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02. März 2010 /OTZ
Xynthia hier nicht ganz so wild
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Die Kameraden der Caselwitzer Feuerwehr beseitigten am Montag
gegen 0.30 Uhr einen Baum, der durch den Sturm Xynthia auf die
Straße zwischen Caselwitz und Dölau gefallen war.
Foto: OTZ/Christian Freund
Nur geringe Schäden in den Wäldern - Kaum Verspätung bei der Vogtlandbahn
Von Kathrin Schulz und Katja Grieser Greiz.
Vom Sturmtief Xynthia, das bis in die Nacht zum Montag hinein wütete, hat die Region um Greiz und Umgebung offensichtlich nur die Ausläufer erwischt. Sturmschäden größeren Ausmaßes sind nicht zu verzeichnen, auch in der Stromversorgung habe es keine Störungen gegeben, bestätigt Heidrun Jenennchen, Geschäftsführerin der Energieversorgung Greiz. Die Polizeiinspektion berichtet von 15 Einsätzen im Landkreis, die vor allem im Umkreis von Zeulenroda-Triebes, Langenwolschendorf und Läwitz wegen umgestürzter Bäume notwendig wurden.
Auch im Vogtländischen Oberland hat das Sturmtief Spuren hinterlassen. Wie Ortsbrandmeister Steffen Jubold mitteilte, musste die Feuerwehr am Sonntagabend ab etwa 19.30 Uhr drei Mal ausrücken. Betroffen waren zwei Straßen bei Pöllwitz, einmal Richtung Dobia und einmal Richtung Stern. In beiden Fällen war die Fahrbahn komplett von umgestürzten Bäumen blockiert. Auch auf der B 92 bei Feuerbach in Richtung Schönbach kam die Feuerwehr zum Einsatz und musste eine Fahrbahnseite aufgrund eines umgestürzten Baumes beräumen und säubern. "Wir haben die Bäume zugeschnitten und das Holz am Straßenrand gestapelt", sagte Steffen Jubold. Der Forstbetrieb werde sich um die Beräumung und weitere Verarbeitung des Holzes kümmern.
Bei der Greizer Feuerwehr blieb es verhältnismäßig ruhig. "Wir hatten in der Nacht zum Montag zwei Einsätze wegen umgeknickter Bäume, die zu beseitigen waren, weil sie die Straße blockierten", sagt Stadtbrandmeister Heiko Pohle. Sonntagabend gegen 23.30 Uhr rückten die Männer auf den Hohen Ries zwischen Greiz und Neumühle und gegen 0.15 Uhr auf die Straße zwischen Caselwitz und Dölau aus. "Zwei Schnitte mit der Kettensäge", so das Fazit.
"Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen", so die erleichterte Feststellung von Uwe Ruder, Revierförster in Greiz-Gommla. Vereinzelte Brüche gab es zwar, die großen Schäden blieben jedoch aus. "Von Waldhaus bis Ronneburg konnten wir nur verschwindend geringe Schäden in den Wäldern feststellen", schätzt auch der Teichwolframsdorfer Revierleiter Gottfried Nosofsky nach Rücksprache mit seinem Waldhäuser Kollegen Jens Frotscher ein. Zwar haben die Förster noch nicht alle Ecken kontrollieren können, aber Xynthia hat die Wälder der Region offenbar verschont.
Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen.
Revierförster Uwe Ruder
"Zum Glück haben wir noch Frost im Boden, sonst wäre es schlimmer ausgegangen", so Nosofsky. Der Frost habe etwa verhindert, dass der Sturm Flachwurzler zu Fall bringt. Froh könne man sein, findet Nosofsky, dass Xynthia die Region nur mit halber Kraft getroffen hat. "Solche Stürme halten unsere Wälder schon aus", sagt der Revierleiter.
So konnte auch der Schienenverkehr in der Region ohne Beeinträchtigungen aufrecht erhalten werden. Hartmut Schnorr, Geschäftsleiter der Vogtlandbahn, erklärte, dass alle Züge planmäßig fahren konnten: "Bei uns ist nichts vorgefallen." Ab einer gewissen Windstärke, erläutert Schnorr das Procedere bei Stürmen, seien Lokführer angehalten, extrem vorsichtig zu fahren. "Die Züge müssen bei Erkennen von Hindernissen ohne Gefahr zum Stehen gebracht werden können." Zumindest die ersten Bahnen gestern Morgen seien nach diesem Schema gefahren, so Schnorr, "mehr als fünf Minuten Verspätung hatten aber selbst diese Züge nicht."
Kommentar
Mit halber Kraft
Von Katja Grieser
Auch wenn der Sturm den Leuten in Greiz und Umgebung am Sonntag und gestern mächtig um die Ohren gepfiffen hat, war Xynthia doch in der Region eher gemäßigt unterwegs. Mit etwa 71 Kilometern pro Stunde - gemessen in der Wetterstation in Greiz-Dölau am Sonntag um 17.30 Uhr - fegte das Orkantief über die Region. Ein laues Lüftchen, verglichen mit den 150 km/h, mit denen Xynthia das Wasser an die französische Küste peitschte. Und selbst im Jenaer Stadtzentrum wurden am Sonntag 100 km/h Windgeschwindigkeit gemessen.
Dass Xynthia in der Region nur noch mit halber Kraft unterwegs war, lässt vor allem die Förster aufatmen. Allzu frisch sind deren Erinnerungen an die monatelangen Arbeiten in den Wäldern, die von Kyrill teils schwer verwüstet wurden.
Entwarnung könne jedoch nicht gegeben werden. Darauf weist der Teichwolframsdorfer Revierleiter Gottfried Nosofsky hin. Denn dass sich die Verwüstungen in den Wäldern in Grenzen gehalten hat, sei auch darauf zurück zu führen, dass der Frost noch im Boden ist. Ist der raus, kann eine zweite Xynthia mächtig Schaden anrichten. |
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02. März 2010 /OTZ
Über 50 Unterschriften für Nutrias im Park
Greizerin Leonie Lehmann setzt sich dafür ein, dass die Tiere kastriert werden
Dass Nutrias im Greizer Park getötet worden sind (OTZ berichtete), entsetzte die Greizerin Leonie Lehmann sehr.
Für sie stand fest, dass sie handeln muss. Kurzerhand hat sie sich deshalb entschlossen, Unterschriften zu sammeln. Über 50 Leute hat sie innerhalb von zwei Tagen dazu bewegen können, mit ihrer Unterschrift ein Zeichen zu setzen. "Es war eine spontane Idee, ich habe die Leute einfach angesprochen", erzählt Leonie Lehmann. Am Sonnabendmorgen hat sie mit dem Sammeln begonnen und gestern Vormittag konnte sie bereits über 50 Unterschriften vorweisen. "Und es würden problemlos noch mehr werden", ist sich die Greizerin sicher.
Der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, der der Park gehört, will Lehmann nun die Unterschriften zukommen lassen. Damit soll gezeigt werden, dass den Greizern ihr Park und die in ihm lebenden Tiere nicht egal sind. Die Nutrias zu töten, damit sie keine weiteren Schäden an den Bäumen anrichten, hält Leonie Lehmann für die schlechteste Lösung. Auch die Variante, sie einzufangen und zum Züchter zu bringen, findet sie nicht gut. Stattdessen, so ihre Forderung, sollten die Nutrias lieber kastriert werden. So könne ein Anwachsen der Population verhindert werden.
Leonie Lehmann hofft nun, dass sie mit ihrem Vorschlag auf offene Ohren bei der Stiftung stößt. |
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02. März 2010 /OTZ
Routinierte Reaktion in Rathäusern der Region
Zum Tarifabschluss im öffentlichen Dienst
Greiz/Berga (OTZ/-lz).
Der Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst wird in den Rathäusern der Region routiniert und relativ unaufgeregt zur Kenntnis genommen.
Der Greizer Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) rechnet mit zusätzlichen Aufwendungen im rund 10-Millionen-Euro-Personaletat der Stadt Greiz von rund 100 000 Euro in diesem Jahr. Gut ein Prozent Steigerung im Personalbereich sind vorsorglich im städtischen Haushalt eingeplant worden, 1,2 Prozent ist rückwirkend zum 1. Januar 2010 durch die Tarifparteien ausgehandelt. Grüner ist sicher, die zusätzlichen Ausgaben für dieses Jahr im Haushaltausgleich realisieren zu können, ohne dass Einschnitte auf anderen Gebieten notwendig sind. Was darüber hinaus an neuen Regelungen für die Altersteilzeit im öffentlichen Dienst vereinbart werde, darüber hatte der Greizer Bürgermeister noch keine verbindliche Kenntnis. Auch weitere Erhöhungen für 2011 inklusive Einmalzahlungen von 240 Euro müssen im nächsten Haushalt entsprechend eingeplant werden.
"Wir sind noch in der Haushaltsdiskussion, können die Erhöhungen entsprechend anpassen", erklärt Bergas Bürgermeister Stephan Büttner (Freie Wähler). Vorsorglich hatte man eine rund zweiprozentige Tariferhöhung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst einkalkuliert. Doch trotz des routinierten Umgangs mit der Erhöhung der Gehälter - "wir sind tarifgebunden" - sei es, so Büttner, "ein Abschluss, der uns angesichts der ohnehin dünnen Finanzdecke in den Kommunen weh tut".
Auf längere Sicht werde der Stadt Berga wohl nichts anderes übrig bleiben, als über Personalentwicklungskonzepte den Personalbestand entsprechend zu steuern, reagiert Büttner auf einen weiteren Bestandteil der Tarifverhandlungen, der davon ausgeht, Auszubildende im öffentlichen Dienst mindestens ein Jahr nach ihrem Abschluss weiter zu beschäftigen. Der Haushalt 2010 steht in der Bergaer Stadtratssitzung im März auf der Tagesordnung.
Einschnitte in anderen Bereichen sind deswegen nicht zu erwarten.
Gerd Grüner, Bürgermeister Greiz
Der Langenwetzendorfer Bürgermeister Kai Dittmann (parteilos) zeigte sich grundsätzlich über den Tarifstreit verärgert. "In der momentanen Situation eine Tariferhöhung zu fordern, in der viele Städte und Kommunen wahrlich andere Sorgen plagen, halte ich für unverantwortlich." Zwar sei Dittmann letztlich froh, dass nicht - wie ursprünglich angesetzt - fünf Prozent mehr Lohn gezahlt werden müssen. Trotzdem bedeute der Tarifabschluss, dass im Vermögenshaushalt gespart werden muss - oder zukünftig beim Personal. "Ich sehe natürlich ein, dass Mitarbeiter ordentlich entlohnt werden müssen, aber da gibt es sichere andere Stellen, die es viel nötiger hätten. Im öffentlichen Dienst besteht sowieso eine relativ hohe Jobsicherheit", sagt der Bürgermeister.
Grundsätzlich habe man vorher drei Prozent Lohnerhöhung einkalkuliert. "Wir können also im Haushalt mit dem Tarifabschluss leben."
Im Greizer Landratsamt ist man auf die Tarifanpassung ebenfalls vorbereitet: Im Doppelhaushalt 2010/2011 sei eine voraussichtliche Tarifsteigerung von zwei Prozent eingeplant. Insbesondere deshalb, da der bisherige Tarifvertrag Ende 2009 ausgelaufen ist", erklärt Pedra Hofmeister. Doch der Tarifabschluss liege noch nicht in verbindlicher Form vor, weshalb sich gegenwärtig nur überschlägige Rechnungen anstellen lassen, ergänzt Hauptamtsleiter Siegmund Vogel. Gegenwärtig sei ein Kostenvolumen von 295 000 Euro für die 570 Mitarbeiter des Landkreises zu erwarten. |
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02. März 2010 /OTZ
Göltzschtalbrücke im Laserlicht
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Planen das Multimedia-Spektakel an der Göltzschtalbrücke:
Enrico Oswald, Geschäftsführer der Laser Event Company, Jens
Pfretzschner, Geschäftsführer der Vögtland Kultur GmbH,
Monique Roscher und Jürgen Croy von der Kultour Z. GmbH
Zwickau (v. l.).
Foto: OTZ/Christian Freund
"Glanzlichter 2010" bietet Mix aus Genesis- und Abba-Sound, Laser- und Feuershow
Von Katja Grieser Netzschkau.
Mit "Glanzlichter 2010" soll das Gelände der Göltzschtalbrücke wieder einmal ein kulturelles Großereignis erleben. Am 31. Juli präsentieren die Kultour Z. GmbH Zwickau, die Vogtland Kultur GmbH und die Laser Event Company Eibenstock das Multimediaspektakel, das sie erstmals als Team vorbereiten.
Jürgen Croy, Kultour Z.-Geschäftsführer, hat gute Erfahrungen mit den "Glanzlichtern" gemacht. 3500 Besucher habe er im vergangenen Jahr vor der Freilichtbühne in Zwickau begrüßen können. "Genesis-Tribute-Band, grandiose Lasershow und fantastische Stimmung - es war toll", schwärmt Croy noch heute. Und hofft natürlich, dass die Veranstaltung an der Göltzschtalbrücke ebenso gut funktioniert. Vom Ambiente rund um die Brücke jedenfalls ist er begeistert. Dass kulturelle Veranstaltungen an der Göltzschtalbrücke auf eine gewisse Tradition blicken können, sei ein weiterer Pluspunkt.
Mit leuchtenden Augen erinnert sich Enrico Oswald, Geschäftsführer der Laser Event Company Eibenstock, an die Veranstaltungen an der Göltzschtalbrücke in der Vergangenheit, bei denen er bereits sein Lasershowtalent unter Beweis stellen konnte. Der Mix aus Musik, Laser, Feuer und Projektion sei einfach mitreißend, besonders dann, wenn man so einen beeindruckenden Hintergrund wie die Göltzschtalbrücke hat.
"Die Brücke ist aber auch eine Herausforderung für uns", gesteht Oswald. Die entscheidende Frage wird sein: Was dürfen die Laser- und Pyrotechniker alles an ihr machen? "Vielleicht", liebäugelt der Firmenchef mit der Idealvariante, "dürfen wir mit unseren großen Lasern auf die Brücke drauf." Mit der neuen Technik, die übrigens aus dem Hause Jenoptik kommt, sei es inzwischen möglich, noch bedeutend mehr aus den örtlichen Gegebenheiten rauszuholen, erklärt Oswald. Die Brücke soll nämlich eingebunden werden, die Lichtshow wird extra auf das Bauwerk abgestimmt. Erfahrung mit solchen Großereignissen hat das Laser-Unternehmen zur Genüge. Jüngstes Projekt waren die Olympischen Spiele in Vancouver, bei denen sie die Shows mitgestalteten.
Jens Pfretzschner, Geschäftsführer der Vogtland Kultur, ist froh, dass mit den "Glanzlichtern" eine völlig neue Veranstaltung an die Göltzschtalbrücke geholt werden konnte. "Es ist schön, dass sich für ein solch innovatives Projekt drei gute Unternehmen gefunden haben, die es gemeinsam organisieren", sagt er. Für Pfretzschner liege die Zukunft für kulturelle Veranstaltungen ohnehin in der Kooperation einzelner Organisatoren mit Erfahrung in diesem Bereich.
Neben der Band "Invisible Touch", die mit Genesis- und Phil-Collins-Klassikern aufwarten wird, steht zuvor, quasi zum Aufwärmen, die Gruppe "Abalance" auf der Bühne, die für Abba-Fans die richtigen Titel im Gepäck hat.
Das Hauptkonzert wird in etwa zweieinhalb Stunden dauern. Außerdem wird es von einer Multimediashow - 3D-Laserraumfiguren, 2D- und 3D-Lasergrafikanimationen sowie Lichtsequenzen - untermalt.
"Es wird ein Erlebnis", verspricht Jürgen Croy schon jetzt. Er wünscht sich, dass "Glanzlichter" an der Göltzschtalbrücke keine Eintagsfliege sein wird.
Gestern hat der Vorverkauf begonnen. Karten gibt es im Pressehaus der OTZ Greiz, Burgplatz 10. |
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02. März 2010 /OTZ
Große Leistung mit viel Applaus gewürdigt
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Die Streicher der Musikschule unterhielten unter der Leitung
von Doris Floß die Zuhörer im Weißen Saal.
Foto: Müller-Uri -
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David Hummel (vorn) musizierte gemeinsam mit Christian Schürer.
Foto: Müller-Uri -
Elftes Streicherkonzert der Musikschule begeistert die Zuhörer im Weißen Saal
Von Irmengart Müller-Uri Greiz (OTZ).
Ein besseres Zeugnis für die Arbeit einer Kollegin an der Musikschule "Bernhard Stavenhagen" kann es kaum geben, als die Treue zu ihr und die Selbstverständlichkeit, mit der ehemalige Kollegen und Schüler nach Greiz kamen, um im 11. Konzert der Streichergruppen am Sonntagabend im Weißen Saal mitzuwirken. Diese Kollegin heißt Doris Floß, ist seit 32 Jahren als Violinlehrerin an der Musikschule tätig, bereitete diverse Schüler auf ein Musikstudium vor und zog stets ihre Schüler und die ihrer Kollegen für interessante Aufgaben im Zusammenspiel heran. Hinter jedem der elf Konzerte steckt eine immense Arbeit, für die die Schüler natürlich begeistert werden müssen.
Im Konzert am Sonntag wurde sie von Claudia Stillmark (Wiesbaden), einer ehemaligen Cellolehrerin an der Greizer Musikschule, und dem jetzigen Cellolehrer Daniel Gutierrez (Weimar) unterstützt. Letzterer studierte auch das Programm mit ein. Aus dem Kreis ehemaliger Floß-Schüler war die Geigerin Nadine Blumenstein aus Frankfurt/Main zu Gast, wo sie in einem Orchester tätig ist, und die beiden - aus früheren Jahren schon als Duo bekannten Geiger - Mediziner Dr. Christian Schürer und David Hummel. Hummel, der Jüngere der beiden, hatte extra für dieses Konzert ein Duo in einer modernen, affektreichen Tonsprache mit viel Virtuosität geschrieben, das beide mit feurigem Spiel vortrugen.
Nach Begrüßung durch Dorothee Scheuch eröffneten zwei jüngere Schüler, Franziska Reiher und Marius Frantz, schwungvoll das Programm. Nach dem Duo Schürer/Hummel folgte das erste große zyklische Werk, die "Wassermusik" von Georg Friedrich Händel. Sie wurde von den jüngeren Schülern aus den Violinklassen Floß und Gretel Töpfer sowie aus der Celloklasse Gutierrez mit Schwung und Enthusiasmus vorgetragen. Nicht nur das, auch der repräsentative Stil dieser Musik und die Eigenart der einzelnen Tänze wurden durch gut gewählte Tempi, Artikulation und Echowirkung in der Dynamik schon deutlich. Den Klavierpart hatte in bewährter Weise Katrin Bauch, eine Schülermutter, übernommen.
Für das zweite große Werk, die "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgski in einer Bearbeitung von Gerhard Buchner, war die Mitwirkung der erwähnten Gäste von großer Bedeutung, aber den Hauptteil der Interpretation bewältigten die fortgeschrittenen Schüler der Greizer Musikschule. Sie haben damit eine große musikalische Herausforderung angenommen und mit Doris Floß auch in der Interpretation umgesetzt. Die Bearbeitung dieses original für Klavier geschriebenen Werkes gewann an Charakteristik durch die von Christiane Lorenz temperamentvoll vorgetragene verbale Einführung in jedes der Bilder. So war es zum Beispiel ein Vergnügen, "Das alte Schloss" zu besuchen, durch die "Tuilerien" zu pilgern oder auch "Samuel Goldenberg und Schmuyle" beim Gespräch zu belauschen, Mussorgski setzte es genial und urwüchsig in Töne. Besonders schön spielten die Streicher die Promenaden, die auf das jeweils kommende Bild einstimmen.
Es war eine große Leistung aller Beteiligten, die vom großen Publikum mit viel Applaus anerkannt wurde. |
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02. März 2010 /OTZ
Romantischer Blick ins Vogtland
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Museumsleiterin Ina Schumann haben es
die Bilder angetan.
Elsterbergerin stellt auf Burg Schönfels aus
Elsterberg (OTZ/Hentschel).
In der aktuellen Sonderausstellung auf Burg Schönfels ist traditionelle, aber auch expressive Malerei zu sehen.
Angefangen von Zeichnungen, Grafiken und Gemälden mit verschiedenen Techniken auf unterschiedlichen Untergründen bis hin zu Scherenschnitten - und das alles von einer Künstlerin. "Romantischer Blick ins Vogtland - Bilder der Johanna Ehlich-Däberitz" heißt die Schau, die bis 21. April zu sehen ist. Der Lebensmittelpunkt von Johanna Ehlich-Däberitz (1904 - 1986) konzentrierte sich in und um Elsterberg sowie Schönbach.
Der Großteil der Exponate der Ausstellung stammt aus dem Fundus der Tochter Regina Ammer und Privatleihgaben. Interessant sind die Tier- und Blumenmotive der Expressiv-Phase. Weg vom naturalistischen Stil hin zu gedeckten Farben oder intensiven Nuancen.
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02. März 2010 /OTZ
Greizer bei Englisch-Test erfolgreich
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Regionalsiegerin Bianca Brehme mit Medien Schiwek (beide Gera)
und Anna-Theresa Dobmaler (von links/Altenburg)
zur Siegerehrung.
Foto: C. Schmidt
Zwei Gymnasiastinnen bei Fremdsprachenwettbewerb in Gera dabei
Gera (OTZ/C. Schmidt)
„You are simply the best!" — Du bist einfach der Beste! — Mit den Worten aus einem TinaTurner-Song waren die besten Englischschüler der 10. Klassen an den Gymnasien in Gera, Altenburg, Schmölln, Greiz, Zeulenroda und Weida zum 14. regionalen Fremdsprachenwettbewerb im Fach Englisch begrüßt worden.
Der Schulleiter des gastgebenden Osterlandgymnasiums Gera, Olaf Küchler, wünschte „Good luck" (viel Glück) und gab den Startschuss für den Wettbewerb, in dem die 28 Teilnehmer von Englischfachlehrern der zehn Gymnasien begleitet und geprüft wurden.
Vorausgegangen war die 14. Schulolympiade Englisch, durchgeführt an den zehn einzelnen Gymnasien im Schulamtsbereich Gera/Schmölln. Dann wurden die drei jeweils besten Gymnasiasten zum regionalen Englischwettbewerb nach Gera eingeladen. Als Beste wurden Bianca Brehme vom Zabelgymnasium Gera mit 92 von 100 Punkten auf Platz 1, Madlen Schiwek vom Osterlandgymnasium Gera mit 89 Punkten auf Platz 2 und Anna- Theresa Dobmaier vom Spalatingymnasiurn Altenburg mit 87 Punkten auf Platz 3 ermittelt. Diese Schüler erhielten zur Siegerehrung am 25. Februar im Osterlandgymnasium ihre Urkunden und auch Sachpreise, gesponsert von der Sparkasse Gera-Greiz sowie dem Thüringer Philologenverband.
Fabian Kühhirt aus dem Schillergymnasium Zeulenroda, Eva Rudolf und Madeleine Coburn vom Greizer Gymnasium sowie Clemens Reichmann vom Goethegymnasium Gera folgten mit einem geringen Punkteabstand auf den Plätzen vier und fünf. |
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02. März 2010 /OTZ
Werbeabteilung bei „CW Matthes" schließt
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Luise Matthes, Jana Haucke und Michael Matthes
(von links), der die Werbeagentur schließt.
Luise Matthes will Kunden weiter betreuen
Von Christian Freund Greiz (OTZ).
Nachdem Michael Matthes den Computerbereich seiner Firma „CW Matthes" im Januar dieses Jahres an den jungen Unternehmer Enrico Weiser übergeben hatte (OTZ berichtete), schließt er nun auch aus Rentabilitätsgründen seine Werbeagentur in der Greizer Neustadt.
Die Werbeagentur wurde 1992 gegründet und bediente die Kunden mit einer umfangreichen Palette, wie zum Beispiel Fahrzeugbe- Luise Matthe schriftungen, Leuchtkästen, Plakate, Flyer, Textildruck oder der Anfertigung kompletter Firmenunterlagen von der Visitenkarte bis zu Rechnungsvordrucken. Tochter Luise, die im
Jahr 2000 in diesem Unternehmen die Lehre aufnahm und anschließend ein Studium mit dem Abschluss im Medienmanagement absolvierte und während dieser Zeit einen umfangreichen Erfahrungsschatz sammeln konnte, beginnt am 1. März ihre Tätigkeit bei „Express Design" Jana Haucke in der Greizer
Altstadtgalerie.
„Kunden, die uns bisher das Vertrauen geschenkt haben, können sich auch weiterhin an mich wenden", erklärt Luise
Matthes.
Jana Haucke begann ihr Geschäft im Nebengewerbe bereits 1999, zum
Haupterwerb wurde es ein Jahr darauf. In der Altstadtgalerie ist sie jetzt mit drei Mitarbeitern und zwei Auszubildenden zu finden. |
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02. März 2010 /OTZ
Greizer Taucher trotzen der Kälte
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Vorbereitungen an der Einstiegsstelle vor dem Start der
Eistauch-Veranstaltung. -
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Jeweils zwei Taucher gingen parallel ins Wasser. Nach zwanzig
Minuten hieß es dann, wieder aufzutauchen.
Fotos: Gunter Viehhäuser -
TC Chemie Greiz beim Faschings-Eistauchen des Tauchclubs Dresden Nord
Von Gunter Viehhäuser Ammelshain (OTZ).
Wie in jedem Jahr rief auch 2010 der Tauchclub Dresden Nord zur Faschingsfeier mit vorherigem Tauchgang. Die Veranstaltung fand an einem kalten Februarwochenende im sächsischen Ausbildungszentrum am Steinbruch bei Ammelshain (Landkreis Wurzen) statt. Da dieses Jahr die Witterung mitspielte und der See sich mit einer dicken Eisschicht zierte, konnte das Eistauchen vorbereitet werden.
Neben der ganzen Technik, die akribisch hergerichtet werden musste, galt es auch noch die Einstiegsstellen von Schnee und Eis zu befreien und zu sichern. Das starke Eis verlangte nach kräftigem Körpereinsatz und die Absicherung der Einstiege nach einem hohen Maß an Verantwortung. Anschließend galt es die Eislöcher zu sichern. Die Einstiegstellen wurden dazu abgesperrt und kenntlich gemacht sowie die Ränder um die Einstiege abgestumpft.
Danach begannen die ersten "Eisnasen" sich umzuziehen. Da pro Einstieg immer nur zwei Taucher gemeinsam absteigen können, war die Tauchzeit auf zwanzig Minuten begrenzt, um möglichst vielen die Möglichkeit des Eistauchens zu bieten. Das Tauchen unter Eis birgt eine ganz besondere Faszination. Es erfordert eine fundierte Ausbildung, große Erfahrung und natürlich besonders die strikte Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen.
Die jeweiligen Taucher sind untereinander sowie nach oben zum Sicherheitsmann am Einstieg mit einer Leine verbunden. Der Sicherheitsmann auf dem Eis ist ebenfalls ein erfahrener Taucher, der auf jede Unregelmäßigkeit sofort reagieren kann und muss. Weiterhin steht an jedem Einstieg ein Sicherheitstaucher in kompletter Ausrüstung bereit, um im Notfall sofort eingreifen zu können. Verständigt wird sich mit Zugsignalen über die Leine.
Bei etwa zehn Metern Sicht wurde das Eistauchen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Nach Beendigung des Tauchens wurde gemeinsam Kaffee getrunken und der Saal für die Veranstaltung hergerichtet.
Als Faschingsmotto diente diesmal die Reise zu den Kontinenten und die dort übliche Kultur des Speisens. So hatten die Greizer Taucher die Aufgabe, eine australische Suppe zu zaubern und davon so viel mitzubringen, dass alle 60 Teilnehmer davon essen konnten.
Am nächsten Tag wurde gemeinsam "klar Schiff" gemacht und anschließend die Heimreise angetreten, aber nicht ohne das Versprechen abzugeben, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. |
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02. März 2010 /OTZ
Thüringer Gerbert wird Sachsenmeister
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Die Mylauer Teilnehmer an der Sächsischen Meisterschaft
der Altersklasse 10/11.
Foto: Katrin Müller
Eisschnelllauf: Sächsische Meisterschaften der Altersklassen 10/11
Dresden (OTZ/K. Müller).
Zehn Eisschnellläufer des TSV Mylau stellten sich am Sonnabend der Konkurrenz, wobei es um den Titel des Sächsischen Meisters der Altersklassen 10 und 11 ging. Der Sonnabend machte seinem Namen alle Ehre und brachte strahlenden Sonnenschein, aber auch starken Wind auf das Dresdener Eisoval. Jeder Titelanwärter hatte je zwei Mal die 200 m und zwei Mal den Gewandtheitslauf zu absolvieren.
"Thüringer Sachsenmeister" dieses Jahres wurde mit persönlicher Bestzeit im Gewandtheitslauf Philipp Gerbert bei den Jungen der Altersklasse 10. Daneben galt es zwei Vizemeistertitel zu bejubeln. So standen nach eng beieinander liegenden Zeiten Linda Reinhold (10) und Alicia Barndt (11) als zweite Sieger auf dem Treppchen.
Nachdem Linda nach dem ersten 200-m-Lauf und mit Bestzeit führte, bekam sie beim zweiten Lauf die Kraft des Windes zu spüren und lief so die viertschnellste Zeit. Die eingebüßten Zehntel fehlten am Ende in Form von nur 0,17 Punkten Rückstand zum Gesamtsieg. Genauso knapp ging es bei Alicia zu. Nach einem souveränen ersten Lauf, der wie so oft schon bei ihr in dieser Saison in einem neuen Bahnrekord endete, und einem unschlagbaren zweiten Lauf schlugen beim Gewandtheitslauf die Sekunden zu Buche, die schließlich den Hauch von 0,14 Punkten Rückstand zum Titel bildeten. Michael Roth (11) wurde seiner Favoritenrolle wieder einmal gerecht und überzeugte mit Siegen über alle Strecken. Damit wurde er neuer Sachsenmeister der Altersklasse 11.
Lisa Mulack (11) lief Bestzeit über 200 Meter und kam im Mehrkampf auf Platz fünf. Die Plätze acht in ihren Altersklassen belegten Jessy Seifert (10), Maximilian Mothes (10) und Felix Joram (11). Selina-Shirin Spörl (11) kam auf Platz 9 und Nico Wilfert (10) auf Platz 13, wobei sich Felix, Selina und Nico über neue Bestleistungen über die 200 m freuten.
Bei den Staffelrennen konnten die Mylauer nochmals ins Medaillengeschehen eingreifen. Die Mädchenstaffel der Altersklasse 10/11 mit Lisa Mulack, Selina-Shirin Spörl, Linda Reinhold und Alicia Barndt wurden Sachsenmeister mit fast fünf Sekunden Vorsprung vor dem Eislaufverein Dresden (EVD) 2 und dem Crimmitschauer Eislaufverein (CEV).
Die Jungenstaffel mit Maximilian Mothes, Philipp Gerbert, Felix Joram und Michael Roth erkämpften sich die Bronzemedaille hinter EVD 1 und CEV/Eisschnelllauf-Club Chemnitz (ECC). Jessy Seifert und Nico Wilfert belegten mit den gemischten Staffeln jeweils Platz fünf.
Ergebnisse: Linda Reinhold (10) Ges. 2. 200m 23,93 (1); 200m 25,61 (4.); BÜ 38,12 (3.), Philipp Gerbert (10): Ges. 1. 200m 23,06 (1.); 200m 24,30 (2.); BÜ 35,90 (1.); Alicia Barndt (11) Ges. 2. 200m 21,17 (1.); 200m 21,64 (1.) BÜ 37,04 (4.); Lisa Mulack (11) Ges. 5. 200m 22,79 (4.); 200m 223,14 (5.) BÜ 39,86 (6.) |
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02. März 2010 /OTZ
Jugend an das Ehrenamt heranführen
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René Käßmann
Kreissportjugend beschließt Arbeitsplan 2010
Greiz (OTZ/P. Reichardt).
"Nach der Vorstandswahl 2009 können wir auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurück blicken." René Käßmann, stellvertretender Vorsitzender der Kreissportjugend Greiz, ist zufrieden mit dem zuletzt Erreichten.
Zur Mitgliederversammlung der Kreissportjugend am Freitag in der Greizer Sportschule "Kurt Rödel" zog Käßmann ein Fazit des vergangenen Jahres und gab Ausblick auf anstehende Aktivitäten.
So sei es gelungen, 86 Kooperationsvereinbarungen "Kindergarten/Schule - Sportverein" mit Leben zu füllen und gezielt die sportliche Betätigung bei Kindergarten- und Grundschulkinder in den Alltag einzubinden. Bummisportfeste, Kreisjugendspiele, Ferienfreizeiten oder internationale Kinder- und Jugendbegegnungen sind und bleiben fester Bestandteil der Arbeit der Kreissportjugend. bedürfen dabei aber eines qualifizierten Übungsleiter- und Betreuerstammes.
Deshalb ist mit dem Arbeitsplan auch für dieses Jahr der Aus- und Weiterbildung ein großes Augenmerk gewidmet. Dabei rief Käßmann auch wieder auf, sich für ein ehrenamtliches Engagement zur Verfügung zu stellen.
Hauptschwerpunkt im Arbeitsplan ist die Unterstützung der Sportvereine durch die Kreissportjugend und die Jugendsportkoordinatoren. Die Kreissportjugend unterstützt außerdem die Sportvereine, um Jugendlichen das Zusammenleben und das ehrenamtliche Engagement im Verein noch besser zu ermöglichen.
Für die gemeinsame Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder und Jugendlichen im Landkreis Greiz wünschte Käßmann weiterhin viel Erfolg.
Doch nicht nur anspruchsvolle Aufgaben wurden beschlossen, sondern auch verdienstvolle Mitglieder der Kreissportjugend geehrt. So erfuhr Wolfgang Bunge, Schulsportkoordinator des Schulamtes Gera/Schmölln, mit dem Eintrag in das Ehrenbuch der Kreissportjugend eine ganz besondere Ehrung. Arlet Böttcher vom Tauchclub Chemie Greiz und Sindy Zimmermann vom Turnverein Weißendorf wurden mit Blumen und einem Präsent geehrt. |
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02. März 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Xynthia beschäftigt Einsatzkräfte
Sturmtief hinterlässt Spuren - Umgestürzte Bäume blockieren Straßen und Schienen
Von Heidi Henze, Ute Flamich und Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ).
Montagvormittag, 9.45 Uhr. Sturmtief Xynthia hat sich verzogen. Peter Fischer, Bauhofleiter der Verwaltungsgemeinschaft Auma-Weidatal, und Zivi Andreas Kreutzer sind auf dem Weg nach Göhren-Döhlen, wollen dort nach dem Rechten sehen. Die Straße soll überspült sein.
Das Duo nutzt die Gelegenheit und schiebt eine Kontrollfahrt über Braunsdorf/Tischendorf ein. Es geht von Auma aus über die B 2 Richtung Norden. Dann, kurz nach dem Aumaer Sportplatz, tritt Andreas Kreutzer auf die Bremse des VW-Pritschenfahrzeugs, denn er hat am Straßenrand etwas entdeckt: eine umgestürzte Fichte, die bedrohlich nah an der stark frequentierten Fahrbahn liegt. Ihre Krone hat sich im Fallen in einer Telefonleitung verhakt und das Kabel dadurch kräftig "nachgespannt".
Die Bauhofleute wenden und holen die Motorsäge heraus. Ein paar Minuten später ist der Sturmschaden behoben und die Leitung hängt wieder frei in der üblichen Höhe. Keineswegs der einzige derartige Fall. Xynthia hatte in der Nacht zum Montag noch an etlichen anderen Stellen Spuren hinterlassen. Die größten Einschränkungen gab es auf der Bahnlinie zwischen Pöllwitz und Mehltheuer, die drei Stunden gesperrt werden musste. Einen Baum auf dem Gleis nannte Änne Kliem, Kommunikationsleiterin der Deutschen Bahn AG Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, als Ursache. Zwei Züge fielen aus, einer aus Richtung Gera kommend hatte 44 Minuten Verspätung, und bei sieben Zügen lagen die Verspätungen im einstelligen Minutenbereich.
Am Sonntagabend gegen 20.45 Uhr musste die Aumaer Feuerwehr bereits auf die B 2. Kurz vor Muntscha war ein Baum auf eine Überlandleitung gekracht. Er konnte nur mit "Amtshilfe" durch die Zeulenrodaer Drehleiter entfernt werden. Etwa zur gleichen Zeit - deshalb teilte sich die Einsatztruppe - lief über die Rettungsleitstelle Gera eine Meldung aus dem Bereich Wenigenauma ein. Dort war ebenfalls ein Baum umgestürzt und lag nun mit der Krone auf der Landesstraße. Gegen 22 Uhr war der Einsatz abgeschlossen, berichtet Peter Fischer, der auch Aumaer Stadtbrandmeister ist und in dieser Funktion schon am Sonntagnachmittag im Aumaer Zentrum auf Achse war. Teile der Dacheindeckung eines leerstehenden Hauses hatten sich gelöst. "Bretter mit Nägeln drin", erklärt Fischer die Notwendigkeit, schnell zu handeln.
Die eher geringen Auswirkungen im Stadtgebiet waren ein absolutes Glück.
Frank Tschochner, Stadtbrandmeister Zeulenroda-Triebes
Die Polizeiinspektion Greiz berichtete gestern von insgesamt 15 Einsätzen im gesamten Landkreis, die vor allem im Umkreis von Zeulenroda-Triebes, Langenwolschendorf und Läwitz wegen umgestürzter Bäume notwendig wurden. "Als absolutes Glück" bezeichnet der Zeulenroda-Triebeser Stadtbrandmeister Frank Tschochner die eher geringen Auswirkungen für die Stadtregion. Die Stützpunktwehr wurde neben dem Muntschaer Einsatz nur noch ein weiteres Mal zu einer Hilfeleistung gerufen. Am Sonntagabend gegen 20.32 Uhr ging es gemeinsam mit den Läwitzer Kameraden auf die Ortsverbindungsstraße in Richtung Langenwolschendorf, um einen umgestürzten Baum wegzuräumen.
Auch im Vogtländischen Oberland hat das Sturmtief seine Spuren hinterlassen. Wie Ortsbrandmeister Steffen Jubold mitteilte, musste die Feuerwehr am Sonntagabend ab etwa 19.30 Uhr insgesamt drei Mal ausrücken. Betroffen waren zwei Straßen bei Pöllwitz, einmal Richtung Dobia und einmal Richtung Stern. In beiden Fällen war die Fahrbahn komplett von umgestürzten Bäumen blockiert. Auch auf der B 92 bei Schönbach musste die Feuerwehr eine Fahrbahnseite aufgrund eines umgestürzten Baumes beräumen. "Wir haben die Bäume zugeschnitten und das Holz am Straßenrand gestapelt", sagt Steffen Jubold. Der Forstbetrieb werde sich um die weitere Verarbeitung kümmern. |
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02. März 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Tariferhöhung in vielen Orten eingeplant
OTZ fragt in Rathäusern der Region nach
Zeulenroda (OTZ).
Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst ist beendet: Etwa 1,3 Millionen Angestellte des Bundes und der Kommunen erhalten schrittweise 2,3 Prozent mehr Gehalt. OTZ fragte in den Rathäusern nach.
Der Aumaer Bürgermeister Gernot Purkart (CDU) ist froh, dass der Abschluss ziemlich moderat ausfiel. Schließlich sei jede Lohnerhöhung für den Arbeitgeber schmerzlich, aber hier hätten alle Beteiligten darauf geachtet, dass die Belange beider Seiten berücksichtigt sind. Für den laufenden Haushalt habe man bereits ein Mehr an Personalkosten eingerechnet, so der Bürgermeister, der darauf verweist, dass die Lebenshaltungskosten auch stetig steigen und der Tarifabschluss nur eine Folge dessen sei.
Auch die Hohenleubener Kämmerin Petra Masur ist über den glimpflichen Ausgang des siebenwöchigen Tarifstreits froh. "Wir hatten mit drei Prozent mehr Gehalt für die Angestellten im öffentlichen Dienst für die nächsten Jahre gerechnet", sagt sie und betont, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst auch jetzt schon nicht schlecht seien und es Branchen gebe, in denen die Angestellten weit weniger verdienen. Durch die Kalkulation mit einem Plus von 0,7 Prozent werde das restliche veranschlagte Geld in Haushaltsrücklagen von einzelnen Gemeinden gesteckt.
Frank Steinwachs (CDU), Bürgermeister von Zeulenroda-Triebes, teilte mit, dass die beschlossenen Tarifregelungen noch nicht im Haushalt 2010 eingearbeitet sind. "Um einen ausgeglichenen Nachtragshaushalt vorlegen zu können, wird es erforderlich sein, die etwa 100 000 Euro, die somit in diesem Jahr mehr für Personalkosten ausgegeben werden müssen, anderweitig einzusparen.", teilte Steinwachs mit. Ob die Einsparungen durch weiteren Personalabbau oder über Kürzungen von Leistungen erwirtschaftet werden, müsse der Stadtrat festlegen.
Wir können im Haushalt mit dem Tarifabschluss leben.
Kai Dittmann, Bürgermeister Langenwetzendorf
Der Langenwetzendorfer Bürgermeister Kai Dittmann (CDU), zeigte sich grundsätzlich über den Tarifstreit verärgert. "In der momentanen Situation eine Tariferhöhung zu fordern, in der viele Städte und Kommunen wahrlich andere Sorgen plagen, halte ich für unverantwortlich." Zwar sei er letztlich froh, dass nicht - wie ursprünglich angesetzt - fünf Prozent mehr Lohn gezahlt werden müssen. Trotzdem bedeute der Tarifabschluss, dass im Vermögenshaushalt gespart werden muss - oder zukünftig beim Personal.
"Ich sehe natürlich ein, dass Mitarbeiter ordentlich entlohnt werden müssen, aber da gibt es sicher andere Stellen, die es viel nötiger hätten. Im öffentlichen Dienst besteht sowieso eine relativ hohe Jobsicherheit", sagt der Bürgermeister. Grundsätzlich habe man vorher drei Prozent Lohnerhöhung einkalkuliert.
Auch im Greizer Landratsamt ist man auf die Tarifanpassung vorbereitet: Im Doppelhaushalt 2010/2011 sei eine Steigerung von zwei Prozent eingeplant. Insbesondere deshalb, da der bisherige Tarifvertrag Ende 2009 ausgelaufen ist, so Pedra Hofmeister. Doch der Tarifabschluss liege noch nicht in verbindlicher Form vor, weshalb sich gegenwärtig nur überschlägige Rechnungen anstellen lassen, wie Hauptamtsleiter Siegmund Vogel ergänzt. Gegenwärtig sei ein Kostenvolumen von 295 000 Euro für die 570 Mitarbeiter des Landkreises zu erwarten.
Kommentar
Was heißt schon viel
Von Ute Flamich
Mit 2,3 Prozent liegt er unter den Erwartungen: der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst. Doch das es ihn überhaupt gibt, ist für so manchen unverständlich.
Sind es nicht die Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst, die schon eine relativ hohe Jobsicherheit genießen, die - gemessen an vielen anderen - jeden Monat gutes Geld auf ihr Konto überwiesen bekommen? Doch wie so oft im Leben ist das alles Ansichtssache. Was heißt schon viel, wenn man mehr haben kann. |
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02. März 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Kommunalaufsicht stellt Bedingungen für Haushalt
Morgen dazu Beschluss vom Stadtrat nötig
Von Steffen Beikirch Zeulenroda-Triebes (OTZ).
Für den Haushaltsplan 2010 der Doppelstadt hat die Kommunalaufsicht Bedingungen gestellt, denen der Stadtrat in seiner Sitzung morgen Abend per Beschluss beitreten muss.
Das Landratsamt Greiz gibt statt der geplanten Neuverschuldung von 1,1 Millionen Euro nur eine Kreditaufnahme von 1 018 750 Euro frei. Dies auch nur unter der Maßgabe, dass vorher "geeignete Maßnahmen im Verwaltungshaushalt" ergriffen sein müssen, die die geforderte freie Finanzspitze garantieren - 2010 mindestens 127 109 Euro.
Laut Kommunalaufsicht verfügt die Stadt nach bisherigem Haushaltsplan nur über eine freie Finanzspitze von 3 000 Euro. Gleichzeitig sind vom Innenministerium mehrere Änderungen bei der Finanzausstattung angekündigt. Etwa 395 232 Euro weniger aus Schlüsselzuweisungen sowie 10 375 Euro weniger aus dem Familienlastenausgleich. Dafür im Gegenzug 118 812 Euro mehr beim Gemeindeanteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer. Macht nach aktuellen Rechnungen eine Deckungslücke im Verwaltungshaushalt von gut 286 000 Euro.
Deshalb werde es mit Sicherheit nötig werden, "dass wir uns von bestimmten Dingen verabschieden", kündigte Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) zur Vorberatung dieses Sachverhaltes im Hauptausschuss an. Der Stadtrat soll morgen eine globale Haushaltssperre für den Verwaltungshaushalt verhängen und die Ausgaben pauschal um 2,25 Prozent kürzen. Damit würden 411 555 Euro durch Budgetierung zwangsweise eingespart. "Das trifft uns in einigen Dingen sicherlich hart", kommentierte der Bürgermeister. Aber unter diesen Voraussetzungen könne man die Auflagen erfüllen.
Laut Landratsamt ist die geplante Kreditaufnahme von 1,1 Millionen Euro deshalb nicht in der vollen Höhe genehmigt worden, weil für die Investitionen in diesem Jahr nicht so viel Geld benötigt wird. Die Kommunalaufsicht beruft sich hierbei auf einen Beschluss des Stadtrates, den Umbau des Rosa-Luxemburg-Platzes auf 2011 zu verschieben. Laut Forderungen verschiedener Fraktionen sollte hierfür ein Sperrvermerk gesetzt werden. Die Kommunalaufsicht erkennt in dem Beschluss mehr als eine Haushaltssperre und hat die für dieses Jahr nötigen Investitionskosten um 81 250 Euro reduziert - genau jene Summe, die man bei der Kreditaufnahme versagte. |
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02. März 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Steinberg wird beste Boxerin
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Peter Jahn (TSV Zeulenroda,
in Blau) beim Angriff gegen
Katchorow aus Gotha.
Boxen, dritter Wettkampf zum 2. Thüringen-Cup: Nur elf von 20 Kämpfen ausgetragen
Zeulenroda (OTZ/Ullrich).
Am Sonnabend fand in der vollbesetzten Ludwig-Jahn- Turnhalle in Zeulenroda der dritte Wettkampf zum zweiten Thüringen-Cup im Boxen statt. Angereist waren Mannschaften aus Nordhausen, Mühlhausen, Erfurt, Suhl, Gera, Ronneburg, Gotha und Leinefelde.
Da aber einige Mannschaften nicht alle ihrer gemeldeten Sportler zum Einsatz brachten, kam es nach den ursprünglich zwanzig Ansetzungen nur zu elf Wertungskämpfen und drei Sparringkämpfen.
So traf es auch Justine Mörl vom TSV Zeulenroda, wo gleich zwei gemeldete Gegnerinnen nicht anreisten. Von den elf Wertungskämpfen waren auch vier Kämpfe mit Zeulenrodaer Beteiligung.
Mit zwei Unentschieden und zwei Niederlagen belegten sie den vierten Platz in der Mannschaftswertung hinter Nordhausen mit einem Sieg und zwei Unentschieden, dem Erfurter PSV mit drei Siegen und den erstplatzierten Boxern aus Gotha mit drei Siegen und einem Unentschieden.
Bei den Schülern in der Gewichtsklasse bis 34 kg standen sich Lukas Knödler (TSV) und J. Eisfelder aus Gotha gegenüber. Der Kampf wurde in der Pause zur zweiten Runde durch den Trainer Karl-Heinz Ullrich wegen starkem Nasenbluten abgebrochen. Dadurch gewann der Gothaer.
Im zweiten Kampf musste Peter Jahn (TSV) gegen A. Katchorow aus Gotha in den Ring, auch für ihn war es der erste Kampf. Sein Gegner bestritt bereits zehn Kämpfe und war der Favorit, doch es kam ganz anders. Jahn stand mit guter Doppeldeckung. Seinem Gegner ging nach einer Weile die Luft aus, so dass der TSV-Boxer selber Treffer setzen konnte. Beide trennten sich unentschieden, hier wäre ein Erfolg für Jahn durchaus verdient gewesen. Ein Trost für ihn war dann die Auszeichnung mit einem Pokal als "Bester Techniker" der Veranstaltung.
Im dritten Kampf standen sich bei den Frauen im Mittelgewicht Sabrina Steinberg (TSV) und die aus Nordhausen kommende K. Ungefroren gegenüber. Beide trafen bereits im Dezember in Suhl aufeinander, hier verlor Steinberg nur hauchdünn. Sie ging voll motiviert in den Kampf, brachte gute Treffer an, wurde aber auch selbst getroffen. In Runde zwei hatte sie Schwierigkeiten, rutschte immer wieder beim Schlagen weg und konnte damit ihre Schlaghand nicht effektiv einsetzen. In der dritten und letzten Runde gab sie aber noch einmal alles. Nur mit Halten und Klammern stand Ungefroren die letzte Runde durch.
Für diese Leistungen wurden beide Kämpferinnen vom Kampfgericht mit einem Pokal als beste Boxerinnen ausgezeichnet. Das Kampfgericht entschied auf ein gerechtes Unentschieden.
Im letzten Kampf musste Leonardo Mazuryk (TSV) gegen Hamda aus Gotha in den Ring. Leonardo war von Anfang an auf Angriff eingestellt, wurde aber vom Gothaer, der einen halben Kopf größer war, immer wieder getroffen. Trotz der zahlreichen Treffer seines Gegners griff er immer wieder an und hatte mit seinen Aktionen die Zuschauer hinter sich, die ihm ein ganz großes Kämpferherz bestätigten und zum Ende des Kampfes, den der Gothaer nach Punkten gewann, auf die Schulter klopften.
Ein Dank geht an alle Mitwirkenden am und um den Ring, die für eine gelungene Veranstaltung beigetragen haben, sowie Dr. Schreiter, der als Ringarzt amtierte.
Weiterhin bedankt sich die Sektion Boxen bei den Sponsoren für die Ehrengeschenke und Pokale. |
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02. März 2010 /Vogtland-Anzeiger
Was macht ein Bauer im Winter?
Reichenbach – Liegt der Bauer im Winter eigentlich auf der faulen Haut? Wie groß ist ein Futterberg, den eine Kuh am Tag frisst? Warum kommt die Milch aus dem Euter, ohne dass der Melker an den Zitzen zieht? Solche und ähnlich wichtige Fragen stellten die Vorschulkinder aus der Reichenbacher Kita „Kinderland“ bei ihrem Besuch auf dem Landwirtschaftshof Seiler/Schimpfermann in Unterheinsdorf.
Geduldig beantwortete Karsten Schimpfermann, der Junior-Bauer auf dem Hof, die vielen Fragen der Steppkes. Er zeigte ihnen den Kuhstall, den Melkstand und den Gülleplatz. Auch den großen Behälter, in dem die Milch bis zum Abtransport in den Milchhof gelagert wird, bestaunten die Kinder.
Und natürlich wollte jeder mal auf dem Traktor sitzen, der bei den Schimpfermanns auf dem Hof steht. Der Kinderbesuch auf dem Bauernhof fand im innerhalb des Projektes „Schnuppern, streicheln und schmecken – den Bauernhof entdecken“ statt, das vom Kreisjugendamt, der Fachschule für Landwirtschaft in Plauen und dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ins Leben gerufen wurde. Dabei sollen die Kinder das Leben auf dem Bauernhof kennenlernen und erkennen, wo die Milch aus dem Supermarkt eigentlich herkommt. Daneben will man ihnen den Kontakt zu Tieren ermöglichen, damit auch Stadtkinder lernen, dass eine Kuh nicht lila aussieht.
Als „Lehrer“ für die Kinder fungieren Landwirtschaftsschüler. Sie besuchten die Kinder im Januar bereits in ihren Einrichtungen und bereiteten sie auf den Bauernhof-Tag vor. Ins „Kinderland“ brachten die Fachschüler beispielsweise Tierfutter, Plakate, ein Melkmodell und ein Kuhmodell mit, das die Kinder nach ihrem Besuch bei den „richtigen“ Tieren gestalten dürfen.
Im Mai soll ein weiterer Projekttag stattfinden, in dessen Mittelpunkt dann die Pflanzenproduktion auf Feld und Wiese steht. Alle Aktivitäten im Rahmen des Bauernhofprojektes werden dokumentiert und später auf DVD gebrannt. Gestern war beispielsweise Franziska Partsch mit der Kamera unterwegs. Dass den Kindern der Besuch auf dem Bauernhof sehr viel Spaß bereitete, merkte man am großen Interesse. Alles, was ihnen Landwirtschaftsschüler Karsten Schimpfermann zeigte und erklärte, nahmen sie gespannt in sich auf. Die Kids streichelten die Tiere, bestaunten den Luftsog am Melkstand und löcherten ihren Gesprächspartner mit immer neuen Fragen. ina |
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| 02. März 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
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... und Hopp!
Zeichnung: OTZ/Bruns
Gärtnerausbildung soll in Gera bleiben
Kreistag tagt zu Berufsschule Liebschwitz
Von Angelika Munteanu Gera.
Die Stadt Gera will die Berufsausbildung für Garten- und Landschaftsbauer und Floristen in ihren Grenzen behalten, wenn die Berufsschule Liebschwitz geschlossen wird.
Die Aufhebung der Staatlichen berufsbildenden Schule in GeraLiebschwitz und zugleich die Aufhebung der Außenstelle der Berufsschule Greiz I — Träger ist jeweils der Landkreis Greiz — stehen heute auf der Tagesordnung der Kreistagssitzung in Weida. Der Schulausschuss und der Finanzausschuss hatten sich bereits für die Aufhebung zum 1. August ausgesprochen.
Der Prüfungsausschuss des Landes für den Garten- und Landschaftsbau sei an die Stadt Gera herangetreten, die Ausbildung künftig zu übernehmen, sagt Ausschussmitglied Wolfgang Srok. Es sei inzwischen ein Antrag an das Kultusministerium gestellt, die Beschulung zu den Ausbildungsberufen Gärtner mit den Fachrichtungen Garten- und Landschaftsbau und Florist ab dem Schuljahr 2010/11 an der Schule für Gewerbliche Berufe Geraa weiterzuführen.
Offen ist noch, wie es mit dem Arboretum in Liebschwitz weitergehen soll. Anwohner und auch Fachleute befürchten, dass mit der Schulschließung das Umfeld zur Brache wird. Der Wanderverein Elstertal erkundet das Arboretum, dessen Zukunft derzeit noch unklar ist.
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