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17. Februar 2010 /OTZ
Fasching fotografisch nachklingen lassen
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Beim Fasching in Obergrochlitz hatte Robert
Limmer die Kamera dabei: Hier die "Crew" bei
der Zwischenlandung.Lothar Sieminski
schickte uns diesen karnevalistischen
Schnappschuss.
Fotowettbewerb der Ostthüringer Zeitung bis 21. Februar verlängert
Von Katja Grieser Greiz (OTZ).
Aschermittwoch ist für das närrische Volk ein trauriger Tag. Um den Karnevalsfans die Faschingszeit noch etwas zu verlängern, hat die Ostthüringer Zeitung dazu aufgerufen, die schönsten Faschingsfotos einzusenden. Gesucht wird das witzigste Bild aus der gerade zu Ende gegangenen Karnevalssaison.
Lothar Sieminski beispielsweise ist diesem Aufruf bereits gefolgt und hat Fotos eingeschickt, die er bei "Man müsste nochmal 20 sein" im Greizer Theater am 8. Februar gemacht hat. Wer bei diesen gut gelaunten Clowns nicht in Feierstimmung kommt, ist selber schuld.
Robert Limmer hatte beim Karneval in Obergrochlitz die Kamera dabei. Und so konnte er die "Zwischenlandung" der Crew zum "Nachtanken" im Bild festhalten.
Das sind nur zwei Beispiele, die eindrucksvoll zeigen, wie gut gelaunt die Narren in dieser Saison unterwegs gewesen sind.
Da etliche Faschingsfreunde eventuell noch mit den "Nachwehen" des karnevalistischen Treibens zu kämpfen haben, haben wir uns entschlossen, den Einsendeschluss für die Bilder zu verlängern. Sollten ursprünglich alle Bilder bereits morgen bei uns eingetroffen sein, geben wir den närrischen Fotografen nun noch Zeit bis zum Sonntag, 21. Februar.
Wer also mit einem karnevalistischen Schnappschuss aufwarten kann, der sollte ihn bis 21. Februar an die OTZ Greiz, Burgplatz 10, 07973 Greiz, schicken.
Einfacher ist es natürlich, das Foto im jpg-Format per E-Mail an foto-gr@otz.de zu schicken. Beachtet werden sollte, dass das Bild in möglichst hoher Auflösung gesendet wird, damit es sich für eine Veröffentlichung eignet.
Dem Gewinner winkt eine lachmuskelstrapazierende Veranstaltung im Greizer Theater. Satire in schönstem Sächsisch verspricht "Das Kaffeegespenst" mit Bernd-Lutz Lange, Tom Pauls und Gunter Böhnke. Der Sieger unseres Fotowettbewerbs gewinnt zwei Freikarten für diese Kabarettvorstellung am 27. Februar. |
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17. Februar 2010 /OTZ
Eiskalte Faschingssause
"Pippi" Thalia beim zehnten Kindereisfasching zur 1. Greizer Eisprinzessin gekrönt
Fotos: OTZ/Christian Freund
Von Susann Grunert Greiz-Aubachtal (OTZ).
Wer dachte, dass die Temperaturen zum Rosenmontagsumzug schon ziemlich niedrig waren, der konnte gestern zum zehnten Kindereisfasching in der Greizer Eishalle sein eiskaltes Wunder erleben.
Doch die tiefen Gradzahlen sind in der Eishalle in Greiz-Aubachtal ja sozusagen hausgemacht und erwünscht, dementsprechend mollig waren die kleinen Narren eingepackt. Über dicker Hose, Jacke und Co. durfte natürlich das Kostüm nicht fehlen. Und so flitzten kleine Hexen, Frösche, Vampire, Ninjas, Cowboys, Geister und kunterbunte Clowns zu flotten Rhythmen von DJ Peter, der sich zur Feier des Tages als Löwe verkleidet hatte, über die Eisfläche.
Auch wer nicht in voller Kostümierung erschien, hatte zumindest Hütchen oder Perücke auf das närrische Haupt gepackt. Traditionell gab es neben dem Schlittschuhvergnügen noch allerhand Unterhaltung auf und neben der Eisbahn. Auf der kleinen Bühne direkt auf der Eisfläche präsentierten die Minis, die kleine Tanzgarde und die Teenies der Greizer Faschingsgesellschaft ihre aktuellen Programme. Gute Puste war zur Spielrunde gefragt, als Moderator Andreas Stark, der das Reußen- mit einem Clownskostüm getauscht hatte, Luftballons verteilte, die in einer vorgegebenen Zeit aufgeblasen werden mussten.
Während die kleinen Faschingsfreunde mehr oder weniger sicher ihre Runden auf dem Eis drehten, traf das Mini-Prinzenpaar Emily und Felix eine ganz schwierige Entscheidung. Denn erstmals galt es, aus der bunten Läuferschar die erste Greizer Eisprinzessin zu küren. Dies gelang jedoch erst im zweiten Versuch. Denn die kleine Favoritin der beiden lehnte das Amt verschüchtert ab. Nach langen Beratungen traf das geschulte Auge des jungen Prinzen Felix schließlich die Wahl und hob die als Pippi Langstrumpf verkleidete Thalia in Amt und Würden.
"Du repräsentierst jetzt für ein Jahr die Greizer Eishalle", führte Andreas Stark Thalia in ihre Aufgaben ein. Wertvoller als Schärpe und Ehre war der kleinen Adligen jedoch bestimmt die Aussicht auf ein Jahr freien Eintritt in Aubachtal. Da fielen ihr vor Schreck gar keine Worte ein.
Der Kindereisfasching wurde dieses Jahr erstmals am Faschingsdienstag durchgeführt. Das Programm auf und neben dem Eis fand bei den kleinen Besuchern großen Anklang. "Klasse", lautete das Urteil des neunjährigen Max, der als Wolf das Eis unsicher machte. Als zauberhafte kleine Waldfee hatte auch Deborah viel Spaß. Gleich die ganze Familie hatte der junge Beiersdorfer Max mit nach Aubachtal gebracht. Als König der Diebe, Robin Hood, fegte er ganz fesch übers eisglatte Parkett.
Neben der Eisfläche hatte der Stadtjugendring eine Vergnügungsmeile aufgebaut. Hier konnten sich die Eisfans mit Airbrush-Tattoos schmücken, ein Angelspiel ausprobieren, sich fantasievoll schminken lassen oder allerlei Süßkram am Glücksrad gewinnen. |
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17. Februar 2010 /OTZ
Haus durch Brand unbewohnbar
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Dicke Rauchwolken dringen aus dem Haus. Die Feuerwehrleute ver-
suchen, sich mit einem Drucklüfter im Inneren des Gebäudes Luft
zu verschaffen.
Foto: OTZ/Christian Freund -
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Die Feuerwehrmänner steigen ins Fenster ein.
Foto: OTZ/Christian Freund
Sauna ist vermutlich der Auslöser für den Brand in einem Haus in Obergrochlitz
Von Christian Freund Greiz-Obergrochlitz.
Dicke Rauchschwaden quollen bereits aus Fenstern und Türen eines Zweifamlienhauses Am Salzacker in Greiz-Obergrochlitz, als gestern die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr des Ortsteiles mit ihrem modernen Tragkraftspritzenfahrzeug anrückten. Kurz darauf trafen 17 weitere Feuerwehrleute der Stützpunktfeuerwehr mit Tanklöschfahrzeug, Löschgruppen- und Führungsfahrzeug sowie der großen Drehleiter am Ort des Geschehens, unmittelbar neben der Turnhalle der Carolinenschule, ein.
Die Alarmierung erfolgte 12.12 Uhr über die Rettungsleitstelle. Die Obergrochlitzer Holger Häberlein und Thomas Schüler waren als erste Feuerwehrmänner vor Ort.
"Wir erkannten das Ausmaß des Feuers und haben sofort Hilfe angefordert", sagte Holger Häberlein. Durch Befragung der Nachbarn erfuhren sie, dass eine ältere Person das Haus noch rechtzeitig verlassen konnte. Ihnen war klar, dass sie ohne Atemschutz das bereits total verqualmte Gebäude nicht betreten konnten.
In voller Montur rückten sie mit weiteren Feuerwehrmännern nach und nach in das Wohnhaus ein, schließlich mussten sie sich vergewissern, dass sich tatsächlich keine weitere Personen darin befanden. "Es war unglaublich heiß und der Qualm war so dicht, dass wir kaum etwas sehen konnten, wir haben uns mehr oder weniger schrittweise bis ins obere Stockwerk vorgetastet", sagte er weiter.
Glücklicherweise hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes keine weiteren Menschn in dem erst vor nicht all zu langer Zeit sanierten Haus auf.
Während der erste Löschangriff mit Wasser aus dem 2500 Liter fassenden Tank ihres Fahrzeuges erfolgte, legten weitere Feuerwehrleute den mit Schnee und Eis bedeckten Hydranten frei.
Um die Löscharbeiten im oberen Stockwerk schneller vornehmen zu können, wurde der Korb der Drehleiter mit zwei Kameraden in Atemschutzkleidung an das Fenster herangefahren.
Plötzlich schlugen Flammen aus einem Kellerfenster an der Nordseite des Gebäudes und entzündeten einen Holzstapel.
Nur durch schnelles Eingreifen wurde hier ein weiteres Ausbreiten des Brandes verhindert. Klar war, dass der Brand im Keller des Hauses ausgebrochen sein musste. Erste Vermutungen bestätigten sich nicht, dass ein Defekt an der Ölheizung die Ursache war, vielmehr ist der Auslöser vermutlich im Saunabereich zu suchen.
Das Haus ist vorerst nicht mehr bewohnbar, wahrscheinlich haben sich die Eisenträger verzogen.
Schneller Einsatz
Von Christian Freund
Der Schaden ist mit Sicherheit groß, der gestern bei dem Brand in Obergrochlitz entstanden ist. Den Feuerwehrleuten der Greizer Stützpunktfeuerwehr und den Kameraden der Ortsteilfeuerwehr ist zu verdanken, dass sich das Feuer im Gebäude nicht noch weiter ausbreiten konnte oder gar die in unmittelbarer Nähe befindliche Turnhalle der Carolinenschule in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Glück im Unglück ist, dass die Person, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruches im Haus aufhielt, dieses noch rechtzeitig verlassen konnte und keine weiteren Menschen zu Schaden kamen.
Die Feuerwehren konnten nach wenigen Stunden getaner Arbeit abrücken.
Den Eigentümern ist zu wünschen, dass das Haus wieder bewohnbar gemacht werden kann. Diese Entscheidung müssen die Statiker treffen, denn nach ersten Sichtungen sind vermutlich tragende Elemente in Mitleidenschaft gezogen worden. |
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17. Februar 2010 /OTZ
Klaus Bernhardt und Co. verteidigen vereinsinternen Meistertitel
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Philipp Gneupel (vorn) im Zweikampf
mit Lutz Zürnstein
Hallenfußball, drittes Vereinsturnier des 1. FC Greiz: Mischteams aus Junioren, Herren und Alten Herren messen sich
Von Andreas Damm Greiz (OTZ).
Wie im Vorjahr gewann am Sonntagnachmittag die Mannschaft um Klaus Bernhardt das dritte Vereinsturnier des 1. FC Greiz in der Sporthalle der Regelschule Pohlitz.
Der Oldie von den "Alten Herren", zur Liga-Zeit in den 1970er Jahren eine Stütze von Fortschritt Greiz, führte seine ihm zugeloste Mannschaft zum Sieg.
Vor Beginn des Turniers wurden die teilnehmenden Kicker vom Tempelwald durch Niklas, den Enkel von Klaus Bernhardt, den einzelnen vier Kapitänen zugelost. Zuerst die B-Junioren, dann die A-Junioren, die Spieler der zweiten und ersten Mannschaft und der Alten Herren, so dass es in jeder Mannschaft zu einem guten Altersmix kam.
Natürlich stand der Spaß im Vordergrund und so gab es auch für jedes fünfte Tor eine Salami von der Turnierleitung. Im ersten Spiel hatte der spätere Sieger die Mannschaft Bernhardt (Klaus Bernhardt, Sören Leuschner, Tim Leuchtmann, David Himmer, Philipp Gneupel, Martin Speicher) die Mannschaft von Lutz Zürnstein (Lutz Zürnstein, David Schulz, Christian Schneider, Felix Körner, Patrik Leis, Aike Pötschlag) wohl etwas unterschätzt und verlor mit 4:9 das erste Spiel. Im zweiten Spiel standen sich dann die Mannschaften vom Präsidenten des 1. FC Greiz, Frank Brettfeld, (Frank Brettfeld, Tim Riemenschneider, Eric Nitschke, Martin Brettfeld, Denny Dressel) und die Mannschaft Grundmann (Ulf Grundmann, Paul Hartleib, Felix Fehlau, Tino Köhler, Daniel Jäger) gegenüber. Hier setzte sich das Team Brettfeld mit 6:2 durch. Im dritten Spiel kamen die Männer um Ulf Grundmann stark unter die Räder. Die spätere Siegermannschaft Bernhardt fertigte sie mit 15:2 ab. Da die Mannschaft Grundmann auf Grund des Modus bei vier Mannschaften zweimal hintereinander spielen musste, fehlten hier wohl nach 30 Minuten Spielzeit die Kräfte. Anschließend das Spiel Zürnstein gegen Brettfeld, welches die Mannschaft Brettfeld mit 7:3 gewann und mit nun zwei Siegen schon wie der sichere Sieger aussah. Im anschließenden Spiel zwischen den Mannschaften Bernhardt und Brettfeld mussten auch die Spieler der Truppe Brettfeld zweimal hintereinander antreten und verloren das Spiel mit 7:5.
Somit war das Turnier wieder offen und musste im letzten Spiel der Truppen Zürnstein und Grundmann entschieden werden. Mit 9:3 gewannen zwar die Strategen um Lutz Zürnstein, aber am Ende fehlten zwei Tore zum Turniersieg.
Nach sechs Spielen setzten sich mit dem besseren Torverhältnis die Mannschaft Bernhardt vor der Mannschaft Zürnstein durch. Den dritten Platz belegte mit zwei Toren weniger als der Zweitplatzierte die Mannschaft Brettfeld. Die Mannschaft Grundmann gab ihr Bestes, aber kam über den vierten Platz nicht hinaus.
Den Pokal des besten Torschützen sicherte sich von der Bernhardttruppe David Himmer (A-Junioren und erste Mannschaft) und bester Tormann wurde Daniel Jäger (zweite Mannschaft) von der Mannschaft Grundmann. Als bester Schiedsrichter wurde der andere Haudegen aus den 70er-Ligajahren von Fortschritt Greiz, Ulrich Finna, geehrt.
Mit dem Titelgewinn zum zweiten Mal gab Klaus Bernhardt natürlich die Richtung für das nächste Turnier vor. Das kann natürlich nur "dritter Sieg" heißen. Auch die Auslosung will Klaus Bernhardt das nächste Mal vorziehen, damit, so wie er sagt, er mit seiner "Würfeltruppe" ins verschärfte Trainingslager fahren kann. Für die Übernahme der Kosten sucht er noch einen Sponsor. Leiten soll das Trainingslager dann Otto Schlutter. Man wird gespannt sein, wie sich dieser Wettbewerbsvorteil auch auszahlt.
Der Dank des 1. FC Greiz geht an die Mütter der F-Junioren des 1. FC Greiz, die die stärkende Pausenversorgung sicher stellten. |
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17. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Schwanensee in Moll
Tiere verhungern mangels Futter an der Talsperre - Landratsamt: Natürliche Auslese
Von Steffen Beikirch Pahren (OTZ).
Der harte Winter fordert Opfer. Jetzt auch auf der Talsperre Zeulenroda: Seit etwa einer halben Woche verenden Schwäne im Hinterland des Staubeckens unmittelbar am Übergang zur Vorsperre Riedelmühle. Darauf machte ein OTZ-Leser aus Zeulenroda aufmerksam.
Rund 50 Schwäne und unzählige Enten tummelten sich gestern Nachmittag unweit des Überlaufes, weil dort die Wasserfläche nicht zugefroren ist. Direkt am Ufer: drei tote Schwäne im Schnee. Nach Beobachtungen von Passanten waren in den vergangenen Tagen bereits einige Kadaver abtransportiert worden. Maiskörner zeugen davon, dass jemand mit Futter helfen wollte. Die Meinungen darüber gehen auseinander.
Das Landratsamt Greiz ist über den Sachverhalt informiert, sieht aber weder Anlass noch Zuständigkeit. Es sei nun mal ein harter Winter und die Natur gleiche solche Verluste auch wieder aus, sagte eine Sprecherin. Die Angelegenheit sei Sache des Talsperrenbetreibers. Und dieser, die Thüringer Fernwasserversorgung, hält sich ebenfalls mit Aktivitäten eher zurück. "Wir sehen das als ein Stück Natur, die wir auch nicht beeinflussen können", meinte Sprecher Sten Schmidt. Informiert sei man über alles und dazu auch mit Umweltschützern und Ornithologen im Kontakt. "Die einen sagen, man soll die Tiere in Ruhe lassen. Die anderen sagen, man soll sie füttern", so Schmidt. "Der Konsens, den wir gefunden haben, ist: Wir lassen die Natur weitestgehend in Ruhe. Sie hat selbst Kräfte, sich zu regulieren. Auch wenn das für manchen grausam aussieht."
Da man in erster Linie für die Gewässerqualität verantwortlich sei, habe man den ersten toten Schwan sofort in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt untersucht. Amtstierarzt Dr. Klaus Rudolph bestätigt: Stichprobenartig wurden mehrere verendete Schwäne eingesammelt und zur Untersuchung auf das H5N1-Virus in das Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz nach Bad Langensalza geschickt. Aber nicht, weil man den Verdacht auf Geflügelpest hegte, sondern im Rahmen des derzeit laufenden bundesweiten Wildvogelmonitorings, betont Rudolph. Ergebnisse habe man noch nicht. Den ersten Anzeichen nach seien die Tiere aber mit großer Wahrscheinlichkeit verhungert. Auch der Amtstierarzt führt die natürliche Auslese ins Feld. "Man muss das Ganze auch mit Abstand sehen", sagt er. Denn der Bestand an Schwänen sei in letzter Zeit rapide angestiegen.
Die Talsperrenmeisterei tue schon ihr Möglichstes. Gemeinsam habe man versucht, eingefrorene Tiere aus dem Eis zu befreien. "Das ist aber nicht ganz einfach", weiß Rudolph. Und auch Sten Schmidt von der Fernwasserversorgung appelliert, die Eisflächen der Talsperre unter keinen Umständen zu betreten, um etwa heldenhaft Tiere zu retten. Wegen Strömungen und veränderlichen Wasserständen könne es hier zu Rissen und Hohlräumen kommen, die lebensgefährlich sind. |
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17. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Getränkeanlieferung kostet plötzlich Geld
Stadt erteilt Bescheide für neuen Markt
Zeulenroda (OTZ/St.B.).
"Wir haben erst gedacht, es ist ein Faschingsscherz. Aber Fasching war da noch gar nicht." Christine Fiedler, Inhaberin der Modeboutique im City-Center, weiß nicht, was sie davon halten soll, dass die Stadt für die Benutzung des Marktplatzes neuerdings Geld verlangt.
Ihr Sohn Uwe, Inhaber des Eiscafés California, bekam vor wenigen Tagen Post aus dem Rathaus, die er an seinen Getränkelieferanten weiterreichen sollte. Gleiches widerfuhr Christiane Walther, Inhaberin des Cafés "Zum Karpfenpfeifer". Auch sie erhielt einen Brief. Der Adressat war bei beiden derselbe: die Grüner Getränkefachhandel GmbH aus Mehltheuer. Und auch deren Geschäftsführer Jens Grüner wundert sich: "Sowas haben wir noch nicht erlebt."
Einmal wöchentlich fährt ein Lkw des Getränkehandels auf dem Markt vor. Bei einer der letzten Aktionen wurde der Lkw-Fahrer ermahnt, dass er hier künftig nicht mehr stehen dürfe. Daraufhin sprach die Firma im Ordnungsamt vor und bekam nach Angabe der Fahrzeugkennzeichen eine Ausnahmegenehmigung in Aussicht gestellt. "Uns ist dort aber nicht gesagt worden, dass das Geld kostet", ärgert sich Jens Grüner nun.
Das ist ja auch eine moralische Frage - wie die Stadt zu den einheimischen Unternehmen steht.
Die Ausnahmegenehmigungen flatterten über die Café-Inhaber ins Haus - mit Zahlungsaufforderung, die sich jedes Jahr wiederholen wird. Fürs "California" werden 70,30 Euro für die Zeit bis zum 31. Dezember verlangt. Für den "Karpfenpfeifer" 38,35 Euro bis 30. Juni.
"Auf dem alten Markt konnten wir kostenlos ranfahren", erinnert sich Jens Grüner. Und hat auch schon mit Kollegen im Altbundesgebiet Kontakt aufgenommen. Selbst in Bamberg, der Weltkulturerbestadt, oder in Coburg sei die Anlieferung im Zentrum für die Händler frei. Deshalb will der Geschäftsführer nun im Rathaus Widerspruch einlegen.
Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) begründete den Verwaltungsakt gestern mit der neuen Beschilderung des Marktes mit dem Verkehrszeichen 242 (Fußgängerzone). "Dies regelt, dass das Befahren einer Ausnahmegenehmigung bedarf. Diese ist gebührenpflichtig und begrenzt gültig." Im Rahmen der Entscheidung über die Nutzung des Marktes sei diese Beschilderung so beschlossen worden.
Kommentar
Nur beinahe logisch
Von Steffen Beikirch
Wer über das neue Markt-Pflaster fahren will, braucht schon einen ziemlich guten Grund. Und er muss dafür auch etwas berappen, wie man jetzt weiß.
Nicht nur "California"-Inhaber Uwe Fiedler findet diese Festlegung seltsam. Auch "Karpfenpfeifer"-Inhaberin Christiane Walther ist empört. Sie entdeckt darin sogar eine absolute Frechheit: "Erst nehmen sie uns unsere Beladezone weg, indem sie Bäume dort hin pflanzen. Und dann wissen sie nicht, wo die Autos hin sollen."
Sieht man die Sache nüchtern, war natürlich klar, dass mit der mehrheitlich beschlossenen Verkehrsberuhigung des Marktes nur noch im Ausnahmefall Kraftfahrzeuge dort geduldet werden. Das lässt sich akzeptieren. Und das lässt sich auch regeln. Warum eine Ausnahmegenehmigung aber Geld kosten muss - und zwar jedes Jahr aufs Neue - die Antwort darauf blieb der Bürgermeister gestern schuldig. |
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17. Februar 2010 /Vogtland-Anzeiger
Hat Reichenbacher Enkelin missbraucht?
Von Frank Dörfelt
Reichenbach – Ist Peter R. der ruhige und gutmütige Großvater, wie er sich letzte Woche auf der Anklagebank der Zweiten Strafkammer des Zwickauer Landgerichtes präsentierte, oder hat er vor mehr als zehn Jahren seine Enkeltochter Pia (Name geändert) sexuell missbraucht?
Davon jedenfalls geht Staatsanwältin Vera Mehringer aus. Sogar im Ehebett, in dem die Großmutter zur gleichen Zeit schlief, kam es demnach zu sexuellen Übergriffen. Der 68-jährige Reichenbacher selbst schweigt vor Gericht, hört aber sehr interessiert zu, was andere über die Vorkommnisse von damals zu erzählen haben. Nur seine Frau, habe sich, so erfuhr das Gericht von einem Zeugen, schon einmal etwas deutlicher geäußert. Nach ihren Angaben seien die Berührungen unabsichtlich gewesen und ein Missbrauch werde nicht zugegeben.
Daher ist das Gericht einmal mehr auf die Aussagen des Opfers und von Zeugen angewiesen. Bei Letzteren jedoch handelt es sich fast ausschließlich um Erzieher und Betreuer aus Erziehungsheimen und sozialtherapeutischen Einrichtungen in denen Pia seit 2002 immer wieder untergebracht war, nach dem ihre Mutter nicht mehr mit ihr klarkam und das Mädchen von zuhause ausbüxte. Doch diese haben ihre Informationen überwiegend vom Opfer selbst.
Während die verschiedenen Betreuer Pia zwar auch bescheinigen nicht in jedem Falle die Wahrheit gesagt zu haben, so haben sie doch an der Missbrauchsgeschichte wenig Zweifel. „Diese Aussage zieht sich –ansteigend – wie ein roter Faden durch ihr Leben“, sagte der Erziehungsleiter des Jugendhilfeheimes in Weiden. Die Zeugen stützen sich dabei auch auf die Aussagen von Pias Mutter, die bereits 2004 von den Übergriffen berichtet haben soll. Allerdings machte diese in jener Zeit gelegentlich auch gegenteilige Aussagen. Und noch schlimmer: Auch sie, so hatte Pias Mutter Zeugen anvertraut, sei von ihrem Vater missbraucht worden – und später auch Pias ältere Schwester.
Das diese Punkte in der Anklageschrift nicht auftauchen liegt daran, dass sich die Schwester angeblich mit ihrem Großvater ausgesöhnt hat und die Mutter das Auseinanderbrechen der Familie verhindern will. Seit mindestens sechs Jahren also sind die Vorwürfe bekannt. Immer wieder sandte Pia offenbar Hilferufe aus, erzählte Personen denen sie vertraute ihre Geschichte.
Ihr Freund, so zitierte der Richter aus dem Polizeiprotokoll, habe angegeben das sie im Schlaf zittere und schweißgebadet aufwache. Während ihrer Zeit im Heim habe sie sich die Arme aufgeritzt. Erst spät konnte eine Betreuerin sie überzeugen, doch noch eine Anzeige zu erstatten. Ungewöhnlich sei das allerdings nicht, so kommentiert man Pias Verhalten in Erzieherkreisen. Viele betroffene Mädchen warteten damit bis zur Volljährigkeit. Einen anderen Eindruck hat die Gutachterin, die Pias Glaubwürdigkeit überprüfen sollte. „Ich kann nicht mit Sicherheit feststellen, ob die geschilderten Ereignisse lebensbezogen sind“, so ihr Fazit. Im Klartext: Es lässt sich wissenschaftlich nicht nachweisen, dass die junge Frau die Wahrheit gesagt hat. Das Urteil wird für den 24. Februar erwartet. |
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| 17. Februar 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
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Das war's
Zeichnung: OTZ/Bruns
Weltsichten
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Foto: OTZ/Christian Freund
„Bis ans Ende der Welt" entführen die Fotos von Katja Linke die Ausstellungsbesucher gegenwärtig in der Magistrale des Kreiskrankenhauses Greiz.
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