08. März 2010 /OTZ

Motor für ländliche Entwicklung

Christiane Boye, Andrea Haupt, Hella Rutschmann, Gabriele Ratzer blättern gemeinsam mit Christine Schwarzbach, Geschäftsführerin des Landesverbandes und der Kreisvereins-Vorsitzenden Greiz Angelika Geilert (von links) in alten Fotoalben.
Christiane Boye, Andrea Haupt, Hella Rutschmann, Gabriele
Ratzer blättern gemeinsam mit Christine Schwarzbach, Geschäfts-
führerin des Landesverbandes und der Kreisvereins-Vorsitzenden
Greiz Angelika Geilert (von links) in alten Fotoalben.
Foto: OTZ/Juliane Maier

Kreisverein der Landfrauen Greiz feiert 15-Jähriges - Bessere Bedingungen gefordert

Von Juliane Maier Langenwetzendorf (OTZ).

"Dort, wo es Landfrauen gibt, da gibt es Leben im Dorf, da wird Gemeinschaft gepflegt", Christine Schwarzbach, die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Thüringer Landfrauen bringt auf den Punkt, wofür sich 208 Mitglieder in neun Ortsvereinen im Landkreis Greiz täglich einsetzen. Für ein geselliges Miteinander, für Aus- und Weiterbildung von Frauen, für ein aktives Leben auf dem Land, vor allem aber als Interessenvertretung für die Belange der Frauen arbeitet der Kreisverein Greiz der Thüringer Landfrauen seit nunmehr 15 Jahren. Grund genug, das nicht selbstverständliche Jubiläum am Sonnabend nachmittag in Langenwetzendorf würdig und mit zahlreichen Gästen aus Politik und Landwirtschaft zu feiern.
Was am 23. Februar 1995 mit sechs Ortvereinen und drei, durch den Kreisbauernverband Greiz/Zeulenroda eingereichten,
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) begann, hat sich zu einer festen Größe im Landkreis entwickelt.
Ob nun bei der Durchführung des fünften Thüringer Landfrauentages 1998 in Greiz, beim Thüringentag 2001 in Gera, bei der Bundesgartenschau in Gera/Ronneburg 2008 oder beim Thüringentag 2009 in Greiz - die Frauen können auf zahlreiche Höhepunkte in ihrem Vereinsleben blicken und sind weit mehr als nur die "Kuchenversorger". "Landfrauen sind der Motor ländlicher Entwicklung, ob nun bei der Arbeits-, Wohn- oder Erholungsraumgestaltung", nennt Angelika Geilert, Vorsitzende des Kreisvereins weitere Aufgaben des Verbandes.
Dass Motivation und hohes Engagement allein nicht immer ausreichen, beweisen die rückläufigen Mitgliederzahlen und der hohe Altersdurchschnitt von 68 Jahren in den Ortsvereinen. In den Jahren nach der Gründung bildeten sich zahlreiche neue Ortsvereine, die Zahl der Mitglieder lag bei 360. Politische Arbeitsmarktreformen ab 1997, die bis in den zweiten Arbeitsmarkt hineinreichten sowie demografischer Wandel machten auch vor Landfrauen nicht Halt.
Auf eigene Einnahmen kann der Kreisverein nicht verweisen, doch Geld spielt nun einmal eine entscheidende Rolle, um Leben auf dem Land in Gang zu bringen, Ausfahrten oder Vorträge zu organisieren oder auch Räume für die Frauentreffs zur Verfügung zu stellen. Deswegen lautete auch eine Forderung an die Politik, die Angelika Geilert formulierte, den ländlichen Raum als Wirtschaftsstandort zu erhalten, auszubauen und Fördergelder nicht nur in Ballungsgebiete fließen zu lassen. "Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die Bedürfnisse der älteren Generation ebenso beachtet werden, wie die der Jugend und Familien", sagte die Kreisvorsitzende. Das beinhalte sowohl Ausbildungsplätze aber auch die Förderung neuer Wohnformen für ältere Menschen. Geehrt wurden mit Heike Krahl, Sigrid Seidel, Gudrun Hauptmann und Christel Knoche auch diejenigen, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in den Ortsvereinen engagieren. "Das Bild der künftigen Landfrauen wird so sein, wie wir es gestalten. Wir sind Realisten, bereit die Probleme zu lösen", blickt Geilert optimistisch in die Zukunft.

Aktive Ortsvereine Altersdurchsch. 1995/2010 /Mitglieder Bernsgrün 57J./72 J./28 Bethenhausen 56 J./70 J./ 23 Dobia 65 J./80 J./ 16 Hain/Lunzig 50 J./ 65 J./ 13 Kauern/Taubenpreskeln 51J./66 J./ 22 Langenwetzendorf 58 J./73 J./ 28 Neugernsdorf/Tschirna 40 J./ 55 J./ 19 Vogelgesang 43J. /58 J./ 28

Kommentar

Mehr als nur Kuchen

Von Juliane Maier

Ihn gibt es immer. Egal, ob bei kleinen Dorffesten oder großen Jubiläumsveranstaltungen. Schmecken tut er auch. Schließlich ist er selbst, vor allem mit viel Liebe gebacken. Meist von älteren Frauen, die erstens die Zeit haben, und zweitens auch noch wissen, wie man Rezepte richtig zusammen mischt. Die Landfrauen gehören zweifelsohne zu denjenigen, die mit Mixer und Hefe umgehen können. Doch ist das gängige Vorurteil, dass sie eben nur das könnten, zweifelsohne falsch. Ohne Landfrauen würde in den vielen ländlich geprägten Thüringer Regionen der Bürgersteig bereits am frühen Abend hochgeklappt - keine Post, keine Gaststätte, kein Einkaufsmarkt. Gäbe es dann auch die Landfrauen nicht mehr, etwas Wertvolles würde aus den Dörfern verschwinden. So schwingt manche Frau zwar die Kuchenrolle, setzt sich aber genauso für gesunde Ernährung und die Milchversorgung an Schulen ein, ist aktive Unternehmerin, kämpft für den Erhalt der Umwelt und auch dafür, dass es Internet nicht nur in den Städten gibt. Landfrauen sind Allrounder, die im Hintergrund agieren, die aber mit mehr überzeugen als nur mit selbstgebackenem Kuchen.


08. März 2010 /OTZ

Milben-Tipps und Honigbonbons

Am Stand von Martin März (r.) vom Imkereifachgeschäft in Irchwitz.
Am Stand von Martin März
(r.) vom Imkereifachge-
schäft in Irchwitz.
Foto: OTZ/Beikirch

Rund 500 Besucher zum 8. Imkertag

Von Steffen Beikirch Naitschau (OTZ).

Friedhold Lindner von den Vogtlandwerkstätten behielt auch gestern Recht: "So lange die Bienen noch nicht fliegen, sind die Imker reiselustig." Rund 500 Besucher aus ganz Mitteldeutschland strömten zum 8. Imkertag, was nicht nur dem Gesamtverantwortlichen für den Imkereibedarf hier im Haus äußerst zufrieden stimmte. Zwei Vorträge, Kinderprogramm, Verkaufsstände und gute Verpflegung lockten an diesem sonnigen Spätwintertag Fachpublikum und Zufallsgäste an. Ronny Häßler aus Triebes beispielsweise, der auf der Heimfahrt von Greiz einfach mal stoppte und nicht schlecht staunte über die tollen Bedingungen hier. Bärbel Eisenschmidt aus Bürgel kommt jedes Jahr mit ihrem Mann nach Naitschau. "Weil es nur hier die schönen Kerzen mit den Mäusen gibt." Und man stets Neues über die Bienenhaltung erfährt. "Die Vorträge waren sehr interessant", urteilte Frau Eisenschmidt. Eine Einschätzung, die am Vormittag und am Nachmittag jeweils 200 Menschen mit ihr teilten.
Am Nachmittag ging es um den Dauerbrenner "Varroa-Milbe". Wie man die kleinen Biester auch ohne Chemie in den Griff bekommen kann, erklärte Jens Radtke vom Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf. Er empfahl den Imkern, ihre Völker aufmerksamer zu beobachten, die Befallskontrolle nicht zu vernachlässigen. Der Rand-Berliner schwört statt Medikamenteneinsatz auf eine spezielle Betriebsführung gegen den Milbenbefall. Allein durch das mehrfache Schröpfen der Völker lasse er sich um 80 Prozent reduzieren. Durch zusätzliches Ausschneiden der Drohnenbrut sogar auf bis zu 95 Prozent. Wie man ergänzend dazu eine Langzeitbehandlung mit Ameisensäure durchführt, erklärte er ebenso. "Wir sind immer auf Messers Schneide zwischen gewollter Schädigung der Milben und ungewollter Schädigung der Bienen", betonte Radtke und musste noch viele Fragen beantworten.
Dann rückte das Publikum in der Caféteria ein oder sorgte für Absatz an den Ständen. Bei Marion Siegel und Elke Dietel vom Werkstattladen der Gastgeber waren Wachsprodukte und Keramikartikel gefragt.
Bei Martin März aus Greiz-Irchwitz war dagegen "Kosmetiktag". Die Leute kauften vor allem Seifen und Cremes, aber auch Honigbonbons.


08. März 2010 /OTZ

Kabarettistischer Auftakt

Wilma alias Eva-Maria Fastenau.
Wilma alias Eva-Maria
Fastenau.
Foto: Groß

Gemeindehaus "Zur Sonne" mit Duo Fastenau-Puppe eröffnet

Naitschau (OTZ/S. Groß).

Zur Eröffnungsveranstaltung des in Naitschau neu rekonstruierten Gemeindehauses "Zur Sonne" war am vergangenen Freitagabend kein Platz mehr zu haben. Insgesamt mehr als 150 Besucher aus dem kleinen Ort Naitschau und den angrenzenden Ortschaften waren gekommen, um beim kabarettistischen Auftakt dabei zu sein. Mit Eva-Maria Fastenau und Thomas Puppe eröffnete ein Spitzen-Duo aus dem Geraer Kabarett "Fettnäppchen" das neue Gemeindehaus und hatte mit dem Programm "Szenen einer Ehe" genau das Richtige für das Naitschauer Publikum im Gepäck. Die Kabarettisten hatten keine Mühe, das auf den Punkt zu bringen, was so mancher "Ehekrüppel" nicht auszusprechen wagt. Eigentlich wollte Fred (Thomas Puppe) seine "Zuckerschnute" Wilma (Eva-Maria Fastenau) ja nur anlässlich des Frauentages mit einem Restaurantbesuch und Kabarettkarten überraschen. Den gefürchteten Stress der Kleiderordnung, der Rituale bei Tisch und der fremdländischen Gerichte hätte er mit dem obligatorischen Alpenveilchenstrauß ja auch umgehen können... Die Pausen, die er zum Luftholen braucht, nutzt Wilma, seine Angetraute, prompt für das letzte Wort, das sie - unnötig zu erwähnen - immer hat.
So beschenkte das Fettnapp-Duo sein Publikum mit heiter- besinnlichen und bitterbösen Texten aus dem Eheleben, die so manchem irgendwie bekannt vorkamen.
Herzhaftes Lachen und kräftiger Applaus begleitete das Programm, mit dem die Eröffnungsveranstaltung zum gelungenen Abend wurde.


08. März 2010 /OTZ

Entspannter Abend in einer fremden Kultur

Mit Bauchtanz, Shisha und toller Deko entführte die Saunawelt des Waikiki die Besucher in den Orient.
Mit Bauchtanz, Shisha und toller Deko
entführte die Saunawelt des Waikiki
die Besucher in den Orient.
Foto: Kulow

Orientalische Saunanacht im Waikiki ist ein voller Erfolg

Zeulenroda (OTZ/kk).

Wie im Märchen aus 1001 Nacht konnten sich die Besucher in der Saunawelt des Waikiki Zeulenroda am Samstagabend zur orientalischen Saunanacht fühlen. Nicht nur wohlduftende Aufgüsse, entspannende Massagen und orientalische Speisen wurden angeboten - die ganze Saunalandschaft verwandelte sich in eine kleine orientalische Welt. In der "Shisha-Lounge" versammelten sich Neugierige zum entspannten Wasserpfeife rauchen genauso wie solche, die dies schon im Urlaub probiert hatten oder gar eine solche zuhause stehen haben. Aus einer Art Speisekarte konnten sie dabei zwischen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wählen: Kaffee, Tee, Lemongrass und Apfel kosteten die Saunagäste - und waren durchweg positiv überrascht vom angenehmen Geschmack. Eine Augenweide vor allem für die Herren war die junge Bauchtänzerin Janna Weiß aus dem fränkischen Goldkronach. Die 18-Jährige verbindet seit über zwei Jahren ihre Liebe zum Tanz mit der zum Orient. Mit Klängen aus seiner arabischen Heimat rundete der in Plauen lebende Musiker Hazhari Omar Mirao das orientalische Feeling ab.
"Den Abend finde ich sehr gelungen. Das ist Entspannung pur mit einem angenehm unaufdringlichen Rahmenprogramm. Schön finde ich auch, dass das Personal sich entsprechend verkleidet hat", lobt Dennis Heyne, einer der rund 120 Besucher an diesem Abend, die Veranstaltung. Auch Andreas Koker, Bereichsleiter Sauna, ist sehr zufrieden mit der Resonanz der Gäste: "Die orientalische Saunanacht ist ein voller Erfolg."


08. März 2010 /OTZ

Tolle Angebote und umfassende Beratung

Schulranzen- und Zuckertütenmesse bei Tischendorfs sehr gut besucht – Ranzen sollte nicht nur „cool“ aussehen

Text & Bild Antje-Gesine Marsch

„Heute Vormittag steppte hier der Bär“, freute sich Gerlinde Tischendorf, Inhaberin des gleichnamigen Papier-und Bürobedarfsgeschäfts in der Greizer Marktstraße. Trotz heftigen Schneetreibens und winterlicher Temperaturen hatten sich am Sonnabend zahlreiche Interessierte auf den Weg gemacht, die schon traditionelle Zuckertüten-und Schulranzenmesse zu besuchen. Eine Riesenauswahl an Ranzen, Rucksäcken, Taschen und Utensilien rund um die Einschulung und den Schulalltag erwartete die Gäste. Anschauen, aufsetzen und mitnehmen hieß die Devise des Messetages, wobei man seinen Favoriten, den man eventuell erst im Katalog entdeckte, auch bestellen konnte. Begleitet wurde der Messetag von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm. So konnte man bei Corina Weber vom Café „Schwarzer Engel“ einen Blick auf kulinarische Köstlichkeiten rund um den Partyservice im Allgemeinen und die Einschulungsfeier im Besonderen werfen, Jana Schinnerling lud in ihre „Schminkkiste“ ein und sorgte für Spannung und Spaß, Gabriele Häselbarth vom Modetreff „Mutter und Kind“ präsentierte geschmackvolle Kleidung für den „großen Tag“, zwei Mitarbeiterinnen der Sparkasse Gera-Greiz gaben wertvolle Hinweise zum Sparen und Versichern und wer von den künftigen Schülern ein Passbild mitbrachte, konnte von Manfred Michel von der Postbank Finanzberatung einen Unfallpass mit nach Hause nehmen. Auch am Glücksrad drehten die zukünftigen ABC-Schützen und gewannen kleine Präsente. Wie Gerlinde Tischendorf betonte, stünden bei der Auswahl der Ranzen nicht nur Design und Aussehen im Vordergrund, sondern vor allem auch die Funktionalität. Der sechsjährige Fabio Trommer aus Irchwitz, der mit seinen Eltern Mario und Catherina aus Irchwitz kam, entschied sich für einen „coolen“ Racing-Ranzen mit einem tollen Car. „Er ist stabil und kompakt und sollte die Grundschulzeit schon überdauern“, so die Eltern Trommer. „Der Ranzen muss einwandfrei sitzen, um möglichen Rückenschäden vorzubeugen“, wie Marion Ebert sagte, die mit ihrem Mann einen Schulranzen für die Enkeltochter aussuchte. Fündig wurde auch Ute Winkler, die nach einem passenden Outfit für ihre Tochter suchte. „Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, heute das Kleid schon mitzunehmen, da Kathleen bis zur Schuleinführung sicher noch wächst.“ Doch habe die Greizerin „wertvolle Anregungen“ finden können. „Alles in allem eine erfolgreiche Messe“, wie Gerlinde Tischendorf am späten Nachmittag resümierte.


08. März 2010 /OTZ

Pro-Kopf-Verschuldung soll weiter sinken

Der Mohlsdorfer Gemeinderat
Der Mohlsdorfer Gemeinderat
Foto: Peter Reichardt

Mohlsdorfs Etat 2010 weist gute Rücklage aus

Von Peter Reichardt Mohlsdorf (OTZ).

Mit dem Beschluss zum Etat 2010 konnte der Mohlsdorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung eine fünfmonatige intensive Arbeit erfolgversprechend abschließen, wie Bürgermeister Christian Häckert betont, auch „wenn der Gemeinde bis zum heutigen Tag nur vorläufige Zahlen der Schlüsselzuweisungen aus dem Landesetat vorliegen." Andererseits sei der Beschluss jetzt zwingend erforderlich, um Ausschreibungen und Auftragsauslösungen voran zu bringen.
Dem Gemeinderat liege ein ausgeglichener Haushalt 2010 vor, indem ein Investitionsvolumen von 1 060 900 Euro verankert sei. Der Haushaltsplan 2010 orientiere sich dabei an der Prioritätenliste, die 2008 aufgestellt worden ist. Nur solche Maßnahmen sind aufgenommen, bei denen durch Inanspruchnahme diverser Fördermöglichkeiten der Eigenanteil möglichst niedrig gehalten werden könne, so Häckert (CDU). Erst wenn die laufenden Einnahmen im Verwaltungshaushalt, insbesondere auch das Gewerbesteueraufkommen, wieder deutlich ansteige und die erwirtschafteten Überschüsse einen Freiraum lassen, können wieder umfangreichere Invest-Vorhaben angepackt werden. Der Verwaltungshaushalt beinhaltet 2 490 100 Euro; der Vermögenshaushalt 1 106 900 Euro. Im Verwaltungshaushalt sei es gelungen, durch intensive Verhandlungen mit den jeweiligen Partnern die Ausgaben bei den Umlagen zu verringern und dabei gleichzeitig bei der Berechnung der Personalausgaben die neuen Tarife einzurechnen. Mit einem geplanten Rücklagenbestand zum Jahresende 2010 von 168 612 Euro liege die Gemeinde Mohlsdorf über der vorgeschrie- benen Rücklage von 54 000 Euro.


Der Etat 2010 ist zwingend erforderlich, um Ausschreibungen voran zu bringen und Aufträge auszulösen.

Christian Häckert, Bürgermeister Mohlsdorf


Auch der Schuldenstand könne weiter abgebaut werden: Habe die Pro-Kopf-Verschuldung Ende 2009 noch 360,71 Euro/Einwohner betragen, wolle man eine Absenkung auf 344,84 Euro/Einwohner erreichen. Eine nicht zu unterschätzende positive Entwicklung in der Gemeinde, schließlich - liege die durchschnittliche Verschuldung der Gemeinden des Landkreises 1 189 Euro/Einwohner, vergleicht Häckert. Die Schulden der Gemeinde Mohlsdorf sollen 2010 unter 1 Million Euro sinken. Ein vernünftiges Paket für dieses Jahr habe der Gemeinderat für Mohlsdorf geschnürt, wobei die erwarteten Schlüsselzuweisungen aus Erfurt noch einen Unsicherheitsfaktor bedeuten, resümierte der Bürgermeister. Die Gemeinderäte konnten sich seinen Argumenten anschließen und stimmten dem Etat 2010 zu. Im Ausblick auf 2011/2012 wurde darüber informiert, dass in Mohlsdorf eine Bürgerbegegnungsstätte entstehen soll. Den Antrag dafür habe die Gemeindeverwaltung beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung gestellt. Der Bauausschuss werde sich mit ersten Details dazu befassen.


08. März 2010 /OTZ

Riesenandrang in Stadtvilla Zentastraße

Schlange vor der rekonstruierten Villa.
Schlange vor der rekonstruierten Villa.
Foto: Reichardt

Tag der offenen Tür lockt am sonnigen Sonntag in eine rekonstruierte alte Schönheit

Greiz (P. Reichardt).

Was in Greiz landläufig als Harnacksche Villa bekannt ist, wollten am Sonntag zum Tag der offenen Tür, den die Gesellschaft für Professionelles Sachwert Management AG (GSM) anbot, so viele Leute sehen, dass sich ganze Besucherschlangen bildeten. Es ist schon erstaunlich, was aus diesem Haus, viele kennen es noch als Lehrlingswohnheim, gemacht wurde, welche Wohnqualität dort entstand. Angefangen bei einem Apartement mit 23,70 Quadratmetern, über zwei Wohnungen mit 48,17 bzw. 63,24 Quadratmetern bis hin zu zwei Maisonettwohnungen mit 88,16 bzw. 112,41 Quadratmetern sind die Wohnungen in dieser Stadtvilla mit herrlichem Blick auf den Greizer Park und das Obere Schloss auch von der Ausstattung her als exklusiv zu bezeichnen. Die Ausstattung fand ungeteilte Anerkennung durch die Besucher.
Immer wieder erkundigten sich Interessierte auch nach der Miethöhe und weiteren Konditionen. In der gleichen Stadtvilla befindet sich der Firmensitz der GSM AG, die deutschlandweit tätig ist. Vier weitere Objekte sollen durch die Firma in Greiz realisiert werden: im Salzweg, in der Gerichtsstraße und in der Carolinenstraße/Ecke Stavenhagenstraße werden ebenfalls Gebäude rekonstruiert, um weiteren Wohnraum hier anzubieten. Für die künftigen Bewohner des Hauses Zentastraße 1 ist allerdings auch ein weiterer Wohlfühlfaktor nicht uninteressant, befindet sich doch im Untergeschoss die „Carpe diem GmbH" für Wellness und sportliche Betätigung, die für das persönliche Wohlbefinden genutzt werden kann. Ein Wohn- und Gewerbeobjekt in Greiz, das weiteres Interesse für ein Liebens- und lebenswertes Wohnen hier wecken kann.

Fotografische Eindrücke von Peter Reichardt -
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08. März 2010 /OTZ

Von nun an Handwerksgesellen

Kreishandwerksmeister Rolf Fischer zeichnet Steffen Reitberger aus Greiz aus.
Kreishandwerksmeister Rolf Fischer
zeichnet Steffen Reitberger aus
Greiz aus.

Jahrgangsbester Elektroniker lernt in Greiz

Eisenberg (OTZ/A. Kemter).

.. und erkläre Sie von nun an zu Handwerksgesellen", rief Dieter van Riesen, Innungsmeister und Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Jena/Saale-Holzland-Kreis, den 53 jungen Leuten zu, die sich im Eisenberger Kaisersaal anlässlich ihrer Freisprechung von den Plätzen erhoben hatten. Zum Abschluss ihrer meist dreieinhalbjährigen Lehrzeit bekamen die jetzigen Junggesellen des Elektro- und Metallhandwerks sowie des Sanitär- und Heizungsbauhandwerks ihre Gesellenbriefe überreicht. Die einen dürfen sich nun Elektroniker in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik nennen, die anderen Metallbauer und Feinwerksmechaniker, die dritten Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik. Die drei Besten des Jahrgangs sind mit der Durchschnittsnote Zwei der Elektroniker Steffen Reitberger, der bei der EFA Elektroanlagenbau und Service GmbH Greiz gelernt hat, und die beiden Metallbauer Sebastian Potz, der im väterlichen Betrieb in Bad Klosterlausnitz ausgebildet wurde, sowie Martin Beier, der sich sein Wissen und seine Fertigkeiten bei LBJ Leichmetallbau Jena aneignete.
Von der Kreishandwerkerschaft war zu erfahren, dass etwa ein Viertel der Lehrlinge dieses Jahrgangs ihre Prüfungen nicht auf Anhieb bestanden haben und die Chance der Nachprüfung erhalten. Von den erfolgreichen Lehrlingen wurden 68 Prozent in ihren Ausbildungsbetrieben übernommen, weitere sieben Prozent in anderen Betrieben. Ein Zehntel bildet sich weiter oder geht zur Bundeswehr. 15 Prozent sind zunächst arbeitslos, vor allem jene aus überbetrieblichen Ausbildungen.


08. März 2010 /OTZ

Auma patzt gegen Untergrochlitz

Der Untergrochlitzer Spieler Robin Heydrich (2. von links, in Gelb) beim Kopfball. Sein Namensvetter Robin Geschke erzielte den Siegtreffer für den SV 60 im Spiel gegen den SV Blau-Weiß Auma.
Der Untergrochlitzer Spieler Robin Heydrich (2. von links,
in Gelb) beim Kopfball. Sein Namensvetter Robin Geschke er-
zielte den Siegtreffer für den SV 60 im Spiel gegen den
SV Blau-Weiß Auma.
Foto: Thomas Stöcker

Fußball, Männer, Kreisliga: Ronneburg gewinnt Spitzenspiel in Niederpöllnitz
SV Blau-Weiß Auma - SV 60 Untergrochlitz 0:1 (0:1)

Auma (OTZ/Georgius).

Untergrochlitz war nur mit elf Mann, aber mit großem Kampfgeist angereist. Durch Robin Geschkes Führungstreffer wurden die Aktionen der Gäste sicherer. Auma war drückend überlegen, scheiterte aber immer wieder am besten Mann auf dem Platz, dem 36-jährigen Andreas Degelmann, Torwart von Untergrochlitz. Dieser zeigte reihenweise Glanzparaden. Auma wurde immer nervöser, da der Ausgleich nicht gelingen wollte. In der Schlussphase war der Gast bei einigen gefährlichen Kontern sogar dem zweiten Treffer nahe.
Die Aumaer liegen durch diese überraschende Heimniederlage wieder drei Punkte hinter Ronneburg.
SR: Matthias Kommant (Weida). Tor: 0:1 Geschke (21.).
Blau-Weiß Niederpöllnitz II - Ronneburg 1:2 (0:2) Niederpöllnitz. Im Spitzenspiel landete Ronneburg einen wichtigen Auswärtssieg. Jörg Kirchschlager mit einem schnellen Tor stellte die Weichen und Thomas Götze baute die Führung aus. Niederpöllnitz hielt gut mit und kam zwölf Minuten vor dem Abpfiff zum Anschlusstor. Ronneburg brachte die drei Punkte durch ihre clevere Spielweise aber über die Zeit.
SR: Hartmut Schüler (Auma). Tore: 0:1 Kirchschlager (3.); 0:2 Götze (24.); 1:2 C. Böttcher (78./Elfmeter).
SV Pöllwitz - TSV 1861 Pölzig 1:0 (0:0) Pöllwitz. Ein wichtiger Heimsieg für Pöllwitz im Abstiegskampf. In der 50. Minute ein Foul an Heinze im Strafraum, Eric Distelmeier verwandelte den fälligen Elfmeter zum Tor des Tages. Auf dem am Vormittag gut präparierten Platz kämpfte Pölzig in der Endphase um den Ausgleich, der aber nicht mehr gelang.
SR: Röhr (Steinsdorf). Tor: 1:0 Distelmeier (50./Foulelfmeter).
SG Braunichswalde - SV Münchenbernsdorf 3:1 (3:0) Im Sonntagsspiel landete Braunichswalde einen sicheren Heimsieg. Vor allem vor der Pause war der Gastgeber klar besser. Halbauer per Kopfball, Kattner im Nachsetzen und Samland sorgten für die Vorentscheidung. Bei nachlassenden Kräften in Hälfte zwei kam der Gast durch Böhme zum Ehrentreffer.
SR: Läster (Zeulenroda). Tore: 1:0 Halbauer (12.); 2:0 Kattner (18.); 3:0 Samland (30.); 3:1 Böhme (73.).


08. März 2010 /OTZ

Blau-Weiß Greiz schlägt Weida II klar

Mit den schwierigen Platzverhältnissen kamen die Hausherren aus Greiz (in Grün) besser zurecht.
Mit den schwierigen Platzverhältnissen kamen die Hausherren aus
Greiz (in Grün) besser zurecht.
Foto: OTZ/Silvia Böhm-Lämmer

Fußball, Männer, 1. Kreisklasse, Nachholspiel: Partie der Bergaer Zweiten fällt aus
SV Blau-Weiß 90 Greiz - FC Thüringen Weida II 4:1 (1:1)

Greiz (OTZ/Volker Georgius).

Die Reserve des FC Thüringen Weida ging durch Marcel Klering im zweiten Nachsetzen in Führung. Noch vor der Pause nutzte Gneupel einen zu kurzen Rückpass der Weidaer, der im hohen Schnee auf dem Greizer Sportplatz stecken blieb, zum Ausgleich. Die gut besetzten Weidaer waren zwar optisch überlegen, konnten sich aber keine zwingenden Chancen erarbeiten. Der Gastgeber machte es in der zweiten Halbzeit besser und kam mit dem Schneeboden gut zurecht. Die zahlreichen Weidaer Abspielfehler nutzten die Hausherren zu drei Toren, mit denen sie den am Ende klaren Sieg besiegelten.
SR: Steinbach (Cossengrün). Tore: 1:0 Klering (9.), 1:1 Gneupel (26.), 2:1 Fonfara (50.), 3:1 Poltsch (63.), 4:1 Bettermann (90.). Karten: A. Hamann (Weida II/36., GRK wegen wiederholtem Foulspiel).
Wegen der Witterungsverhältnisse ausfallen musste die zweite für Sonnabend angesetzte Begegnung zwischen Ronneburg II und dem FSV Berga II.


08. März 2010 /OTZ

Gastgeber erstmals Turniersieger

Hallenfußball, Alte-Herren-Turnier des Greizer SV: SG Greiz und Lusan auf dem Podest

Das Siegerteam des Greizer SV und der der beste Torhüter Michael Jahn (vorn rechts).
Das Siegerteam des Greizer SV und der der beste Torhüter
Michael Jahn (vorn rechts).
Foto: OTZ/Marcel Hilbert
Im Duell gegen den späteren Turniergewinner unterlag die SG Greiz (Weiß) 1:4
Im Duell gegen den späteren Turniergewinner unterlag
die SG Greiz (Weiß) 1:4
Foto: OTZ/Marcel Hilbert

Von Roland Hilbert Greiz (OTZ).

Der Greizer SV ging am Sonnabend nach äußerst spannendem Turnierverlauf erstmals als Sieger des einen Alte-Herren-Turniers hervor. Die Veranstaltung in der Lessingturnhalle stand auf sehr hohem Niveau und brachte technisch sehenswerten Hallenfußball zu Tage, wobei die wohltuende Fairness ohne Zeitstrafe hervorgehoben werden muss. Dazu trugen die beiden Schiedsrichter Klaus Grüner (VSG Cossengrün) und Karl-Heinz Stark (Greizer SV) mit guten Leistungen bei.
Am Ende setzte sich der Gastgeber verdient durch, obwohl er anfangs nur schwer ins Turnier fand. Nach einem knappen 1:0-Sieg gegen den Hainberger SV verlor das Team gar 1:2 gegen den Lusaner SC. Dann konnte sich der Greizer SV jedoch immer mehr steigern und nach vier Siegen in Folge stand die Mannschaft mit 15 Punkten als Turniersieger fest. Auf den zweiten Platz kam die spielstarke Vertretung der SG 1. FC/Chemie Greiz mit ebenfalls 15 Punkten, aber schlechterem Torverhältnis, wobei der 1:4-Sieg des Greizer SV im direkten Duell der zwei Bestplatzierten hier den Ausschlag gab.
Dritter wurde der Lusaner SC mit zwölf Punkten, gefolgt von der SG Daßlitz/Langenwetzendorf mit neun Zählern. Punktgleich und nur durch das Torverhältnis besser lagen am Ende der Hainberger SV auf Rang fünf und Gera 03 auf Position sechs. Pokalverteidiger Blau-Weiß Greiz, allerdings nicht in Bestbesetzung, wurde Siebter. Der Hohndorfer SV sagte seine Teilnahme bereits am Donnerstag ab.
Bester Torschütze wurde Michael Jahn vom Lusaner SC, bester Torschütze wurde ganz souverän Frank Reichardt vom Greizer SV mit 12 Treffern.
Für die Bereitstellung der Pokale bedankt sich der Greizer SV bei den Firmen Czerwenka Finanz und der Klempnerei Grünler. Außerdem gilt der Dank der Vereinsbrauerei und allen weiteren Unterstützern, die sich um die Versorgung des Turniers kümmerten.


08. März 2010 /OTZ

Herber Rückschlag für Motor

Fußball - Männer, Thüringenliga: Fünf Gegentore auf eigenem Platz
FC Motor Zeulenroda - SV 09 Arnstadt 1:5 (0:3)

Zeulenroda (OTZ/Meitner).

Bei widriger Witterung, es stürmte und schneite, sowie komplizierten Platzverhältnissen erlebten die Gastgeber gegen den Tabellenvierten ein wahres Debakel. Das Unheil nahm schon ab der 8. Spielminute seinen Lauf. Georg Berger zog aus 18 Metern ab, und Motors Schlussmann Jens Kutzner bekam den Ball erst hinter der Torlinie zu fassen, die Gäste führten 1:0. Die nächste Offensivaktion von Arnstadt, Sebastian Amberg spielte gegen Steffen Danneberg bei einer Abwehraktion klar ersichtlich den Ball, doch Schiedsrichter Eichler aus Erfurt entschied auf Freistoß für den SV 09. Und den zirkelte der überragende Norman Bonsack genau ins rechte Eck zum 0:2 (23.). Das erste Mal gefährlich wurde es für Arnstadts Schlussmann Christian Apel, als Frank Lehmann per Direktabnahme nur um Haaresbreite das Tor verfehlte (28.).
Dann senkte sich eine Flanke von Christopher Seel auf den Querbalken des Kutzner-Gehäuses, den anschließenden Nachschuss jagte Daniel Trübenbach in die Wolken (32.). Kurz darauf traf Danneberg nach Vorlage von Jens Lippert das Außennetz (33.). Lippert war es dann, der das 0:3 vorbereitete. Er setzte sich auf der rechten Seite geschickt gegen Toni Schulz durch, passte den Ball flach nach innen und Motors Abwehrspieler Tino Pohl bugsierte den Ball ins eigene Tor (39.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Zeulenrodas Trainer Tino Focke mit Ronny Scholz und Alexander Bauch gleich zwei neue Spieler. Die Gastgeber versuchten nun, Arnstadt unter Druck zu setzen. Apel musste sich bei Manuel Sengewalds weit gezogener Flanke schon mächtig strecken, um den Ball über die Querlatte zu lenken (47.). Maik Wedekind foulte Bauch im SV-Strafraum, der fällige Elfmeterpfiff von Eichler blieb allerdings aus (49.). Danach klärte Apel vor Lehmann (53.), der FCM war dem 1:3 nahe, doch der Ball wollte einfach nicht ins Gästetor. Es dauerte bis zur 68. Minute, dann konnten auch die wenigen Zeulenrodaer Fans (152), die bei diesem Wetter den Weg ins Waldstadion gewagt hatten, endlich einmal jubeln. Sengewald hatte einen Foulstrafstoß sicher verwandelt. Vorausgegangen war eine Regelwidrigkeit von Apel am unermüdlich rackernden Lehmann im SV-Strafraum. Nun warfen die Platzbesitzer alles nach vorn, doch die Arnstädter hatten die Partie unter Kontrolle. Denny Milde scheiterte an Apel (82.), ebenso wie Lippert an Kutzner auf der Gegenseite (83.). Nach einem rüden und völlig überflüssigen Foul an Danneberg sah Motors Christian Thäder die Gelb-Rote Karte (85.). Diese Unterzahl bestraften die Gäste gegen eine in der Schlussphase demoralisierte Zeulenrodaer Mannschaft noch mit zwei Treffern. Danneberg (86.) mit geschicktem Heber und der eingewechselte Peter Springer (89.) aus Nahdistanz brachten die klare Überlegenheit des SV 09 auch im Ergebnis zum Ausdruck.

Motor: Kutzner, Amberg (GK), T. Schulz, Sengewald, Pohl (ab 61. Schiller), Milde, Maurer (ab 46. Bach, GK), Seebauer, Thäder (85. GKR), Holstein (ab 46. Scholz), Lehmann (GK).


08. März 2010 /Vogtland-Anzeiger

Vogtländische Arbeitsgemeinschaft mischte wieder mit

Architekturpreis 2010 des BDA Sachsen in Reichenbach verliehen

Antje-Gesine Marsch

Christian Knoche und Ronny Neumann hatten am Freitagnachmittag gut Lachen. Der Professor an der Fakultät Architektur in Reichenbach und der Plauener freie Architekt konnten nach 2004 und 2007 zum insgesamt dritten Mal einen Architekturpreis des Bundes Deutscher Architekten (BDA) des Landes Sachsen entgegennehmen. In diesem Jahr wurde die Arbeitsgemeinschaft Knoche/Neumann gemeinsam mit dem Bauherrn, dem Freistaat Sachsen, vertreten durch das Sächsische Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Chemnitz, für den Bau des Trainingszentrums der Polizeidirektion Chemnitz geehrt.
Zum bereits siebten Mal lobte der BDA den Architekturpreis für bemerkenswerte Leistungen auf dem Gebiet der Architektur und des Städtebaus im Freistaat Sachsen aus. Am Freitag wurden feierlich die zehn Preisträger geehrt. Aus 63 eingereichten Vorschlägen kürte eine fünfköpfige Jury - bestehend aus dem sächsischen Finanzminister, Prof. Georg Unland; Prof. Florian Nagler; Prof. Michael Schumacher; dem Landesvorsitzenden des BDA, Ronald Wanderer, und Gerhard Matzig - die Arbeiten in zwei Kategorien. "Wir haben viel diskutiert und leidenschaftlich gestritten", so Wanderer resümierend. Insgesamt sieben Anerkennungen und drei gleichrangige Architekturpreise in Form von Ehrenplakette und Ehrenurkunde wurden an Bauherren und Architekten gemeinsam übergeben. Zu den ausgezeichneten Objekten gehören auch die Giraffen-und Zebraanlage des Zoologischen Gartens Dresden und das Museum Gunzenhauser in Chemnitz. Dass die Auszeichnungsveranstaltung in der Reichenbacher Fakultät durchgeführt wurde, sei auch eine "Anerkennung für die hiesigen Architekten und für die Arbeit der Westsächsischen Hochschule", wie Ronald Wanderer in seinem Grußwort unterstrich. Alle Sieger des diesjährigen Architekturpreises qualifizierten sich gleichsam für die Teilnahme am bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb "Große Nike", der im Mai in Essen stattfindet.


08. März 2010 /Vogtland-Anzeiger

Kesselwagen im Vogtland entgleist - hoher Schaden

Strecke war mehr als 24 Stunden voll gesperrt

Herlasgrün – Mit dem Schrecken sind die Einwohner von Herlasgrün bei einen Bahn-Unfall davongekommen. Am Freitag waren zwei Kesselwagen im Bahnhof verunglückt – einer mit Methanol, der andere mit Wasserstoffperoxid. Wegen der Chemikalien musste die Bergung mit größter Sorgfalt erfolgen.
Laut Bundespolizei entstand nach Auskunft der Bahn ein vorläufiger Materialschaden von etwa 450 000 Euro. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Die Strecke war mehr als 24 Stunden voll gesperrt – es kam zu zahlreichen Zugverspätungen und -ausfällen. Um die größte Not zu lindern, war ein Busnotverkehr eingerichtet.
Neben den beschädigten Waggons wurden 350 Meter Gleis und drei Weichenanlagen unbrauchbar. „In unmittelbarer Nähe mussten während der Bergungsarbeiten 33 Bürger aus Herlasgrün ihre Wohnung verlassen. Sie wurden in Notunterkünften der Gemeinde untergebracht“, teilt die Bundespolizei mit. Die ersten 14 Stunden der Bergungsarbeiten leitete der Plauener Notfallmanager der Bahn, Falk Kertscher aus Ruppertsgrün. Nach seinen Angaben hat sich folgendes abgespielt:
Ein 360 Meter langer Güterzug mit 20 Kesselwagen und Autotransport-Wagen fährt am Freitag von Leipzig-Engelsdorf nach Nürnberg. Gegen 21.10 bricht beim Durchfahren des Herlasgüner Bahnhofs beim dritten Wagen des Zuges, einem privaten Kesselwagen, eine Achse und er entgleist. Der folgende Kesselwagen „überpuffert“ – die Puffer der beiden Wagen schieben sich übereinander und verhaken sich. Der Zug fährt noch eine Weile und reißt das Schienenbett kaputt. Kurz nach dem Bahnhof kommt der Zug zum Stehen – und die Alarmierung beginnt: Bahn, Feuerwehr, Sanitäter, Bundes- und Landespolizei. Aus Zwickau wird ein Hilfszug geordert, aus Leipzig ein 160-Tonnen-Eisenbahndrehkran. „Wegen der Chemikalien durften wir nicht schneiden oder schweißen: Funken sind tabu“, sagt Kertscher. „Immerhin wiegt ein Kesselwagen 80 Tonnen.“
Nach zwölf Stunden bei „sibirischer Kälte“ wird die erste Schicht der 15 Bahn-Mitarbeiter durch Kollegen abgelöst. „Am Samstag, 23 Uhr, hatten wir eines der beiden Gleise wieder frei“, sagt Kertscher. Nach seinen Angaben stehen jetzt noch drei Waggons auf dem Unfallgleis. Die werden heute beräumt. Die Bundespolizei ermittelt.
ufa


08. März 2010 /Vogtland-Anzeiger

Bernd Hieke: Ein Künstler mit Meise

Elsterberg – Bernd Hieke ist ein „tierischer“ Maler, er ist auf den „Hund gekommen“, bienenfleißig und eine Meise hat er auch – wenigstens zeitweise.

Einige wenige Arbeiten des Malers und Grafikers aus Elsterberg sind bis 31. März im Seniorenheim Gippe zu sehen: Steindruck, Kupferstich, Radierung.
Und genau am 31. März, 19 Uhr, eröffnet im Plauener Malzhaus auch eine Werkschau des Kunstvereins, an der Hieke beteiligt ist. Er wird Landschaften zeigen, Porträts – und (vor allem gefiederte) Tiere. Mit der Natur fühlt sich der Künstler vom Jahrgang 1944 seit Kindheitstagen besonders verbunden. Er war leidenschaftlicher Falkner und hat Bienen gezüchtet, er besitzt einen Hund, hat Erfahrungen mit Mäusen, Marder und Fuchs. Und Hieke kümmert sich als Ornithologe um den Schutz der heimischen Vögel: In seinem Haus brüten zum Beispiel regelmäßig Mauersegler.
Ein Erlebnis mit einem Vogel ist dem Künstler besonders in Erinnerung geblieben: Im Frühling 2007 brütete eine Schwanzmeise in seinem Garten – und Hieke konnte alles aus nächster Nähe beobachten, weil die Schwanzmeisen keine Angst haben. „Schwanzmeisen bauen die schönsten Nester unserer heimischen Vogelwelt: Aus Moos entstehen geschlossene Kugeln, die von Spinnenfäden zusammengehalten werden und in der Form an eine Kokusnuss erinnern. Durch das Einflugloch von etwa zwei Zentimeter Durchmesser fliegen die Meisen ein und aus und füttern ihre Jungen.“
Leider sei das Naturerlebnis im Mai 2007 abrupt beendet worden, kurz bevor die Jungen flügge wurden. „Ein Marder oder eine Katze holte das Nest in der Nacht herunter. Alles lag zerschlagen auf der Erde. In der Natur ist das normal – aber es hat mich trotzdem berührt“, erinnert sich Hieke. Beim Aufräumen der Reste hörte er ein schwaches Piepsen: Ein Jungvogel lag am Rande, war stark unterkühlt und hatte kaum Überlebenschancen.
„Ich brachte das Tierchen sofort ins Haus, wärmte es unter einer Glühlampe und habe es aufgepäppelt“, berichtet Hieke. Der Vogel bekam einen Platz mit Wollstrumpf-Nest in der Steindruck-Werkstatt – und durch einen Wanddurchschlupf beliebigen Ausgang in die Natur. „Tagsüber fand er Kontakt zu Artgenossen – die Vögel sind ja sozial lebende Wesen. Und trotzdem kam die Schwanzmeise fast ein Jahr lang abends immer freiwillig in mein Atelier zurück. Sie mochte es auch, am Kopf gestreichelt zu werden – ein bisschen wie wir Menschen“, sagt Hieke, dem noch heute die Freude anzumerken ist, die er empfand, wenn er im Garten oder auf Waldspaziergängen pfiff und seine Meise angeflogen kam, um sich kurz auf seine Hand zu setzen.
Hieke hatte als Kind seine erste Begegnung mit Schwanzmeisen gehabt: Ende der 1950er Jahre entdeckte er ein Nest in der Nähe seines Elternhauses in Elsterberg. „Das Nest war die Sensation: Ornithologen aus der ganzen Region kamen zum Schauen. Seitdem habe ich nie wieder ein Nest gesehen – bis 2007.“
ufa


08. März 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Drei Schwerverletzte nach Frontalzusammenstoß

An der Unfallstelle.
An der Unfallstelle.

Schwerer Unfall auf winterglatter B 2

Greiz (OTZ).

Einen Verkehrsunfall mit drei Schwerverletzten hat es am Sonnabend gegen 9.15 Uhr auf der B2 zwischen Großebersdorf und Abzweig Niederpöllnitz gegeben. Der 50-jährige Fahrer eines Pkw Toyota Corolla war aus Triptis kommend in Richtung Großebersdorf unterwegs, als er zirka 200 Meter nach Abzweig Niederpöllnitz auf winterglatter Fahrbahn ins Schleudern und auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort kam es zu einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Pkw VW Golf. Durch den Unfall wurde die 33-jährige Fahrerin und ihr 5-jähriger Sohn schwer verletzt. Beide wurden mit einem Rettungshubschrauber in das Uniklinikum in Jena ge-flogen. Ein weiterer Insasse des VW wurde leicht verletzt. Auch der Toyota-Fahrer trug schwere Verletzungen davon. Die Polizei meldet insgesamt 18 000 Euro Sachschaden.


Umgestürzter Baum erfordert Feuerwehreinsatz

Der Kälteeinbruch, mit dem sich der Winter auch in unseren Breiten hartnäckig behauptet, forderte am Wochenende weiteren Sachschaden. Am Sonnabend morgens gegen 4 Uhr beschädigte ein umgestürzter Baum aus der natürlichen Umfriedung des Spielplatzgeländes auf dem Reißbergplatz zwei von den Anwohnern dort parkende Autos. Noch in der Nacht beräumten die Kameraden der Greizer Feuerwehr die Straße.
Foto: Silke Groß

Der Kälteeinbruch, mit dem sich der Winter auch in unseren Breiten hartnäckig behauptet, forderte am Wochenende weiteren Sachschaden. Am Sonnabend morgens gegen 4 Uhr beschädigte ein umgestürzter Baum aus der natürlichen Umfriedung des Spielplatzgeländes auf dem Reißbergplatz zwei von den Anwohnern dort parkende Autos. Noch in der Nacht beräumten die Kameraden der Greizer Feuerwehr die Straße.


Karikatur des Tages

Unter Geiern
Unter Geiern
Zeichnung: OTZ/Bruns


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