24. Februar 2010 /OTZ

Kulinarische Landkarte

Isolde Haase (Mitte) im Gastraum der Brauereigaststätte Feldschlößchen. Die Wirtin will mit einem Eintrag im Gaststättenführer des Thüringer Vogtlandes mehr Gäste nach Aubachtal locken.
Isolde Haase (Mitte) im Gastraum der Brauereigaststätte "Feld-
schlößchen". Die Wirtin will mit einem Eintrag im Gaststätten-
führer des Thüringer Vogtlandes mehr Gäste nach Aubachtal
locken.
Foto: OTZ/Christian Freund

Anmeldungsendspurt für das Gaststättenverzeichnis des Thüringer Vogtlandes

Von Susann Grunert Greiz (OTZ).

Um das Gastgewerbe im Landkreis Greiz zu fördern und zu unterstützen, erarbeitet das Regionalmanagement der Region Greiz ein Gaststättenverzeichnis für das Vogtland in Thüringen. Die Anmeldung für diese kulinarische Landkarte endet diesen Freitag, am 26. Februar. Laut Regionalmanagement soll mit diesem Projekt den Bürgern und Gästen der Region eine handliche Übersicht über die Vielfältigkeit der gastronomischen Möglichkeiten gegeben werden. "Hier im Greizer Park ist zum Beispiel keine Werbung erlaubt", erzählt Jürgen du Maire, Inhaber der Greizer Parkgaststätte. "Da wir ziemlich am Ende des Parks gelegen sind, wissen Auswärtige deshalb oft gar nicht von unserer Existenz." Vom Eintrag im Gaststättenführer erhofft sich die Familie du Maire daher mehr Aufmerksamkeit und Besucher für ihren Gastbetrieb. Um möglichst viele im Landkreis ansässigen Gastronomen für ihr Vorhaben zu gewinnen, hat das Regionalmanagement sämtliche Gaststätten, Gasthäuser oder Cafés im Landkreis angeschrieben. Der Rücklauf sei gut. Trotzdem wird noch einmal auf den Anmeldeschluss hingewiesen. Denn nach Ablauf dieser Frist ist keine Eintragung mehr möglich. In das Gaststättenverzeichnis können sich alle gastronomischen Einrichtungen und Anbieter landestypischer Spezialitäten gegen ein geringes Entgelt eintragen lassen. Als "landestypisch" sei dabei sowohl einheimische, als auch auswärtige Küche gemeint. Letztere ist laut Regionalmanagement-Leiter Mario Walther momentan noch spärlich vertreten. Internationale Speisen zählten jedoch genauso zu den Angeboten im Landkreis wie vogtländische Küche und gehörten daher mit aufgeführt. Die farbige Broschüre soll pro Seite drei ansässige Gastronomen samt Bild und wichtigen Informationen vorstellen. Sie wird im Sommer präsentiert und ist danach in allen Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Gaststätten und Beherbergungsbetrieben kostenlos zu erhalten.
Isolde Haase, Wirtin der Brauereigaststätte Feldschlößchen, fiel die Entscheidung für das Ausfüllen des Anmeldebogens zum Gaststättenführer nicht schwer: "Ich führe eine Gaststätte in der Region, bin aber nicht zentral gelegen, möchte natürlich aber trotzdem auf mich aufmerksam machen. Damit die Touristen wissen, wo sie in Greiz gutbürgerliche Küche bekommen, sind wir im Gaststättenverzeichnis vertreten. Denn Aubachtal ist auch schön.

Kommentar

Mut zur Anmeldung

Von Susann Grunert

Noch zwei Tage läuft die Anmeldefrist für den Gaststättenführer des Landkreises Greiz. Gebündelt soll so die heimische Gastronomie den Bürgern und Touristen des Thüringer Vogtlandes schmackhaft gemacht werden. Zum Bedauern von Mario Walther, Leiter des Regionalmanagements Greiz, sind jedoch Anmeldungen ausländischer Wirte und von deren Gasthäusern rar. Mitnichten sei der Gaststättenführer nur der einheimischen, bürgerlichen Küche vorbehalten.
Auch griechische, türkische, chinesische oder italienische Spezialitäten verwöhnen den Gaumen des Greizers und seiner Gäste und gehören in den Gaststättenführer. So appelliert Walther auch an die "Zugezogenen", diese Chance zur Werbung und Förderung der Gastronomie im Thüringer Vogtland zu nutzen, und sich einen Platz auf der kulinarischen Landkarte des Landkreises Greiz zu sichern.

So funktioniert die Anmeldung· Alle Inhaber von Gaststätten, Gasthäusern, Cafés, Eiscafés oder Häusern mit Erlebnisgastronomie im Landkreis Greiz können sich für das Gaststättenverzeichnis anmelden. Weiterführende Informationen und das Anmeldeformular erhalten Interessierte beim Regionalmanagement Greiz im Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e. V., Zeulenrodaer Straße 42 - 44, Tel.: (03661) 61 14 55 sowie im Internet unter: www.region-greiz.de


24. Februar 2010 /OTZ

Ende 2012 soll Greizer Berufsschule saniert sein

Neuer Anbau an Hauptgebäude geplant

Von Katja Grieser Greiz.

Bis Ende 2012 soll die Sanierung des Greizer Standortes des Staatlichen Berufsbildungszentrums Greiz-Zeulenroda abgeschlossen sein. Darüber informierte der zuständige Abteilungsleiter im Landratsamt, Frank Korn, auf OTZ-Nachfrage. Bis dahin wird sich das Gesicht des Berufsschulgebäudes komplett verändert haben. Im ersten Abschnitt steht Anfang 2011 zunächst die energetische Sanierung des zweigeschossigen Anbaus an. Insgesamt werden hier 1,3 Millionen Euro investiert, 592 000 Euro wurden dafür als Zuschuss über die Städtebauförderung bewilligt.
Doch bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann, wird die Abrissbirne anrücken müssen. Da hierfür Konjunkturpaketmittel eingesetzt werden, muss mit dem Abriss noch in diesem Jahr begonnen werden. Ab November werden die in den Gebäudekomplex integrierte Sheddachhalle und weitere kleine Nebengebäude abgerissen. Rund 300 000 Euro sind für diese Arbeiten veranschlagt, die komplett aus Konjunkturpaketmitteln finanziert werden. Das sei jedoch nur möglich, weil in dem Zusammenhang weitere Baumaßnahmen an der Berufsschule geplant sind. Im Bauabschnitt zwei ist das viergeschossige Hauptgebäude an der Reihe, das mit knapp 3,5 Millionen Euro komplett saniert wird. 1,5 Millionen Euro Fördermittel fließen dafür vom Land. Im dritten Bauabschnitt schließlich soll an das Hauptgebäude ein neuer Anbau kommen, der eine Million Euro kosten soll und zwei Geschosse hoch wird. "Die Kostenermittlung ist lediglich der gegenwärtige Stand", weist Frank Korn darauf hin, dass man sich derzeit in der Planungsphase befinde, Ausschreibungen also noch in weiter Ferne liegen. Zurzeit laufen die Anträge auf Abriss- und Baugenehmigung sowie die für Fördermittel. Wie OTZ bereits berichtete, werden die Berufsschüler während der Bauphase in das Schulgebäude in der Pohlitzer Straße 1 bis 3 umziehen. In den Oktoberferien ist der Umzug geplant, nachdem an der Schule kleine bauliche Veränderungen wie etwa das Verlegen von Anschlüssen durchgeführt worden sind. Wenn die Bauarbeiten im Gebäude in der Plauenschen Straße abgeschlossen sind, können dort bis zu 650 Berufsschüler lernen - derzeit sind es zirka 590. Was aus der Villa wird, in der derzeit Berufsschulunterricht stattfindet, stehe noch nicht fest. Ob sie nach der Sanierung des Hauptgebäudes überhaupt noch gebraucht wird, kann Frank Korn jedoch noch nicht sagen. Geplant war ursprünglich, die Villa zu sanieren, was jedoch aus Kostengründen ad acta gelegt wurde. 3,5 Millionen Euro, so die Schätzung, hätten allein in die Villa gesteckt werden müssen, damit die Berufsschule dort optimale Bedingungen vorgefunden hätte.
Während im Greizer Standort des Berufsbildungszentrums solch umfangreiche Sanierungsarbeiten anstehen, ist für die Standorte der Berufsschule eins etwas Vergleichbares in den nächsten Jahren nicht vorgesehen. "Der Schwerpunkt liegt auf der Schule in der Plauenschen Straße", bestätigt Frank Korn. Zum einen, weil das der traditionellere Berufsschulstandort sei, zum anderen, weil hier auch der Handlungsbedarf bedeutend größer sei.

Bauablauf:
Im ersten Bauabschnitt steht zunächst die energetische Sanierung des zweigeschossigen Anbaus aus dem Plan.
Im zweiten Bauabschnitt wird das viergeschossige Hauptgebäude komplett saniert.
Ein neuer Anbau ans Hauptgebäude, der zwei Geschosse hoch sein wird, soll im dritten Bauabschnitt realisiert werden.


24. Februar 2010 /OTZ

Innenausbau auf Hochtouren

An der Front des Eingangsbereiches der Stadthalle fällt das Gerüst.
An der Front des Eingangsbereiches der Stadthalle fällt
das Gerüst.
Foto: OTZ/Christian Freund

Nach eisigem Winter können die Fußböden der Stadthalle endlich Estrich erhalten

Von Christian Freund Greiz (OTZ).

Großes Aufatmen bei den Bauarbeitern in der Greizer Stadthalle, denn mit dem Ansteigen der Außentemperaturen konnte endlich damit begonnen werden, den Estrich einzubringen. Schrittweise erhielt bereits in den zurückliegenden Tagen der gesamte Südbereich der oberen Etage mit Ballettsaal, kleiner Bühne und Flur diese spezielle Mischung, die von den Mitarbeitern des Greizer Subunternehmens Brzezinski im Außenbereich der Stadthalle gemischt und mittels Schlauch über beträchtliche Entfernungen in die jeweiligen Räume gepumpt wird. Und gerade das war auch das Problem, denn bei den eisigen Temperaturen der zurückliegenden Wochen konnte die Masse nicht im Freien produziert werden. Trotz hohen Tempos liegt noch viel Arbeit an, denn eine Fläche von insgesamt 5300 Quadratmetern Estrich will eingebracht sein. "Nicht alle Räume erhalten solchen Estrich, so wird zum Beispiel der Fußboden des Orchester-Proberaumes mit Gussasphalt versehen, eine Maßnahme zur Verbesserung des Schallschutzes", erklärt Bauleiterin Sabine Wessels, für die diese Baustelle bereits zum zweiten Zuhause geworden ist. Gegenwärtig wird im Fußbodenbereich des Orchesterproberaumes die Dämmung ausgelegt, anschließend beginnen die Heizungsbauer mit dem Einbau der Fußbodenheizung. Zwischenzeitlich laufen Estrich-Arbeiten im Mittelgeschoss, hier sind die Räume und der Flur an der Reihe. Die Feuchträume erhalten Zementestrich. Auch die Maler sind bereits tätig, spachteln in verschiedenen Zimmern in Vorbereitung der eigentlichen Malerarbeiten Decken und Wände.
Passanten haben gestern sehen können, dass das riesige Gerüst an der vorderen Fassade nach und nach abgebaut wird. Allerdings soll im Frühjahr ein neues Gerüst vor dem Eingangsbereich gestellt werden, um die feuerverzinkten Vordachträger verklinkern zu können. Jetzt können auch die drei Drehtüren im Haupteingang eingebaut werden. Die Gaststätte wird im Erdgeschoss angesiedelt und erhält eine verschiebbare Glasfront zur Außenterrasse.


24. Februar 2010 /OTZ

Fünf Greizer zur Thüringer Mathematik-Olympiade

Klausuren am 26. und 27. Februar in Erfurt

Erfurt (OTZ).

Fünf Schüler des Staatlichen Gymnasiums Greiz nehmen am Freitag, 26. Februar, und Sonnabend, 27. Februar, an der Mathematik-Olympiade des Freistaats am Königin-Luise-Gymnasium in Erfurt teil. Insgesamt werden 255 Schüler der Klassenstufen 6 bis 12 aus ganz Thüringen in zwei Klausuren insgesamt sechs Aufgaben lösen. Wer neben einem guten Auge für Lösungsideen und Varianten auch noch die Ausdauer für den langen Weg bis zur guten Formulierung der Lösung hat, der kann sich auf einen der Preise freuen.
Mathematik ist eine sehr stille und "unauffällige" Beschäftigung, die aber faszinieren kann und für viele junge Menschen ein wichtiger Grundstein für eine erfolgreiche persönliche Entwicklung war und ist. Die jungen Mathematiker sind Menschen, die viel für die Gemeinschaft tun können, weil sie Fähigkeiten besitzen und entwickeln, die von großem Nutzen sein werden - oder wer soll die neuen Technologien entwickeln, neue Zusammenhänge entdecken, verantwortungsvoll weltweite Finanzströme kontrollieren oder einfach als Lehrer der nächsten Generation Spaß am Denken vermitteln. Es ist aber auch die Anerkennung in der Gesellschaft, die für die Entwicklung und die Entfaltung der vollen Kräfte junger Menschen wichtig ist.
Thüringer Lehrer haben einen besonderen Anteil an der nun fast 50-jährigen Erfolgsgeschichte der Mathematik-Olympiade in Deutschland. In Erfurt fanden die ersten gesamtdeutschen Olympiade nach der Wende statt und von hier aus wurden immer wieder Impulse gesetzt, die heute dazu geführt haben, dass die Mathematik-Olympiade der größte deutsche Schülerwettbewerb ist und sich alle Bundesländer aktiv beteiligen.
Im nationalen Vergleich ist Thüringen sehr erfolgreich. In der inoffiziellen Länderwertung zur Deutschlandolympiade hält sich Thüringen seit Jahren in der Spitzengruppe. Auch international war ein Thüringer im letzten Jahr sehr erfolgreich. Martin Merker aus Jena gewann im Sommer 2009 zur Internationalen Mathematik-Olympiade in Bremen eine Silbermedaille.
Individuelle Begleitung besonders begabter junger Mathematiker wird in Thüringen groß geschrieben. Dank eines intensiven Fördersystems gelingt dies immer besser. Neben den mathematisch-naturwissenschaftlichen Spezialklassen in Erfurt, Jena und Ilmenau entstehen auch in anderen Regionen Thüringens auf Initiative einzelner Lehrer wieder wirkungsvolle Möglichkeiten der Förderung junger Mathematiker. Ausführliche Informationen, der Ablauf und die nach Regionen, Klassenstufen und Namen geordnete Starterliste gibt es im Internet unter:

www.matheolympiade-thueringen.de


24. Februar 2010 /OTZ

"Ostbirne" gewinnt OTZ-Fotowettbewerb

Die GFG-Ostbirnen tummelten sich sogar beim Kinderfasching in Greiz.
Die GFG-Ostbirnen tummelten sich sogar
beim Kinderfasching in Greiz.

GFG-Närrin Andrea Baldauf schießt lustigstes Karnevalsfoto

Greiz (OTZ/KG).

Aschermittwoch um 13.29 Uhr - eine Zeit, die echte Faschingsfans wohl noch zum Regenerieren nutzen. Nicht so Andrea Baldauf, in Greiz bekannt als Ostbirne der Greizer Faschingsgesellschaft. Genau zu dieser Zeit ging ihre E-Mail bei uns ein, mit der sie sich am OTZ-Fotowettbewerb beteiligte. Mit fröhlichen "närrischen Aschermittwochsgrüßen" schickte Andrea Baldauf ihre beiden Faschingsbilder, von denen das mit den lustigen Ostbirnen, die sich beim Kinderfasching tummeln, die Konkurrenz stehen ließ. Nach dem Aufruf in unserer Zeitung, die lustigsten Faschingsfotos für einen Wettbewerb einzureichen, sind zahlreiche Faschingsfotos, aufgenommen bei diversen Karnevalsveranstaltungen in Greiz und Umgebung, bei uns eingegangen. Dafür bedanken wir uns natürlich bei allen Teilnehmern. Doch gewinnen kann nur ein Bild. Da das von Andrea Baldauf, die auch in der Bütt eine gute Figur macht, geschickte Foto so viel gute Laune und Faschingsstimmung versprüht, haben wir uns dafür entschieden.
Andrea Baldauf kann sich über zwei Freikarten für Satire in schönstem Sächsisch mit dem "Kaffeegespenst" mit Bernd-Lutz Lange, Tom Pauls und Gunter Böhnke freuen. Die Kabarettveranstaltung findet am Sonnabend, 27. Februar, um 19.30 Uhr im Greizer Theater statt. Herzlichen Glückwunsch.


24. Februar 2010 /OTZ

Auszug zum Fürchten lernen

Die Theatergruppe unter Leitung von Hortnerin Annett Händel bei der Probe am Montagnachmittag. Ab heute sind die Obergrochlitzer Grundschüler in Gera zu einer dreitägigen Theaterwerkstatt.
Die Theatergruppe unter Leitung von Hortnerin Annett Händel bei
der Probe am Montagnachmittag. Ab heute sind die Obergrochlit-
zer Grundschüler in Gera zu einer dreitägigen Theaterwerkstatt.
Foto: OTZ/Christian Freund

Obergrochlitzer Grundschüler ab heute bei dreitägiger Theaterwerkstatt in Gera

Von Katja Grieser Greiz/Gera (OTZ).

Die Rollen sind verteilt, am Montagnachmittag wurde mit den Proben begonnen: Die Theatergruppe der Obergrochlitzer Grundschule unter Leitung der Hortnerin Annett Händel bereitet das Stück "Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen" vor. Dabei werden die Kinder selbst ausziehen, um das Fürchten, genauer das Theaterspielen zu lernen. Denn heute machen sich die Grundschüler auf den Weg nach Gera zur Miniwerkstatt, die die Theaterfabrik von Theater & Philharmonie Thüringen mit dem Verein Schau+Spiel-Haus veranstaltet. Die Greizer werden dort gemeinsam mit Schülern aus Gera und Weida drei Tage lang Gelegenheit haben, ihr darstellerisches Talent zu schulen. In drei Workshops werden den Kindern Grundlagen zu Stimme, Bewegung und Improvisation vermittelt. "Aber auch für uns Spielleiter gibt es einen Kurs", so Annett Händel, die sich ebenso wie die Kinder auf die Miniwerkstatt freut und gespannt ist, was ihnen dort vermittelt wird. Die Obergrochlitzer Theatergruppe besteht offiziell erst seit diesem Schuljahr, auch wenn Annett Händel bereits im Schuljahr davor begonnen hat, die Gruppe zusammen zu stellen. Vor Weihnachten haben sich die Grundschüler bereits in der Greizer Bibliothek mit "Rotkäppchen und der Fernsehmann" präsentiert und hier vor allem durch die komödiantischen Einlagen geglänzt.


Die Kinder freuen sich auf die Miniwerkstatt in Gera.

Hortnerin Annett Händel


Nun will die Gruppe das neue Stück mit ebenso viel Kreativität auf die Bühne bringen. Aufgeregt sind die Kinder auf jeden Fall. Und gespannt darauf, was sie in Gera alles erleben werden. "Mich interessiert am meisten, wie es so hinter den Kulissen zugeht", verrät die neunjährige Laura-Sophie Palme. Präsentiert werden die Workshopergebnisse dann am Freitag, 26. Februar, um 13.30 Uhr, im Crash-Club in Gera-Lusan. Und bei den Geraer Schülertheatertagen vom 3. bis 7. Mai sind die Obergrochlitzer dann ebenfalls mit dabei.


24. Februar 2010 /OTZ

Carolinenschüler spenden für Haiti

Eine kleine Abordnung von Carolinenschülern zahlte gestern das gesammelte Spendengeld ein.
Eine kleine Abordnung von Carolinen-
schülern zahlte gestern das gesammelte
Spendengeld ein.
Foto: OTZ/Freund

300 Euro durch Kuchenbasar und Geldspenden gesammelt

Von Susann Grunert Greiz-Obergrochlitz (OTZ).

Am 12. Januar wird Haiti von einem verheerenden Erdbeben erschüttert, die Opferzahlen gehen in die Hunderttausende. Auch die Schüler der Carolinenschule in Obergrochlitz verfolgen das Schicksal des Inselstaates. "Ungefähr eine Woche nach dem Beben wuchs der Wunsch der Schüler, etwas zu tun", erzählt Lehrerin Renate Willer. Schon nach dem Tsunami-Unglück 2004 hatten die Carolinenschüler Spenden für die Opfer gesammelt. "Wir haben im Unterricht über das Thema gesprochen, die Schüler haben die Auswirkungen des Erdbebens in der Zeitung verfolgt oder als Hausaufgaben die Nachrichten verfolgt", berichtet die Pädagogin weiter. Gemeinsam wurde überlegt, wie man den Opfern am besten helfen könnte. Max Beer, Schüler der Werkstufe, schlugen einen Kuchenbasar vor. Gesagt, getan. Mit Unterstützung aller Klassen wurde der schmackhafte Verkaufsstand organisiert und in der vorigen Woche durchgeführt.
Die Einnahmen des Basars sowie weitere Geldspenden der Schüler und Lehrer ließen die Spendenkasse bald auf 300 Euro anwachsen. Dass die Schüler gestern jedoch 305 Euro auf das Spendenkonto der Diakonie Mitteldeutschland einzahlen konnten, verdanken sie einer wohltätigen Sparkassen-Besucherin, die sich spontan zur Spende entschlossen hatte. "Indem wir die Spende nun gemeinsam einzahlen, können unsere Schüler auch nachvollziehen, was mit ihrem gesammelten Geld passiert", so Lehrerin Anke Steudel, die sich zudem Nachahmer wünscht. "Vielleicht können wir so auch andere Schulen ermutigen, etwas für die Opfer auf Haiti zu tun."


24. Februar 2010 /OTZ

Zusätzliche Erzieherin in Naitschau

Gemeinderat stimmt überplanmäßiger Ausgabe zu

Langenwetzendorf (OTZ/ Henze).

Über zu wenig Kinder können sich die Langenwetzendorfer offenbar nicht beklagen. Da nehmen auch die Räte der Gemeinde überplanmäßige Ausgaben für das Jahr 2009 gerne in Kauf und geben ihr Votum dafür. In der Kindereinrichtung in Naitschau musste aufgrund der hohen Belegung eine zusätzliche Erzieherin eingestellt werden. Die Personalkosten waren im Haushaltsplan 2009 noch nicht berücksichtigt worden. So kommt die Summe von 2306 Euro zustande. Gedeckt wird der Betrag durch zusätzliche Steuereinnahmen 2009. „In dieser Position hatten wir schon sehr vorsichtig geplant, sodass wir nun über einen Überschuss verfügen können", erläuterte Langenwetzendorfs Bürgermeister Kai Dittmann (CDU) am Montagabend zur Sitzung des Gemeinderates.


Die Gemeinde blickt optimistisch in die Zukunft.

Kai Dittmann, Bürgermeister Langenwetzendorf


Er konnte diese Ausgabe mit der anvisierten Kinderzahl von 27 Mädchen und Jungen zum 1. Mai und dafür benötigten 4,5 Vollbeschäftigten-Einheiten rechtfertigen. Waren es Anfang November 2009 noch 24 Kinder unter einem Jahr und bis sieben Jahre, so werden zurzeit 26 Kleinkinder in der Einrichtung betreut. So investiert die Gemeinde in die Zukunft, erinnert das Gemeindeoberhaupt. Bereits im vergangenen Jahr wurde mit Hilfe von Konjunkturpaketmitteln mit einem Anbau an das Gebäude begonnen, da man in dem Langenwetzendorfer Ortsteil an die Kapazitätsgrenzen stößt.
Für 2010 sind im Vermögensplan rund 155 000 Euro geplant, 56 600 Euro kommen aus dem Konjunkturpaket. Wenn auch momentan der Anbau ruht, sobald der Frost aus dem Boden ist, soll das Fundament fertiggestellt werden.


24. Februar 2010 /OTZ

Leserbriefe

Entsetzt

Zu „Nutrias gegen Absprache getötet", OTZ vom 19. Februar:

Seit zwei Jahren verfolge ich das Geschehen um die possierlichen Tiere mit großer Sorge, denn ein jähes Ende habe ich kommen sehen. Leider haben die vielen unvernünftigen Menschen mit ihrem gedankenlosen Füttern einen großen Beitrag dazu geleistet. Leider wurden auch alle Gespräche zu Gunsten der Tiere in den Wind geschlagen.
Ich gebe zu, es ist schön, die zutraulichen Tiere zu beobachten. Auch ich habe mich an ihnen erfreut. Aber den gesamten Sommer hindurch zu füttern und dabei die Tiere handzahm an den Menschen zu gewöhnen, ist gedankenlos und leider wurde ihnen das zum Verhängnis.
Und dann die Futterstelle, zum Teil eine Müllentsorgung (Apfelsinenschalen, Alu-Assietten, Kaffeesatztüten). Wo haben diese Menschen nur ihren Verstand?
Doch das Widerlichste ist, dass es einen Trophäenjäger gibt, der nach dem Fang die kleinen wehrlosen Nutrias erschlug. Auch für Wildtiere trifft das Tierschutzgesetz zu. Ich bin entsetzt und furchtbar wütend über solch gefühllose Menschen und habe eine kleine Hoffnung, dass ihm sein Handwerk gelegt wird.

Ingrid Würker, Greiz


Skandal

Zum gleichen Thema:

Es ist ein Skandal, die Nutrias durch Fallen zu töten. Sie würden die Bäume schädigen, dass ich nicht lache. In dem Park ist nichts mehr zu schädigen, denn es ist kein Park mehr, sondern ein schmutziger Regenwald. Wie viele Baumgruppen und gesunde Bäume sind nach der Wende gefällt worden. Darunter auch die schöne gesunde Rotbuche an der Futterstelle. Schwarze Schwäne, Pfauen und Perlhühner mussten raus aus dem Park. Thüringer sind nicht besser als Bayern, die den einzigen Bären, der nach 175 Jahren nach Deutschland kam, grausam umgebracht haben.

Leonie Lehmann, Greiz


Greiz pleite?

Zu „Haushaltssperre für 450 000 Euro", OTZ vom 2. Februar:

Der Greizer Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) ist wohl inzwischen in der Realität angekommen, denn in der OTZ lesen sich die Schlagzeilen so: "Haushaltssperre für 450 000 Euro". Weil die Stadt voraussichtlich 550 000 Euro weniger Landeszuweisung erhält, will der Rathauschef die Kämmerei anweisen, eine Haushaltssperre über 450 000 Euro zu erlassen. Mit 100 000 Euro aus der Deckungsreserve soll „das Problem gemildert werden". Dabei ist die „Vogtlandhalle" mit ihrem finanziellen Mehrbedarf für den Haushalt noch nicht einmal fertig. Das dicke Ende kommt, wenn das „Jahrhundertbauwerk" steht und die Finanzierung getilgt werden muss. Allein auf (rückläufige) Zuweisungen Dritter (Freistaat) zu bauen, ist wie russisches Roulette. Diejenigen, die auf diesen Kurs hinwiesen, wurden von SPD und CDU regelmäßig als „Schwarzmaler" und „Bedenkenträger" denunziert. Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen.
Greiz hat nicht genügend eigene Finanzkraft, um Minderungen von Landeszuweisungen auch nur ansatzweise zu verkraften. Wo soll die Finanzkraft auch herkommen, wenn Greiz seit 20 Jahren Investoren in Richtung Mohlsdorf oder Reichenbach vertreibt? Greiz lebt außerdem über seine wirtschaftlichen Verhältnisse. Im Fernsehen kommt Herr Zwegat zu den Leuten, die mit dem Kopf im Sand jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt haben. Wer lädt Herr Zwegat zum Greizer Bürgermeister ein?

Rene Kramer, Greiz


Vorsicht gefragt

Zur Meldung „Fußgängerin angefahren" vom 27. Januar:

Die Straßen sind dank Straßenmeisterei im Winter frei. Nur die aufgeschobenen Schneehügel sind kaum überwindbar gewesen. Fußgänger benutzen die trittsichere Straße. Für alle ist deshalb Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme gefragt.

Ch. Herbert, Greiz


Die Redaktion behält sich das Recht vor, Zuschriften sinnentsprechend zu kürzen oder auszugsweise abzudrucken. Leserbriefe sind keine redaktionelle Meinungsäußerung.
Briefe per E-Mail an die Lokalredaktion Greiz bitte an lr-greiz@otz.de.


24. Februar 2010 /OTZ

Fehlstart in die Endrunde

Concordias Angreifer Lüttchen (in Rot) beim Wurfversuch gegen den TSV Rothenstein.
Concordias Angreifer Lüttchen (in Rot) beim Wurfversuch gegen
den TSV Rothenstein.
Foto: Silke Groß

Handball, Verbandsliga - Ost, Männer: Reudnitz mit schmeichelhaftem Unentschieden
TSG Concordia Reudnitz - TSV Rothenstein 30:30 (12:11)

Greiz (OTZ/Kanis).

Das war keine Werbung für den Handballsport. Weder die Reudnitzer als Gastgeber noch die Gäste vom TSV Rothenstein konnten am Sonntag in der Sporthalle an der Pohlitzer Regelschule mit guten Leistungen überzeugen.
Dabei hatte es die TSG-Mannschaft selbst in der Hand, dieses erste von insgesamt vier Endrundenspielen zu gewinnen. Ein Zwischenspurt der Reudnitzer in der Mitte der zweiten Halbzeit vom 14:14 zum 22:16 hätte eigentlich schon die Vorentscheidung sein müssen, aber dieser klare Vorsprung wurde leichtfertig wieder verspielt. Mit einer Gesamttorquote von 61 Prozent lag dies weniger am Angriff, vielmehr war die schwache Abwehr der TSG Concordia ausschlaggebend. Vor allem ließ man dem halblinken Aufbauspieler der Gäste mehrfach fast ohne Gegenwehr zum Wurf kommen und gestattete den Rothensteinern beim Stand von 24:19 fünf Tore in Folge. Mit Mühe und Not konnte Concordia Reudnitz noch das Unentschieden über die Zeit retten.
In zwei Wochen kommt es zum Rückspiel gegen den TSV Rothenstein in der Sporthalle Stadtroda.

Reudnitz: Th. Schneider; M. Stier; Jens Lüttchen (8/1); Jörg Lüttchen (8); M. Plietsch (6/2); M. Vollstädt (3); U. Bauer (2); A. Beierlein (2); H. Kraus (1); P. Wandersee


24. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Unnötiger Ärger in der guten Stube

Bürgermeister räumt Patzer bei Ausnahmegenehmigungen für Marktplatz ein

Von Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ).

Nach der Kritik an kostenpflichtigen Ausnahmegenehmigungen für die Getränkeanlieferung auf dem Markt räumt Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) Fehler ein. Formaljuristisch sei hier von der Stadtverwaltung zwar richtig verfahren worden. Das Ergebnis sei aber "mit Sicherheit so nicht gewollt gewesen". Da sei unnötiger Ärger entstanden, erklärte Steinwachs am Montagabend dem Hauptausschuss des Stadtrates. "Das Ding" sei inzwischen aber korrigiert und bereinigt worden. Nach OTZ-Informationen wollte nach dem Beitrag in unserer Lokalausgabe auch ein TV-Team des Mitteldeutschen Rundfunks anrücken. Fast zeitgleich zu einer Terminanfrage des Fernsehens soll der Bürgermeister beim betroffenen Getränkehändler aus Mehltheuer angerufen haben, um die Gebührenforderung zurück zu nehmen. Jens Grüner vom gleichnamigen Getränkefachhandel aus Mehltheuer hatte die Beträge inzwischen vorsichtshalber an die Stadt überwiesen. Nach dem Telefonat mit Frank Steinwachs geht er nun davon aus, dass sie erstattet werden. Dem Hauptausschuss sagte der Bürgermeister, über eine grundsätzliche Regelung zum Befahren des Marktplatzes müsse man sich parlamentarisch verständigen. Die Meinung der Stadtverwaltung sei, dass man die Fußgängerzone ähnlich jener in der Greizer Straße nutzen sollte. Eine Belieferung der Marktanlieger ausschließlich von hinten sei nämlich nicht möglich. Diese Vorstellung habe es aber zunächst auch gegeben.


Da ist ein bisschen was vor den Baum gegangen.

Bürgermeister Frank Steinwachs


Frank Höhn (Linke) schlug als Erster vor, das in der Greizer Straße angebrachte Zusatzschild "Lieferverkehr frei" auch auf dem Markt zu ergänzen und mit einer zeitlichen Begrenzung zu versehen. Dies widerstrebte Klaus Freund (CDU), da beispielsweise Geldtransporter absichtlich zu stets unterschiedlichen Zeiten anrücken oder beispielsweise der Bäcker im City-Center auch tagsüber mal nachliefern muss. "Wir wollten aber einen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität", hakte der Bürgermeister ein und fand eine Lösung ohne zeitliche Begrenzung ungünstig. Nicht so Horst Gerber (FDP). Man könne doch die befahrbaren Bereiche durch geschickte Möblierung oder farbliche Kennzeichnung einschränken. Gerber war es auch, der den entstandenen Imageschaden nochmal kritisierte und ein Gespräch mit den Anliegern anregte. Dies werde man sowieso machen, deutete der Bürgermeister unter Verweis auf die Möblierung an. Für diese habe man ja schon zur Markt-Bemusterung einige Prämissen gesetzt, werde keine Vielfalt aus Gestühl und Brauereischirmen dulden. "Das Aussehen ist mir schon wichtig", meinte Steinwachs und empfahl Exkursionen in die Innenstädte von Dresden oder Erfurt. Schirmgröße und -form sowie Bestuhlung werde man vorschreiben, "denn das ist unsere Stube". Allerdings könne man diese Auflagen nicht ganz ohne finanzielle Beteiligung der Stadt realisieren. Diese Rahmenbedingungen würden zurzeit erarbeitet. "Das erfolgt so, dass wir mit den Betroffenen reden." Was ziemlich schnell geschehen muss, wie Bärbel Rentzsch (BIZ) ergänzte. Weil ja mit dem Frühling bereits die Freiluftsaison naht.


24. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Jugendclubleiter soll bleiben

Pöllwitzer Jugendliche appellieren an die Arge - Die sieht grundsätzlich keine Einwände

Von Juliane Maier und Steffen Beikirch Pöllwitz (OTZ).

Joachim Schindler wühlt in seinen Taschen und legt Schokolade und andere Süßigkeiten auf den Tisch. Auch das sei Jugendarbeit, ist sich der Betreuer des Jugendklubs in Pöllwitz sicher. Seit gut einem dreiviertel Jahr hat er die Stelle dort. Ende Mai müsste er gehen. Ebenso seine Kollegen in den Jugendklubs in Bernsgrün, Cossengrün und Hohndorf. Dann kommen die Neuen, mit denen sich die Jugendlichen erneut arrangieren und die zudem erst in ihre Aufgaben hineinwachsen müssen. Schon seit Jahren sucht der Verein Naterger e.V. mit Sitz in Schmölln auf dem zweiten Arbeitsmarkt nach Kräften, die in den Jugendklubs der Gemeinde Vogtländisches Oberland eingesetzt und vom Sozialraumteam Südwest betreut werden. "Unsere Hauptaufgabe ist die Beziehungsarbeit mit Jugendlichen, mit ihnen in Kontakt zu treten und herauszufinden, ob sie Sorgen haben", gibt Oliver Grimm, Streetworker im Zeulenrodaer Jugendverein Römer e.V., einen kurzen Einblick. Mit den Betreuern in den Klubs stehe man in Kontakt, gebe Hinweise und Hilfestellung. Es habe sich gezeigt, dass die Arbeit in den Einrichtungen wichtig und notwendig ist, äußert sich auch Thomas Löffler, Vorstandsvorsitzender des Naterger e.V., positiv. Nun sei es aber so, dass die ausschließlich über die Arge geförderten Maßnahmen in den Klubs nur für ein Jahr gültig sind, am 18. Mai deshalb ein Wechsel der Mitarbeiter in den Einrichtungen ansteht. "Es ist viel Arbeit, die Leute anzulernen, jedes Mal neues Personal einzustellen. Außerdem müssen sich die Jugendlichen immer wieder an einen neuen Betreuer gewöhnen", zählt Löffler die Nachteile solcher Bedingungen auf. Über die Möglichkeit, die Beschäftigten länger als nur für ein Jahr einzustellen, habe der Naterger bereits mit der Arge verhandelt. Bisher nur mit mäßigem Erfolg.


Die Beschäftigung von Joachim Schindler ist keine "08/15-Stelle".

Jugendliche des Jugendclubs Pöllwitz im Brief an die Arge


Bei Joachim Schindler springen auch die Jugendlichen selbst in die Bresche. Seine Beschäftigung sei keine "08/15-Stelle", schrieben sie in einem Brief an die Arge. Man sei sich sicher, mit ihm den richtigen Leiter für den Jugendclub gefunden zu haben. Vor seiner Zeit sei die Einrichtung kein bevorzugtes Ziel der jungen Menschen in dem Dorf gewesen. Heute sei vieles anders. Da treffen sich mehrere Generationen, gebe es täglich frischgebackenes Brot, Pizza und vor allem genügend Zeit, die Schindler jedem Einzelnen widmet. Die Gespräche mit der Arge, den Klubleiter für ein weiteres Jahr einzustellen, laufen, bestätigte Thomas Löffler. Die Chancen für Schindler stünden nicht schlecht. Wie hoch jedoch die Förderung der Arge ausfällt und wie viel die Gemeinde gegebenenfalls mittragen müsste, das sei noch offen. Auch bei den anderen Einrichtungen, die nach einer Prioritätenliste bewertet werden, stehe noch nicht fest, wie viel die Arge mitfinanziert. Genau dazu - Förderquote und Eigenanteil des Trägers - besteht im Falle Pöllwitz noch Klärungsbedarf, wie der Greizer Arge-Chef Dr. Horst Gerber gestern auf OTZ-Anfrage erklärte. Das Anschreiben der Pöllwitzer Jugendlichen hat er bekommen und darauf geantwortet, dass man den Sachverhalt prüfen werde. "Dann haben wir geprüft und festgestellt, dass Herr Schindler die Voraussetzungen erfüllt, dass seine Stelle das zweite und dritte Jahr verlängert werden kann", sagt der Arge-Geschäftsführer. Ein diesbezüglicher Antrag von Naterger liege auch vor, aber darin seien die Konditionen plötzlich einseitig geändert worden, ohne sich mit der Arge abzustimmen. "Wir haben dem Träger zugesagt, wenn der Antag zu denselben Konditionen wie im ersten Jahr gestellt wird, gibt es keine Probleme", so Gerber. Nun müsse man sich jedoch nochmal darüber austauschen. "Fakt ist, wir messen der Jugendarbeit als Arge schon eine hohe Priorität bei." Bei alldem, so Horst Gerber, stimme man sich auch mit dem Greizer Jugendamt und dem Kreissportbund ab.


24. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Die Kinderlein kommen in Langenwetzendorf

Überplanmäßige Ausgabe für Erzieherin

Von Heidi Henze Langenwetzendorf/Naitschau (OTZ).

Über mangelnde Kinder können sich die Langenwetzendorfer wahrlich nicht beklagen. Da nehmen auch die Räte der Gemeinde überplanmäßige Ausgaben für das Jahr 2009 gerne in Kauf und geben ihr Votum dafür. In der Kindereinrichtung in Naitschau musste aufgrund der hohen Belegung eine zusätzliche Erzieherin eingestellt werden. Die Personalkosten waren im Haushaltsplan 2009 noch nicht berücksichtigt worden. So kommt die Summe von insgesamt 2306 Euro zustande. Gedeckelt wird die Summe durch zusätzliche Steuereinnahmen im Vorjahr. "In dieser Position hatten wir schon sehr vorsichtig geplant, so dass wir nun über einen Überschuss verfügen können", erläuterte Langenwetzendorfs Bürgermeister Kai Dittmann (parteilos) am Montagabend zur Sitzung des Gemeinderates. Er konnte diese Ausgabe durchaus mit der avisierten Kinderzahl von 27 Mädchen und Jungen zum 1. Mai und die dafür benötigten 4,5 Vollbeschäftigten-Einheiten rechtfertigen. Waren es Anfang November 2009 noch 24 Kinder zwischen unter einem Jahr und sieben Jahre, so werden zurzeit 26 Kleinkinder in der Einrichtung betreut. So investiere die Gemeinde auch kräftig in die Zukunft, erinnert das Gemeindeoberhaupt.


Die Gemeinde blickt optimistisch in die Zukunft.

Kai Dittmann, Bürgermeister Langenwetzendorf


Bereits im vergangenen Jahr wurde innerhalb des Konjunkturpaketes II im Bereich Bildung mit einem Anbau an das Gebäude begonnen, da man in dem Langenwetzendorfer Ortsteil an die Kapazitätsgrenzen stößt. Für 2010 sind im Vermögensplan rund 155 000 Euro geplant, 56 600 Euro kommen aus dem Konjunkturpaket. Wenn auch momentan der Anbau ruht, sobald der Frost aus dem Boden ist, soll das Fundament fertiggestellt werden. "Die Zahl der Geburten ist gegenüber dem Landesdurchschnitt" , freut es den Bürgermeister. 47 Sterbefällen stehen 32 Geburten in der Gemeinde gegenüber. Langenwetzendorf nimmt mit 15 Geburten den absoluten Spitzenplatz ein, gefolgt von Naitschau mit vier und Nitschareuth verzeichnet 2009 fünf Geburten. "So kann die Gemeinde optimistisch in die Zukunft blicken", sagte Dittmann.


24. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Bauerfeind-Nachschub für Olympische Spiele

Vor allem Rücken- und Knieprodukte gefragt

Zeulenroda/Vancouver (OTZ).

Knapp eine Woche vor Ende der Olympischen Winterspiele in Vancouver und Whistler wurden bei der Bauerfeind AG in Zeulenroda Bandagen und Orthesen nachbestellt. Vor allem Produkte für Knie und Rücken sind derzeit in den Polikliniken der Olympischen Dörfer besonders gefragt.
Spektakuläre Stürze auf den Pisten und in der Halfpipe gehören ebenso zum olympischen Sportalltag wie harte Zweikämpfe im Eishockeystadion. Entsprechend viel haben Ärzte und Physiotherapeuten in den Polikliniken der Olympischen Dörfer zu tun. Sie behandeln frische Verletzungen der Athleten ebenso wie alte Blessuren, die aufgrund von Überlastungen immer wieder auftreten. Dabei kommen Bandagen und Orthesen aus Zeulenroda zum Einsatz. Als "Friend of the Games" hat Bauerfeind Mitarbeiter vor Ort, die bei der Betreuung verletzter Athleten helfen, entsprechende Produklte anpassen oder auch reparieren. "Wir wollen unseren Service bis zum Ende der Spiele zu hundert Prozent anbieten. Daher haben wir besonders gefragte Produkte in den gängigsten Größen bei uns in Zeulenroda nachbestellt", erklärt Lars Birnbaum, Projektleiter Olympia bei Bauerfeind.
Vor allem Snowboarder, Buckelpistenfahrer und Eishockeyspieler kommen mit Knie- und Rückenproblemen in die Polikliniken. Aber auch Shorttrack-Athleten, Eiskunstläufer oder Abfahrer zählen zu den Patienten. Abgesehen von Problemen mit Rücken und Knie gibt es bei den Olympia-Teilnehmern aus aller Welt lädierte Schultern und Ellbogen, verletzten Daumen, gezerrte Oberschenkel oder instabile Sprunggelenke. Die Bandbreite der zur Verfügung stehenden Bauerfeind-Bandagen und -Orthesen ist genauso groß wie die Bandbreite der Verletzungen.


24. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Großer Geldsegen für die Kleinen

Erlös des Triebeser Christkindelsmarktes kommt den örtlichen Kitas zugute

Von Kristin Kulow Triebes (OTZ).

"Wir wissen noch gar nicht so richtig, wofür wir das Geld ausgeben werden", erzählt Cerstin Riedel. Die Leiterin der Triebeser Kindertagesstätte "Kleine Strolche" freut sich sehr über den Erlös des Triebeser Christkindelsmarktes, der den beiden örtlichen Kitas zugute kommt. 680 Euro sind es für jede in diesem Jahr. "Das ist sogar mehr Geld, als vor zwei Jahren zusammen gekommen ist", so Riedel weiter. "Damals hatten wir uns für das Geld eine Reckstange gekauft." Dieses Mal wird es wohl etwas werden, was im Garten der Kita Anwendung findet. Genaue Pläne für den Geldsegen haben dagegen schon die Erzieherinnen der Kindertagesstätte "Haus Kinderglück". "Wir werden im Garten einen Fußparcours bauen, auf dem die Kinder verschiedene Materialien und Oberflächen ertasten können", erzählt Cornelia Schmeißer, stellvertretende Leiterin vom "Kinderglück". Außerdem, so berichtet Schmeißer weiter, sei das Lichternetz im Zelt im "Raum der Träume" kaputt und mit dem Geld könne nun ein neues gekauft werden. Den Triebeser Christkindelsmarkt gibt es seit 2007. "Verschiedene Gemeindemitglieder und Bürger hatten die Idee dazu. Wir als Kirchgemeinde Triebes haben uns dann den sprichwörtlichen Hut aufgesetzt und die Organisation übernommen", erinnert sich Pfarrer Michel Debus. Die Kirchgemeinde war es auch, die die Idee hatte, dass es noch schöner wäre, wenn außer einem schönen Nachmittag auch noch ein guter Zweck hinter allem stehen würde.


Man merkt den Händlern wie den Besuchern an, dass ihnen das am Herzen liegt.

Pfarrer Michel Debus


Nach Absprache mit den teilnehmenden Händlern werden in jedem Jahr Einrichtungen des Ortes ausgesucht, die mit einer Spende unterstützt werden. "Jeder gibt den Teil von seinem Erlös, den er möchte", erklärt Debus. Dass Vereine, Organisationen und Privatpersonen in diesem Jahr 1360 Euro gesammelt haben, darüber freut sich auch Debus sehr. 2007 ging der Erlös schon einmal an die beiden Triebeser Kindertagesstätten. Im Jahr darauf kam das gesammelte Geld der örtlichen Grund- und Regelschule zugute. "Die Grundschule hat für das Geld ihre Bibliothek renoviert, während die Regelschule damit ihr Unesco-Projekt finanziert hat", erzählt Debus. Er weiß, dass das Projekt Triebeser Christkindelsmarkt vor allem mit seiner Gemeinnützigkeit ein wichtiges Zeichen setzt. "Man merkt den Händlern wie den Besuchern an, dass ihnen das am Herzen liegt", erzählt er. Deshalb hofft der Pfarrer, dass der Markt in diesem Winter in eine vierte Runde startet. "Genaue Pläne gibt es jetzt noch nicht, aber ich gehe davon aus, dass es wieder einen Christkindelsmarkt geben wird", so Pfarrer Michel Debus.


24. Februar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Der Sportler der Saison
Der Sportler der Saison
Zeichnung: OTZ/Bruns


Erst brennt Müllcontainer, dann die Halle

Erhebliche Schäden durch Brand der Holzwerkstatt am Papiermühlenweg in Greiz

Greiz (OTZ/Frd.).

Die Ursache des Brandes am Giebel der TWG-Holzwerkstatthalle am Papiermühlenweg (gegenüber dem abgerissenen Greika-Gebäude in Elsternähe) konnte bislang nicht geklärt werden. Am Montag, 19.38 Uhr, erfolgte die Alarmierung der Feuerwehr durch die Rettungsleitstelle. Beim Eintreffen der Greizer Feuerwehr standen bereits der Giebel, das Dach und Holzwerkbänke in der zirka 10 mal 40 Meter großen Halle in Flammen. Ein weiteres Übergreifen des Feuers konnten die Feuerwehrleute verhindern. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.
Die Schäden werden vorläufig auf 20 000 Euro geschätzt. Untersucht werden muss noch die Statik der Halle. Der Brand breitete sich von einem Müllcontainer aus, der unmittelbar an der Giebelwand der Halle aufgestellt war. Dieser stand bereits vor Wochen schon einmal in Flammen.


Anmeldungs für Programm gegen Rinderkrankheit

Greiz (OTZ).

Das Verfahren zur Sanierung der Rinderbestände von Bovinen Virusdiarhoe (BVD), einer speziellen Rinderdurchfallerkrankung, wurde in Thüringen kurzfristig geändert und tritt in neuer Form am 1. März in Kraft. Die aktuellen Informationen dazu erhalten Tierhalter vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt oder vom Tierarzt. Das Antragsformular für die Teilnahme an dem bis zum Jahresende noch freiwilligen Programm sowie ein Merkblatt zum Sanierungsprogramm finden Interessenten auf der Homepage des Landratsamtes Greiz unter www.landkreis-greiz.de auf der Seite des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes. Meldeschluss ist bereits dieser Freitag. Auf der Internetseite ebenso zu finden sind ein Merkblatt zur Verfahrensweise der elektronischen Kennzeichnung von Pferden in Thüringen und das Formular zur Beantragung der Unterlagen für die Ausstellung des Equidenpasses und der Ausgabe eines Transponders zur Kennzeichnung eines Einhufers.


Eis von Lasterdach beschädigt Pkw-Scheibe

Polizei sucht Zeugen zu Unfall auf der B 92

Wittchendorf (OTZ).

Am Montag gegen 6.45 Uhr ereignete sich auf der Bundesstraße 92 zwischen Wittchendorf und Hohenölsen ein Verkehrsunfall. Ein Pkw Toyota fuhr in Richtung Weida, als ein entgegenkommender Lkw auf der Geraden, ungefähr 200 Meter nach der Firma Taurus, Eis vom Fahrzeugdach verlor. Dabei wurde die Windschutzscheibe des Pkw beschädigt. Der Fahrer wurde nicht verletzt. Der Lkw-Fahrer bemerkte dies vermutlich nicht und setzte seine Fahrt fort. Die Ermittlungen zu dem bekannten amtlichen Kennzeichen wurden jetzt aufgenommen, heißt es im gestrigen Polizeibericht. Der Sachschaden beträgt rund 500 Euro.
Zeugen des Verkehrsunfalls werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Greiz unter der Telefonnummer (03661) 62 10 zu melden.


Bei Anlagen Chancen und Risiken wägen

Tipps von Verbraucherzentrale

Greiz (OTZ).

Verbraucher sollten sich auf Anlagegespräche gründlich vorbereiten und Anlageprotokolle vor Vertragsabschluss sorgfältig lesen, rät die Verbraucherzentrale Thüringen. Für ein Finanzprodukt sollte man sich erst dann entscheiden, wenn man Chancen und Risiken genau erkannt hat. Seit dem 1. Januar sind Banken gesetzlich verpflichtet, Kunden nach jeder Anlageberatung ein Protokoll auszuhändigen. Für Beratungsgespräche, in denen es nicht um Wertpapiere geht, ist weiterhin kein Beratungsprotokoll vorgeschrieben.
Das Protokoll muss vom Berater unterschrieben und dem Kunden vor Abschluss eines Geschäfts ausgehändigt werden. Auch bei einer telefonischen Beratung ist es ratsam, vor Vertragsabschluss auf das Protokoll zu warten. Falls das nicht möglich ist, ist der Berater verpflichtet, dem Kunden das Protokoll unverzüglich zuzusenden. Für diesen Fall ist im Protokoll außerdem zu vermerken, dass der Kunde ausdrücklich einen Geschäftsabschluss vor Erhalt des Protokolls gewünscht hat.
Das Beratungsprotokoll soll dem Schutz des Verbrauchers dienen. Dieser Schutz kann nur funktionieren, wenn das Protokoll vor Erwerb eines Anlageproduktes gründlich geprüft wird. Entspricht das Protokoll nicht dem Gesprächsverlauf oder enthält es Unstimmigkeiten, sollten Bankkunden auf Änderung des Protokolls bestehen, rät Andreas Behn von der Verbraucherzentrale Thüringen.
Bei wichtigen Beratungsgesprächen sollten sich Verbraucher zudem nicht auf das Protokoll allein verlassen, sondern eine Begleitung mit zur Bank nehmen. Am besten sind Verbraucher für Beratungsgespräche gewappnet, wenn sie sich schon zu Hause gründlich darauf vorbereiten indem sie Klarheit über die eigene finanzielle Situation, Risikobereitschaft und bevorzugte Anlageziele schaffen.


Herausgabe von Bauunterlagen absichern

Bauherrenschutzbund informiert in Ratgeber

Greiz (OTZ).

Wer einen Bauvertrag abschließt oder mit einem Bauträger einen notariellen Kaufvertrag beurkundet, meint damit auch einen Anspruch auf Herausgabe der Bauunterlagen erworben zu haben. Müssen doch Bauherren als Auftraggeber die vereinbarte Qualität kontrollieren können. Objektbezogene Planungsunterlagen und technische Nachweise sind dafür unverzichtbare Dokumente.
Der vom Bauherrenschutzbund (BSB) neu herausgegebene Ratgeber „Bauunterlagen für Bauherren" setzt sich mit dem Irrtum auseinander, dass diese Unterlagen automatisch zu übergeben sind und gibt detaillierte Hinweise, was festzuschreiben ist. Der Leitfaden für Bauherren bietet eine detaillierte Übersicht über Pläne und wichtige techni sche Nachweise und erläutert, wozu sie benötigt werden. Das reicht vom Baugrundgutachten über die Baugenehmigungsunterlagen, die Ausführungspläne, die Statik, die Gewährleistungsbescheinigung für Gebäudeabdichtung bis zur Wärmebedarfsrechnung. Auch die Unterlagen zur technischen Gebäudeausrüstung samt Garantieurkunden und Bedienungsanleitungen der Haustechnik müssen übergeben werden. Die neue Info-Broschüre hilft, die Herausgabe von Bauunterlagen vertraglich zu vereinbaren um später die Bauqualität kontrollieren zu können und schriftliche Beweismittel für eventuelle Gewährleistungsansprüche oder Schadensersatzforderungen in der Hand zu haben. Den Ratgeber gibt's zum Download unter: www.bsb-ev.de


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