25. Februar 2010 /OTZ

Anlaufpunkt für psychisch Kranke

Das Team der Psychiatrischen Institutsambulanz Greiz: Psychiater Dr. Oliver Grimm, Psychologin Katrin Gille, Sozialpädagogin Lydia Modl (links) und Schwester Maria Gabel (sitzend).
Das Team der Psychiatrischen Institutsambulanz Greiz:
Psychiater Dr. Oliver Grimm, Psychologin Katrin Gille, Sozial-
pädagogin Lydia Modl (links) und Schwester Maria Gabel
(sitzend).
Foto: OTZ/Kathrin Schulz

Psychiatrische Institutsambulanz in Greiz beendet Psychiater-Notstand im Landkreis

Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ).

"Wir sind sehr froh, den Psychiater-Notstand im Landkreis Greiz beenden zu können", zeigt sich Amtsärztin Dr. Gudrun Böttger gestern erleichtert und gratuliert gemeinsam mit Abteilungsleiterin Berit Dübler dem Team der neuen Psychiatrischen Institutsambulanz Greiz um Psychiater Dr. Oliver Grimm zur offiziellen Eröffnung. Mit Beginn des Jahres 2010 hatte das Asklepios Fachklinikum Stadtroda eine Institutsambulanz in der Brückenstraße 7/9 eröffnet und nach Auskunft von Dr. Grimm seitdem bereits um die 130 Patienten behandelt. "Viele von ihnen haben bisher zur Sprechstunde nach Stadtroda fahren müssen, jetzt können sie wohnortnah behandelt werden", erklärt Björn Pestinger, Geschäftsführer des Asklepios Fachklinikums Stadtroda. Auch Heime und Behinderteneinrichtungen wie das Carolinenfeld können seit Jahresbeginn das psychiatrische Angebot vor Ort nutzen. Es gehe vor allem um ein ambulantes, multiprofessionelles, aufsuchendes Angebot für schwer und chronisch psychisch Kranke, das über die psychiatrische Grundversorgung hinaus gehe, erläutert Oberarzt Thomas Frisch, der für die drei Thüringer Institutsambulanzen in Stadtroda, Pößneck und jetzt auch Greiz den Hut auf hat. Natürlich, so Frisch weiter, sei es nunmehr auch möglich, für Greizer Patienten Termine für Spezialsprechstunden der Institutsambulanz in Stadtroda, beispielsweise für die Gedächtnissprechstunde oder einen Frühtest auf Demenz, zu vermitteln.
"Gegen den Ärztenotstand in der Psychiatrie haben wir seit 2006 nach Lösungen gesucht", unterstreicht die Amtsärztin gestern und dankt den Partnern des Asklepios Fachklinikums. Diese wiederum loben die Unterstützung der Landkreisverwaltung bei der Immobiliensuche. Zunächst habe man das ehemalige Finanzamt in der Neustadt im Auge gehabt, nunmehr sei geplant, am Standort der Kreiskrankenhaus Greiz GmbH Kapazitäten im Roten Haus zu nutzen und eine Tagesklinik mit 15 Plätzen dort aufzubauen, erläutert Pestinger. In dieses Gebäude könne später auch das Team der Institutsambulanz umziehen und die Angebotspalette vor allem auch für Psychotherapie in Gruppen erweitern. Vorerst allerdings sei man sehr glücklich über die seit Jahresbeginn angemieteten Praxisräume in der Brückenstraße. Nicht nur die niedergelassenen Ärzte und der Apotheker aus unmittelbarer Nachbarschaft gratulierten gestern dem neuen Team im Greizer Ärztekanon. Neben Psychiater Dr. Oliver Grimm, der seine Ausbildung in Stadtroda absolvierte und bisher am Klinikum in Gera tätig war, nimmt Psychologin Katrin Gille am Montag in Greiz ihre Arbeit auf. Sozialpädagogin Lydia Modl gehört zum Team ebenso wie Schwester Maria Gabel.

Kommentar

Gute Adresse

Von Kathrin Schulz

Keine Frage: Es ist eine gute Sache, wenn die Greizer wieder eine psychiatrische Praxis haben, die den Patienten eine wohnortnahe Behandlung ermöglicht. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass die psychiatrischen Erkrankungen steigen. Man gehe davon aus, dass fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Leben einen Psychiater brauchen, wie Dr. Oliver Grimm am Rande der gestrigen Praxiseröffnung einschätzt. Die Brückenstraße in Greiz ist eine gute Adresse, der Weg vieler Patienten führt ins Herz der Stadt. Wenngleich die Institutsambulanz vor hat, ins Gelände der Kreiskrankenhaus GmbH zu wechseln. Im Roten Haus, wo eine psychiatrische Tagesklinik mit 15 Plätzen entsteht, sind die Handwerker schon eifrig bei der Arbeit. Ende des Jahres soll die Einrichtung des Asklepios Fachklinikums fertig sein.
Das Asklepios Fachklinikum beschäftigt 680 Mitarbeiter. Tageskliniken mit 15 Plätzen gibt es neben Stadtroda auch in Pößneck. In Gera wird eine Tagesklinik mit 13 Plätzen der Kinder- und Jugendpsychiatrie betrieben.

Öffnungszeiten Institutsambulanz Greiz, Brückenstraße 7/9:
Montag und Donnerstag 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr; Dienstag und Mittwoch 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr sowie Freitag 8 bis 12 Uhr.
Telefon: 03661/452077


25. Februar 2010 /OTZ

Durch Wirrwarr im Flugverkehr geirrt

Joachim B. Schulze
Joachim B. Schulze

Joachim Schulze einen Tag länger unterwegs

Von Katja Grieser Greiz/Gera (OTZ).

Ziemlich aufgeregt rief Christine Schulze, vielen Greizern noch bekannt als Gemeindepädagogin in der Stadt, am Dienstag in der OTZ-Redaktion an. Sie hatte den Bericht "Mit geringen Turbulenzen" in unserer Zeitung gelesen, in dem es um die Folgen des Pilotenstreiks bei der Lufthansa auf die Fluggäste ging. "Mein Sohn steckt in Paris fest und braucht ein Hotelzimmer. Sein Flug wurde gestrichen", erzählt die inzwischen im Ruhestand befindliche Christine Schulze. Und da in dem Artikel auch über die Rechte von Fluggästen, deren Flüge annulliert wurden, berichtet wurde, erhoffte sie sich weitere Hilfe. Über den vermittelten Ansprechpartner war Schulze dankbar, "das hat mir sehr geholfen", sagt sie. Gestern Mittag, einen Tag später als ursprünglich geplant, konnte Christine Schulze ihren Sohn Joachim B. Schulze vom Flughafen Leipzig abholen und in die Arme schließen. Der hatte viel zu berichten, nicht nur vom 17-tägigen Künstleraustausch auf Kuba, sondern auch von der abenteuerlichen Heimreise. "Die Informationen in Kuba waren recht knapp, aber kurz vor der Abreise habe ich von zu Hause eine SMS bekommen, in der ich auf die anstehenden Pilotenstreiks hingewiesen wurde", erzählt Joachim B. Schulze. Er war also vorgewarnt. Völlig erstaunt war er dann, als auf dem Flughafen in Paris - von dort sollte es weiter nach Leipzig gehen - sein Flug nicht einmal auf der Anzeigetafel zu finden war. Und das, obwohl er eigentlich mit Air France fliegen sollte, der Lufthansa-Pilotenstreik also vermutlich nicht die Ursache sein könne. Von Paris kam er also am Dienstag nicht mehr weg, musste im Hotel übernachten. Vertröstet wurde er einen Tag, so dass er schließlich gestern Morgen gen Heimat fliegen konnte. Einen Tag später als geplant. Vermutlich seien mehrere unglückliche Umstände schuld an der Verspätung, so Schulze. So könne es noch eine Nachwehe des Pilotenstreiks in Deutschland sein. Hinzu komme, dass die französischen Fluglotsen am Dienstag in den Streik getreten sind, also auch der französische Flugverkehr gestört war.
Froh war Joachim B. Schulze, als er gestern von seiner Mutter abgeholt und an seinen Wohnort Gera gebracht wurde. Als wären der Künstleraustausch auf Kuba und die dort gewonnenen Eindrücke nicht genug Aufregung, kam nun noch der Stress bei der Rückreise hinzu. "Ich werde jetzt erstmal zwei Tage zum Erholen brauchen", sagt er geschafft.


25. Februar 2010 /OTZ

Letztes Stück Schreberbergbrücke

Die Schreberbergbrücke auf der B 92 in Weida wird abgerissen. An der Stelle wird ab März eine neue Brücke aus Beton gegossen. Die Umgehungsstraße soll im Oktober wieder frei gegeben werden.
Die Schreberbergbrücke auf der B 92
in Weida wird abgerissen. An der Stel-
le wird ab März eine neue Brücke aus
 Beton gegossen. Die Umgehungsstraße
 soll im Oktober wieder frei gegeben
 werden.
Foto: T. Präkelt

Abriss auf der B 92 in Weida in wenigen Tagen abgeschlossen - Neubau beginnt ab März

Weida (OTZ/KW).

In wenigen Tagen wird von der alten Schreberbergbrücke auf der B 92 in Weida nichts mehr zu sehen sein. Der Bagger pickert sich bereits durch die Widerlager. Die Brücke ist in dem gleichen schlechten Zustand wie die gesamte Ortsumgehung, die seit vorigem Jahr erneuert wird. Und das heißt: Abriss. 200 Tonnen Beton sind abzutragen.
Seit Mitte des Monats fließt der Verkehr bereits über eine Behelfsbrücke, um Baufreiheit zu schaffen. "Die neue Brücke, ein Rahmenbauwerk in Beton, wird vor Ort gegossen", erklärt Lothar Lüder vom Straßenbauamt Ostthüringen. Einzige Besonderheit ist die Bohrpfahlgründung, fester Baugrund findet sich hier erst in zehn Metern Tiefe. Während der Arbeiten wird der Verkehr weiter fließen können. Lediglich wenn dann die Brücke an die Straße angeschlossen wird, könnte es an Wochenenden zu Sperrungen kommen. Parallel zum Brückenbau werden die Straßenarbeiten voran getrieben. Die Umgehungsstraße soll im Oktober in einem Guss stehen. Einschließlich der neuen Lärmschutzanlagen. Der hartnäckige Winter hat laut Lüder zu keinen Verzögerungen geführt. "Wir waren auf den Winter eingestellt und haben einen Zeitpuffer eingeplant." Die Schalungsarbeiten für die neue Brücke können ohnehin erst beginnen, wenn der Frost endgültig vertrieben ist. Das Straßenbauamt geht von März aus.


25. Februar 2010 /OTZ

Spannung für Mensch und Tier

Für das Landwirtschaftsamt Zeulenroda geht der Bergaer Andy Belfert ins Rennen um Bestleistungen beim Landeswettbewerb im Wettmelken.
Für das Landwirtschaftsamt Zeulenroda geht der Bergaer Andy
Belfert ins Rennen um Bestleistungen beim Landeswettbewerb
im Wettmelken.
Foto: Marcel Hilbert

Teichwolframsdorfer Agrar ist Gastgeber der Thüringenmeisterschaft im Melken

Von Marcel Hilbert Teichwolframsdorf (OTZ).

Es herrscht Anspannung für Mensch und Tier in der Milchviehanlage von Gerd Halbauer. Für die Kühe sind die vielen neuen Gesichter ungewohnt. Bei den zehn Gästen aus allen Ecken Thüringens wächst die Aufregung, da gleich das große Melken beginnt.
Seit gestern heißt die Teichwolframsdorfer Agrar GmbH die besten Melker Thüringens zum Landesausscheid im Wettmelken willkommen. 20 Land- und Tierwirte konnten sich hierfür in Regionalausscheiden qualifizieren. In zwei Gruppen à zehn Personen treten die Männer und Frauen in drei Kategorien gegeneinander an. Nachdem am Vormittag zunächst ein theoretischer Wissenstest absolviert werden muss, geht es am Nachmittag in den praktischen Teil. Pro Prüfling müssen zehn Milchkühe am Fischgrätenmelkstand gemolken werden.Dabei komme es jedoch nicht auf Menge oder Zeit an, wie Gerd Halbauer, Chef des gastgebenden Betriebs berichtet: "Bereits einige Tage zuvor stellt eine Kommission die Kuh-Gruppen zusammen und bestimmt in einem Testdurchgang eine Richtzeit und eine Richtmenge. "Diesen Werten müssen die Resultate der Prüflinge schließlich annähernd entsprechen.


Es ist mir eine Ehre, Gastgeber dieses Wettbewerbs zu sein.

Gerd Halbauer, Geschäftsführer Teichwolframsdorfer Agrar GmbH


Im Zelltest kontrollieren die Bewerber selbst noch einmal die Qualität der Milch auf mögliche Verunreinigungen, bevor der Wettkampftag über die Runden gebracht und die abschließende Bewertung in die Hände der Kampfrichter übergeben wird.
Am 24. März werden dann die Resultate des Landesmelkwettbewerbs bekannt gegeben. Dann steht auch fest, wer den Freistaat im Bundesausscheid der Melker vertreten wird, der im April in der Pfalz stattfindet.


25. Februar 2010 /OTZ

Pegelstand nicht Besorgnis erregend

Nasse Füße für Autofahrer: Der Parkplatz Elsterufer ist derzeit wieder überschwemmt.
Nasse Füße für Autofahrer: Der Parkplatz Elsterufer ist derzeit
wieder überschwemmt.
Foto: OTZ/Katja Grieser

Landesanstalt gibt lediglich Hochwasservorwarnung für Weiße Elster heraus

Greiz (OTZ/gru).

Die Hochwassernachrichtenzentrale der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie in Jena hat am Dienstagnachmittag eine Hochwasservorwarnung für das Einzugsgebiet der Weißen Elster herausgegeben. Gestern Nachmittag betrug der Pegelstand in Greiz 2,33 Meter, Tendenz steigend. Das sei aber noch kein Grund zur Sorge, meint Dr. Lutz Baseler, Pressereferent der Landesanstalt: „Der Pegel steigt momentan an und liegt über dem Jahresmittelwert", informiert er. „Das müssen wir beobachten. Es ist aber noch kein Wert erreicht, der Anlass zu Befürchtungen geben müsste", so Baseler weiter. Der Meldebeginn für Hochwasser ist erst bei drei Metern erreicht, die erste Alarmstufe bei 3,40 Metern. Die weitere Hochwasserentwicklung hängt von der Temperaturentwicklung ab. „Da es in den nächsten Tagen kühler werden soll, gehe ich davon aus, dass der Pegel nicht weiter steigt", erklärt Dr. Lutz Baseler.


25. Februar 2010 /OTZ

Rekord-Flut im Greizer Hallenbad

Sophie Geyer vom Schwimmklub Greiz startete in der Altersklasse D und konnte sich auf verschiedenen Strecken sowohl eine Silber- als auch eine Bronzemedaille sichern.
Sophie Geyer vom Schwimmklub Greiz startete in der Altersklasse
D und konnte sich auf verschiedenen Strecken sowohl eine Silber
- als auch eine Bronzemedaille sichern.
Foto: Marcel Hilbert

Schwimmen, Aubachtaler Hallenmeisterschaft: 15 neue Bestzeiten aufgestellt

Von Sabine Penzel Greiz (OTZ).

15 Rekorde fielen bei den Hallen-Meisterschaften des 1. Schwimmklub Greiz am vergangenen Sonnabend. Kerstin Zöhke, Altersklasse 40, unterbot den Thüringer Altersklassenrekord auf 25m-Bahnen über 50 m Schmetterling. Sabine Penzel, AK 45, gelang dies über 50 m Brust und 200 m Lagen. Kreisaltersklassenrekorde schwammen sowohl Daniela Fröbisch über 50 m Rücken als auch Angelique Oertel, beide Jahrgang 1993, über 50 m Brust und Schmetterling und 100 m Rücken. Beide Mädchen schwimmen zusammen mit dem Jahrgang 1994 in der Altersklasse A. Nadja Schrinner verbesserte den Kreisaltersklassenrekord über 100 m Brust in der AK 25, Kerstin Zöhke den über 200 m Rücken der AK 40. Über 200 m Freistil stellte Michael Grätz, Jahrgang 1992, einen neuen Kreisaltersklassenrekord und Hallenrekord über 200 m Freistil auf.
Da Hallenrekorde auch von auswärtigen Schwimmern aufgestellt werden können, gab es bei diesem Wettkampf noch vier weitere derartige Bestmarken. Der Ex-Greizer Tobias Feigl, jetzt SSG Leipzig, ist neuer Rekordhalter über 100 m und 200 m Brust. Der Plauener Philipp Schröter steht als Schnellster über 200 m Schmetterling und Lagen in den Rekordlisten.
Bei der Flut der geschwommenen Bestzeiten und Rekorde - bei 80 Prozent der Starts - kann jeder Teilnehmer stolz auf sich und die Trainer können stolz auf ihre Schützlinge sein. Die Wertung erfolgte in den Jahrgängen 2004 bis 2001 pro Jahrgang, bei allen anderen pro Altersklasse (je zwei aufeinanderfolgende Jahrgänge).

Medaillen, Jahrgang 2004: Eike Sonntag (2x Gold), Ben Dimter (Gold), Jahrgang 2003: Hannah Franke (2x Gold), Laura Wagner (Silber, Bronze), Moritz Schaub (Gold, Bronze), Lukas Hanke (Silber), Jahrgang 2002: Hanna Helvetia Häberer (4x Gold, 1x Silber), Marie Baumgärtel (Gold, 3x Silber), Laura Oertel (4x Bronze), Leon Elias Thomas (2x Gold), Luca Golz (Silber, Bronze), Jahrgang 2001: Elisabeth Czwienczek (2x Silber, 2x Bronze), Alexander Grätz (2x Gold, 1x Silber), Adrian Günther (2x Bronze), Tom Wilde (Bronze), Altersklasse D: Franziska Hanke (3x Gold, 1x Silber), Melanie Werner (3x Gold, 1x Silber), Milena Zöhke (2x Gold, 2x Silber), Sophie Geyer (Silber, Bronze), Adrian Schmidt (3x Gold, 1x Bronze), Sebastian Zwilling (Bronze), Richard Baumgärtel (2x Gold, 1x Silber, 1x Bronze), Ida Ditscherlein (Bronze), Altersklasse C: Tommy Meier (4x Gold, 1x Silber), Maxi Seyffarth (2x Gold, 2x Silber), Rosalie Babst (2x Gold, 2x Bronze), Martin Waltz (Bronze), Tom Friedrich (3x Bronze), Lukas Wegerich (2x Gold, 1x Silber), Alina Tristram (Gold, Silber Bronze), Svenja Jung (Bronze), Moritz Geilert (Bronze), Vivien Sonntag (Silber), Max Langer (Bronze), Altersklasse B: Frauke Vorpahl (3x Gold, 1x Silber), Isabell Zöhke (4x Gold), Sally Winkelmann (Silber, Bronze), Sophia Müller (Gold, Bronze), Eric Bursian (Gold, Silber, Bronze), Kai Fülle (3x Gold, Bronze), Altersklasse A: Angelique Oertel (3x Gold), Lucas Pfau (2x Gold, 1x Silber), Daniela Fröbisch (3x Gold, 1x Silber), Michelle Wünsche (2x Gold, 1x Silber, 1x Bronze), Jennifer Geilert (Gold, Silber), Tim Bursian (Gold, 2x Bronze), Junioren: Michael Grätz (4x Gold), Altersklasse 20: Alexander Jahn (Gold, 4x Silber), Stephanie Wessels (3x Gold), Altersklasse 25: Nadja Schrinner (3x Gold), Altersklasse 40: Kerstin Zöhke (4x Gold), Matthias Franke (2x Gold), Altersklasse 45: Sabine Penzel (4x Gold), Gunter Walzel (Gold, Silber), Altersklasse 55: Michael Lebek (2x Gold), Altersklasse 65: Bernd Lorenz (3x Gold), Siegfried Petz (Gold, Silber).

Das gesamte Protokoll ist einzusehen unter: www.schwimmen-greiz.de


25. Februar 2010 /OTZ

Änderungen in der Ringer-Bundesliga

Thomas Fähndrich
Thomas Fähndrich

Tagung der Ringerbundesligavereine

Darmstadt (OTZ/D. Wolf).

Am Wochenende fand in Darmstadt die jährliche Tagung der Ringervereine der 1. und 2. Bundesliga statt. Der Zweitbundesligist RSV Rotation Greiz wurde durch seinen Präsidenten Thomas Fähndrich vertreten. Die wichtigsten Neuerungen die beschlossen wurden, sind: In der 1. Liga müssen vier Ringer einen deutschen Pass besitzen, darunter einen Sportler aus der U 23. Ist dies nicht der Fall, dann müssen fünf deutsche Ringer über die Waage gehen. In der 2. Liga beschlossen die Vertreter den Anteil deutscher Ringer ab der Saison 2010/11 auf fünf zu erhöhen. Auch davon muss ein Ringer aus der Altersklasse U 23 kommen. Ist dies nicht der Fall, müssen sechs deutsche Athleten in der Mannschaft stehen. Noch einen deutschen Ringer mehr müssen die Teams in der 2. Bundesliga ab der Saison 2011/12 einsetzen, so dass sie bis zu sieben deutsche Ringer auf die Matte bringen müssen. Weiterhin wurde auf Antrag der Bundestrainer, in Hinblick auf die EM 2011 in Deutschland, in beiden Ligen eine Gewichtstoleranz von zwei Kilogramm beschlossen. Die Erstligakämpfe beginnen für die kommende Saison am 14. August, in der 2. Bundesliga am 21. August und am 18. Dezember stehen dann der Aufsteiger und der Absteiger fest. In der 2. Bundesliga Nord gibt es bei der Staffeleinteilung einiges Neues. Es sind zum jetzigen Zeitpunkt wieder zehn Mannschaften in dieser Bundesligastaffel. Die Greizer Fans können sich auf drei neue Gegner der einheimischen Bundesligastaffel freuen. Neu sind Absteiger KFC Leipzig, der eine Kampfgemeinschaft mit dem AC Taucha eingegangen ist, Aufsteiger KAV Mansfelder Land (Eisleben) und der SV Blau-Weiss Untergriesbach. Dieser Verein nimmt die Stelle von TSV Windeck 1861 Burgebrach ein. Diese kämpfen in der neuen Saison in der 2. Bundesliga Mitte. Der SV Untergriesbach belegte in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga Süd Platz vier. Es könnte ein Wiedersehen mit dem Ex-Greizer Daniel Ligeti geben. Die Untergriesbacher haben bei Heimkämpfen bis 1000 Zuschauer. Untergriesbach liegt in der Nähe von Passau. So sieht die die Staffeleinteilung der 2. Bundesliga für die neue Saison aus: FC Erzgebirge Aue, TuS Jena, SV Luftfahrt Ringen Berlin, SV Blau-Weiss Untergriesbach, RSV Rotation Greiz, WKG KFC Leipzig/AC Taucha, WKG Pausa/Plauen, KAV Mansfelder Land (Eisleben), WKG Rostock/Warnemünde und der RC Germania Potsdam.
In Greiz arbeitet man sehr intensiv an der Zusammenstellung der Mannschaft für die neue Saison. Die Wechselfrist läuft aber noch bis zum 31. Mai und die Deutschen Meisterschaften stehen auch noch an.


25. Februar 2010 /OTZ

Lilian Molder Sechste im Mehrkampf

Lilian Molder am Start
Lilian Molder am Start

Leichtathletik, Hallenmeisterschaft

Von Ralf Peter Erfurt (OTZ).

Die jüngsten Leichtathleten kämpften am Sonntag in Erfurt bei den Ostthüringer Meisterschaften im Mehrkampf um die begehrten Plätze auf dem Siegerpodest. Es galt, die in den Übungsstunden erlernten Fertigkeiten auch im Wettkampf zu bestätigen und gute Leistungen abzuliefern. Die Sportler des Leichtathletik (LV) Einheit Greiz konnten sich am Ende eines recht anstrengenden Tages über einige neue Bestleistungen und Platzierungen unter den besten Zehn ihrer Altersklassen freuen. In der W 8 erkämpfte Lilian Molder mit 697 Punkten im Dreikampf als Sechste einen Platz auf dem Podium, und Lilli Oettert belegte mit 652 Punkten Rang acht.
Spannend verlief es für Paul Elschner im Vierkampf der 11-jährigen Jungen. Bei seinem siebten Platz mit 1425 Punkten fehlte im abschließenden 1000-m-Lauf nur eine Sekunde zum Fünften. Annabell Schulze wurde bei den gleichaltrigen Mädchen mit 1450 Punkten Neunte.

Ergebnisse: W 8: 6. Molder 697 P. (50 m: 9,89 s - Weit: 2,42 m - 800 m: 3:34,95 min), 8. Oettert 652 P. (50 m: 9,89 s - Weit: 2,25 m - 800 m: 3:41,75 min); M 11: 7. Elschner 1425 P. (50 m: 8,36 s - Weit: 3,79 m - 60 m Hü: 11,88 s - 1000 m: 3:43,44 min); W 11: 9. Schulze 1450 P. (50m 8,31s - Weit 3,78m - 60mHü 12,56s - 800m 3:23,85min).


25. Februar 2010 /OTZ

Aufregendes Derby mit Fabelergebnissen

TSV-II-Chef Manfred Löffler (links) mit Chemie-Kapitän Kai Lehmann. Letzterer brillierte mit einem Bundesliga-tauglichen Einzelrekord von 517 Kegeln.
TSV-II-Chef Manfred Löffler (links) mit Chemie-Kapitän Kai
Lehmann. Letzterer brillierte mit einem Bundesliga-tauglichen
Einzelrekord von 517 Kegeln.
Foto: Harald Löffler

Kegeln, Herren, Kreisliga: Waltersdorfer Reserve siegt mit Bahnrekord auf der "Schaltis"
SV Chemie Greiz - Waltersdorf II 2651:2728 (BR)

Greiz-Sachswitz (OTZ/H. Löffler).

Mit Superlativen sollte man im Allgemeinen vorsichtig umgehen. Im diesem Fall sind sie allerdings angebracht: Das Derby zwischen Chemie und Waltersdorf II brachte neben absolut hochklassigem Kegelsport Rekorde in Einzel und Mannschaft sowie eine, nicht nur von der anfeuernden Lautstärke her, atemberaubende Atmosphäre. Es war ergebnistechnisch das Beste, was in der Liga und nicht nur in dieser Saison seit Jahren geboten wurde.
Selbst Chemie-Legende Adolf Birk, der wie viele andere bei diesem Derby wieder mit Leib und Seele dabei war, kam mit dem Läuten der Wandglocke für jede erzielte Neun kaum hinterher. Chemie musste, wenn man noch eine Chance auf den Kreismeistertitel haben wollte, dieses Match unbedingt gewinnen. Aber die daheim bisher dominierenden Greizer trafen auf die mit Abstand beste Auswärtsmannschaft der Liga. Fünf ihrer bis dahin sieben Spiele auf fremden Bahnen hatten die Waltersdorfer in 2009/10 bis dato für sich entschieden. Die 61 Kegel Vorsprung, die die Gäste nach dem ersten Durchgang in Führung lagen, waren da bereits mehr als ein Ausrufezeichen. Die Chemiker, die insgesamt alles andere als schlecht spielten, waren sichtlich beeindruckt. Nach zwei Dritteln war bei nunmehr 102 Holz die Entscheidung nach allgemeiner Auffassung zu ihren Gunsten gefallen. Aber das Einzel-Highlight des Tages sollte erst noch kommen. Kai Lehmann, bereits Bahnrekordhalter, verbesserte seine eigene Hallenbestleistung um einen, auf tolle 517 Gesamtkegel, bei sagenhaften 203 Abräumern. Minutenlanger stehender Applaus waren ihm, wie auch den "zweiten" Waltersdorfern für den, um 40 Holz verbesserten Mannschaftsrekord gewiss.
Der TSV 1890 II, Tabellenvierter, schloss mit diesem verdienten Erfolg nach Punkten zu Chemie Greiz, Tabellendritter, auf (beide jetzt 18:12) und hat nach wie vor berechtigte Chancen auf einen Medaillen-platz, während für beide Teams der Rückstand zur Spitze in Folge der ausgefallenen Partie von Tabellenführer Berga II derzeit auch nur zwei Pünktchen beträgt. Aber dieses Derby zwischen Chemie Greiz und Waltersdorf II wird in die Kegelsportjahrbücher eingehen, als das bisher mit Abstand hochklassigste und denkwürdigste seiner Art. Dafür gebürt allen beteiligten Keglern Dank, Anerkennung und Glückwunsch.

Einzelergebnisse, 1. Durchgang: Sven Birk (Chemie) 442/314 Volle - Eugen Fogel (TSV II) 435/302 Volle; Frank Gerlach 390 - Robert Ringel 458/315 Volle 2. Durchgang: Ralph Duensing 428 - Hans-Peter Meyer 476/327 Volle Franz Walzel 446/308 Volle - Manfred Löffler 439/305 Volle 3. Durchgang: Kai Lehmann 517/Einzelbahnrekord/203 Abräumer - Nico Hänse 451/311 Volle Winfried Schieweck 428 - Bernd Strobel 469/327 Volle Spielstatistik Chemie - TSV 1890 II: 1793:1887 Volle, 858:841 Abräumer, 30:24 Fehlwürfe.


25. Februar 2010 /OTZ

Greizer Läufer beginnen erfolgreich

Leichtathletik, Meuselwitzer Winterlauf

Von Ralf Peter Meuselwitz (OTZ).

Der 21. Winterlauf in Meuselwitz mit insgesamt 85 Teilnehmern war am letzten Sonntag für die Greizer Leichtathleten der Beginn einer Laufserie in den Frühling, deren Höhepunkt der Greizer Straßenlauf am Sonnabend, dem 13. März ist. Der erfolgreiche Start wird für die talentiertesten Läufer im Schülerbereich in den nächsten Wochen mit einem verstärkten Ausdauertraining fortgesetzt, auch im Hinblick auf die am 24. April beginnende Bahnsaison. Im Zwei-Kilometer-Lauf überzeugten die derzeit besten Nachwuchsathleten des LV Einheit Greiz mit guten Leistungen. Lucas Oettert gewann nach 7:29 Minuten nicht nur bei den Schülern der Altersklasse 12/13, sondern lief auch als Gesamtsieger ins Ziel auf dem Meuselwitzer Sportplatz. Bei den gleichaltrigen Mädchen setzte sich am Ende Vanessa Geist mit 9:01 Minuten durch und sorgte für einen weiteren Altersklassensieg.
Über 10,4 Kilometer holte Raimund Krauße, der in der Altersklasse 70 schon beim Geraer Fuchsberglauf erfolgreich war, in 46:06 Minuten den dritten Sieg für die Greizer. Torsten Geist erkämpfte nach 40:35 Minuten den dritten Platz bei den 40-Jährigen, und Neueinsteiger Marco Oettert kam mit 52:02 Minuten auf Rang sieben der M 35.


25. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Die Stadt stets als Ganzes sehen

Hans Lipka
Hans Lipka

Zeulenroda-Triebeser Wirtschaftsförderer Hans Lipka hat morgen den letzten Arbeitstag

Haben Sie Ihren 65. Geburtstag gut überstanden?
Ja, zur Feierstunde vorigen Freitag im Rathaus waren viele Menschen da, mit denen ich die letzten 20 Jahre gut zusammen gearbeitet habe. Und ich denke mal, dass die alle freiwillig gekommen sind. Die Veranstaltung hat mich sehr beeindruckt. Dafür möchte ich mich beim Bürgermeister und allen Mitarbeitern bedanken.

Sie sollen dort einen denkwürdigen Satz geprägt haben: Vor 40 Jahren seien sie die Ehe mit Ihrer Frau eingegangen, vor 20 Jahren die Ehe mit der Stadt. Aus letzterer sei leider kein Kind hervor gegangen.
Das stimmt. Es ist ja nun so, dass es keinen direkten Nachfolger für mich geben wird. Es ist jetzt im Hause so geklärt, dass meine Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden. Damit muss ich mich zufrieden geben, aber es wäre natürlich schöner gewesen, wenn hier wieder einer gesessen hätte, der diesen ganzen Komplex weiter beackert.

Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing - mit diesen wichtigen Aufgaben kann man ja eigentlich fast drei Leute beschäftigen.
Ich konnte in der Tat nicht alle Arbeitsgebiete zu jeder Zeit zu hundert Prozent bedienen. Ich habe stets Schwerpunkte nach Notwendigkeit gesetzt. Aber die Aufgaben haben sich auch gewandelt im Laufe der Zeit. Am Anfang standen ganz andere Probleme als heute. Zuerst ging es um einen funktionierenden Handel in der Stadt. Dann hat sich der Erhalt der Wirtschaft 20 Jahre wie ein roter Faden durchgezogen. Der letzte Fall, bei dem es uns leider nicht gelungen ist, ist Armacell.

Fällt es Ihnen leicht, jetzt in den Ruhestand zu gehen, wo doch zwei Sachen anstehen, die Sie maßgeblich mit vorbereitet haben - der Osterspaziergang und die Umgestaltung des Unteren Bahnhofs?
Und das Energieentwicklungskonzept! Bei dessen Verwirklichung hätte ich gern noch mitgewirkt. Sicher ist es nicht leicht, jetzt aus der Vorbereitung auszusteigen. Aber das ist der Gang der Dinge. Das sind auch Herausforderungen für diejenigen, die das übernehmen. Und die Projekte werden gut organisiert übergeben.

Wenn Sie auf die zwei Jahrzehnte in der Stadtverwaltung zurückblicken - was würden Sie aus der heutigen Erfahrung heraus anders machen?
Das ist furchtbar schwierig. Im Wesentlichen waren die Rahmenbedingungen so, dass wir zum jeweiligen Zeitpunkt nicht anders handeln konnten.

Auf welche Erfolge sind Sie stolz?
Dass wir nach der Wende schnell erkannt haben, Gewerbeflächen für Neuansiedlungen anbieten zu müssen. In den Industriegebieten I und II haben wir so rund 1500 Arbeitsplätze geschaffen. Allerdings haben wir auch bei der Revitalisierung von Altbrachen viel erreicht. Gestartet sind wir mit 90, jetzt haben wir mit Triebes zusammen noch 17.
Die Entflechtung um Zeuro herum und der Erhalt der Fernwärme nach dem kurzfristigen Rotpunkt-Ausstieg waren auch wichtig. Der Gewerbepark Wema ist nun das jüngste Kind. Dort ist ein Grundstück verkauft, für ein weiteres gibt es eine sehr konkrete Bewerbung.
Und natürlich zählt auch der Erhalt des FDGB-Ferienheimes, des jetzigen Seehotels, dazu. Das war gemeinsam mit dem Waikiki ein großer Schritt zur Tourismus-Entwicklung. Weitergemacht haben wir mit den Wanderwegen, um die Talsperre im Rahmen ihrer Möglichkeiten nutzen zu können. Dabei war mir wichtig, dass wir hier auf Qualität achten und die Zertifizierung schafften. Stolz bin ich auch, dass es einen City-Bus und den Rufbus zum Bahnhof gibt.

Welches Vorhaben hat die meiste Kraft gekostet?
Die ersten vier Jahre mit den beiden Gewerbegebieten. Und die ganze Frage der Kommunalisierung. Wir hatten 1500 Anträge auf Rückführung von Flächen in städtisches Eigentum.

Welche Pläne sind leider nicht in Erfüllung gegangen?
Gewünscht hätte ich mir, dass wir zum Beispiel die Energiewerke zu 100 Prozent in Stadteigentum hätten nehmen können. Dass es anders kam, war damals einer Treuhand-Auflage geschuldet. Mit dem Kenntnisstand von heute hätten wir vielleicht doch eine andere Lösung finden können.
Eine Vision, die anfangs auch noch mit auf der Liste stand, war das Planetarium.

Wo sehen Sie für Ihre Nachfolger den dringendsten Handlungsbedarf?
Den Osterspaziergang gut über die Runden zu kriegen, das Energiekonzept erfolgreich weiter zu entwickeln und die restlichen Gewerbeflächen zu vermarkten. Wir haben immer noch die 1,5 Hektar zwischen Aldi und Tankstelle und rund vier Hektar unterhalb der ehemaligen Spedition tts. Ganz wichtig wäre ebenso die künftige Nutzung des Talsperrensystems - sowohl der Wasserfläche als auch des Umfeldes. Konzepte dafür gibt es genug.

Was wünschen Sie Zeulenroda-Triebes für die Zukunft?
Ich hasse bürokratisches Verhalten und die Worte "Dafür bin ich nicht zuständig". Ich habe immer versucht, die Stadt als Ganzes zu sehen, das Wohl der Wirtschaft und des Gewerbes im Auge zu behalten. Dass diese Denkweise im Rathaus erhalten bleiben möge, wünsche ich mir. Damit kann man schon viel bewegen.

Interview: Steffen Beikirch

Prioritäten setzen

Von Steffen Beikirch

Mit Hans Lipka verlässt morgen ein Mann der ersten Stunde das Zeulenrodaer Rathaus, um mit 65 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Das Wörtchen "wohlverdient" darf man bei ihm getrost einfügen. Darin sind sich alle, die den Hirschbacher kennen, einig. Ein paar Dinge, sagt Lipka, habe er allerdings noch zu regeln. Auch nachdem er morgen Mittag sein Büro vis-a-vis vom städtischen Bauamt ausgeräumt hat, wird er deshalb nächste Woche noch in der ein oder anderen Stadtangelegenheit unterwegs sein. Weil es seine Art ist, Versprechungen auch zu halten oder - wenn sie nicht begründet sind - gar nicht erst zu machen. Seine unbürokratische Denkweise und das stets pragmatische, zielorientierte Handeln haben manchen Entwicklungserfolg der letzten 20 Jahre erst möglich gemacht. Um so enttäuschender ist es, dass man seinen Stuhl nicht wieder besetzen wird. Obwohl es Versuche gab, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Und obwohl die Stadtratsfraktionen parteiübergreifend angemahnt haben, diese wichtigen Aufgabenfelder nun nicht einfach mit der Gießkanne umzuverteilen.
Geregelt sind die neuen Verantwortlichkeiten natürlich pünktlich zum Stichtag. Allerdings als Zusatzaufgabe für Mitarbeiter, die bereits andere Verpflichtungen haben. Der Stadtrat tut gut daran, sich diese Geschäftsverteilung bei Gelegenheit genauer erläutern zu lassen.


25. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Neuer Straßenname im Ausweis, aber Schild fehlt

Thomas Schüler hat im Personalausweis den Straßennamen ändern lassen.
Thomas Schüler hat im Per-
sonalausweis den Straßennamen
ändern lassen.
Foto: OTZ/Henze

Notarzt auf der Suche nach der Lindenallee

Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).

Im Personalausweis steht es bei Thomas Schüler schon schwarz auf weiß: Der gebürtige Zeulenrodaer wohnt nicht mehr in der Lindenstraße, sondern fortan in der Lindenallee. Aufgrund der Doppelung von Straßennamen seit der Fusion 2006 von Zeulenroda-Triebes musste im vergangenen Jahr nun eine Regelung der Straßennamen geschaffen werden. Doppelnamen sollten der Vergangenheit angehören. Drei Jahre nach der Städtefusion musste die Auflage der Thüringer Kommunalordung erfüllt werden: Per Beschluss beseitigte der Stadtrat doppelte Straßennamen. Somit ist aus Zeulenrodas Goethestraße die Goetheallee und aus der Lindenstraße die Lindenallee geworden sowie aus der Puschkinstraße Am Puschkinpark, aus der Gartenstraße der Gartenweg, aus der Nordstraße der Nordweg. Per Beschluss des Stadtrates ist es amtlich, und wie Thomas Schüler lassen die betroffenen Bürger die Adresse im Personalausweis im städtischen Einwohnermeldeamt ändern. In den Köpfen haben sich die Anwohner der Lindenallee bereits an ihren neuen Straßennamen gewöhnt. Der Part der Stadtverwaltung steht allerdings noch immer aus.
Deshalb wurde es am 10. Februar kritisch, als Thomas Schüler einen Notarzt benötigte. Dieser kam auch, aber erst nach einer halben Stunde. Die Greizer Rettungskräfte hatten die Lindenallee nicht gefunden, denn ein Straßenschild gibt es nicht. Seit dem Haus-Neubau an der Kreuzung zur Schleizer Straße fehlt jeglicher Hinweis an dieser Stelle und am Ende der Straße zur Luthergasse ebenso.
Auf Anfrage im Zeulenrodaer Ordnungsamt erhielt Schüler am 12. Februar die Auskunft, dass die Schilder in einer Woche angebracht würden. Die Woche ist allerdings schon wieder herum und von den Schildern noch keine Spur.


25. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Verein sorgt für Leben im Winkelmannschen Haus

Cathi Richter
Cathi Richter

Wurmfraß macht aber zu schaffen

Von Volkmar Fischer Triebes.

"Kraut und Rüben" steht auch für 2010 wieder im Veranstaltungsplan des Vereins "Winkelmannsches Haus" Triebes. Gleich zwei Mal: am 8. Mai und 2. Oktober jeweils von 13 bis 16 Uhr. Doch "Kraut und Rüben" meint hier nicht, dass es in dem Haus in der Aumaer Straße 16 drunter und drüber geht. Kenner wissen: Das ist der Titel der traditionellen Pflanzentauschbörse, die vor Beginn der Pflanzzeit und zur Erntezeit im Hof des Anwesens durchgeführt wird und sich schon einen festen Besucherstamm erobert hat. Auch "Wir eiern rum - Osterfest für Alt und Jung" hat einen festen Platz im Veranstaltungkalender, der zur Jahresmitgliederversammlung im Gasthof "Kranich" beschlossen wurde. "Rumgeeiert" wird übrigens am 27. März von 13 bis 17 Uhr. Doch vorher gibt es noch zwei Veranstaltungen. Am 8. März, 20 Uhr, den traditionellen Englischstammtisch und am 12. März, 18 Uhr, eine Buchlesung. Steffen Tippmann, ein gebürtiger Triebeser, der mit seiner Familie jetzt in Weida wohnt, stellt sein Erstlingswerk "Der Zeitzeuge" vor (OTZ berichtete). Vorangegangen war der Erarbeitung des neuen Jahresplanes eine kritische Bestandsaufnahme der Aktivitäten 2009 durch Vereinsvorsitzende Cathi Richter. Wie Ortsteilbürgermeister Hartmut Strobel bestätigte, hat sich der Verein mit viel Engagement und Einfallsreichtum in die Feierlichkeiten "800 Jahre Triebes" eingebracht. Dafür gab"s neben herzlichen Dankesworten für jedes Vereinsmitglied auch eine silberne, streng limitierte Erinnerungsmedaille. Und die haben sich die Vereinsmitglieder redlich verdient, denn neben der Beteiligung am Festumzug wurde auch mit Unterstützung von Regina Pohl eine Postkartenbörse organisiert, es gab die beliebte Veranstaltung "Aus der Erinnerung geplaudert", bei der es längst nicht mehr nur um Geschichten vom Winkelmannschen Haus geht, sondern auch darum, wer mit wem in früheren Zeiten geschäkert haben soll. Große Resonanz fand der Vortrag zur 800-jährigen Geschichte von Triebes, und auch der Kinotag mit drei Veranstaltungen war ein voller Erfolg. Was hier finanziell positiv zu Buche schlug, musste bei der Musikveranstaltung mit der Gruppe "Flaxmille" wieder zugebuttert werden. Trotzdem sind sich die Vereinsmitglieder einig, auch in diesem Jahr wieder ein Konzert mit Irish-Folk zu organisieren, weil es vor allem die jüngere Generation anspricht, und um die sei man besonders bemüht, um Leben ins Winkelmannsche Haus zu bringen.
Eigentlich ist das Objekt auch jetzt voller Leben, denn zur Jahresmitgliederversammlung waren die Fenster hell erleuchtet, wegen einer Familienfeier. "An drei von vier Wochenenden im Monat ist das so", wusste Jörg Petzold zu berichten. Dabei wird auch die Gelegenheit genutzt, sich die Ausstellung im ersten Obergeschoss über die Geschichte des Winkelmannschen Hauses anzusehen. Sorgenvoll nahmen die Mitglieder allerdings von Ortsteilbürgermeister Strobel (CDU) zur Kenntnis, dass Fachleute den Befall von Holzwurm im Gebälk des Fachwerkhauses festgestellt haben. Der Verein Winkelmannsches Haus und der Ortsteilrat hoffen, dass dem Problem zu Leibe gerückt wird, bevor irreparable Schäden entstehen.
"Wurmfraß ist bekannt, Untersuchungen laufen, Maßnahmen abhängig vom Ergebnis" - so die knappe Stellungnahme hierzu vom Zeulenroda-Triebeser Bürgermeister Steinwachs (CDU).


25. Februar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Deutschland - kein Wintermärchen
Deutschland - kein Wintermärchen
Zeichnung: OTZ/Bruns


Gängige Stil-Wellen durchbrechen

Greizer Band Wellenbrecher im JC Spektrum

Greiz (OTZ/M. Hilbert).

„Wir spielen Rockmusik" — so allgemein wie möglich hält Matthias Pohle die Genre-Einordnung der Band, der er seit über einem Jahr seinen Gesang verleiht. „Wellenbrecher" heißt diese, und stilistisch, so meint der Greizer, sei der Name Programm für die Band, die Sonnabend im Greizer Jugendclub Spektrum auftritt: „Bei sechs Bandmitgliedem mit verschiedenen Musikinteressen ist es schwer, sich verbindlich auf eine Art Musik festzulegen. Daher bringen wir von allem ein wenig ein und brechen so mit gängigen Stil-Wellen." So treffen in der Musik von Wellenbrecher düster-melancholische Elemente auf treibende Rockrhythmen und Ausflüge in schnelle Punk-Rock-Gefilde. Gemeinsamer Nenner aller Nummern ist der deutschsprachige Gesang, der textlich des öfteren an Gruppen wie Rammstein erinnert. Die Band, erklärt Pohle, sei einer der Haupteinflüsse auf die Texte, die überwiegend der Feder Von Frank Graf entspringen. Seit August 2008 ist die Gruppe in ihrer jetzigen Besetzung aktiv. Doch das gemeinsame Musizieren reicht wesentlich weiter zurück, bis Anfang der 1990er Jahre. „Gitarrist Marcus Pömpner und Schlagzeuger Mathias Fiedler machen schon seit Jahren zusammen Musik", erklärt Pohle. Nach und nach seien dann Frank Graf als Rhythmus- Gitarrist, Lisa Griesche am Keyboard, Claudia Steudel am Bass und letztlich Pohle selbst zur Band gestoßen. „Ich habe gehört, dass ein Sänger gesucht wird und bin einfach von mir aus hingegangen", erinnert er sich und ergänzt grinsend: „Bis heute bin ich nicht offiziell in die Band aufgenommen worden."
Ein Hauptproblem für Nachwuchsbands, nicht nur in Greiz und Umgebung, ist laut Pohle das Auftreten: „Es ist schwierig, überhaupt auf die Bühne zu kommen." Daher haben die Bandmitglieder in Eigeninitiative und mit der Unterstützung des Sozialraumteams Südost am Sonnabend die erste Rocknacht im Jugendclub Spektrum in der JuriGagarin-Straße in Greiz-Pohlitz auf die Beine gestellt. Ab 20 Uhr geht es los und neben den Hausherren von Wellenbrecher wird auch das befreundete Zeulenrodaer Rock-Trio „No Saint" die Bühne entern. „Unsere Band ist ein Hobby und wird es wohl auch bleiben", schließt Pohle, „dennoch hoffe ich, dass es mit Auftritten vorangeht."
www.wellenbrecher-band.npage.de


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