15. Februar 2010 /OTZ

In der Bütt geht´s heiß her

Mit der Polonaise startete beim OKV der Tanzabend.
Mit der Polonaise startete beim OKV der Tanzabend.
 Foto: OTZ/Christian Freund

Mit "OKV-Helau" und "Nu geht´s los" grüßen OKV und TCC Teichwolframsdorf

Von Christian Freund Greiz.

Dass der OKV vor allem mit seinem Nachwuchs punkten kann, erlebten die Fans am Sonnabendabend in der ausverkauften Turnhalle in Obergrochlitz. Und so erhielten bereits die Minis für ihren ersten Tanz großen Beifall, dem standen anschließend die Kids, die Jugend und die Garde in nichts nach. Seit der Gründung des Vereins wird die Rede in der Bütt gepflegt. In dieser Saison war es Claudia, die als Miss Obergrochlitz die Krone aufgesetzt bekam, nicht nur, weil sie die Schönste ist, sondern wie verkündet soll zum nächsten Obergrochlitz-Fest eine Miss gewählt werden. Gut poentiert plauderte sie über Alltags-Erlebnisse, wie den stressigen morgendlichen Eröffnungtrubel und Sturm auf den Wühltisch eines namhaften Supermarktes, über ihre tollen Stunden beim Thüringentag. Auch der Bürgermeister bekam sein Fett weg: Die stille "feindliche" Übernahme der CDU kostete, so die Frau in der Bütt, auch ein Bauernopfer - einer wurde "platt gemacht".
Ronny brillierte mit Gags vom jüngsten Klassentreffen, so staunte er nicht schlecht, wie alt seine Klassenkameraden geworden sind.....
Mit dem Solo-Tanz "Barbie"heizten Jana und Michael die Stimmung im Saal weiter an, die Männer überzeugten mit ihrem "Maori-Tanz" samt Feuerspucker, der spontan Beifall erhielt. Mit Kolumbus und der Reise um die Welt nahmen die Frauen das zu jederzeit gut aufgelegte Publikum mit. So richtig bayerisch-stimmungsvoll ging´s im Bierhaus zu, die Jugend begeisterte mit verschiedenen Tänzen.
Moderator Holger Häberlein konnte auch in diesem Jahr den Nachrichten-Sprecher Jens ankündigen, der Neues aus Obergrochlitz und dem Rest der Welt zu vermelden hatte. Dazu gehörte der auf Video dokumentierte Bierfassanstich anlässlich der Eröffnung der 655 Jahrfeier von Obergrochlitz, bei dem Landrätin Martina ein unfreiwilliges Bier-Bad nehmen musste ebenso wie die von der Schweinegrippe gezeichneten OKV-Narren.
"In 99 Tagen um die Welt" war das Motto des TCC Teichwolframsdorf. Die Narren starteten in Deutschland, weiter führte die Reise über verschiedene Stationen auch nach Russland und Schottland, höchst amüsant war dabei die Parade der Schotten mit ihren bemalten Bäuchen. Bevor Silke Hilbert in der Bütt aus dem Heißluftballon einen Blick auf die maroden Straßen am Greizer Eck mit "strahlendem" Unterbau warf und sah, dass auch das Vereinshaus in nach wie vor keinem besonders guten baulichen Zustand ist, das Konjukturpaket also an Teichwolframsdorf vorbeigegangen ist, kündigte Moderator Jürgen Polina die Kinder-Show-Tanzgruppe an, die von den Senioren, die gestern Nachmittag zum Seniorenfasching gekommen waren, begeistert Beifall erhielt. Jede Menge Missverständnisse gabs zwischen Klaus Hopf und Marco Schwanz beim Buchen eines Hotelzimmers. Seine liebe Not hatte Thomas Möldner, den seine Frau erstmals zum Einkaufen in einen Bio-Supermarkt schickte.
Nach heißen Tanzrhythmen der Frauen-Show-Tanzgruppe dankten Prinzessin Nicole I. und Prinz Daniel I. aktiven Narren mit einem TCC-Orden.

Närrisch ohne Ende

Von Christian Freund

Fast ist sie wieder Geschichte, die närrische Zeit, bekanntermaßen ist am Aschermittwoch ja alles vorbei. Von Abschiedsstimmung war am Wochenende in den Karnevalshochburgen rund um Greiz jedoch nichts zu spüren. So wurde die GFG in der Kurt-Rödel-Halle von Fans fast überrannt, aber auch die Obergrochlitzer und die Teichwolframsdorfer, die neben dem Rentnerfasching zwei sehr gut besuchte Karnevalssitzungen absolvierten, konnten sich über großen Andrang freuen. Beide Vereine laden übrigens morgen Nachmittag zum zünftigen Kinderfasching ein. Mit den Rosenmontagsumzügen gibts heute nochmals Närrisches ohne Ende. Und während in der Kreisstadt ab 14 Uhr beim großen Umzug der Bär steppt - begleitet erstmals vom MDR -, wollen bereits ab 10 Uhr die Bergaer ihren Rosenmontagszug nach Narren-Manier auf die Beine stellen. Eine Premiere, für die wir die Daumen drücken - Gelle he und genner he !


15. Februar 2010 /OTZ

Völkerverständigung auf dem Anton-Günther-Weg

Wolfgang Trommer.
Wolfgang Trommer.
Foto: Reichardt

Wanderung mit stimmungsvollen Bildern

Von Peter Reichardt Greiz.

Die Kammregion des Erzgebirges zwischen Johanngeorgenstadt und Oberwiesenthal mit ihren tschechischen Pendanten Platten (Horny Blatna) und Gottesgab (Bozi Dar) zu erleben bedarf sicher einer gehörigen Kondition derer, die diese wunderschöne Landschaft erwandern. Wolfgang Trommer und seine Ehefrau konnten das in ihrem Lichtbildervortrag Freitagabend in der Greizer Buchhandlung "Bücherwurm" vor vollbesetztem Auditorium bildhaft untermauern, mit tollen Momentaufnahmen Stimmungen und landschaftliche Gegebenheiten zeigen, aber auch die Eigenheiten der Erzgebirgler, die kulturgeschichtlichen Hintergründe der Besiedelung aufzeigen sowie Lebensstationen von Anton Günther, dem Liedersänger aus dem Erzgebirge, nachzeichnen. Ausgangspunkt des Vortrages war das Miri Quiri - der dunkle Wald - wie er im frühen Mittelalter genannt wurde und die grenzüberschreitenden Handelswege aus dem Mitteldeutschen Raum nach Böhmen und Prag. Das Salz aus Halle war einer der Beweggründe für die Überschreitung des Erzgebirgskammes, was anschaulich mit Bildern von alten Wegen, Straßen, Hohlwegen und Markierungen verdeutlicht wurde. Aber auch die Besiedelung des Erzgebirgskammes durch fränkische Kolonisten nach 1100 hinterließ im Bild festgehaltene Spuren. Dramatische Stimmungsbilder, herrliche Ausblicke, aber auch Bilder des technischen Verstandes seiner Bewohner bereicherten diesen Vortrag. Gedacht sei dabei nur an die Wasserführung aus dem Hochmoor bei Bozi Dar, über Horny Blatna, in das Gebiet des Schwarzwassers, nach Aue, Schlema und in den Zwickauer Raum mit seinen technischen Denkmälern, Holzmühlen, Poch- und Pumpwerken. Aber auch die jüngste Vergangenheit im deutsch-tschechischen Grenzgebiet wurde dabei nicht ausgeklammert. Es kam einen schon recht eigenartig an, wenn Ortsnamen oder bekannte Ausflugsziele zwar namentlich noch bekannt sind, aber nur noch Fundamente von der einstigen Besiedlung zeugen. Wie drückte es Wolfgang Trommer aus : "Der Vortrag lädt ein auf dem Weg, der nach dem Sänger Anton Günther benannt wurde, die Kammregion des Erzgebirges kennenzulernen. Der Weg, der völkerverbindend wirkt, soll die Menschen beiderseits der ältesten Grenze Europas wieder mehr zusammen führen." Und dazu sei das Potential, insbesondere auch mit der vermehrten Öffnung durch Touristenübergänge, dieses 63 km langen Wanderweges noch lange nicht ausgeschöpft. Einfach mal hinfahren und genießen, so seine Aufforderung am Ende seines Vortrages, die auf offene Ohren stieß, waren doch auch eine ganze Menge Greizer Wanderfreunde der Einladung zu diesem Lichtbildervortrag gefolgt, der in Zusammenarbeit mit dem Verein "Dialog mit Böhmen e.V." zustande kam.

www.wegegehen.de


15. Februar 2010 /OTZ

Verhaltene Premiere für Rodelfasching

Polonaise über den Markt-Rodelberg.
Polonaise über den Markt-Rodelberg.
Foto: OTZ/Beikirch

Rund 30 Kinder über Samstagnachmittag verteilt auf dem Zeulenrodaer Markt

Zeulenroda (OTZ/St. B.).

Die Idee war klasse, doch der große Ansturm blieb aus: Der erste Rodelfasching auf dem Zeulenrodaer Markt lockte im Laufe des Samstagnachmittags gerade mal rund 30 Kinder, dafür aber die doppelte Anzahl von Erwachsenen an. Mütter, Väter und Großeltern beobachteten das bunte Treiben auf dem künstlichen Rodelberg. Auch dann, wenn keine eigenen Sprösslinge beteiligt waren. Dafür nutzte man das Angebot von Glühwein, Kaffee und Kuchen, blieb bei der fröhlichen Musik aus dem Lautsprecherwagen ein paar Minuten stehen. Kurz nach 15 Uhr - gegenüber hatte gerade Kaffeestuben-Besitzer Salvatore Mercadante seine frisch angetraute Braut aus dem Rathaus geführt - zettelte Königin Marion I. eine flotte Polonaise an. Die kleinen Rodler nahmen die Verfolgung auf und winkten dem Publikum auf Kommando zu. Mit einem dreifach-donnernden "Zellrude Helau!" war das Intermezzo beendet, und der Rodelspaß konnte weiter gehen. 20 Orden wurden an alle, die gegen 16.30 Uhr noch da waren, verteilt.
Schwierigkeiten bereitete den Teilnehmern die schlecht präparierte Bahn, die schon mächtig abgenutzt und vereist war. Eine tiefe Kuhle auf halber Höhe bremste viele Schlittenfahrer unweigerlich scharf ab. Doch denen, die da waren, hat es gefallen, resümiert Königin Marion (Zablowski) vom Freizeitzentrum. "Fürs erste Mal können wir zufrieden sein." Eine Fortsetzung des Rodelfaschings im nächsten Jahr halten die drei gastgebenden Jugendvereine aus der Doppelstadt also für denkbar. Dann will man das Ereignis langfristiger ankündigen.


15. Februar 2010 /OTZ

Volkstümlicher Volltreffer

Beim Auftritt der „Frau Wäber haben sich die Zuschauer im Greizer Theater bei der Volkstümlichen Hitparade im wahrsten Sinne des Wortes vor Lachen ausgeschüttet.
Beim Auftritt der „Frau Wäber" haben sich die Zuschauer im
Greizer Theater bei der „Volkstümlichen Hitparade" im wahrsten
Sinne des Wortes vor Lachen ausgeschüttet.
Foto: OTZ/Christian Freund

Greizer Fans amüsierten sich köstlich im ausverkauften großen Theatersaal

Greiz (OTZ/Freund).

Nur selten kann man erleben, dass Theaterbesucher aus dem Lachen nicht mehr herauskommen. Am Freitagabend, als "Frau Wäber" im voll besetzten Saal in unnachahmlicher Komik über ihre Erlebnisse plauderte, bogen sich die Zuschauer sprichwörtlich vor Lachen und honorierten die Gags der extravaganten Frau immer wieder mit Beifall. Ob beim Sturz auf glattem Gehweg vorm Greizer Rathaus, die Erlebnisse im Hutgeschäft, bei der Suche nach einem Mann fürs Leben oder ihrer ersten Liebe - stets begeisterte sie mit Naivität und Bauernschläue. Kaum zu glauben, dass hinter dieser Maskerade der Moderator Hansy Vogt steckt. Klaus, ein mutiger Greizer Fan, dankte auf ebenso lustige Art und Weise der einzigartigen Dame mit Blumen: Klar, dass auch diese Einlage nicht ohne lustige Erwiderung über die Bühne ging. So wie die Besucherin Frieda Grünler werden viele noch lange von diesem Abend schwärmen. Überhaupt haben die Konzertagentur Hainich Concerts und AS Events mit dieser "Volkstümlichen Hitparade" ins Schwarze getroffen. Kein Wunder, wenn bekannte Künstler wie Mara Kayser, Sigrid & Marina, die Feldberger und Bruno Ferrara ins Rennen gingen. Mara Kayser kam mit ihren bekannten Hits super an, schließlich ist sie mit ihrer unverwechselbaren, gefühlvollen Stimme seit 1993 im Geschäft. Mit ?"La Montanara"°, ohne Mikrofon und Verstärker gesungen, verabschiedeten sich Sigrid & Marina unter anhaltendem Beifall vom Greizer Publikum. 2007 wurden die attraktiven Sängerinnen mit dem Grand Prix der Volksmnusik geehrt, erhielten vom MDR den Herbert-Roth-Preis und viele weitere Auszeichnungen. Spaß und Fröhlichkeit versprachen "Die Feldberger" und präsentierten Melodien, die dem Reinsdorfer Kurt Krüger, einem Volksmusik-Fan, ebenso gefielen wie der 1966 geborene Bruno Ferrara, dessen Hit "Amore mio" italienisches Flair ins Greizer Haus brachte. In der Pause waren die Künstler im Foyer dicht umringt, gaben Autogramme und kamen mit vielen Fans ins Gespräch.


15. Februar 2010 /OTZ

Streifzug durch 600 Jahre Drucktechnik

Die Direktorin des Sommerpalais, Eva-Maria von Mariassy, eröffnet die Ausstellung.
Die Direktorin des Sommerpalais, Eva-Maria von Mariassy,
eröffnet die Ausstellung.

Kleine, aber feine Ausstellung im Sommerpalais eröffnet - 2011 Fertigstellung des Hauses

Text & Bild Antje-Gesine Marsch

Das "Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln" nannte Sommerpalais-Direktorin Eva-Maria von Mariassy zur Eröffnung der Ausstellung "Grafische Drucktechniken" am Sonnabendmittag als weiterhin dringlichste Aufgabe ihres Hauses. Dass dabei gerade dieses, zwar "lehrreiche, didaktische, zudem pädagogisch-wertvolle, also langweilige Thema" für so einen Besucheransturm sorgte, kam für die Kunsthistorikern eher überraschend. 60 Exponate aus eigenem Bestand, die die etwa 600 Jahre währende Entwicklung der Drucktechnik vom Hochdruck, über den Tiefdruck, bis hin zum Flach-und Durchdruck aufzeigen, kann man in fünf Räumen der ersten Etage des Palais betrachten. Als Leitfaden dazu wurde ein Faltblatt entworfen, der dem Ausstellungsbesucher in kurzen, prägnanten Erklärungen hilft, dieses breite Spektrum optimal zu erfassen. Dass in der Exposition die chronolgische Reihenfolge außer acht gelassen wurde, hat für den Betrachter keinen Belang. So findet man unter anderem Albrecht Dürers Holzschnitt "Auferstehung" neben William Hogarths "Selbstporträt" oder Hans Grundigs "Mädchen mit Puppe". "Lassen Sie die Schönheit der Blätter auf sich wirken", wie von Mariassy die Ausstellungsbesucher aufforderte. Da man durch die Sanierung der 1. Etage des Sommerpalais im Moment auf sehr engem Raum arbeiten muss und trotzdem Ausstellungen präsentiert, zeugt vom großen Mut der Belegschaft des Palais. Durch das Konjunkturpaket II habe das Haus "sehr viel Geld erhalten", das aber in einem "relativ kleinen Zeitraum verbaut" werden müsse. "Im Oktober 2011 wird abgerechnet, dann sind wir fertig", wie die Direktorin vorausschaut. Nun stehe neben der Sanierung des Obergeschosses, wobei die Räume bereits "Stück für Stück an die Gewerke übergeben" wurden, auch die "Herkulesaufgabe" der Fassadensanierung an. Die Restaurierung der Stukkaturen, des Giebelwappens und der Giebelvasen würden "viel Mühe und Zeit" in Anspruch nehmen. Das Ziel, ohne Schließung des Hauses zu arbeiten, bleibt dabei fest im Blick. Die Sanierung des Gartensaal soll bereits im Juli 2010 abgeschlossen sein. "Dann sind wir dort wieder handlungsfähig", so von Mariassy.

Fotografische Eindrücke -
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15. Februar 2010 /OTZ

Wieder Wildsuppe in Waldhaus

Als neues Vorstandmitglied des Freundeskreises wurde Jürgen Frantz (2.v.r.)kooptiert. Roland Meyer, Wilfried Pucher und Sven klein (v.l.) gratulieren.
Als neues Vorstandmitglied des Freundeskreises wurde Jürgen
Frantz (2.v.r.)kooptiert. Roland Meyer, Wilfried Pucher und
Sven klein (v.l.) gratulieren.
Blick in den Saal des Küchenhauses, in dem die Jahresversammlung stattfand.
Blick in den Saal des Küchenhauses, in dem die
Jahresversammlung stattfand.

Rück- und Ausblicke des Freundeskreises der Sammlungen des Sommerpalais zu Greiz

Sich eine Suppe einzubrocken und dann auszulöffeln, ist für den Obergrochlitzer Jürgen Frantz nichts Fremdes. Am Sonnabendvormittag wurde er zur Jahreshauptversammlung des Freundeskreises der Sammlungen des Sommerpalais zu Greiz, die im Küchenhaus stattfand, als neues Vorstandsmitglied kooptiert. Und das nicht nur wegen der leckeren Wildsuppe, die das engagierte Vereinsmitglied im letzten Jahr zum Hubertusfest in Waldhaus zubereitete. „Ich will mich so noch aktiver in den Verein einbringen und in vernünftigem Maße etwas für das Ansehen unserer Park-und Schlossstadt tun“, so Frantz. Dass er auch in diesem Jahr als „leidenschaftlicher Koch“ jene Suppe anbieten will, daran ließ Frantz außerdem keinen Zweifel. Die Veranstaltung des St. Hubertusfestes am 31. Oktober 2009 war nur eine der zahlreichen Aktivitäten des Freundeskreises, wie Vereinschef Wilfried Pucher den zahlreich erschienenen Mitgliedern im Rechenschaftsbericht darlegte. Sehr gut angekommen sei im Vorjahr die Reihe „Soiree im Palais“ mit fünf Veranstaltungen, bspw. der Lesung mit Klaus Rohleder, dem Lesekonzert „Von Frühling zu Frühling wollte ich blühen“ mit der Jazzformation „media nox“ oder Puchers Vortrag „Ich halte dagegen – Heinrich XXII, ein Fürst mit Charakter“ zum Thüringentag. Die Sammlungen des „Maison de belle retraite“ zu unterstützen, sieht der Vereinschef auch weiterhin als „vornehmste Aufgabe“. So konnte der Freundeskreis anlässlich der Eröffnung des Studiensaales und der Bibliotheksräume im Mezzanin-Geschoss des Hauses Ende November 2009 das für 989,64 Euro restaurierte Buch „"Liber emblematum" von Andrea Alciatus aus dem Jahre 1567 an die Sammlung übergeben. Auch der Tag der offenen Tür im „Jahr der Grafik“, der im April 2009 im Gartensaal stattfand, sei erfolgreich verlaufen. Aus dem Verkauf der Grafikmappe mit Holzschnitten von Peter Zaumseil und einer Signatur von Reiner Kunze, dessen Gedicht die Innenseite des Umschlags ziert, konnte der Freundeskreis bislang einen Erlös von 400 Euro erzielen. Da das Jahr 2010 bereits wieder „in vollem Gange“ sei, erschien auch ein Ausblick auf die kommenden Monate unerlässlich. Der gemeinsame Besuch des Morgensingens am Gasparinentempel am Karfreitag oder ein zünftiges Picknick auf der Ida-Höhe Anfang September stehen dabei genauso auf dem Programm wie ein Ausflug nach Schloss Burgk, der für Mitte Juni geplant ist. Durch die umfangreichen Baumaßnahmen, die in diesem Jahr im Palais anliegen, seien für die „Soiree-Veranstaltungen“ keine Termine vorgesehen, so Pucher. Allerdings plane man drei Vorträge; unter anderem wird Vereinsmitglied Dr. Ulf Meyer, Chefarzt der Kinderklinik der Kreiskrankenhaus Greiz GmbH, sein Buch über die Genealogie des Kirchspiels Naitschau präsentieren. Auch den „Winterzauber“ am 4. Dezember, der im „restaurierten und beheizten Gartensaal“ stattfindet, wird der Freundeskreis tatkräftig mitgestalten. Ob es schon Pläne für die diesjährige Unterstützung der Sammlungen gibt, wollte Vereinsmitglied Dr. Andreas Hemmann wissen. „Wir werden sicher wieder die ein oder anderen ‚Rosinchen‘ finden“, wie Sommerpalais-Direktorin Eva-Maria von Màriàssy vermutet. Diese würden dann dem Vorstand des Freundeskreises vorgestellt und einer konkreten Auswahl unterzogen.


15. Februar 2010 /OTZ

Von den Wurzeln bis zur Gegenwarts-Musik

Aufbruch zu den Entwicklungsstationen der Musik: Am Wochenende trafen sich die Mitwirkenden des von Sigi „Lee Nachreiner geleiteten Percussion-Projects im Greizer Theater zu ersten Proben.
Aufbruch zu den Entwicklungsstationen der Musik: Am Wochenende
trafen sich die Mitwirkenden des von Sigi „Lee" Nachreiner
geleiteten Percussion-Projects im Greizer Theater
zu ersten Proben.
Foto: Karsten Schaarschmidt

Percussion-Project des Greizer „JazzWerks #11" beginnt im Theater mit den Proben

Greiz (K. Schaarschmidt).

Mehr als 30 Trommler sind am Wochenende zu ihrer Reise durch die Geschichte der Menschheit aufgebrochen. Eine Reise, die das PercussionProject des Greizer JazzWerks #11 anbietet und die unter Leitung des Multiinstrumentalisten Sigi „Lee" Nachreiner aus dem bayerischen Furth im Wald von den Wurzeln bis in die Gegenwart der Musik führt. Im Ballettsaal des Greizer Theaters trafen sich die Teilnehmer des Workshops am Sonnabend und am Sonntag zu ersten Proben.
Die „schlagkräftige" Truppe des Jazz-Festivals setzt sich aus langjährigen Mitstreitern des Percussion-Projects, aber auch aus Newcomern zusammen. Gemeinsam wollen sie verschiedene Bilder entwickeln, die einerseits die Zeit anzeigen, anderersefts mittels Instrumentarium und spezieller Rhythmik die jeweiligen musikalischen Stationen auf dem Zeitstrahl ausdrücken. Afrikanische Trommelklänge werden dabei ebenso erarbeitet wie europäische, orientalische oder süd- und mittelamerikanische Rhythmen. Neben verschiedenen Trommeln kommen Steine, Holz und auch der eigene Körper als Instrumentarium zum Einsatz. Sigi „Lee" Nachreiner stellt seiner Werkstatt weniger das Showelement voran. Die Teilnehmer sollen vielmehr die Musik und Rhythmen spüren lernen und die originäre Kraft des gemeinsamen Musizierens fühlen. In den kommenden Wochen sind weitere Proben angesetzt.
Von ihrer Reise erzählen die Mitwirkenden des PercussionProjects dem Publikum in einem Konzert am Abschlussabend des diesjährigen Greizer „JazzWerks" am 9. Mai.


15. Februar 2010 /OTZ

Greizer Erste mit Start-Ziel-Sieg

Turniersieger Greiz I im Spiel gegen Schott Jena (in Grün), das die Gastgeber 5:1 gewannen.
Turniersieger Greiz I im Spiel gegen Schott Jena (in Grün),
das die Gastgeber 5:1 gewannen.
Foto: Marcel Hilbert
Die Hohenölsener Junioren (in blauer Kleidung) im Spiel gegen die SpVgg Heinsdorfergrund.
Die Hohenölsener Junioren (in blauer Kleidung) im Spiel gegen
die SpVgg Heinsdorfergrund.
Foto: Marcel Hilbert

Hallenfußball, F-Junioren, 1. Firma-Hedler-Pokal: 1. FC ohne Punktverlust Turniersieger

Greiz (OTZ).

Nachwuchssorgen werden beim 1. FC Greiz so schnell nicht aufkommen. Zumindest wenn man das gestrige F-Junioren-Hallenturnier in der Sporthalle an der Pohlitzer Regelschule als Maßstab nimmt. Zum einen konnten zwei Greizer Hallenfußball-Teams in dieser Altersklasse ins Rennen um den 1. Pokal der Firma Hedler Glas- und Gebäudereinigung geschickt werden. Zum anderen siegte Greiz I ohne Punktverlust mit einer Tordifferenz von 23 erzielten zu lediglich drei Gegentreffern souverän. Angetreten waren zu dem Turnier sieben F-Junioren-Vertretungen aus der Region. Neben den beiden Gastgeberteams liefen der Hohenölsener SV, der Lusaner SC, die Spielvereinigung Heinsdorfergrund 02, der SV Schott Jena und der SV 1924 Münchenbernsdorf auf dem Pohlitzer Parkett auf.
Nicht an den Start ging der Nachwuchs des 1. FC Gera 03. Hier sagten die Verantwortlichen am Freitag ihre Teilnahme ab, was auch der Grund für den geänderten Spielmodus war. Wäre man mit acht Teams in den Staffel-Modus mit Finalspielen gegangen, so wurde nun auf jeder gegen jeden umgeschwenkt.
Bereits im ersten Spiel kam es zum Duell der beiden Greizer Teams. Hier bewies die erste Mannschaft ihre Titelambitionen und siegte souverän mit 5:0. Gegen den Lusaner SC, späterer Turnierzweiter, musste Greiz I zwar das erste Gegentor hinnehmen, siegte jedoch auch hier überlegen mit 4:1. Am spannendsten gestaltete sich noch das Spiel der Greizer gegen das Team Heinsdorfergrund, da hier die Hausherren mit lediglich zwei Toren Unterschied, 3:1, siegten. Mit weiteren Siegen gegen Hohenölsen (4:0), Münchenbernsdorf (3:0) und Schott Jena (5:1) banden sie den Sack zu und machten den Turniersieg mit maximaler Punktausbeute perfekt.
Die Greizer Zweite konnte nicht so gut mithalten und musste teils schmerzhaft hohe Niederlagen einstecken. So beim 0:10 gegen Lusan, dem höchsten Ergebnis dieses Turniers. Einzig im Spiel gegen Hohenölsen, das auf dem sechsten und vorletzten Platz landete, blieb es bis zuletzt packend. Ein Tor machte hier den Unterschied aus und besiegelte das Schicksal von Greiz II, das damit tor- und punktlos auf dem letzten Platz landete.
Spannend hingegen wurde es im letzten Spiel des Turniers und damit im Kampf um Silber oder Bronze.
Heinsdorfergrund hatte vorgelegt, und nun war es an Lusan, mit mindestens zwei Toren Abstand zu siegen, um sich den zweiten Platz noch zu erkämpfen. Gegen Schott Jena schafften die Geraer das Kunststück und siegten mit 4:0.
So musste Heinsdorfergrund mit dem dritten Platz aufgrund weniger geschossener Tore zufrieden sein.
An Leon Pilz lag dies sicher nicht, denn von den 21 Toren der Spielvereinigung hatte er allein 13 erzielt, was ihm den Titel Bester Torschütze einbrachte. Zum besten Torwart wurde Yannick Gernoth vom Lusaner SC gewählt.
Der 1. FC Greiz bedankt sich bei den Schiedsrichtern Tim Riemenschneider, Silvio Höfer und Ulrich Finna für die gute Spielleitung sowie bei allen Mitwirkenden und dem Pokalsponsor, die für den reibungsfreien Ablauf des F-Junioren-Hallenturniers sorgten.
Abschlusstabelle 1. 1. FC Greiz I 23:3/ 18 2. Lusaner SC 24:7/ 13 3. Heinsdorfergrund 21:7/ 13 4. Münchenbernsdorf 11:15/ 9 5. Schott Jena 7:13/ 6 6. Hohenölsener SV 4:18/ 3 7. 1. FC Greiz II 0:28/ 0


15. Februar 2010 /OTZ

Vier erste Plätze für Reudnitzer Langläufer

Die jungen Starter des Weidenberglaufes begeben sich in die Spur.
Die jungen Starter des Weidenberglaufes begeben
sich in die Spur.
Foto: André Fischer

Weidenberglauf des SV Triebes: Gastgeber holen zehn Siege

Triebes (OTZ/AF).

Triebes ein Wintermärchen - bei leichtem Schneefall, etwa 30 Zentimetern Schneehöhe und einer hervorragenden Pulverschneeauflage herrschten ideale Bedingungen an und auf den Loipen rund um den Weidenberg. Grund genug für den Ski-Verein Triebes (SVT), am Sonnabend den diesjährigen Weidenberglauf auszurichten. Gleichzeitig gingen die Wettkampfergebnisse in die Wertungen zu den Kreisjugendspielen Greiz sowie den Kreismeisterschaften der Damen und Herren im Ski-Langlauf ein. Streckenchef Falk Fritsche sorgte zusammen mit Mathias Pönicke und weiteren Mitgliedern des Skivereins bereits am Freitag beim Präparieren der Spur für ausgezeichnete Voraussetzungen, um einen reibungslosen Verlauf des Wettkampfes zu gewährleisten.
Rennleiter Wolfgang Heidrich begrüßte alle am Sonnabendmorgen angereisten aktiven Skiläufer und startete pünktlich 10 Uhr den Langlauf. Im Abstand von 30 Sekunden gingen mit den jüngsten Teilnehmern beginnend alle Wettkämpfer in die Loipe und absolvierten nach Altersklassen getrennt ihre jeweiligen Runden über einen, zwei, vier, sechs oder acht Kilometer.
Insgesamt kämpften Skisportler zwischen fünf und 62 Jahren um 15 Meistertitel. Die Erfolgreichsten wurden somit für ihr regelmäßiges und ausdauerndes Training belohnt. Die Teilnehmer kamen unter anderem aus den Orten Triebes, Zeulenroda, Hohenleuben, Langenwolschendorf und Reudnitz.
Vom gastgebenden Verein wurden zehn erste Plätze in den verschiedenen Altersklassen eingefahren. Die TSG Reudnitz sammelte vier erste Plätze, darunter sowohl im Männer- als auch Frauenbereich der Altersklasse 61 bis 70. Zwei zweite Plätze komplettieren das gute Abschneiden der Reudnitzer Langläufer.
Im Anschluss an die Wettkämpfe fanden nach einer kleinen Stärkung mit Rostern und heißem Tee die Siegerehrungen statt.
Der Ski-Verein Triebes bedankt sich bei allen Aktiven, den engagierten Helfern und Übungsleitern, den Kampfrichtern und Eltern für die gelungene Veranstaltung.
Weiterhin gilt der Dank dem Kreissportbund Greiz, Elektro Pönicke sowie der Ervema Agrargesellschaft für deren freundliche Unterstützung.
Der Ski-Verein Triebes teilt mit, dass aufgrund der guten Schnee- und Wetterlage Langlaufloipen vom Kranich ausgehend in Richtung Weißendorf, Waikiki und Seehotel sowie in Richtung Weidatalsperre gespurt sind, die von Freizeitsportlern gern genutzt werden können.
Alle Fußgänger werden um Rücksichtnahme gebeten, auf die Spuren zu achten und diese nicht zu zertreten.

Ergebnisse Weidenberglauf 2010
Vorschule w/ 1 km: 1. Lena Schmidt, 2. Lea Hartl (beide SV Triebes); Vorschule m/ 1 km: 1. Yves Beierlein (TSG Reudnitz); Schüler 8 w/ 1 km: 1. Jenny Krug (SV Triebes); Schüler 9 m/ 1 km: 1. Nik Braun (SV Triebes), 2. Justus Beierlein (TSG Reudnitz); Schüler 10 w/ 1 km: 1. Lina Göppner (SV Triebes); Schüler 10 m/ 1 km: 1. Lars Göppner (SV Triebes); Schüler 11 m/ 2 km: 1. Yannik Beierlein (TSG Reudnitz), 2. Lucas Heidrich, 3. Maximilian Seiß (beide SV Triebes); Schüler 12 / 2 km: 1. Tom Braun, 2. Lukas König (beide SV Triebes); Schüler 15 w/ 6 km: 1. Julia Schmidt (SV Triebes); Damen 31 - 40/ 6 km: 1. Grit Heidrich (SVT), 2. Cornelia Beierlein (TSG Reudnitz); Herren 31 - 40/ 8 km: 1. André Fischer (SVT); Herren 41 - 50/ 8 km: 1. Steffen Gleiche, 2. Matthias Pönicke, 3. Michael Schmidt (alle SVT), 4. Klaus Schwolow (Hohenleuben), 5. Hans-Peter Schneider (SVT), 6. Enrico Lux (Zeulenroda), 7. Frank Lautenschläger (Langenwolschendorf); Herren 51 -60/ 8 km: 1. Falk Fritsche, 2. Joachim Wiche, 3. Falk Helmert (alle SVT); Damen 61 - 70/ 4 km: 1. Gudrun Bölke (TSG Reudnitz); Herren 61 - 70/ 6 km: 1. Gerwin Bölke (TSG Reudnitz)Ski-Langlauf, Weidenberglauf des SV Triebes: Gastgeber holen zehn Siege


15. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Neustart im Jubiläumsjahr

Vereinspräsident Gerd Wolf wünscht sich eine "Familie FC Motor Zeulenroda"

Von Klaus Meitner und Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ).

Zur Zweitauflage der Wahlversammlung des FC Motor Zeulenroda machten die Mitglieder endlich Nägel mit Köpfen und bestimmten den Zeulenrodaer Taxiunternehmer Gerd Wolf als neuen Vereinspräsidenten (OTZ berichtete). Gewählt bzw. durch Wahl im Amt bestätigt wurden auch Dieter Weinlich als stellvertretender Vorsitzender, Schatzmeister Heiko Oelsner und die beiden Kassenprüfer Rainer Hutter und Andreas Schulz. In seinem Schlusswort gab sich der neue Motor-Chef stolz, nun "einem der geschätztesten und bekanntesten Vereine in Thüringen" vorstehen zu dürfen. Offen sprach er Probleme an, die es gemeinsam zu lösen gilt. Dazu schwor er die Anwesenden, aber auch Fans und Unterstützer außerhalb des Vereins auf eine "Familie FC Motor Zeulenroda" ein. Nur mit vereinter Kraft, generationsübergreifend in einer starken Gemeinschaft könne man die Schwierigkeiten der Zukunft meistern. Dass dies geht, habe der Verein bereits mehrfach bewiesen. Am eindrucksvollsten gleich nach der Wende, als der FV Zeulenroda krachen ging, "weil man gedacht hat, man kann in der Marktwirtschaft mit Amateurfußball reich werden". Damals, so Wolf, fing der neue FC Motor wieder bei Null an, musste sich Dorfmannschaften aus der Nachbarschaft stellen und hat sich bis in die Thüringenliga hochgearbeitet. "Dieser Verein muss weiterleben, und er muss gesund weiterleben. Wir werden mit aller Macht versuchen, das Erreichte zu halten und weiter zu stabiliseren", erklärte er.


Leute, ich sag´s euch, wir werden sehr schwere Aufgaben zu bewältigen haben.

Gerd Wolf


Neue Ideen seien nötig, jetzt, da die Kassen der Sportförderung leerer werden. So gewinnt die Sponsorensuche und der Versuch, in politischen Gremien Einfluss zu nehmen, für ihn an Bedeutung. Ein Treffen mit IHK-Präsident Hans Bruno Bauerfeind steht auf seiner Wunschliste. Auch die Möglichkeiten, die sich mit dem stellvertretenden Vereinschef Dieter Weinlich als Chef des Gewerbeverbandes Zeulenroda-Triebes auftun, möchte er mehr nutzen. Gerade jetzt im Jubiläumsjahr sei der Anlass "100 Jahre Fußball in Zeulenroda" eine große Chance. Mit einer Werbekampagne will er die starken Wirtschaftsbetriebe der Region auf den FC aufmerksam machen. Und auch die Kooperation mit dem TSV Zeulenroda und dem Jugendverein Römer ausbauen. Ohne die Vertreter anderer Sportarten vor den Kopf stoßen zu wollen, steht für Wolf fest: "Fußball muss in Zeulenroda die Sportart Nummer eins sein." So wie das Ringen in Pausa, wo er sich bereits bei der Vereinsleitung informierte. Beim FC Motor soll ein neuer Nachwuchsleiter zum Bindeglied zwischen Kindern, Jugendlichen, Trainern, Eltern und der Vereinsleitung werden. Für diese Position ist Thomas Stöcker vorgesehen, der durch seine Arbeit gern thüringenliga-taugliche Spieler beisteuern möchte, wie er sagte. Noch vor der Festwoche Ende Juni soll die Gaststätte im Waldstadion umgestaltet werden und ein neues Gastronomiekonzept auch für den Außenbereich greifen, um beispielsweise die Besucher aus dem Tiergehege herüber zu locken. "Heimspiele müssen volksfestartigen Charakter haben", forderte Gerd Wolf. Er will nicht nur die Trainingsbedingungen, sondern auch die Stadionatmosphäre verbessern.
Einmal im Monat werden Fußballfreunde künftig zu Gesprächen und Diskussionen am "Runden Tisch" eingeladen. Um König Fußball in der Doppelstadt langfristig auf gutem Niveau zu halten, erwägt man eine Fusion mit dem Triebeser SV. "Das muss aber gut vorbereitet sein, könnte nächstes Jahr ein Thema werden", denkt Wolf.

Kommentar

Respektabler Einstand

Von Steffen Beikirch

Alle Achtung! Eine solche Latte an Vorhaben hatte man Gerd Wolf nicht zugetraut. Doch - mit Verlaub - der einzige Präsidentschaftskandidat beim FC Motor hatte auch genug Zeit, sich auf seine Antrittsrede vorzubereiten. Im zweiten Anlauf bekam er den ersten Vorsitz nun. Zu beneiden ist er darum nicht. Und das hat er selbst gewusst: Der Antrieb, sich um dieses Amt zu bewerben, sei nicht unbedingt sehr positiv gewesen, erklärte er den Mitgliedern. In vielen Gesprächen im Vorfeld offenbarten sich ihm Probleme in dem Traditionsverein. Da auch kleine Zwistigkeiten Schaden anrichten können, wenn sie nur lange genug brodeln, will Gerd Wolf beispielsweise ein Sorgentelefon und einen Kummerkasten einführen. Natürlich nur Details auf dem Weg in eine neue Ära.
Interessanter für die Außenwelt seine Vision, den Heimspielen zu Volksfestatmosphäre zu verhelfen. 500 Zuschauer lautet die Wunschmarke - das wäre für heutige Verhältnisse ein fabelhafter Schnitt. Der zwar auch von der Qualität gastronomischer Versorgung und Umfeldbedingungen im Stadion abhängt. Am anziehendsten sind dort aber immer noch geschossene Tore. Wolf wäre ein schlechter Vereinschef, würde er nicht hieran seinen ersten Gedanken verschwenden. Die weitere Verbesserung der Trainingsbedingungen soll deshalb ebenso sportliche Qualität sichern helfen, wie eine Fusion mit dem Triebeser SV. Dieses längerfristige Ziel muss der Neue nun genauso anpacken wie sein Präsidentenamt: wohlüberlegt, mit Diplomatie und Durchhaltevermögen.


15. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Ja, beim Klöppeln is schie

Die Mühltroffer Stubenmusikantinnen sorgten mit vogtländischer Mundart für den passenden Rahmen.
Die Mühltroffer Stubenmusikantinnen
sorgten mit vogtländischer Mundart
für den passenden Rahmen.

Stadtmuseum empfängt zur Ausstellungseröffnung die Klöppelkönigin aus Annaberg

Von Juliane Maier Zeulenroda (OTZ).

Kummt nei und setzt eich hie, im Stadtmuseum stelln´ se aus... Nein, nicht mit Grammatikfehlern, sondern in vogtländischer Mundart wurde gestern Nachmittag im Zeulenrodaer Stadtmuseum die Ausstellung "Klöppeln im neuen Gewand - altes Handwerk neu belebt" eröffnet. Und eben weil dieses traditionsreiche Handwerk vorrangig im Erzgebirge zu Hause ist, hat sich das Museum professionelle Hilfe von den Mühltroffer Stubenmusikantinnen aus Sachsen geholt. Mit Gedichten und Volksliedern aus Vogtland und Erzgebirge sorgten die zwei Frauen auf humorvolle Art und Weise für den passenden Rahmen zur Eröffnung. Zu dieser konnte, erstmals im Museum überhaupt, auch eine waschechte Königin empfangen werden. Steffi Schmat, die vierte Annaberger Klöppelkönigin, hatte höchstpersönlich den weiten Weg aus dem Erzgebirge nach Zeulenroda auf sich genommen und gab einen kurzen Abriss der Geschichte des Klöppelns. "Wir hatten schon Minister jeglicher Art, einen Bischof und Fürsten hier, eine Königin durften wir noch nie begrüßen", freute sich Museumsleiterin Ute Arnold über den hohen Besuch, aber auch über die zahlreich erschienenen Gäste. Klöppeln is´ gemütlich, beim Klöppeln is´ schie. De Klöppel klappern lustig mal nunter und mal nauf und macht mer nen Fehler, dann trennt mer´ ne wieder auf... Noch bis zum 24. April stellen die drei Klöppelgruppen aus Zeulenroda und Triebes ihre Stücke aus. Die sind in mühevoller Kleinarbeit und in mehreren Stunden, ja sogar Tagen, Arbeit entstanden. Ob Fensterbilder, Gardinen, Schmuck oder Weihnachtsbaumanhänger, die Auswahl im Museum ist groß. "Ich bin sprachlos. Es ist beeindruckend, welche Vielfalt hier ausgestellt ist. Die Stücke sind sehr ordentlich geklöppelt", war auch die vierte Klöppelkönigin begeistert. Steffi Schmat weiß wovon sie spricht, wurde sie schließlich nicht wegen ihrer Schönheit zur Königin gewählt, sondern musste sich in Annaberg-Buchholz einer professionellen Jury stellen. Ganz anders dagegen der Erste Beigeordnete des Bürgermeisters, Holger Stößel (CDU), der zugab noch keinerlei Kenntnisse im Klöppeln zu besitzen. "Ich musste mich erst einmal im Internet belesen. Aber jetzt weiß ich, zum Klöppeln braucht man keinen Strom, es ist ein klimafreundliches Handwerk", meinte Stößel und erntete auf die Frage, ob diesem Hobby auch Männer nachgehen, zustimmendes Kopfnicken aus dem doch vorwiegend weiblichen Publikum. Der Ursprung der Klöppeltechnik wird im 16. Jahrhundert in Italien vermutet. Über Handelsbeziehungen gelangte das Handwerk ins Erzgebirge, wo der Abbau von Erz sich immer weniger lohnte und sich Händler nach einem neuen Tätigkeitsfeld umschauten. Mittelweile wird Klöppeln auch in Thüringen gepflegt. Jeden Sonntag können sich Interessierte beim Schauklöppeln im Museum davon überzeugen, wie mit Hilfe von Klöppelbriefen filigrane Stücke entstehen.
Wer wissen will, was er noch kann, der meldet sich beim Klöppeln an...


15. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Wenn die Vögel in Hohenleuben ausfliegen

Udo Eisner zeigt stolz einen blauen Thüringer Kröpfer.
Udo Eisner zeigt stolz einen
blauen "Thüringer Kröpfer".

Enttäuschende Resonanz auf Taubenmarkt

Von Kristin Kulow Hohenleuben (OTZ).

Seit jeher ist es der Fastnachtssamstag, an dem der Rassegeflügelzuchtverein 1869 Hohenleuben (RGZV) in den Hohenleubener Lindenhof zum Taubenmarkt einlädt. Doch in diesem Jahr schien der Tag den Züchtern kein Glück zu bringen: Die Resonanz war so enttäuschend gering, dass sich die Vereinsmitglieder schon knapp zwei Stunden vor dem angekündigten Ende der Veranstaltung dazu entschlossen, die Zelte abzubrechen. "Zwischen sieben und neun Uhr war fast niemand gekommen", erzählt Udo Eisner, Kassierer im RGZV. Auch danach sei der Besucherstrom eher schwach gewesen, so dass man sich zu diesem Schritt entschlossen habe. Auch bei den Tieren verzeichnete der Taubenmarkt einen Minusrekord: Gerade einmal 100 Tauben, drei Zwerghühner und 15 Kaninchen wurden gezeigt. "Am Wetter kann es eigentlich nicht liegen, denn die Veranstaltung ist seit jeher auf diesen Samstag festgelegt", suchte Eisner nach möglichen Gründen für die schwache Resonanz: "Ich vermute eher, dass die meisten Züchter auf den ganz großen Markt gefahren sind, der zeitgleich in Naumburg stattfindet." Solch eine Enttäuschung tut der Liebe zum Hobby Taubenzucht für Eisner aber keinen Abbruch. Seit 1972 ist er Vereinsmitglied, doch schon vorher kam er auf die "Thüringer Kröpfer", die er auch heute noch züchtet. "Meine Schwiegermutter fand Tauben auf dem Hof immer schön, so hatte ich mir gleich Rassetiere zugelegt und bin ihnen bis heute treu geblieben", erzählt Eisner. Jeweils fünf Zuchtpaare in gelb, blau und rot hält er. Dazu kommt noch der Nachwuchs.
Wie jedes andere Hobby ist auch die Geflügelzucht, richtig betrieben, Zeit ausfüllend: Die Tiere müssen gepflegt und gefüttert werden und auch die Auswahl geeigneter Zuchttiere darf nicht unterschätzt werden. Für jede Rasse gibt es Musterbeschreibungen, etwa für Figur und Farben. Je näher man diesen Zielen kommt, desto besser schneidet ein Züchter mit seinen Tieren letztlich ab. "Die Arbeit fürs ganze Jahr wird auf den Ausstellungen belohnt. Wenn man dort gut abschneidet, ist man da natürlich sehr stolz", erzählt Eisner weiter. Er weiß, wovon er spricht, wurde er doch erst kürzlich auf einer Ausstellung in Erfurt für einen seiner blauen "Thüringer Kröpfer" ausgezeichnet.


15. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

ZCV-Gala mit Licht und Schatten

Ohne Zugabe kam das Damenballett in der Stadthalle nicht von der Bühne. Hier sprang der Funke schnell über.
Ohne Zugabe kam das Damenballett in der Stadthalle nicht von
der Bühne. Hier sprang der Funke schnell über.

350 Gäste erleben in der Stadthalle etwas zu voll gepacktes Programm

Von Thomas Stöcker Zeulenroda (OTZ).

Vier Jahreszeiten und eine verrückte noch dazu. Der Fasching befindet sich auf der Zielgeraden. 350 Närrinnen und Narren feierten am Samstag in der Stadthalle. Bis in den frühen Sonntagmorgen wurde ausgelassen getanzt und gelacht. Unter dem Motto ,,Unser Markt, der liegt in Trümmern, jetzt müssen sich die Narren kümmern" hatte der Zeulenrodaer Carnevals Verein (ZCV) zudem ein aktuelles wie auch viel diskutiertes Thema gewählt. Was einiges erwarten lassen konnte. Das rund zweistündige Programm war die gewohnte Mischung aus Musik, Tanz, Show und traditioneller Bütt. Insgesamt neunzehn Programmpunkte hatten die Organisatoren um Vereinspräsident und ,,Markt-Bauleiter" Wolfgang Richter für die Jecken vorbereitet. Vielleicht etwas zu viel des Guten, denn nicht alles fand beim Publikum den gewünschten Anklang. Sonstige Garanten für Stimmung, wie die Auftritte von Stan Regelski und André Kolin, blieben an diesem Abend ohne die erhoffte Wirkung. Und auch so mancher Sketch ließ mangels entsprechender Mimik oder Gestik den nötigen Pep vermissen. Selbst die sehr gut geschriebene Bütt mit Ronalf Vogel wollte bei den Gästen nicht so recht ins Schwarze treffen. Doch wo Schatten ist, da ist natürlich auch Licht. So begeisterte beispielsweise die erst sechsjährige Jessica Panzer aus Zeulenroda mit ihrer Kinderbütt. Einfach köstlich, wie cool und ohne einen einzigen Fehler die Kleine erzählte, was sie machen würde, wenn sie eine Prinzessin wäre. Musikalische Vielfalt wurde von den ZCV-Minis sowie der Jugendtanzgruppe präsentiert. Wunderbar, weil endlich der viel gerühmte Funke auf das Publikum übersprang, kam der Auftritt des Damenballetts an. Natürlich war hier eine Zugabe fällig. Das Männerballett machte mit seinem Auftritt ,,Mutter mit Kind" dagegen anschaulich, dass Mütter mit Kindern auf dem neuen Markt in der kinderfreundlichsten Stadt Thüringens auch spielen können. Der Rodelberg lässt grüßen. Die abschließende Abnahme des neuen attraktiven Bauwerkes geschah musikalisch mit einem Line-Dance.
Fazit: So, wie im richten Leben am Markt noch einiges nachzuarbeiten sein wird, wird auch am Programm des ZCV weiter zu feilen sein. "Wir hatten uns gewünscht, noch eines auf die Leistung vom 25-jährigen 2009 draufzusetzen. Dieses Ziel haben wir knapp verpasst", meinte Präsident Richter durchaus etwas selbstkritisch. Aber wie heißt es doch so schön: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.


15. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Nicht nur Blüte für Floristen

Segen für die Paare.
Segen für die Paare.

Besondere Predigtreihe zum Valentinstag

Von Tina Höch Triebes (OTZ).

14. Februar, Valentinstag: Ein Reißer für Blumenhändler, die man(n) am Morgen noch schnell beehrt, um den häuslichen Frieden nicht zu gefährden. So könnte eine Definition des stetig an Popularität gewinnenden Datums lauten. Sonderlich romantisch klingt das ja nicht. Einen Gegenpol zu jener kommerziellen Seite zeigte hingegen die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Triebes gestern im Rahmen des Gottesdienstes auf. Spätestens nach den ersten Klaviertönen des weltbekannten Beatles-Songs "All you need ist love" wurde selbst dem Begriffsstutzigsten klar: Im Mittelpunkt des vierten Teils der Predigtreihe "Ein neues Leben" steht die Liebe. Bekanntlich ist sie eines der wenigen Dinge, die nicht weniger werden, wenn man sie teilt. So ließen es sich die Gottesdienstbesucher nicht zweimal sagen und nutzen die Gelegenheit, von Pfarrer Michel Debus eine Segnung anlässlich des Valentinstages zu empfangen.
Egal, ob Ehepaar, jung verliebtes Pärchen, Single oder Kind - jeder war herzlich eingeladen, sich Gottes Segen zu holen. Zwei kleine Präsente, eine Kerze sowie den Predigttext in einer Rolle gab es obendrein. Grundlage des Gottesdienstes bildete an diesem Sonntagvormittag der 1. Korintherbrief Paulus", welcher die christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe beschreibt.


15. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Missglückte Generalprobe

Fußball, Testspiel: Niederlage für Zeulenroda eine Woche vor dem Rückrundenstart
FC Motor Zeulenroda - FSV Grün-Weiß Stadtroda 2:4 Zeulenroda

(OTZ/Meitner).

Eine Woche vor dem Rückrundenstart in der Thüringenliga musste der FC Motor gegen den Tabellendritten der Landesklasse Ost FSV Grün-Weiß Stadtroda eine derbe Niederlage hinnehmen. Die Gastgeber waren in den ersten zwanzig Minuten die klar tonangebende Mannschaft. Schon wenige Sekunden nach dem Anpfiff marschierte Tino Pohl auf FSV-Keeper André Stiller zu, brachte den Ball auf dem unebenen, mit Schnee bedeckten Platz, aber nicht unter Kontrolle (1.). Schüsse von Sebastian Amberg (6.) und Bastian Kotlinsky (8.) wurden eine sichere Beute von Stiller. Nach schöner Vorarbeit von Pohl und Denny Milde traf Kotlinsky genau ins lange Eck zum 1:0 (17.). Diese Zeulenrodaer Führung hielt jedoch lediglich vier Minuten. Frank Becher schlug einen Freistoß in den Motor-Strafraum, und Sören Engmann, der völlig frei stand, konnte flach ins kurze Eck einschießen (21.). Nun ging bei den Einheimischen die Ordnung in der Abwehr völlig verloren, auch im Zweikampfverhalten wirkten die Grün-Weißen in dieser Phase dominanter. Zeulenrodas Torhüter Toni Schulz - er vertrat den noch verletzten Matthias Hutter hervorragend - reagierte bei einem Zwölf-Meter-Schuss von Christoph Ullrich toll und lenkte den Ball ins Toraus (25.). Dann zog Daniel Böhmel von der Strafraumgrenze ab, auch da parierte Schulz großartig (26.). Amberg klärte gegen Andreas Kittner in allerhöchster Not (30.). Pohl scheiterte in aussichtsreicher Position an Stiller (39.), es war nach langer Zeit wieder einmal eine Offensivaktion von Motor. Schulz war auch blitzschnell zur Stelle, um gegen Eddy Krause zu klären (40.). Kurz nach Wiederanpfiff stand Schulz erneut im Brennpunkt. Engmann scheiterte am Motor-Torwart, der spektakulär abwehrte (50.). Auf der Gegenseite fand Pohl in Stiller seinen Meister (52.). In der Folgezeit erspielten sich die Stadtrodaer ein deutliches Chancenplus. Ullrich (65.) und Engmann (66.) waren dem 1:2 nahe, aber Schulz war einfach nicht zu überwinden.
Die verdiente Gästeführung fiel durch einen noch abgefälschten Schuss von Marko Hofmann, Schulz war hier machtlos (71.). Krauses geschickter Heber zum 1:3 (72.) war schon die Spielentscheidung. Bei Motor waren Auflösungserscheinungen unverkennbar, in der Defensivarbeit und - hier sind alle Mannschaftsteile einzuschließen - wurden erschreckend viele Fehler begangen. Hofmanns Fünfzehn-Meter-Schuss lenkte Schulz mit letztem Einsatz über die Latte (76.). Ergebniskosmetik für Zeulenroda, als Manuel Sengewald einen Elfmeter sicher verwandelte (81.). Zuvor war Kittner der Ball unglücklich an die Hand gesprungen. Krause (84. und 85.) war dem 2:4 zweimal sehr nahe, traf in der 85. Minute die Latte des Motor-Gehäuses. Der eingewechselte Sven Maurer konnte Stiller mit einem Flachschuss nicht überwinden (88.). Besser machte es Ullrich, der einen schnellen Gästekonter überlegt zum 2:4-Endstand abschloss (89.). Für die Zeulenrodaer Trainer Focke und Baumann ist es ganz wichtig, schnell wieder mehr Disziplin ins Mannschaftsgefüge zu bringen. Dass die Truppe eine vorgegebene taktische Marschroute auch umsetzen kann, hat sie oft genug bewiesen. Doch bis zum Punktspielstart am nächsten Sonnabend zu Hause gegen Wacker Nordhausen ist nicht mehr viel Zeit.

Zeulenroda mit: T. Schulz, Amberg, Scholz, Jahn, Thäder (ab 55. Schiller), Pohl (ab 55. Maurer), Sengewald, Milde, Seebauer, Bauch, Kotlinsky (ab 46. Hollstein).


15. Februar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Helau!
Helau!
Zeichnung: OTZ/Bruns


Wocheneinnahme fällt Einbrechern in die Hände

Polizei Greiz sucht Zeugen für Straftat

Langenwetzendorf (OTZ).

Zeugen zu einem Einbruch in Langenwetzendorf, bei dem den Tätern auch Bargeld in die Hände fiel, sucht die Greizer Polizei.
Wie es im Polizeibericht vom Sonntag heißt, waren derzeit noch unbekannte Täter im Zeitraum zwischen Donnerstag, 11. Februar 2010, gegen 18.30 Uhr und Freitag, 12. Februar 2010, 7 Uhr, in die Geschäftsräume der Agrargenossenschaft Weidagrund, Sitz Langenwetzendorf eingebrochen und hatten die Büroräume auf der Suche nach Bargeld durchwühlt. Da dies offen sichtlich nicht zum Erfolg führte, öffneten der oder die Täter gewaltsam eine mittels Schloss gesicherte Tür zum Kühlraum der Fleischerei und fanden dort die Einnahmen der laufenden Woche vor. Den Unbekannten gelang die Flucht über die Räume des angrenzenden Landhandels. Die Beute des nächtlichen Streifzuges der Langfinger wird mit etwa 600 Euro Bargeld beziffert.
Wer sachdienliche Hinweise dazu geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Greiz unter Telefon 03661-6210 zu melden.


Dreizehn Verkehrsunfälle ohne weitere Verletzte

Fahrerflucht und Alkohol am Steuer

Greiz (OTZ).

Im Zeitraum zwischen 12. und 14. Februar 2010 ereigneten sich im Schutzbereich der Polizeiinspektion Greiz insgesamt 13 Verkehrsunfälle, bei denen es neben dem Fußgänger in Wünschendorf keine weiteren Verletzten allerdings jedoch Sachschäden zu beklagen gab, wie die Polizeiinspektion Greiz am Sonntag im Polizeibericht resümiert. So hat es unter anderem eine Unfallflucht in Greiz gegeben, als am Freitag gegen 17 Uhr der Führer eines weißen Pkw Opel die Beethovenstraße aus Richtung Irchwitz kommend in Richtung Innenstadt befuhr. Aufgrund der Fahrbahnenge auf Höhe Hausnummer 30 musste dieser einem entgegen kommenden unbekannten Fahrzeugführer, nach rechts in eine Parklücke ausweichen und rutschte in Folge dessen an einen dort geparkten schwarzen Hyundai. Der unbekannte Fahrzeugführer wird gesucht, da er den Unfallort unerlaubt verlassen hat. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 5500 Euro. Um sachdienliche Hinweise bittet die PI Greiz unter der Telefonnummer 03661-6210. Unter Alkoholeinfluss in Zog- haus mit seinem Auto unterwegs war ein 53-jähriger Mann aus Naitschau, der jetzt mit einer Ordnungswidrigkeitsanzeige rechnen muss. Bei einer Verkehrskontrolle durch Beamte der PI Greiz am 13. Februar gegen 7 Uhr erbrachte der gemessene Wert vor Ort beim Fahrer 0,54 Promille.


Fußgänger an die Wand gedrückt und schwer verletzt

Wünschendorf (OTZ).

In den frühen Morgenstunden des Sonntag, gegen 3 Uhr, ereignete sich in Wünschendorf/Elster, Am Mühlgraben, ein Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Fußgänger, bei dem der Fußgänger erhebliche Verletzungen davon trug. Der 22-jährige Fahrzeugführer kam nach einem Abbiegevorgang auf Grund von Schneeglätte von der Fahrbahn ab und erfasste defi Fußgänger auf dem Fußweg. Der Mann wurde durch den PKW an eine Hauswand gedrückt und erlitt dadurch schwere Verletzungen. Der verletzte Fußgänger wurde zur weiteren medizinischen Versorgung ins Klinikum Gera gebracht.


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