|
22. Februar 2010 /OTZ
Rüstzeug in der Tasche
 -
Gesellenfreisprechung in Weißendorf: Die Auszubildenden der
Kfz-Branche der Handwerkskammer Ostthüringen halten ihr
Zeugnis in den Händen.
Foto: OTZ/Heidi Henze
Gesellenfreisprechung der Kfz-Innung in Weißendorf
Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).
"So viele junge Leute kann man nicht oft in einem Autohaus begrüßen", freute sich Berthold Winkelmann, Geschäftsführer des Autohauses Mercedes Weißendorf, "obwohl sie eigentlich die Zukunft der Branche verkörpern". Der Anlass am Sonnabendvormittag war ein bedeutender: die Gesellenfreisprechung von 15 jungen Menschen, nach einer dreieinhalbjährigen Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker und Mechaniker für Karosserie- und Instandhaltungstechnik.
Entsprechend feierlich war dann auch die Überreichung der Gesellenbriefe. Die jungen Leute gehören zu insgesamt 116 Auszubildenden in der Kfz-Branche innerhalb des Amtsbereiches der Handwerkskammer Ostthüringen und so fanden zeitgleich weitere Veranstaltungen in Autohäusern Ostthüringens statt.
Ralf Zschäk, Lehrlingswart der Kfz-Innung und Geschäftsführer in Weißendorf, informierte, dass die Kfz-Branche der größte Ausbildungsbereich des Handwerks in Ostthüringen ist. Viele Firmen würden vor dem Hintergrund sinkender Bewerberzahlen bereits über den eigenen Bedarf junge Nachwuchskräfte ausbilden. "Mit dem Gesellenbrief haben die jungen Leute ein erstes Treppchen auf dem Weg ins berufliche Leben erreicht", so der Innungswart. Er weiß, dass hohe Anforderungen erfüllt werden müssen, um den Einstieg ins berufliche Leben erreichen zu können. Dabei sei die Unterstützung durch die Eltern, den Ausbildungsbetrieb, aber auch der eigene Wille unbedingt erforderlich.
 -
Thomas Roth (links), Innungsobermeister im Hand-
werkskammer-Bereich Greiz, gratuliert Patrick Wolf.
Foto: OTZ/Heidi Henze
Der Lohn für die Mühen sei nun der Nachweis der fachlichen Eignung. KFZ-Mechatroniker Patrick Wolf wurde einzeln geehrt. Mit der Note eins in Praxis und einer guten zwei in Theorie ist er Lehrgangsbester und wird seine Gilde auf dem Landesleistungswettbewerb am 8. Mai in Gera-Aga vertreten. Der 20-jährige Kfz-Mechatroniker lernte im Bosch-Service Schleicher und bekam einen Arbeitsvertrag. Für ihn ist das Lernen noch nicht vorbei: Er möchte seinen Meister machen. Wo Licht ist, da ist auch Schatten. 15 Auszubildende der insgesamt 116 Lehrlinge haben aufgrund schlechter Leistungen in Theorie und Praxis die Prüfungen nicht bestanden. Die Anzahl der Durchfaller sei wieder gestiegen, bedauerte Innungswart Zschäk. Grund genug, um einmal mehr an die Lernbereitschaft zu appellieren die notwendig sei, um die steigenden Berufs-Anforderungen erfüllen zu können, mahnte Berufsschullehrer Gerhard Gypser.
Kommentar
Die Zeit nutzen
Von Heidi Henze
Seit Wochen strahlte die Sonne zum ersten Mal und erleuchtete das Innere des Autohauses feierlich, wo sich junge Leute versammelt hatten, um das Zeugnis ihrer dreieinhalbjährigen Arbeit entgegenzunehmen. Bessere Voraussetzungen für eine Gesellenfreisprechung und einen optimistischen Blick in die Zukunft kann es wohl kaum geben.
Doch ganz so einfach scheint es wohl nicht zu sein. Nur 50 Prozent der Kfz-Junggesellen haben einen Arbeitsplatz in Aussicht oder einen Vertrag in der Tasche. Für die Leistungsstarken ist die Aussicht positiv. Bleiben die anderen auf der Strecke? |
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
Linkspartei sucht nach Verjüngung
 -
Diana Skibbe
Auch durch Abwerben aus anderen Parteien
Wünschendorf (OTZ/-um-).
Als "Partei für den Alltag" sehen sich die Linken im Landkreis Greiz. Am Sonnabend steckten 46 Genossinnen und Genossen auf einer Kreismitgliederversammlung in der "Elsterperle" in Wünschendorf ihre Ziele für die nächsten zwei Jahre ab.
Ziel sei es, zu den Landrats- und Bürgermeisterwahlen mit eigenen Kandidaten anzutreten, heißt es in dem von der Kreisvorsitzenden Diana Skibbe vorgestellten Arbeitspapier.
Die Sprechzeiten ihrer Mandatsträger in den Gemeinden und Städten wollen die Linken ausbauen. Vor jeder Kreisvorstandssitzung sollen thematische Bürgergespräche in den Regionen des Landkreises angeboten werden. Die Kreisgeschäftsstelle soll in Zusammenarbeit mit dem Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Frank Tempel zum Beratungs- und Bürgerbüro gestaltet werden. Die Fraktionen in Kreistag, Stadt- und Gemeinderäten sind angehalten, bereits mit Blick auf die nächsten Kommunalwahlen Anträge in den Gebietsvertretungen zu stellen und sich so zu profilieren.
Sorgen bereitet den Linken der Altersdurchschnitt ihrer Partei. Eine Verjüngung sei unerlässlich. Potenzial sieht man bei enttäuschten Wählern, aber auch Mitglieder anderer Parteien sollen abgeworben werden. Verantwortlich dafür ist die Landtagsabgeordnete Heidrun Sedlacik. Vierteljährlich muss über die Ergebnisse der Mitgliederwerbekampagne beraten werden. Die Kreismitgliederversammlung der Linken verabschiedete darüber hinaus eine Protestresolution gegen die geplante Kürzung der Kommunalfinanzen durch die Landesregierung. Gemeinden, Städte und Landkreise stünden im schwierigsten Jahr nach der Wiedervereinigung. Die Landtagsabgeordneten wurden aufgefordert, weitere finanzielle Einschnitte in den Kommunen nicht zuzulassen. An Bürgermeister und Landräte mit CDU- oder SPD-Parteibuch erging der Appell, gegenüber der Landesregierung und den Regierungsfraktionen sich entsprechend zu positionieren. Zusätzliche Kosten durch Änderungen im Kindertagesstätten-Gesetz dürften nicht den Kommunen aufgebürdet werden.
Gewählt wurden in Wünschendorf die Mitglieder der Kreisschlichtungskommission der Linkspartei: Bernd Grimm, Hermann Küntzel, Brigitte Beetz und Annemarie Mentzel-Serbser. In die Revisionskommission gewählt wurden Karsten Halbauer, Frank Höhn, Katharina Lorkowski und Maria Starauschek. In den Kreisvorstand rückte Sabrina Jessica Müller auf. |
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
Schule als Lebensraum gestalten
 -
Auch in der Fachrichtung Ergotherapie gab es großes Interesse
der Besucher zum Tag der offenen Tür. Auszubildende im 3.
Lehrjahr, Claudia Schindler schaut Johann Peter Allner
über die Schulter.
Tag der offenen Tür am Staatlichen Berufsbildungszentrum Greiz sehr gut besucht
Text & Bild Antje-Gesine Marsch
Auch wenn der Lenz noch etwas auf sich warten lässt, gestaltete sich das gesamte Schulhaus des Staatlichen Berufsbildungszentrums in der Plauenschen Straße bereits frühlingshaft. "Wir sind sehr stolz auf die Ergebnisse des letzten Halbjahres und wollen diese heute präsentieren", wie Schulleiterin Dr. Gabriele Suhre zum Tag der offenen Tür am Sonnabendvormittag sagte. Besonders freue sie der "Qualitätssprung", den sie erkenne. Die "Schule als Lebensraum" zu begreifen und gestalten, an dem nicht nur gelernt wird, sondern auch Begegnungen und Kultur stattfinden, sei nach wie vor "größtes Anliegen". Sich über Möglichkeiten des Lernens und der Ausbildung an der Einrichtung zu informieren, hatten sich zahlreiche Interessierte aus der ganzen Region auf den Weg gemacht. Im gesamten Schulgelände herrschte an diesem Vormittag reges Treiben; jede Fachrichtung hatte sich etwas Besonderes ausgedacht. Während die Diätassistenten kleine Leckereien vorbereiteten, konnte man bei den Ergotherapeuten das Gedächtnis trainieren oder Entspannungsübungen durchführen. Auch die Erzieher, Hauswirtschaftler sowie Gestaltungs-und Medientechniker präsentierten Ergebnisse ihrer Arbeit; theatralisch ging es im Obergeschoss zu, wo Schüler des Berufliches Gymnasiums und der Fachoberschule ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellten.
Familie Grieger aus Gera kam, um etwas zur Ausbildung im Bereich Hauswirtschaft zu erfahren. "Wir wollen einfach mal schauen, welche Möglichkeiten es hier an der Schule gibt", so Tochter Jenny. Liesa Regner aus Greiz, die gerade ihren Realschulabschluss ablegt, möchte später gern im Kreativbereich arbeiten. Pädagogin Annett Triemer konnte ihr und den Eltern dazu wertvolle Informationen geben und Möglichkeiten der Ausbildung bzw. eines Studiums an einer Fachhochschule aufzeigen. Ebenfalls Einblicke in die Materie der Gestaltungstechnik und technischen Kommunikation wollten sich Ingo ujnd Isabell Hufenbach verschaffen, die mit Sohn Michel kamen, der derzeit in Zeulenroda sein Abitur absolviert. "Unser Sohn möchte gern gestalterisch arbeiten und wir denken, dass sich ihm an dieser Einrichtung neue Wege eröffnen", so die Eltern.
Hinweisen wollte Frau Dr. Suhre noch auf die Anmeldewoche vom 22. bis 27. Februar. „Man kann die Bewerbungen schicken oder auch gern persönlich vorbeikommen“, wie sie betonte. Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr und am Sonnabend von 9-12 Uhr.
|
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
Ausbildung zum Jugendleiter möglich
 -
Die Jugendleiter-Ausbildung umfasst
Grundlagenwissen, wie beispielsweise
für die Betreuung von Ferienaktionen.
Grundlagenkenntnisse für Gruppenbetreuung - Zwei Wochenendkurse im März
Von Peter Reichardt Greiz.
Für alle Interessierten, die ehrenamtlich tätig sind, und sich in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren, bietet die Netzwerkstelle der Jugendarbeit im Landkreis Greiz einen Ausbildungskurs für angehende Jugendleiter an.
An zwei Märzwochenenden erlangt man mit diesem Kurs das notwendige Grundlagenwissen für die Tätigkeit als Jugendleiter bei Ferienaktionen und der Betreuung von Gruppen junger Menschen. Geboten wird eine praktische und theoretische Qualifizierung für die Aufgabe als Jugendleiter. Ziel ist es, durch eine Grundausbildung ehrenamtlich Tätige zu befähigen, Kinder und Jugendliche selbstständig anzuleiten, ihr Tun und Handeln bewusst zu gestalten, Gruppen zu führen sowie die eigene Tätigkeit zu reflektieren.
Die mit dieser Ausbildung erworbene "Juleica" - Jugendleitercard - hat eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren und ist in Thüringen ab 2010 neu. Auch für Besitzer abgelaufener Jugendleitercards ist damit die Teilnahme am angebotenen Kurs möglich.
Die Ausbildung beginnt am Freitag, 19. März, um 16.30 Uhr, in der Sportschule "Kurt Rödel" in Greiz. Weitere Termine sind der 20., 26. und 27. März 2010. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro. Bei Bedarf sind Übernachtungsmöglichkeiten gegeben. Erforderlich für diesen Lehrgang ist ein abgeschlossener Kurs in Erster Hilfe, der zwölf Zeitstunden umfassen muss. Gleichwertig wird der Kurs zu lebensrettenden Sofortmaßnahmen, der gemäß Fahrerlaubnisverordnung sechs Stunden beträgt, gewertet. Wer sich für die Ausbildung zum Jugendleiter interessiert, meldet sich bitte bei der:
Netzwerkstelle der Jugendarbeit im Landkreis Greiz, Kreissportbund Greiz e. V., Beethovenstraße, 07973 Greiz. Zur Netzwerkstelle kann auch telefonisch unter (03661) 47 90 06, per Fax (03661) 47 90 05 oder per E-Mail-Adresse jugendarbeit-grz@gmx.de Kontakt aufgenommen werden. |
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
Königin mit einer Liebesflöte
 -
Information unterhaltsam vermittelt:
Wieland Meinhold.
Unterhaltsame Orgelführung mit Wieland Meinhold gestern vorm Konzert in Zeulenroda
Zeulenroda (OTZ/St.B.).
Majestätisch steht sie auf der Empore, hat ein schönes Gewand an und lässt ab und an die Muskeln spielen - wenn man sie an den richtigen Stellen packt. Wie sie ganz privat so ist, die Königin der Instrumente in der größten Zeulenrodaer Kirche - darüber plauderte gestern Nachmittag ein Weimarer mit dem interessierten Publikum.
Rund 40 Neugierige hatten sich zur unterhaltsamen Orgelführung mit dem Erfurter Universitätsorganisten Dr. Wieland Meinhold eingefunden. Eine Stunde, bevor dieser in einem Konzert das breite Klangspektrum eindrucksvoll herausarbeitete. Zunächst aber gaukelte Meinhold seinen Gästen nun sowas wie eine Havarie vor. Er drehte einen Schlüssel, ein Elektromotor surrte los. Und die für Orgelverhältnisse noch junge Dame, Baujahr 1925, atmete hörbar ein. Aber nicht wieder aus. Trotz Tastendruck kam kein Ton. Auch ein Tritt auf die Pedale half nichts. "Da gibt´s doch dieses schöne Sprichwort", bat er sein Publikum um Hilfestellung. "Er zieht alle..." - "Register!" rief´s zurück. Zwei Handgriffe, und die Musik war endlich frei. Und Meinhold voll in seinem Element. Mit strahlenden Augen und gestikulierend demonstrierte er, was das große "Blasorchester" aus 2600 Pfeifen so drauf hat. Ehrfurchtsvolle Klänge und liebliche Melodien. "Wir haben sogar eine Liebesflöte", rief der Organist entzückt und weckte die "Flute d´amour", die gerade mal zwei Fuß, also etwa 60 Zentimeter hoch ist. Am Ende der kurzweiligen Einführung fragte er den anwesenden Kollegen aus Triebes, ob er denn noch was vergessen habe. "Den 32-Fuß", entgegnete Lothar Danz. "Genau!" bedankte sich Meinhold und ließ die Empore erbeben. |
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
Nach spannendem Start nur noch Urlaubsbilder
Vortrag über die Bundeslade enttäuscht
Von Kristin Kulow Langenwetzendorf (OTZ).
Die Bundeslade ist der mysteriöseste und mächtigste Kultgegenstand des Judentums. Laut Bibelüberlieferung wurde Moses von Gott beauftragt, sie zu bauen, um darin die Tafeln mit den zehn Geboten aufzubewahren. Lange wird sie im Alten Testament erwähnt, doch irgendwann verschwindet sie plötzlich und gibt heute noch Rätsel auf: Gab oder gibt es sie wirklich? Wo ist die Bundeslade zu suchen?
Zu einem Vortrag mit dem Titel "Auf den Spuren der Bundeslade" von Dr. Holger Belke wurde am Freitag in das Gemeindehaus der evangelisch-methodistischen Kirche nach Langenwetzendorf eingeladen. Belke sprach zu Beginn seines Vortrages über die Bedeutung der Bundeslade und erklärte, dass es derzeit elf Orte weltweit gebe, an denen die Lade vermutet wird. Am wahrscheinlichsten seien jedoch der Tempelberg in Jerusalem und der nordäthiopische Ort Aksum. Nach dieser Einführung nahm er die rund 30 Besucher der Veranstaltung mit Hilfe von Dias mit auf eine Reise von Jerusalem nach Äthiopien und dort auf eine Rundreise. Der Abend, der interessant begonnen hatte, wurde so leider schnell zu einer Vorführung von Urlaubsbildern.
Von der Bundeslade sprach Belke eine ganze Weile nicht mehr, schlug nur zum Schluss wieder den Bogen zum Kultgegenstand: In Aksum habe er eine Kopie der angeblichen Lade gesehen, die aber nicht mit den Angaben in der Bibel übereinstimmen.
Die richtige Lade, so berichtete Belke weiter, dürfe nur ein Priester sehen, der in Ausübung seines Amtes sterbe. Nicht ganz unpraktisch, um einen mehrere tausend Jahre alten Mythos aufrecht zu erhalten. |
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
Möglichkeiten entdecken
 -
Schauen, probieren, staunen: Zum Tag
der offenen Tür wurde den Interes-
senten allerhand geboten.
Drei Schulen in Zeulenroda präsentieren sich - Doch nicht alle sind gefragt
Von Kristin Kulow Zeulenroda (OTZ).
Es passiert nicht oft, dass man Schüler und Lehrer am Wochenende in einer Schule antrifft -- und das auch noch mit Begeisterung.
Am Samstag war dieses Phänomen aber gleich an drei Lehreinrichtungen in Zeulenroda zu sehen. Der Grund: Das Friedrich-Schiller-Gymnasium, die Regelschule Friedrich Solle und der Zeulenrodaer Teil der Berufsbildenden Schule Greiz-Zeulenroda hatten zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, bei dem sich zukünftige Schüler und deren Eltern über die Lehr-Methoden der Schule, Arbeitsgemeinschaften und andere organisatorische Dinge informieren konnten. Doch nicht alle Schulen waren gefragt.
Dabei hatten sich Schüler und Lehrer einiges einfallen lassen, um die Lehreinrichtungen so interessant wie möglich zu machen. Das Gymnasium setzte hierbei auf Anfassen und Ausprobieren. Jeder Fachbereich hatte etwas vorbereitet, in Fremdsprachen konnten beispielsweise mit Theaterstücken geschnuppert, sich in Kunst und Musik ausprobiert und naturwissenschaftliche Experimente selbst durchgeführt werden. Großen Andrang fanden hier die Bereiche Chemie, bei dem ein Gummibärchen als Feuerteufel herhalten musste, und die Physik.
Die Schüler und Lehrer der Friedrich-Solle-Schule dagegen setzten auf eine eigens für den Tag der offenen Tür kreierte Schulrallye, bei der Eltern und Schüler in spe das Gebäude mit den Fachräumen kennen lernen konnten. Darin wurden Schülerarbeiten gezeigt und Lehrer standen für Fragen zu Inhalten des jeweiligen Gebietes zur Verfügung. In der Regelschule waren vor allem das moderne Medienkundezimmer und die Versorgung mit Snacks und Getränken durch Schüler in der Hauswirtschaftsküche gefragt. Viele Fachräume wurden nur für die Beantwortung der 19 Fragen der Schulhausrallye gestreift und so bleibt offen, wie viel die angehenden Schüler wirklich über die Schule und ihre Angebote erfahren haben.
Die Resonanz an der Berufsbildenden Schule war gegenüber der an den weiterführenden erschreckend gering. Wie auch an Gymnasium und Solle-Schule hatten Schüler und Lehrer sich hier einige Gedanken gemacht, wie sie die Schule auf interessante Weise vorstellen konnten. Schülerarbeiten wurden ausgestellt, Werkräume geöffnet, in denen man bei der Arbeit zuschauen konnte, und angehende Köche hatten kleine Snacks und Kuchen vorbereitet. Doch der große Ansturm blieb aus. Nur Einzelne informierten sich über die Ausbildungsmöglichkeiten der Berufsbildenden Schule und Schüler und Lehrer blieben leider meist unter sich. |
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
"Mehlsches Radau" bringt Gasthof zum Beben
Lumpenball begeistert wieder Jung und Alt
Von Tina Höch Mehla (OTZ).
Da soll mal einer sagen, die Saison der Narren sei Aschermittwoch beendet. "2010 - Fasching in Mehle is scheen" - so das diesjährige Motto der "Mehlschen" Karnevalisten, die damit nicht zu viel versprachen für den Lumpenball am Samstag im Gasthaus "Zur Post". Ein zweistündiges Programm voller humoristischer Köstlichkeiten begeistert die Besucher seit nunmehr 29 Jahren, sodass Ralf Roßram vom veranstaltenden Feuerwehrverein mit einem Schmunzeln zugab: "Wir sind älter als der HCV."
Mit den Proben begann der Faschingsclub schon im Dezember, sodass es schade sei, nur eine Abendvorführung über die Bühne gehen zu lassen. "Vor einigen Jahren fand"s nur samstags statt, da lohnte sich die Mühe kaum", so Roßram. Und die Organisatoren taten wahrlich gut daran, bereits dem Freitag einen närrischen Anstrich zu verpassen. So rückte die Partnerfeuerwehr aus Gössenreuth mit einer Truppe feierwütiger Kameraden an und mischte den Saal gehörig auf. Der ausverkaufte Samstag startete dann mit einer Schunkelrunde, ehe Jürgen Theilig, verkleidet als Weihnachtsmann, und Monika Weiß als reichlich verzierter Tannenbaum durch das Programm führten. Eines kann man ganz sicher sagen: An Ideenreichtum mangelte es den Mehlaern nicht. So funktionierten sie den Saal schnell mal zum Dschungel um, im nächsten Moment spielte Jürgen Theilig hingegen wieder munter Golf auf dem eigens präparierten Rasen. Nicht zu vergessen natürlich die Bütt von Michael Blaß, der unter lauten "Mehlschen Radau - Helau"-Rufen mit Schneeschieber in der Hand einmarschierte, um dem Dorfleben verbalen Tribut zu zollen. Selbst Elvis schaute auf einen Gig vorbei. Richtig Gaudi versprach auch das anschließende Zuschauerspiel "Danneboom abputzn", wo Körperkontakt zwischen Männlein und Weiblein als zwingend notwendig galt. Anschließend gaben sich die Wöhlsdorfer Tänzerinnen die Ehre und präsentierten einen Teil ihres Repertoires, der prompt mit der Aufforderung zum "Ausziehen!" kommentiert wurde. Soweit kam es dann doch nicht, wenngleich ein junger Mann zu fortgeschrittener Stunde Witze riss, die seiner Altersklasse so gar nicht angemessen schienen, dafür beim Publikum lauten Applaus auslösten. Treffsichere Pointen, lustige Kostüme und Partystimmung vom Feinsten - so versteht sich der Lumpenball. Auf dem mit der Elsterberger Memory-Band noch bis weit nach Mitternacht getanzt werden konnte. |
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
Die lange Reise des Kapitän Arndt
Verspäteter, gelungener Fasching in Pöllwitz
Pöllwitz (OTZ/kk).
Am Aschermittwoch ist die Faschingszeit eigentlich vorbei. Doch wenn man auf den Weltmeeren unterwegs ist, passiert es schnell, dass sich Termine um ein paar Tage nach hinten verschieben. Am Samstag lief die "Black Pöllwitz" endlich auf dem ortseigenen Dorfteich ein. Doch vorher mussten Kapitän Arndt Gleißner, Schiffsjunge Nick Blumhardt - sie führten durch das Faschingsprogramm - und die gesamte Crew des Piratenschiffs einige Abenteuer bestehen. Die blinden Passagiere Friedel und Christel wurden kurzerhand zum Deck schrubben abkommandiert, die Schweinegrippe bedrohte die ganze Mannschaft und der TÜV nahm das Schiff genauestens unter die Lupe.
Dann auch noch das: Die "Black Pöllwitz" hatte sich versegelt und musste einen Umweg durchs Eis machen, wo Pinguine, Braun- und Eisbären gesellig zusammen feierten. Zu allem Überfluss wurde Piratenbraut Antje von Untoten verschleppt, so dass der Kapitän mit seiner Crew die Achse des Bösen bereisen musste, ehe er sie wieder in die Arme schließen konnte.
In der Büttenrede befasste sich Ines Diezel mit den Dingen, die die Pöllwitzer im letzten Jahr beschäftigt haben: Von der Dorferneuerung mitsamt Kirche und Reinigung des Dorfteiches berichtete sie, bei der die eine oder andere Brille und das eine oder andere Handy in den Tiefen des Gewässers verschwanden. Natürlich durfte auch die Geschichte um das "neue Pöllwitzer Denkmal" nicht fehlen, das so manchen Mann vor Neid erblassen ließ. Und Diezel verriet: "Mein Mo war´s", der sich für die Verunstaltung des guten Stücks zu verantworten hatte. Auch Missgeschicke einzelner Dorfbewohner wurden erwähnt. Nach diesen Ausführungen wäre zu überlegen, ob in Pöllwitz Treppen vielleicht abgeschafft werden sollten.
Der Pöllwitzer Sportverein gab sich beim Programm die größte Mühe und wurde mit reichlich Applaus belohnt. Vor allem bei den Beiträgen der Kinder und des Männerballetts forderte das Publikum lautstark Zugaben. Dabei zeigten die Männer, dass man nicht unbedingt blank ziehen muss, um Begeisterungsstürme hervorzurufen - auch ein Auftritt als adrette Meerjungfrauen reicht schon aus.
Die Pöllwitzer zeigten, dass beim Fasching nicht unbedingt ein Gag den nächsten jagen muss, um die Besucher bei Laune zu halten, sondern auch eine Geschichte mit tollen und witzigen Einzelbeiträgen begeistern kann. |
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
Frosch küsst Freiheitsstatue
 -
Neugierig-prüfende Blicke gehören dazu: Die Teilnehmer der
Druckgrafikwerkstatt unter Leitung des Greizer Künstlers
Hubertus Blase (Mitte) blicken auf die Bilder, die unter
ihren Händen entstanden sind. Blase führte gestern zum
25. Mal die Druckgrafikwerkstatt durch.
Foto: OTZ/Katja Grieser
Druckgrafikwerkstatt erfreut sich selbst nach 25 Jahren großer Beliebtheit
Von Katja Grieser Greiz.
„An ein paar Stellen müssen Sie die Linien nachziehen, die Schattenpartien sind noch nachzuarbeiten, damit es körperlicher wirkt" — Hubertus Blase ist in seinem Element, wenn er Dorothee Wolf erklärt, wie das von ihr gestaltete Froschmotiv auf der Platte besser werden kann, damit das Tier im Driick authentischer wirkt. Der Künstler leitet die Druckgrafikwerkstatt seit 25 Jahren, am Wochenende ließ er im Theater 15 Interessierte aus der Region in die Tiefdrucktechnik Radierung hinein schnuppern. Kommendes Wochenende haben sich weitere 19 angemeldet.
Der Greizerin Dorothee Wolf studiert in Göttingen Biologie, was ihre Motivauswahl erklärt.„Tiere liegen mir mehr als Gebäude, ich mag es, ihnen die feinen Strukturen zu geben", sagt die junge Frau, die zum sechsten Mal bei der Werkstatt mitmacht. Zum dritten Mal dabei ist Alke Draht aus Gera, der es Ostseemotive angetan haben. „Ich mach da fast jedes Jahr Urlaub", verrät sie, während sie die Metallplatte ins Säurebad hält.
Wolfgang Dreßler schwärmt ebenfalls von einem Urlaub. „Gewaltig" seien die Eindrücke gewesen, die beim NewYork-Besuch auf ihn einströmten. Natürlich dürfen bei ihm also Freiheitsstatue und Wolkenkratzer nicht fehlen. „Ich bin hier seit Jahren dabei, es ist aber immer wieder ein Erlebnis. Mal geht was schief, mal gelingt was. Es ist eben ein künstlerisch-technisches Verfahren", sagt er. Nicht ganz in seinem Metier ist Mario Schuster. Der Jung-Karikaturist plant, eine Geschichte über Herzog Christian von Eisenberg zu schreiben, deshalb hat eben jener es auch aufs Motiv geschafft. „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit dem Ergebnis", sagt Schuster, für den die Schwierigkeit weniger im Zeichnen, sondern in der technischen Umsetzung liegt. Sich vorsichtig rantasten will sich Barbara Schaller aus Merkendorf, die zum ersten Mal dabei ist und ein Landschaftsbild gestaltet. „Sehr schön", lautet ihr Resümee nach der dreitägigen Werkstatt.
Ein wenig stolz ist Hubertus Blase, dass er seit 25 Jahren Leute für die tiefdrucktechnik begeistern kann Auch wenn der Aufwand groß sei, freue sich der Künstler über das Interesse und die Arbeiten, die heraus kommen. Eine Auswahl wird ab 27. Mai im Greizer Theater gezeigt, anlässlich des 25-jährigen Bestehens werden Druckgrafiken aus diesen Jahren zu sehen sein.
Weitermachen möchte Hubertus Blase, auch wenn noch nicht klar sei, wo. Denn das jetzige Theater soll nach Eröffnung der Stadthalle abgerissen werden, ob die Druckgrafikwerkstatt künftig dort stattfinden kann, darüber gebe es noch keine Aussage, so Blase.
|
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
„Heute schon eine Art Gemeinschaftsschule”
 -
Johannes Reiher
Foto: OTZ/Marcel Hilbert
Reiher wirbt für Regelschule Pohlitz
Von Marcel Hilbert Greiz-Pohlitz (OTZ).
Pünktlich, kurz vor Beginn der Anmeldungswoche der künftigen Fünftklässler für ihren weiteren Schulweg, öffnete auch die Regelschule GreizPohlitz am Sonnabend ihre Tore.
In einem knapp 40-minütigen informativen Vortrag zu Beginn stimmte Schulleiter Johannes Reiher die vielen interessierten Eltern und Grundschüler zunächst auf das ein, was sie im kommenden Schuljahr erwarten würde. Allem voran die Neuerungen im Lehrplan, die seit einem Jahr in Kraft sind: „Zum einen steht das neue naturwissenschaftliche Fach 'Mensch — Natur — Technik' auf dem Stundenplan, zum anderen geht es auch für die neuen Fünftklässler gleich mit einer zweiten Fremdsprache los", so Reiher. Hier stünden Französisch und Russisch zur Wahl, die beide in den ersten 14 Tagen des neuen Schuljahres in Schnupperkursen präsentiert werden. Erst dann müsse sich für eine von beiden entschieden werden, meinte Reiher weiter.
Natürlich nutzte der Pohlitzer Schulleiter in seiner Ansprache auch die Gelegenheit, für die letzten Unentschlossenen noch einmal kräftig die Werbetrommel für seine Einrichtung zu rühren. „Unsere Schule wurde vor sieben Jahren für etwa sechs Millionen Euro von Grund auf saniert, die Schüler finden also beste Bedingungen vor", betonte der Direktor. Außerdem entspreche die Schule laut Reiher schon heute den Vorstellungen von Thüringer Kultusminister Matschie (SPD): „Wir haben ein breit gefächertes Schülerspektrum, von potentiellen
Gymnasiasten bis zu förderbedürftigen Schülern. Wir sind heute schon eine Art Gemeinschaftsschule."
Zurzeit besuchen 260 Schüler in 14 Klassen die Schule in Pohlitz, wovon 55 in den jetzigen drei fünften Klassen sitzen. Wenn es nach Johannes Reiher geht, sollen auch im kommenden Schuljahr wieder drei Klassen entstehen.
Nachdem der Schulleiter seine Ausführungen beendet hatte, durften sich die Besucher dann auch selbst noch einmal ein Bild von den Lehr- und Lernbedingungen der Schule machen, bevor es in dieser Woche ernst wird in Sachen Anmeldung. |
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
Noch knapp 580 000 Euro im Fördertopf
Euregio Egrensis unterstützt Greizer Verein
Greiz (OTZ).
Der Kleinprojektefonds der Euregio Egrensis für deutsch-tschechische Projekte ist in der Region gut angekommen.
Seit dem ersten Aufruf im Januar 2009 konnten auf sächsisch- thüringischer Seite bereits 220 000 Euro an grenzübergreifende Initiativen und Vorhaben aus der Euregio Egrensis vergeben werden. Die meisten Mittel sind bisher an Projektträger aus dem sächsischen Teil der Euroregion geflossen. Oft handelt es sich bei den Antragstellern um Gemeinden entlang der sächsisch-tschechischen Grenze und erfahrene Vereine, die schon einen zuverlässigen Partner in Tschechien haben und das Verfahren bereits kennen.
„Wir möchten mit dem Kleinprojektefonds jedoch auch neue Akteure aus der Region gewinnen, die zwar über eine grenzübergreifende Partnerschaft nachdenken, aber nicht wissen, wie sie diese angehen können", wirbt der Präsident der Euregio Egrensis, AG Sachsen/Thüringen, Landrat Dr. Tassilo Lenk (CDU). „Wir haben in unserer Geschäftsstelle in Plauen ein Team kompetenter Mitarbeiterinnen, die Bürgern, Gemeinden und Vereinigungen helfend zur Seite stehen — von der Kontaktaufnahme, über Projektplanung bis hin zur Projektbeantragung."
Obwohl mit rund 170 000 Euro die sächsischen Mitglieder Vogtlandkreis und Erzgebirgskreis bislang die meisten Fördermittel beantragt haben, nimmt das Interesse bei den thüringischen Mitgliedslandkreisen der Euregio Egrensis, Greiz und Saale-OrlaKreis, erfreulicherweise zu. So kann beispielsweise der Luftsportverein Greiz-Obergrochlitz von den Fördermitteln aus dem Kleinprojektefonds profitieren. Für die Organisation der deutsch-tschechischen Segelflug-Meisterschaft im Streckensegelflug im Sommer 2010 erhält der Verein einen Zuschuss von bis zu 15 000 Euro. „Trotz der guten Resonanz stehen noch genug Fördermittel zur Verfügung", betont der Geschäftsführer der Euregio Egrensis, Achim Schulz. „Bis Ende 2011 können wir auf der sächsisch-thüringischen Seite noch knapp 580 000 Euro für deutsch-tschechische Maßnahmen vergeben." Hinzu kommen noch rund 480 000 Euro an verfügbaren Fördermitteln für Projektträger aus dem tschechischen Teil der Euregio Egrensis. Bisher sind an Projekte in tschechischer Trägerschaft knapp 300 000 Euro geflossen.
Bürger, Vereinigungen und Gemeinden finden nähere Informationen auf der Internetseite:
www.euregioegrensis.de. |
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
OTZ-Pokal geht nach Rüdersdorf
 -
Im vergangenen Jahr bereits im Finale konnte sich Rüdersdorf
diesmal noch einmal steigern, siegte im Finale gegen Blau-Weiß
Greiz 3:1 und holte sich den OTZ-Pokal
Foto: OTZ/Silvia Böhm-Lämmer
Fußball, Hallen-Kreismeisterschaft der Männer, Endrunde: Blau-Weiß Greiz Zweiter
Von Dieter Köbke Greiz (OTZ).
Das Endrundenturnier der Männer am Sonnabend bildete den Abschluss der Fußball-Hallenkreismeisterschaften.
Der Turnierplan sah vor, dass zunächst in zwei Gruppen gespielt wurde. In der Gruppe eins spielten Rüdersdorf, Münchenbernsdorf, Hohndorfer SV und Greizer SV. In der Gruppe zwei nahmen Wünschendorf/Falka, Braunichswalde, Berga und Blau-Weiß 90 Greiz den Kampf um die Halbfinalteilnahme auf.
Im ersten Turnierspiel trafen Rüdersdorf und Münchenbernsdorf aufeinander. D. Böhme sicherte mit zwei Treffern - Beuchel hatte zwischenzeitlich den Rüdersdorfer Ausgleich geschafft - den 2:1-Sieg für Münchenbernsdorf. Hohndorf besiegte anschließend den Greizer SV mit 3:0, Torschützen waren Strauss, Pippig und Floss. Dann trafen mit Wünschendorf und Braunichswalde die Gewinner der vergangenen Jahre aufeinander. Durch Treffer von Oertel (2) und Halbauer war Braunichswalde überraschend klar 3:0 siegreich. Nach dem Spiel kam es zu einem Eklat. Wünschendorf war mit zwei roten Karten nicht einverstanden. Nach unschönen Szenen am Spielende verließ das Team die Halle und wurde von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen.
Nach diesem Vorfall wurde wieder Fußball gespielt, und es standen sich Berga und Blau-Weiß Greiz gegenüber. Die Führung durch Fonfara glich Kulikowski für Berga aus. Bettermann sicherte danach den 2:1-Erfolg für Greiz. Im Spiel Hohndorf gegen Rüdersdorf ging Hohndorf durch Floss in Führung. Rüdersdorf ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und drehte durch Tore von Beuchel und Burkhardt noch zum 2:1-Erfolg für den Kreisklassenvertreter. Mit einer Punkteteilung endete das Spiel zwischen Blau-Weiß Greiz und Braunichswalde. Die Greizer Führung durch Fonfara glich Winefeld zum 1:1-Endstand aus.
Danach sicherte sich Rüdersdorf mit 2:1 gegen den Greizer SV die Halbfinalteilnahme. Auch die Begegnung zwischen Münchenbernsdorf und Hohndorf musste eine Entscheidung über die Teilnahme an den Halbfinalspielen bringen. Durch das 1:1-Unentschieden sicherte sich Münchenbernsdorf den Gruppensieg.
Das torreichste Match des Turniers war das Abschlussspiel in Gruppe zwei, denn Braunichswalde besiegte Berga mit 6:3. Dabei war das Spiel anfangs ausgeglichen, bis zum 3:3 war kein Sieger erkennbar. Erst in der Schlussphase zog Braunichswalde bis auf 6:3 davon.
Im ersten Halbfinale zwischen Münchenbernsdorf und Blau-Weiß 90 Greiz zogen die Greizer durch Tore von Schmiedel, Fonfara und Poltsch bis auf 3:0 davon, der Ehrentreffer zum 3:1-Endstand gelang Böhme für Münchenbernsdorf. Rüdersdorf steigerte sich im zweiten Halbfinale abermals und besiegte Braunichswalde mit 3:0.
Im Spiel um Platz fünf trafen Hohndorf und Berga aufeinander. Die Hohndorfer Führung durch Lang glich Pöhler aus, und Bergner sowie Kulikowski sicherten mit ihren Treffern den 3:1-Sieg für Berga.
Im Spiel um Platz drei standen sich Münchenbernsdorf und Braunichswalde gegenüber. Münchenbernsdorf reichte dabei die Führung von Böhme nicht zum Sieg, denn Braunichswalde sicherte sich Platz drei durch Tore von Oertel (2) und Samland.
Mit besonderem Interesse wurde das Endspiel zwischen den beiden Mannschaften der 1. Kreisklasse erwartet, hatten sich doch dabei die beiden besten Teams an diesem Tag für das Finale qualifiziert. Rüdersdorf ging durch Spindler mit 1:0 in Führung, Blau-Weiß Greiz bejubelte den Ausgleich von Bettermann. Rüdersdorf zeigte sich davon jedoch wenig beeindruckt und sicherte sich durch Treffer von Schulz und Bottner in der Schlussphase des Spiels den Meistertitel. Entsprechend groß war nach dem Schlusspfiff die Freude des neuen Hallen-Kreismeisters Rüdersdorf.
Zur Siegerehrung erhielten Münchenbernsdorf, Berga, Hohndorf und Greizer SV die Urkunden für ihre erreichten Platzierungen. Blau-Weiß Greiz und Braunichswalde bekamen vom KFA-Vorsitzenden Dieter Köbke die Erinnerungspokale und Urkunden für Platz zwei und drei.
Höhepunkt des Turniers war die Übergabe des OTZ-Wanderpokals durch Gabriele Vogl von der OTZ-Kreisgeschäftsstelle Greiz an die Mannschaft des TSV 1880 Rüdersdorf. Weiter erhielt der neue Titelträger den Erinnerungspokal und die Siegerurkunde des KFA von Dieter Köbke.
|
|
|
22. Februar 2010 /OTZ
Zwei Meistertitel in der A-Jugend
Ringen, Mitteldeutsche Meisterschaften: Sewina auch im klassischen Stil ganz oben
Von Dietmar Wolf Friedrichroda (OTZ).
Am vergangenen Sonnabend fanden im thüringischen Friedrichroda die Mitteldeutschen Meisterschaften der Männer (Jahrgänge 1993 und älter) und der A-Jugend (Jahrgänge 1993/94/95) im griechisch-römischen Stil statt. Veranstalter dieser Meisterschaften war der Thüringer Ringer-Verband. Ausgerichtet wurden die sehr gut organisierten Mitteldeutschen Meisterschaften von der ZSG Grün-Weiß Waltershausen, Abteilung Ringen.
Bei den Männern kämpften die Sportler in insgesamt sieben Gewichtsklassen und bei der A-Jugend sogar in zehn Gewichtsklassen um die Titel und Medaillen.
Es nahmen neben den Thüringer Athleten Ringer aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg teil und nutzten die Gelegenheit, ihre Form vor dem Saisonhöhepunkt, den Deutschen Meisterschaften, noch einmal zu überprüfen.
Vom RSV Rotation Greiz gingen drei Ringer in der A-Jugend und bei den Männern ein Sportler auf die Matten.
Merlin Sewina startete in der Gewichtsklasse 50 kg. Im ersten Kampf wurde er von A. Keller aus Frankfurt/Oder sehr gefordert. Er gewann den Kampf mit 2:0 (1:0/4:0) Runden. Gegen M. Richter aus Gelenau und K. Kirchstein aus Aue gewann Sewina jeweils auf Schulter und wurde überlegen Mitteldeutscher Meister. Damit gewann der Greizer in beiden Stilarten den Titel bei diesen Meisterschaften.
Robert Schaller (100 kg) hatte mit L. Vincent aus Cottbus nur einen Gegner. Diesen bezwang er nach einem sehr guten Kampf mit 2:0 (4:2/6:0) Runden und sicherte sich damit die Goldmedaille.
Gideon Greschok (63 kg) belegte nach einem Sieg gegen A. Knobbe aus Werdau und Niederlagen gegen T. Pistorius (Aue), M. Berkholz (Pausa) und J. Kirmse (Aue) Platz vier.
Diese drei Sportler starteten in der A-Jugend.
Bei den Männern nahm Benjamin Giegling in der Gewichtsklasse 84 kg an diesen Meisterschaften teil. Nach einem Sieg gegen St. Behrendt aus Zella-Mehlis mit 2:1 Runden (4:0/0:2/1:1) wäre auch gegen J. Landgraf aus Lugau durchaus ein Sieg möglich gewesen, doch er unterlag mit 1:2 (2:0/0:2/0:4) Runden.
Gegen Florian Schwalbe vom TuS Jena hatte der Greizer keine Chance und unterlag mit 0:2 (0:6/0:6) Runden und belegte unter sechs Teilnehmen Platz vier.
Mit der Åusbeute von zwei Meistertiteln und zwei vierten Plätzen konnten die Greizer Verantwortlichen sehr zufrieden mit ihren Schützlingen sein.
Mit zwei Goldmedaillen im grichisch-römischen und einer im freien Stil im Rücken gilt es nun, sich gezielt auf den anstehenden Saisonhöhepunkt, die Deutschen Meisterschaften, vorzubereiten. |
|
| 22. Februar 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
|
Karikatur des Tages
 -
Zeichnung: OTZ/Bruns
Reiseerinnerungen in Bildern
 -
Archivfoto: OTZ/Christian Freund
Reiseeindrücke von Australien, Andalusien, Portugal oder den Malediven hat der Greizer Künstler Peter Zaumseil fotografisch und malerisch festgehalten. Die „Reisebilder", die unter anderem den mächtigen Ayers Rock in Australien zeigen, sind bis 5. April, täglich von 9 bis 18 Uhr, im Theaterfoyer zu sehen.
Tierschutzverein erstattet Anzeige
Greiz (OTZ).
Der Tierschutzverein Greiz und Umgebung hat Anzeige gegen den Jäger erstattet, der die Nutrias im Greizer Park getötet hat (OTZ berichtete). Zweifelsfrei, so Vereinschefin Sabine Wonitzki, habe er gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, „indem er ohne vernünftigen Grund Tieren Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt hat (§1 TSG)".
„Als Tierschützerin habe ich auch Bauchschmerzen mit der Lösung, einige der Nutrias einem Züchter zu übergeben, denn es ist zu vermuten, dass dieser die Tiere als Pelz- oder Fleischlieferanten verwertet. Damit wird also die Tötung lediglich aus dem Fokus der Öffentlichkeit gerückt", so Wonitzki. Hinzu komme, dass die Haltungsbedingungen bei vielen Züchtern nicht als wirklich artgerecht gelten können. Die Tiere würden in Betonbuchten ohne Zugang zum Wasser leben müssen. „Wir hoffen, dass die Untere Jagdbehörde den Greizer Nutrias ein solches Schicksal erspart", so Wonitzki weiter.
Kleiderspende für Hilfsprojekt
Flauen (OTZ).
Bis 27. Februar, täglich von 11 bis 18 Uhr, können ehemalige Lieblingsteile bei Wöhrl in Planen abgegeben werden. Jedes gespendete Kleidungsstück kommt am Ende einem lokalen Hilfsprojekt des Malteser-Hilfsdienstes zugute. Das Modehaus stellt den Erlös der zweimal jährlich stattfindenden Sammelaktion komplett einem guten Zweck zur Verfügung.
IG Bau fordert mehr Geld für Floristen
Greiz (OTZ).
Von blühenden Geschäften haben Floristen in Thüringen nur wenig. Die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt (Bau) klagt über Niedriglöhne bei wachsendem Druck. „Floristinnen in Thüringen zahlen einen verdammt hohen Preis. Denn hinter dem Blumenbinden steckt harte Knochenarbeit", sagt Bernd König, Bezirksverbandsvorsitzender der IG Bau Ostthüringen. „Die meisten Floristinnen gehen im ersten Berufsjahr mit rund 1100 Euro brutto nach Hause", sagt König. Die Arbeitergeber im Westen seien mit gutem Beispiel vorangegangen und haben einen Tarifvertrag abgeschlossen. Im Westen gehören Niedriglöhne der Vergangenheit an. Jetzt fordern die Floristen im Osten: „Arbeit muss sich lohnen — auch für uns", sagt König.
|