19. Februar 2010 /OTZ

Ausweichdomizil für Berufsschule

Bernd Pampel, Fachlehrer für Informatik, beim Datenverarbeitungsunterricht. Während der Bauarbeiten im Gebäude in der Plauenschen Straße in Greiz werden die Schüler in ein Ausweichquartier umziehen.
Bernd Pampel, Fachlehrer für Informatik, beim Datenverar-
beitungsunterricht. Während der Bauarbeiten im Gebäude in der
Plauenschen Straße in Greiz werden die Schüler in ein Aus-
weichquartier umziehen.
Foto: OTZ/Christian Freund

Start für Abrissarbeiten am Standort Plauensche Straße voraussichtlich im November

Von Katja Grieser Greiz.

Die Sanierung des Greizer Standortes des Staatlichen Berufsbildungszentrums Greiz-Zeulenroda in der Plauenschen Straße wird voraussichtlich nicht vor November beginnen. Im vergangenen August, als die Fusion der Berufsschule II in Greiz mit der in Zeulenroda-Triebes gefeiert wurde, hieß es, die Sanierung des Gebäudes in der Greizer Plauenschen Straße stehe "unmittelbar bevor". Jetzt sagte Dr. Gabriele Suhre, Leiterin des Berufsbildungszentrums, auf OTZ-Nachfrage: "Hundertprozentig wissen wir noch nicht, wann es losgehen wird, aber im November sollen die ersten Abrissarbeiten durchgeführt werden". Ziemlich sicher sei, dass die Berufsschüler - zirka 590 lernen derzeit in Greiz - während der Bauphase in ein Ausweichquartier umziehen müssen. "Geplant ist, dass wir komplett umziehen werden", so Suhre. Denn da in dem Haus unter anderem entkernt wird, seien die Voraussetzungen für den Unterricht nicht mehr gegeben. Auch wenn es im Frühjahr weitere Gespräche dazu geben soll, sei relativ sicher, dass der Umzug in den Oktoberferien ansteht. Genutzt werden soll das ehemalige Pestalozzigymnasium in der Pohlitzer Straße. Dort lernen zurzeit die Greizer Gymnasiasten, die jedoch in den Sommerferien in das derzeit in der Sanierung befindliche Gebäude in der Heinrich-Fritz-Straße umziehen sollen. Dann wäre das Haus Pohlitzer Straße 1 bis 3 frei und könnte von der Berufsschule genutzt werden. Anderthalb bis zwei Jahre, rechnet Suhre, werden sich die Bauarbeiten hinziehen, so lange müsse das Ausweichdomizil wohl in Anspruch genommen werden. Derzeit stecke man mitten in den Vorbereitungen für die Sanierung. So seien Vermessungen im Gebäude durchgeführt worden, die Planungen laufen, über die künftige Ausstattung der Schule sei ebenfalls gesprochen worden. Die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, betont die Schulleiterin, sei diesbezüglich sehr gut.


Geplant ist, dass wir komplett umziehen werden.

Schulleiterin Dr. Gabriele Suhre


Geduld ist nicht nur bezüglich der Bauarbeiten, sondern auch bei der Entscheidung zur Stelle des Schulleiters gefragt. Zwar ist Gabriele Suhre als Leiterin des Berufsbildungszentrums eingesetzt worden, auf die ausgeschriebene Schulleiterstelle hat sie sich beworben, eine endgültige Entscheidung stehe jedoch aus. Im Frühjahr rechnet Suhre mit Nachricht aus dem Kultusministerium.Nach dem ersten halben Jahr als Berufsbildungseinheit musste Gabriele Suhre feststellen, dass es "nicht ganz so einfach ist, die einst selbstständigen Schulen" zusammen zu führen. Doch das sei ja zu erwarten gewesen. Über 80 Lehrer, hinzu kommen noch 20 Honorarkräfte, arbeiten an den beiden Standorten, insgesamt lernen 850 Schüler in Greiz und Zeulenroda-Triebes. Da gelte es, in der täglichen Arbeit Gemeinsamkeiten zu finden. Das versuche sie etwa damit, dass der Tag der offenen Tür am Sonnabend zeitgleich - zwischen 9 und 12 Uhr - an beiden Schulteilen stattfindet.

Kommentar

Ehe mit Zukunft

Von Katja Grieser

Dass es nicht leicht werden würde, zwei bislang selbstständig arbeitende Berufsschulen zu einem Zentrum zusammen zu fassen, war Gabriele Suhre von vornherein klar. Sie ist als Leiterin eingesetzt, auch wenn das offizielle Okay zu diesem Posten noch auf sich warten lässt. Mit Präsenz an beiden Schulstandorten und gemeinsamen Aktionen wie dem zeitgleichen Tag der offenen Tür in Greiz und Zeulenroda-Triebes versuchen Suhre und ihr Leiterteam, den Zusammenhalt herzustellen. Das wird Zeit brauchen, darüber sollten sich alle Beteiligten im Klaren sein. Als erschwerend dürften sich die bevorstehenden Bauarbeiten in Greiz, die noch dazu mit einem Umzug verbunden sind, erweisen.


19. Februar 2010 /OTZ

Harter Winter belastet Landkreis und Gemeinden

Der Winterdienst hat in diesem Jahr viel zu tun.
Der Winterdienst hat in diesem Jahr
viel zu tun.

Hohe Winterdienstkosten drücken Budget

Greiz (OTZ/gru).

Der Frühling naht in vorsichtigen Schritten, Zeit für eine Bestandsaufnahme, wie kräftig der harte Winter im Geldsäckel des Landkreises und seiner Gemeinden wütete. Auf den Kreisstraßen belaufen sich die Kosten des Winterdienstes für November und Dezember 2009 auf zirka 120 000 Euro. Der Januar 2010 kostete den Landkreis stolze 150 000 Euro. Auch für den schneereichen Monat Februar werden die Kosten über denen des vergangenen Monats liegen. 2008 beliefen sich die Ausgaben von Januar bis März auf 135 000 Euro, im letzten Jahr auf 250 000 Euro. Matthias Lindig, Vorsitzender der VG Leubatal, weist die in diesem Winter oft verwendeten Superlative aber von sich: "Wir haben doch einen ganz normalen Winter." So seien die Winterdienstkosten der VG nur wenig höher als sonst. "Entscheidend sind die Schäden auf den Straßen, sowohl im Landes-, als auch im kommunalen Straßennetz. Das wird richtig teuer."
Auch Langenwetzendorf sieht sich keiner Kostenexplosion gegenüber. Nach einer vorläufigen Schätzung halten sich die Mehrkosten in Grenzen, so Bürgermeister Kai Dittmann. Der Winterdienst-Etat sei schon hoch angesetzt gewesen. Gut ein Drittel mehr kostet die Gemeinde Vogtländisches Oberland die kalte Jahreszeit, schätzt Hauptamtsleiter Friedhold Riedel. In Mohlsdorf ist nach Aussage von Bürgermeister Christian Häckert das Streusalz-Jahresbudget aufgebraucht. "Wir erwarten alleine bei der Räumung erhöhte Kosten, da wir unterstützend auf Subunternehmer zurückgreifen mussten", so Häckert weiter. Auch die Bergaer müssen viel tiefer als geplant in die Tasche greifen. "Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir 50 Prozent mehr verbraucht als im gesamten Jahr 2009", informiert Bürgermeister Stephan Büttner. Kostete die Teichwolframsdorfer der Winterdienst 2009 noch 37 500 Euro, belaufen sich die Ausgaben allein im Januar auf 20 000 Euro. "Wenn es am Wochenende so wird, wie der Wetterdienst meldet, steigen diese Kosten weiter", so Bürgermeister Wolfgang Herold.


19. Februar 2010 /OTZ

Nutrias gegen Absprache getötet

Die Nutria-Population im Greizer Park ist stark angestiegen. Um der Nager und den verursachten Schäden an Parksee und Bäumen Herr zu werden, sollten die Tiere eingefangen werden.
Die Nutria-Population im Greizer Park ist stark angestiegen.
Um der Nager und den verursachten Schäden an Parksee und Bäumen
Herr zu werden, sollten die Tiere eingefangen werden.
Foto: Archiv

Fang eingestellt - Stiftung appelliert an Einhaltung des Futterverbotes

Von Susann Grunert Greiz (OTZ).

Entsetzt berichteten vorgestern zwei Leser, was sie im Greizer Park beobachtet und im Bild festgehalten hatten. "Dort werden Nutrias mit Fallen getötet", erzählten die zwei jungen Männer. Am 10. Februar informierte die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten in einer Pressemitteilung, dass sich die Nutria-Population im Greizer Park stark erhöht hat (OTZ berichtete). Die Nager haben sich insbesondere links und rechts sowie unterhalb der Ablassvorrichtung des Parksees eingegraben. "Damit besteht die Gefahr", so Gabriele Beck von der Unteren Jagdbehörde, "dass der See undicht wird und auslaufen kann." Die damit verbundenen Kosten wären immens. So wandte sich die für den denkmalgeschützen Park zuständige Stiftung mit der dringenden Bitte an die Parkbesucher, das Füttern der Wildtiere zu unterlassen, um die starke Vermehrung der Tiere zu unterbinden. Gleichzeitig wurde Abhilfe bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde des Landkreises Greiz beantragt. Man habe sich jedoch lediglich mit dem von der Jagdbehörde beauftragten Jäger auf das Einfangen der Tiere verständigt, erklärt Thomas Kramer, stellvertretender Stiftungs-Leiter, auf OTZ-Nachfrage. Entgegen dieser Abstimmungen seien durch den Jäger jedoch speziell für den Nutriafang konzipierte Totschlagfallen eingesetzt worden. In einer Stellungnahme weist die Untere Jagdbehörde darauf hin, dass das Lebendfangen und Aussetzen der Tiere an andere Gewässer schwierig sei, weil kein Eigentümer oder Bewirtschafter die Nutrias aufgrund der zu erwartenden

Eine verwendete Falle.
Eine verwendete Falle.

Schäden duldet. Da die Stiftung die Tiere jedoch an Züchter abgeben wollte, erübrigte sich diese Sorge. Der Fang der Tiere ist mittlerweile eingestellt und das Auftragsverhältnis mit dem Jäger aufgekündigt worden. "Der Vertrag wurde aufgelöst", informiert Thomas Kramer, "die genauen Abweichungen von unseren Vorgaben müssen wir aber noch zusammen mit der Jagdbehörde recherchieren." Sabine Wonitzki, Vorsitzende des Greizer Tierschutzvereines, positioniert sich klar: "Wir sind grundsätzlich gegen das Töten der Nutrias." Auch sie weist darauf hin, das Füttern der Tiere zu unterlassen, denn die natürlichen Futterreserven würden zur Ernährung der vielen Tiere nicht ausreichen.
"Ein Töten ist auch deshalb sinnlos, weil es in der Gegend zahlreiche freilebende Nutrias gibt, die sich in frei werdenden Revieren, wie zum Beispiel dem Parksee, wieder ansiedeln würden. Ein geringer, stabiler Bestand würde auch keine Schäden verursachen", erläutert die Tierschützerin.
"Die Vermehrung der Nutrias ist klar eine Folge menschlichen Handelns, dem nicht zu Lasten der Tiere begegnet werden darf", meint Thomas Kramer. Er hofft, der Nagervielzahl wie in einem ähnlichen Fall in Rudolstadt Herr werden zu können. Dort hatten sich an der Saale Nutrias aus früheren Zuchtbeständen angesiedelt, die aber erfolgreich an andere Stellen gebracht werden konnten.
Er appelliert trotzdem noch einmal an die Greizer Parkbesucher, die Fütterung der Nutrias einzustellen. Zwar sei der Fang im Moment beendet, doch wenn ein weiterer Anstieg des Nutriabestandes festgestellt wird und weitere Schäden zu befürchten sind, dann müssen die Tiere unter Einhaltung jagdrechtlicher Bestimmungen gejagt werden. Da der Einsatz mit der Waffe aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist, bleibt dann nur der Einsatz von Fallen.


19. Februar 2010 /OTZ

Marketing muss in professionelle Hände

Holger Wittig
Holger Wittig

Gespräch mit Nachtwächter Holger Wittig

Gespräch: Katja Grieser

Holger Wittig ist in Greiz als Nachtwächter bekannt. Als Stadtführer und Reiseleiter zeigt er jedes Jahr hunderten Besuchern die Stadt.

Zu Ihrer Internetseite www.greizernachtwaechter.de präsentieren Sie sich jetzt auch noch auf www.greiz-tourist.de. Warum dieser Zweitauftritt?
Es gab einige Leute, die beim Lesen der Nachtwächterseite dachten, ich sei nur nachts unterwegs. Aber natürlich zeige ich Gästen auch am Tag die Stadt. Die eine Internetseite ist sozusagen meine Nacht-, die andere meine Tagesseite.

Wie haben Sie das Greizer Festjahr 2009 erlebt?
Es war ein schönes Jahr, mit vielen interessanten Erlebnissen, beispielsweise die Kutschfahrt durch die Stadt mit Frau Harlfinger, der Bürgermeisterin von Braunschweig. Und auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt gab es ein großes Hallo, als zufällig Gäste einer Reisegruppe aus dem Sauerland vor mir standen, die ich zwei Wochen vorher in Greiz betreute. Ach und noch eins: Drei Wochen nach dem Thüringentag bekam ich einen sehr netten Brief aus der Staatskanzlei, Absender war der damalige Ministerpräsident Dieter Althaus.

Was stand denn drin?
Das bleibt mein Geheimnis.

Wie viele Gäste hatten Sie voriges Jahr?
Es waren knapp 5000, davon 3000 auch in Greiz, bei Stadtführungen, Nachtwächterrunden und Lichtbildvorträgen und Reiseleitungen im ganzen Vogtland, bis hinüber nach Eger und Karlsbad. Das ist für mich als Einzelkämpfer eine ganze Menge. Besucher kamen unter anderem aus Niedersachsen und Baden-Württemberg, aber auch aus Thüringen, Sachsen, Österreich.

Kennt man Greiz dort?
Die Antwort ist schwierig. Einerseits wird viel Geld und Kraft in das Drucken bunter Werbeschriften investiert, woran auch ich mich beteilige. Andererseits habe ich Erfahrungen gemacht, die mich stutzig machen. 2009 habe ich es geschafft, elf Reisebusse als Reiseleiter nach Greiz zu lotsen. Allen Bussen gemeinsam war, dass sie Greiz ursprünglich gar nicht im Reiseprogramm hatten. Von elf Busfahrern hatten neun noch nie etwas von Greiz gehört. Bei den Reisegästen war es ähnlich, die wenigsten konnten mit Greiz etwas anfangen.

Was könnten die Ursachen sein?
Thüringentag und Werbung haben wohl keine richtigen Ergebnisse gebracht. Unser Hauptproblem ist aber, dass die Übernachtungsmöglichkeiten in Greiz für Reiseveranstalter uninteressant sind. Sie müssen ihre Reisen schließlich verkaufen. Ein Hotel sollte also problemlos zwei Reisebusse aufnehmen können, einen Wellnessbereich haben und muss vor allem ein hochwertiges Hotelrestaurant besitzen. Alles andere ist im Gruppengeschäft für Reiseveranstalter leider unverkäuflich. Greiz ist bis heute bei keinem deutschen Reiseveranstalter als dauerhaft wiederkehrender Übernachtungsort für Mehrtagesreisen gelistet.

Da gehen der Stadt Einnahmen verloren.
Natürlich, und zwar in Größenordnungen. Orte wie Plauen, Zwickau und Gera waren mit guten Konzepten wesentlich schneller und konkreter als Greiz, deshalb haben sich entsprechende Hotelinvestoren dort auch angesiedelt. Das hat Greiz verschlafen.

Haben Sie eine Lösung für das Problem?
Nein, aber einen Wunsch. Wir sollten aufhören zu glauben, dass Greiz alles mit eigenen Kräften auf der Preiswertschiene selber machen kann. Das Marketing sollte, wie in anderen Städten auch, in professionelle Hände gelegt werden. Denn guter Wille allein reicht nicht.

Stimmt es, dass Sie an einem Buch arbeiten?
Ja, schon sein längerer Zeit. Es handelt, wie könnte es anders sein, vom Vogtland und von Greiz. Also quasi Greiz durch die Nachtwächter-Laterne betrachtet. Mehr verrate ich aber noch nicht.


19. Februar 2010 /OTZ

Besondere Erlebnisse im Festjahr gesucht

Für Schau ist Mitarbeit der Greizer gefragt

Greiz (OTZ/KG).

„Das war das Jahr 2009" — so lautet der Arbeitstitel der Ausstellung, die am 8. April im Greizer Theater eröffnet werden soll. Gezeigt werden sollen besondere Erlebnisse im Festjahr der Stadt. „Es soll eine Reminiszenz an das Festjahr mit seinen vielen Höhepunkten werden", so Brigitte Buchholz vom Kulturamt der Stadtverwaltung. Buchholz rechnet damit, dass vor allem Bilder von den Veranstaltungen im Vorjahr, einschließlich Thüringentag, angeboten werden. Dabei gehe es nicht darum, dass diese fotografisch perfekt sind, vielmehr seien stimmungsvolle Schnappschüsse gefragt, zu denen der Fotograf einen persönlichen Bezug hat. Aber auch Autogramme von Künstlern, die im vergangenen Jahr in Greiz aufgetreten sind, nimmt Brigitte Buchholz gern entgegen. „Es muss ja nicht das Original sein, eine Kopie reicht", betont die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Einreichen können die Greizer ebenso gern Gedichte, eins hat Buchholz be reits vorliegen. Bärbel Tröber von der Kreativwerkstatt habe zudem angeboten, einige Souvenire, die ihre Mitarbeiter anlässlich des Greizer Jubiläums angefertigt haben, in der Schau zu zeigen. Der Fantasie sei bei der Wahl der Ausstellungsstücke keine Grenzen gesetzt, betont Brigitte Buchholz. Wenn jemand durch ein Erlebnis im vergangenen Jahr inspiriert wurde, zum Pinsel zu greifen und ein Bild zu malen, sei das ein ebenso willkommener Beitrag wie eine schöne Bastelei, die in Zusammenhang mit dem Jubiläumsjahr entstanden ist. Die Arbeiten können bei Brigitte Buchholz im Rathaus in der kommenden Woche abgegeben werden. Am Sonnabend, 27. Februar, besteht in der Zeit von 10 bis 16 Uhr im Greizer Theater noch einmal die Möglichkeit, Beiträge bei Buchholz einzureichen. Bilder sollten eine Größe von 20 mal 30 Zentimeter haben, so Buchholz. Weitere Informationen unter Tel. (03661) 70 32 30 oder buchholz@greiz.de.
Die Ausstellung soll am 8. April im Theater der Stadt Greiz eröffnet werden. Zirka zwei Monate können Interessierte dann die Schau zum Festjahr ansehen.


19. Februar 2010 /OTZ

Greizer Park von Nutrias geplagt

Nutrias fühlen sich offenbar in Ostthüringen heimisch. Im Greizer Park ist ihre Anzahl in den letzten beiden Jahren von zwei auf zwanzig gestiegen.
Nutrias fühlen sich offenbar in Ostthüringen heimisch. Im
Greizer Park ist ihre Anzahl in den letzten beiden Jahren von
zwei auf zwanzig gestiegen.
Foto: OTZ

Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten löst nach Protest Auftragsverhältnis mit Jäger

Von OTZ-Redakteurin Susann Grunert Greiz.

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten knabbert an einem Nagerproblem.
In den letzten beiden Jahren hat sich eine Nutriafamilie in Greiz von zwei Tieren auf mittlerweile 20 Stück erhöht. "Diese deutliche Überpopulation hat zu erheblichen Schäden an Bäumen und den Uferabsicherungen am Parksee geführt", berichtet Thomas Kramer, Verwaltungsleiter und stellvertretender Direktor der Stiftung auf OTZ-Nachfrage. Aus diesem Grund bat die Stiftung letzte Woche in einer Pressemitteilung, das Füttern der Tiere zu unterlassen, um die Nageranzahl nicht noch weiter zu erhöhen. Zudem beauftragte die Stiftung, in Abstimmung mit der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Greiz, einen Jäger zum Fangen der Nutria mit genehmigten Fallen. Die gefangenen Tiere sollten dann Züchtern übergeben werden. Empört beobachteten jedoch Parkbesucher, dass sich der Jäger keineswegs nur auf das Fangen beschränkte, sondern die Nutrias tötete. "Diese Vorgehensweise weicht von unseren Abstimmungen ab", reagiert Thomas Kramer auf die Vorwürfe, "deshalb wurde der Jäger in Absprache mit der Jagdbehörde von seinen Aufgaben entbunden". Auf Empfehlung der Behörde will die Stiftung nun einen neuen Jäger bestimmen und vorrangig das Ziel verfolgen, die Nutrias woanders unterzubringen. "Wir werden zudem noch einmal die Bevölkerung aufrufen, das Füttern der Tiere einzustellen", so Kramer weiter. Sei die Überpopulation durch Futterverbot und Einfangen nicht in den Griff zu bekommen, müsse man im Notfall auf die Bejagung in Form von Fallen zurückgreifen, gibt Thomas Kramer zu bedenken.


19. Februar 2010 /OTZ

Beide Reinholds auf Rang fünf

Die jungen Kufenflitzer des TSV Mylau bei der Deutschen Meisterschaft der Altersklassen 13 bis 15 in Berlin. Mit guten Platzierungen erfreuten sie sowohl den Trainerstab als auch die Zuschauer. Als Bestplatzierte des Vereins gingen Michelle und Lukas Reinhold als jeweils Gesamt-Fünfte aus den Meisterschaften hervor.
Die jungen Kufenflitzer des TSV Mylau bei der Deutschen
Meisterschaft der Altersklassen 13 bis 15 in Berlin. Mit guten
Platzierungen erfreuten sie sowohl den Trainerstab als auch
die Zuschauer. Als Bestplatzierte des Vereins gingen Michelle
und Lukas Reinhold als jeweils Gesamt-Fünfte aus den
Meisterschaften hervor.
Michelle Reinhold bei der Staffelstabübergabe. Ihr Team Sachsen I belegte Platz drei.
Michelle Reinhold bei der Staffelstabübergabe. Ihr Team
Sachsen I belegte Platz drei.
Fotos: Katrin Müller

Eisschnelllauf, Deutsche Meisterschaften der Altersklassen 13 bis 15

Von Katrin Müller Berlin (OTZ).

"Wir fahren nach Berlin" hieß es am Freitag für Lukas Reinhold (13), Michelle Reinhold, Marcel Müller und Franz Scherf (alle 14). Im Berliner Sportforum standen alle Zeichen auf Deutsche Meisterschaft. Die ganze Saison lang hatte Trainer Reiner Roth seine Schützlinge auf den 13. und 14. Februar für diese Meisterschaft im vorbereitet.
Im Vorfeld hatten sich acht Sportler des Vereins für diesen Saisonhöhepunkt mit sehr guten Leistungen qualifiziert. Leider musste Rosa Schareck wegen Krankheit absagen, doch der Trainer wurde von den restlichen Sieben auch nicht enttäuscht.
Michelle Reinhold stand zur Freude aller nach ihrer Paradestrecke, den 1500m, in der Einzelstreckenwertung mit auf dem Treppchen. Ihre persönliche Bestleistung hatte sie damit um zwei Sekunden verbessert und ihre Leistung war sachsenweit die beste ihrer Altersklasse. Der fünfte Rang schien ins Familienerbe übergegangen zu sein, denn Michelles Cousin Lukas lief ebenfalls auf diesen Platz. Hatte seine persönliche Zielstellung ursprünglich "unter die ersten zehn" geheißen, so musste die Bilanz mit dieser positiven Überraschung geändert werden. Lukas steigerte seine persönlichen Bestzeiten über alle Strecken (2x 500m, 1000m, 1500m) deutlich. Damit war er der zweitbeste aus Sachsen.
In sehr guter Form präsentierte sich gleichfalls Franz Scherf. Mit guten Leistungssteigerungen über alle Strecken (500m, 1000m, 1500m, 3000m) konnte er mit Gesamtplatz neun sehr zufrieden sein. Marcel Müller hingegen musste zuerst einmal eine herbe Enttäuschung einstecken, gleich auf der ersten Stecke stürzte er auf den letzten Metern und brachte sich neben einer guten Zeit auch um die Qualifizierung zum 3000-m-Lauf. Trotz allem lief auch er auf den übrigen Strecken Bestzeiten und belegte im Mehrkampf Rang 14. Im Vorfeld war es schon ein Erfolg für alle, die Normen zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften zu erfüllen. Dass dann alle auf den Punkt genau topfit waren, freute Trainer Reiner Roth ganz besonders.
Bei den abschließenden Staffelläufen schlugen die Wogen noch mal hoch. Lukas Reinhold wurde in die Sachsenstaffel I der Altersklasse 13 berufen und wurde mit dieser Mannschaft Deutscher Meister. Bei den Mädchen des Alters 14/15 erkämpfte sich Michelle Reinhold mit ihren Teamkolleginnen von Sachsen I die Bronzemedaille. Hier ging Platz eins an Berlin I, gefolgt von Erfurt I. In derselben Altersklasse flitzte Franz Scherf mit Sachsen I zu einer Bronzemedaille bei den Jungen. Als Sieger ging hier Erfurt I, gefolgt von Berlin I ins Ziel. Marcel Müller kämpfte für Sachsen II und wurde Sechster.

Ergebnisse der Mylauer Starter
Lukas Reinhold (13): Gesamt 5..; 500m 45,97 (7.); 1000m 1:33,74 (7.); 500m 46,58 (6.); 1500m 2:22,88 (5.) Michelle Reinhold (14): Gesamt 5..; 500m 44,10 (5.); 1000m 1:29,53 (6.); 500m 44,13 (5.); 1500m 2:16,75 (3.) Franz Scherf (14): Gesamt 9.; 500m 44,11 (10.); 1500m 2:17,91 (10.); 1000m 1:29,36 (11.); 3000m 4:52,37 (10.) Marcel Müller (14): Gesamt 14.; 500m 45,00 (12.); 1500m 2:21,50 (15.); 1000m 1:31,99 (14.)


19. Februar 2010 /OTZ

Greizer RSV-Ringer auf Titeljagd

Benjamin Giegling
Benjamin Giegling 

Ringen, Vorschau, MDM Klassischer Stil

Von Dietmar Wolf Friedrichsroda (OTZ).

Mit den Mitteldeutschen Meisterschaften der Männer (Jahrgänge 1993 und älter) und der A-Jugend (Jahrgänge 1993/94/95) im griechisch-römischen Stil finden die Mitteldeutschen Meisterschaften im thüringischen Friedrichroda am Sonnabend Februar ihren diesjährigen Abschluss. Veranstalter ist der Thüringer Ringerverband, Ausrichter die ZSG Grün-Weiß Waltershausen. Diese Meisterschaften finden in Friedrichroda in der Sporthalle Am Krönberg, Egelsbacherweg 13, statt und beginnen um 10 Uhr. Es werden wie schon an den vergangenen Mitteldeutschen Meisterschaften Sportler aus allen neuen Bundesländern erwartet. Es ist damit zurechnen, dass, wie bei den Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Eisleben, die Sportler vor allem aus den beiden Brandenburger Leistungszentren Frankfurt/Oder und Luckenwalde das Niveau bestimmen werden.
Nach eingehender Beratung zwischen den Trainern des RSV Rotation Greiz werden bei der A-Jugend Gideon Greschok, Merlin Sewina und Robert Schaller, sowie bei den Männern Benjamin Giegling daran teilnehmen. In dieser Stilart sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, denn vor allem in der A-Jugend wird in Greiz das Hauptaugenmerk auf Freistil gelegt. In dieser Kampfart konnte Sewina in der Vorwoche bereits den Mitteldeutschen Meistertitel erringen.
Bleibt nur, wie immer allen teilnehmenden Greizer Ringern beide Daumen für ein erfolgreiches Abschneiden zu drücken.


19. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Zu ernst, um Spaß zu haben

CDU zelebrierte 20. politischen Aschermittwoch in Triebes

Von Heidi Henze Zeulenroda-Triebes (OTZ).

Zum 20. Mal jährte sich der politische Aschermittwoch der CDU in Triebes, wenn auch in den vergangenen Jahren so manches Mal die Lokalitäten gewechselt wurden. Beim Grundtenor jedoch hatte sich auch am Mittwochabend nichts geändert und so hatte traditionell die Diskussionsrunde für das Publikum stets interessante Informationen zu aktuellen Themen. Zum Jubiläum hatte man sich Thüringens Innenminister Peter Huber auserkoren. Aus welchem Grund in der jüngsten Auflage der Aschermittwochsrunde nun jedlicher konkreter Ansatzpunkt fehlte, die Ursachen müssen auch die schätzungsweise 60 Anwesenden, darunter allerlei Polit-Prominenz aus dem Landkreis, bei sich suchen. Huber jedenfalls nutzte die Gunst der Stunde und präsentierte sich als exzellenter Redner, der gleich einen Exkurs durch die politische Landschaft Thüringens unternahm. Dieser Rundumschlag war wohl auch der Situation geschuldet, dass Huber noch keine 100 Amts-Tage hinter sich hat. Dennoch fehlte es nicht an Optimismus und Werbung für den Freistaat. Er forderte Offenheit gegenüber neuen Herausforderungen ein, Bewahrenswertes zu bewahren und für Veränderungen Bereitschaft zu signalisieren.
In der sich anschließenden Diskussion wartete Jörg Neudeck mit der Frage nach der Polizeipräsenz in der Region auf. Huber versicherte, dass er nicht vorhabe, Polizeistationen und -inspektionen zu schließen. Doppelstadt-Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) hatte zwei Fragen parat: Zum einen ging es um den Finanzhaushalt der Stadt, in dem trotz zahlreicher Einsparungen im Etat 2010 laut jüngstem Schreiben vom Land noch 434 000 Euro fehlen. "Uns bleiben nur noch Streichungen", so Steinwachs. Um Unterstützung bat er außerdem für die Förderung der touristischen Entwicklung, wenn spätestens 2012 der Trinkwasserstatus für die Talsperre wegfällt. Zweites verwies Huber an das zuständige Ressort. Für das Finanzproblem zeigte er durchaus Verständnis, aber hat kein Rezept parat. Etwas Aschermittwochs-typischer äußerte sich Landtagsabgeordneter Volker Emde (CDU): Er freue sich darauf, gemeinsam mit Steinwachs 2012 in die Talsperre springen zukönnen.

Viel Wort um nichts

Von Heidi Henze

Eines muss man Thüringens Innenminister Peter Huber (CDU) lassen - reden kann er. Zweiundfünfzig Minuten sprach er, mit Luft holen, vor schätzungsweise 60 Anwesenden über Thüringen im Allgemeinen und über die Aufgaben in seinem Ressort als Aschermittwochsredner in Triebes. Was Huber gekonnt vermied, waren irgendwie fassbare Aussagen, beispielsweise zur Finanzsituation in den Kommunen, zum Finanzausgleichsgesetz oder gar zu Problemen der ebenso leidigen wie vielerorts drohenden Straßenausbau- oder Abwasser-Beiträge. Bei Zukunftsplänen in puncto Einheitsgemeinde oder Fusion von Städten hieß es lapidar: Wenn die Bürger es wollen, werden wir einen Teufel tun, ihnen im Wege zu stehen. Wenn sich die CDU-Sympathisanten vom Innenminister Informationen auf dem Silbertablett erhofft hatten, so waren sie am Ende genauso schlau wie vorher. Typisch Aschermittwoch - alles nicht so ernst zu nehmen.


19. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Antworten direkt aus dem Bundestag

Volkmar Vogel stellt sich den Fragen der Schüler.
Volkmar Vogel stellt sich
den Fragen der Schüler.

Volkmar Vogel in Friedrich-Solle-Schule

Von Juliane Maier Zeulenroda (OTZ).

Wenn die Schüler der Regelschule Friedrich-Solle nicht nach Berlin fahren können, dann kommt der Bundestag eben nach Zeulenroda, und zwar in Gestalt von Volkmar Vogel (CDU). Der Bundestagsabgeordnete der Landkreise Greiz und Altenburger Land war gestern zu Gast in der Schule und stand den Neunt- und Zehntklässlern Rede und Antwort. Die hatten sich gemeinsam mit Lehrer Gerd Mösenthin im Sozialkundeunterricht auf den Besuch vorbereitet. "Ich finde es gut, dass Herr Vogel da ist. Es war sehr interessant, weil man einmal erfährt, was er im Bundestag macht und was er ausrichten kann", sagte die Neuntklässlerin Rebecca Schönwiesner nach der Fragestunde. Bei der scheuten sich die knapp 60 anwesenden Schüler übrigens nicht, auch kritisch nachzuhaken. Wie viel er denn als Abgeordneter verdiene? Warum die Regierung eigentlich Verbrecher unterstützt, indem sie Steuersünder-CDs mit geklauten Daten kauft? Warum es keinen Mindestlohn für alle gibt und Hartz IV nicht abgeschafft wird? Wieso die Abgeordneten ihre Diäten ständig erhöhen würden? Nachdem er kurzen Einblick über sein Schaffen in Berlin und im Landkreis gab, antwortete Vogel offen auf die Fragen. Er erläuterte, dass sich sein Gehalt aus 7500 Euro an Diäten und einer Kostenpauschale von 3500 Euro zusammensetzt. "Damit muss ich die Aufwendungen bestreiten, die ich als Bundestagsabgeordneter habe. Die Miete der Büros vor Ort werden etwa davon bezahlt oder auch die Fahrtkosten nach Berlin. Die Diäten erhöhen sich nicht ständig, sondern werden den Gehältern der Bundesrichter angepasst", erklärte Vogel, der Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ist sowie im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sitzt.
Beim Thema Mindestlohn seien zunächst die Betriebe und die Arbeitnehmer gefragt, bevor die Regierung über gesetzliche Schritte nachdenken kann, machte er dabei den Schülern deutlich. Es könne nun mal nicht für jeden Bürger eine Vollbeschäftigung geben, mit dem Arbeitslosengeld (ALG) II sei aber eine Grundversorgung gewährleistet. Ob das ALG wirklich gestrichen wird, wenn man nicht arbeitet, war eine Frage, die einen Neuntklässler beschäftigte. "Doch, das kommt vor", hat auch Vogel schon die Erfahrung gemacht, dass Leute wirklich nicht arbeiten wollen. Er machte aber gerade den Zehntklässlern, für die wenigen Monaten die Prüfungen beginnen, Hoffnung, dass die Wirtschaftskrise bald vorbeigehen würde. "Wer gut ist, der bekommt auch Arbeit. Mit einer guten Ausbildung ist der Grundstock dafür gelegt", motivierte Volker die jungen Menschen.


19. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Die Inspiration vor der Haustür

Rainer Marofke mit seinen Bildern.
Rainer Marofke mit seinen Bildern.
Foto: K. Kulow

Rainer Marofke zeigt Zeichnungen und Radierungen im Zeulenrodaer Café Art

Zeulenroda (OTZ/kk).

Blätter, Äste, Wurzeln und andere Dinge aus der Natur bilden die Vorlage für die Zeichnungen und Radierungen des Zeulenrodaer Hobbykünstlers Rainer Marofke. Der hauptberufliche Werbegrafiker geht seit gut zehn Jahren wieder aktiv seiner Leidenschaft nach.
"Schon als Schüler habe ich immer gezeichnet, doch zwischenzeitlich hatte ich mich fast ausschließlich der Werbegrafik gewidmet", erzählt Marofke. In dieser Zeit sei ihm aber aufgefallen, wie wichtig ihm das freie Arbeiten ist. Zeichnungen ergänzt er seit rund zwei Jahren durch Radierungen, die nun zum ersten Mal in Zeulenroda zu sehen sind. Im Café Art stellt Marofke derzeit 22 Bilder aus. Sie zeigen Fundstücke, die er aber nicht als Naturstudien im eigentlichen Sinn versteht, sondern sinnbildlich für das Leben gebraucht. Welke Blätter faszinieren ihn dabei beispielsweise mehr als sattes Grün: "Sie symbolisieren für mich ein spannendes, reiches und gelebtes Leben", erklärt er. Ihm gefällt es, von Dingen auszugehen, die alltäglich sind, und über die Betrachtung zum Inhalt zu gelangen. So sieht er etwa Seiltänzer, die versuchen, das Gleichgewicht zu halten und auch abstürzen, wo andere nur vertrocknetes Laub an einem Zweig erkennen.
Über seine Inspiration stolpert Marofke dabei täglich. Direkt vor der Haustür findet er Natur pur, die er entweder aus dem Gedächtnis zeichnet oder mit nach Hause nimmt. "Ich habe eine Schublade, in der ich solche Dinge sammle. Entweder wird irgendwann ein Bild daraus oder eben nicht", erzählt er. Dabei ist das Künstlerische für ihn ein willkommener Kontrast zum Beruf: "In der Werbegrafik arbeite ich ausschließlich mit dem Computer. Außerdem habe ich dort exakte Themenvorgaben."


19. Februar 2010 /Vogtland-Anzeiger

Waffen in Mylau sind nur Dekoration

Mylau – Besitzt und handelt der griechische Restaurantbesitzer von der Burg Mylau mit Waffen? Eine Razzia mit größerem Polizeiaufgebot in einem Wohnhaus an der Netzschkauer Straße vor etwa drei Wochen ließ das Gerücht in Mylau umgehen. „Wir bekamen einen Hinweis, dass im Keller dieses Wohnhauses Waffen und Munition gelagert sein sollten. Aber die Waffen haben sich als harmlose Dekorationswaffen herausgestellt. Es wurde nichts gefunden, das gegen das Waffen- und Munitionsgesetz verstößt. Also alles nur heiße Luft“, so gestern Polizeisprecher Oliver Wurdak auf unsere Anfrage. Hinweise bekam die Polizei von Anwohnern der gegenüberliegenden Straßenseite. Dort hat man anscheinend gewusst, dass der Hausbesitzer dort die vermeintlichen Waffen gelagert hat. Dieser – in Mylau als Waffennarr bekannt – sei aber inzwischen verstorben, teilt Wurdak mit. In Mylau erzählt man sich, dass die Ehefrau des griechischen Restaurantbesitzers in erster Ehe mit diesem Mann verheiratet gewesen sein soll. Das Haus ist nun in Besitz des griechischen Gastronoms.
gl


19. Februar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Das neue Arbeitsgerät
Das neue Arbeitsgerät
Zeichnung: OTZ/Bruns


Runder Tisch zum Thema „Enka"

Am 26. Februar Gespräch in Dresden

Elsterberg (OTZ/j. st.)

Einen Runden Tisch mit Insolvenzverwalter, Gläubigerausschuss und Vertretern aus dem sächsischen Wirtschaftsministerium zum Thema Enka Elsterberg soll es am Abend des 26. Februar im sächsischen Wirtschaftsministerium geben. Darüber informierte Bürgermeister Volker Jenennchen am Mittwochabend zur Sitzung des Elsterberger Stadtrates.
Der Runde Tisch war vor wenigen Tagen in einer Beratung mit Gewerkschaftern, Politikern, Bürgermeister, Stadträten und ehemaligen Enka-Mitarbeitern in Elsterberg gefordert worden. Eine negative Botschaft musste Jenennchen am Mittwoch noch verkünden: Der vielfach genannte Enka-Interessent Preiss-Daimler sei „definitiv abgesprungen", so der Bürgermeister.


Druckgrafikwerkstatt startet heute

Heute startet der erste Durchlauf der Druckgrafikwerkstatt unter Anleitung von Grafiker Hubertus Blase im Theater Greiz. Von heute bis Sonntag oder vom 26. bis 28. Februar können Interessierte ihre Fingerfertigkeit testen und am Ende eine selbstgefertigte Radierung in den Händen halten, wie hier Cordula Hagen im letzten Jahr.
Foto: Archiv/Groß

Heute startet der erste Durchlauf der
Druckgrafikwerkstatt unter Anleitung von Grafiker Hubertus Blase im Theater Greiz. Von heute bis Sonntag oder vom 26. bis 28. Februar können Interessierte ihre Fingerfertigkeit testen und am Ende eine selbstgefertigte Radierung in den Händen halten, wie hier Cordula Hagen im letzten Jahr.


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