalle

Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).

Kräftig war es, das "Sport frei!", mit dem gestern das Grundschulsportfest in der Greizer Lessingturnhalle eröffnet wurde. Schließlich entsprang es aus über 180 Grundschülerkehlen. So viele junge Sportlerinnen und Sportler traten an, um in drei Disziplinen in Einzel- und Mehrkampfwertung das Siegertreppchen zu erklimmen. Zehn Schulen des Landkreises schickten ihre Besten ins Rennen, darunter die Greizer Einrichtungen aus Irchwitz, Pohlitz, sowie die Goethe- und die Lessinggrundschule. Hinzu kamen Gäste aus Berga, Zeulenroda, Auma, Hohenölsen, Kraftsdorf und Liebsdorf.
Nach der Begrüßung der Schüler durch die Zeulenrodaer Schulsportkoordinatorin Ute Spreda erfolgte die Einteilung in so genannten Wettkampfriegen: Jede Riege nach Geschlecht und Jahrgang unterteilt. Gemeinsam mit den Riegenleitern ging es dann an die Stationen. Drei Sportarten standen auf dem Programm, allesamt "leichathletische Grundübungen", wie Spreda erklärt.
Stellvertretend für die Sprungdisziplinen hieß es beim Dreierhopp, möglichst große Weiten zu erzielen. Die Wurfsportarten wurden hallentauglich durch den Federballweitwurf repräsentiert. Absoluter Renner bei den jungen Sportlern war aber die Laufdisziplin Hindernissprint. Schon bevor die Wettkämpfe starteten, versuchten sich die Schüler im Sprint durch den Schaumstoffparcours. Während die Ausscheide noch liefen, wurden bereits erste

Siegerehrungen durchgeführt. Bevor zum Ende die Mehrkampfsieger, also die besten aller drei Disziplinen, gekürt wurden, hieß es für sechs Schüler jeder Grundschule in einem Staffelwettbewerb noch einmal, alles zu geben. Getragen wurden sie von den Anfeuerungen der übrigen Schüler, die dem Rennen von der Tribüne folgten.
Von dieser Euphorie der Grundschüler war auch Ralf Peter vom LV Einheit Greiz begeistert. Gemeinsam mit einigen seiner Vereinskollegen unterstützt er seit Jahren die Veranstaltung als Kampfrichter. "Man sieht, dass es im Landkreis Leichtathletik-Potential gibt", meint der Athlet zum Abschluss schmunzelnd.
Sieger Mehrkampf, Jahrgang 1999, weiblich: Luisa Schaarschmidt (GS Irchwitz); männlich: James Kevin Nahr (Lessing-Grundschule). Jahrgang 2000, weiblich: Sophie Barczyschyn (GS Auma); männlich: Tobias Baldrich (GS Irchwitz). Jahrgang 2001, weiblich: Caroline Schneider (GS Kraftsdorf); männlich: Moritz Belke (GS Berga). Jahrgang 2002, weiblich: Olivia Rosimska (GS Kraftsdorf); männlich: Kilian Luca Schinnerling (Lessing-Grundschule).

Staffelwettbewerb:

1. Grundschule Liebsdorf
2. Grundschule Greiz-Irchwitz
3. Lessing-Grundschule Greiz
4. Goethe-Grundschule Greiz
5. Grundschule Auma
6. Grundschule Kraftsdorf
7. Grundschule Berga
8. GS Reimann Zeulenroda
9. Grundschule Hohenölsen
10. Grunschule Greiz-Pohlitz


11. März 2010 /OTZ

Waltersdorf nach zweitem Sieg in Folge auf Rang drei

Thomas Böhm
Thomas Böhm

Kegeln, 1. Landesklasse
KSV 90 Langenorla - TSV 1890 Waltersdorf 2536:2545 Langenorla

(OTZ/H. Löffler).

Durch zwei Siege in den vergangenen beiden Meisterschaftspartien - daheim gegen Bad Köstritz und auswärts in Langenorla - hat der TSV 1890 drei Plätze in der Tabelle gut gemacht und rangiert derzeit auf dem bronzenen Rang.
Das Spiel beim Tabellenletzten, der bereits im Vorfeld nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt hatte, nahmen die Gäste jedoch ernst. Konzentriert von der ersten Kugel an, nahmen die Waltersdorfer den angebotenen Kampf an und erarbeiteten sich Holz für Holz einen relativ beruhigenden Vorsprung von 57 Kegeln bei Halbzeit des Vergleiches. Dachte man. Denn vor dem jeweils letztem Starter beider Mannschaften blieben davon gerade mal noch zehn Stück für den TSV 1890 übrig.
Dass die Bahn nicht nur sportlich ihre Tücken hatte, machte sich in dem mitunter langwierigen Aufstellvorgang bemerkbar, der alle Aktiven belastete und den Wettkampf ohne das übliche Auswertungsprozedere allein schon fünf Stunden dauern ließ.
Die Partie musste, wie bereits erwähnt, im letzten Duell entschieden werden. Nach den ersten 25 Wurf ins volle Bild und beim letzten Bahnwechsel nach 50 Wurf herrschte Gleichstand zwischen beiden Teams. Der Finalstarter auf Waltersdorfer Seite war jedoch die Ruhe in Person und hatte seinen Gegenspieler stets im Griff. Der TSV 1890 Waltersdorf kann nun bei noch zu absolvierenden vier Begegnungen sogar aus eigener Kraft noch Vize-Staffelmeister werden.
Spielstatistik: Langenorla - TSV 1890 Waltersdorf: 1721:1750 Volle, 815:795 Abräumer, 20:27 Fehlwürfe.

Einzelergebnisse und Spielverlauf, Langenorla zuerst: André Jahn 432/150 Abräumer - Thomas Böhm 435/305 Volle. Rico Pitzing 413 - Sven Pieper 425/301 Volle. Mathias Hochstein 382 - Harald Löffler 424/151 Abräumer. Nico Ratajzak 429 - Heiko Weide 424. Silvio Höfer 451/159 Abräumer - Nico Hänse 407. Tobias Büttner 429 - Heiko Böhm 428/304 Volle.


11. März 2010 /OTZ

Greizer Jugend ist Landesmeister

Ringen, Nachwuchs, Thüringer Mannschaftsmeisterschaft der Schüler

Emleben (OTZ/Rudi Stöhr).

Am Sonnabend war der SV "Frisch Auf" Emleben Ausrichter der vom Thüringer Ringer-Verband veranstalteten Mannschaftsmeisterschaft der Schüler. Startberechtigt waren junge Ringer der Geburtsjahrgänge 1996 bis 2000. Im Bürgerhaus Emleben gingen drei Mannschaften, zwei weniger als im Vorjahr, auf die Matten. Sie kamen vom RSV Rotation Greiz, dem AV Jugendkraft/Concordia Zella-Mehlis und dem TuS Jena. Gerungen wurde im Wechsel der Stilarten Griechisch-Römisch (GR) und Freier Ringkampf (FR), jeder Kampf begann in der 31 kg-Klasse. Eine Mannschaft bestand aus zehn Ringern, von denen sieben antreten mussten.
Der Greizer Nachwuchs wurde von Vereinsjugendtrainer Andreas Mattern gecoacht, unterstützt wurde er von Jugendbetreuer Siegfried Lippke. Nach klaren Siegen über Jena (39:0) und Zella-Mehlis (25:13) wurden die Greizer Landesmeister. Vize wurde Zella-Mehlis nach dem 31:7-Sieg über Jena. Alle zum Einsatz gekommenen Ringer waren Medaillengewinner bei den diesjährigen Landesmeisterschaften. Von 17 ausgetragenen Kämpfen wurden 13 gewonnen, neun auf Schulter, einer wegen technischer Überlegenheit und drei nach Punkten.
Zur Mannschaft gehörte noch Michel Jelen, Doppel-Vize der B-Jugend, auch wenn er nicht zum Einsatz kam. Logisch, dass sich Mattern mit den gezeigten Leistungen seiner Schützlinge sehr zufrieden zeigte. Sein Dank gilt den Vatis von John Urban und Dustin Nürnberger, die kurzfristig als Fahrer einsprangen.

Ergebnisse des RSV-Nachwuchs: Dustin Nürnberger (31 kg GR): Doppel-Meister C-Jugend - eine Punktniederlage (PN), ein Schultersieg (SS); John Urban (34 kg FR): Meister FR, Vize GR, beides B-Jugend - eine PN; Leon Jäschke (34 kg FR): Bronze GR B-Jugend - ein SS; Ron Watzek (38 kg GR): Meister FR, Vize GR, beides C-Jugend - ein Sieg wegen technischer Überlegenheit, ein PS; Jannik Weikert (42 kg FR): Doppel-Vize C-Jugend - eine PN, ein SS; Josua Greschok (42 kg GR): Meister GR, Vize FR, C-Jugend - zwei SS; Florian Sieg (46 kg FR): Doppel-Meister B-Jugend - ein PS, ein SS; Toni Krassow (46 kg GR): Vize FR, Bronze GR, B-Jugend - ein SS, ein PS; Viktor Deker (55 kg GR): Bronze GR C-Jugend - ein kampflos; Dennis Nürnberger (60 kg GR): Doppel-Meister B-Jugend - ein SS, einmal kampflos; Vladimir Deker (76 kg FR): Bronze FR B-Jugend - eine SN, einmal kampflos.


11. März 2010 /OTZ

Kurz notiert:

86-Jähriger mit Kopfverletzung

Greiz (OTZ).

Ein 86-Jähriger wurde am Dienstag gegen 14.45 Uhr in der Plauenschen Straße verletzt aufgefunden. Vermutlich war er auf dem vereisten Gehweg gestürzt, hatte sich am Kopf verletzt und war auf der Fahrbahn zu Fall gekommen. Der Mann wurde zur weiteren Behandlung in die Notaufnahme nach Jena gebracht.
Personen, welche sachdienliche Angaben zum Hergang des Unfalls machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Greiz unter Telefonnummer (03661) 62 10 zu melden.
Einem Teil unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma Möbel Rieger GmbH bei.


Karikatur des Tages

Benjamin bleibt Genjamin
Benjamin bleibt Genjamin
Zeichnung: OTZ/Bruns


OTZ sucht Frühlingsboten

Unserem Aufruf, erste Frühlingsboten im Bild festzuhalten, ist unser Leser Wolfgang Mecir gleich gefolgt. Er hat vor ein paar Tagen die Blüten der Zaubernuss (Hamamelis mollis) in der Greizer Goethestraße aufgenommen. Wer noch entdeckt hat, wo der Frühling steckt, der sollte uns ein Bild davon schicken an: Ostthüringer Zeitung Greiz, Burgplatz 10, 07973 Greiz, oder per E-Mail an foto-gr@otz.de. Einsendeschluss ist der 20. März.
Foto: Wolfgang Mecir

Unserem Aufruf, erste Frühlingsboten im Bild festzuhalten, ist unser Leser Wolfgang Mecir gleich gefolgt. Er hat vor ein paar Tagen die Blüten der Zaubernuss (Hamamelis mollis) in der Greizer Goethestraße aufgenommen. Wer noch entdeckt hat, wo der Frühling steckt, der sollte uns ein Bild davon schicken an: Ostthüringer Zeitung Greiz, Burgplatz 10, 07973 Greiz, oder per E-Mail an foto-gr@otz.de. Einsendeschluss ist der 20. März.


„Glanzlichter 2010”

Am 31. Juli bei „Glanzlichter 2010 wird die Band „Invisible Touch an der Göltzschtalbrücke mit Hits von Genesis und Phil Collins für Unterhaltung sorgen. Die Laser Event Company plant zudem eine Show aus Laser, Feuer und Projektion. Karten für die „Glanzlichter gibt es unter anderem im Pressehaus der OTZ Greiz, Burgplatz 10.
Archivfoto: Kultur Z. GmbH

Am 31. Juli bei „Glanzlichter 2010" wird die Band „Invisible Touch" an der Göltzschtalbrücke mit Hits von Genesis und Phil Collins für Unterhaltung sorgen. Die Laser Event Company plant zudem eine Show aus Laser, Feuer und Projektion. Karten für die „Glanzlichter" gibt es unter anderem im Pressehaus der OTZ Greiz, Burgplatz 10.


Fußgängerbrücke an neuem Standort geplant

Elsterberg (OTZ/j. st.).

Die während des Neubaues der August-B ebel-Brücke notwendige Fußgängerbrücke wird nun nicht in Höhe des Ärztehauses in der Plauenschen Straße errichtet, sondern etwa 150 Meter flußabwärts in Höhe der Tankstelle. „Die Brückennutzer gelangen dann von Höhe der Tankstelle aus der Rosa-Luxemburg-Straße beim Flussübertritt beim ehemaligen Wohnhaus vom Eltwerk nahe dem Stadtbauhof in die Gartenstraße", berichtete Bauhofleiter Uwe Kittelmann. Er begründete die Verlegung des Brückenstandortes so: „Der ursprünglich geplante Standort wurde für die Fußgänger zu gefährlich. Sie würden dann zu nahe am Baufeld vorbeilaufen müssen." Eigentlich sollten die Arbeiten zum Brückenneubau mit dem Verlegen eines Kabels in der Rosa-Luxemburg-Straße bereits am Dienstag beginnen. Deshalb war an dem Vormittag eine Ampel aufgebaut. Letztendlich wurden die Arbeiten aber witterungsbedingt abgebrochen und vertagt, so Kittelmann


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