10. Februar 2010 /OTZ

Zahl der Übernachtungen steigt

Besucher aus Leipzig machen sich von der Jugendherberge aus auf den Weg zum Oberen Schloss.
Besucher aus Leipzig machen sich von der Jugendherberge aus
auf den Weg zum Oberen Schloss.
Foto: OTZ/Freund

Greizer Jugendherberge bietet mit Rundum -Sorglospaket besonderen Service

Von Christian Freund Greiz (OTZ).

Ihre gute Stimmung ließen sich die 20 Mitarbeiter einer Leipziger Behindertenwerkstatt von den eisigen Temperaturen nicht vermiesen. Sie machten sich gleich nach ihrer Ankunft in der Greizer Jugendherberge "Juri Gagarin" auf den Weg zum Oberen Schloss, um an einer Führung teilzunehmen. Es ist nicht zu übersehen, dass seit der Wiedereröffnung des Hauses im Jahr 2006 im Obergrochlitzer Wald wieder reges Leben eingekehrt ist. Das belegen vor allem die kontinuierlich steigenden Gästezahlen. "Die Bilanz zeigt vor allem deutlich, dass die Besucher immer länger in unserem Haus verweilen", erklärt die Leiterin der Einrichtung, Elke Sewina. Die Tendenz scheint sich 2010 fortzusetzen, denn bis jetzt liegen bereits Anfragen für 3466 Übernachtungen vor.
Zurückzuführen sei diese positive Entwicklung zum einen auf die Verbesserung der Wohnqualität im Haus, zum anderen auf die touristischen Angebote in Zusammenarbeit mit der Greizer Tourist-Info, der Stadtverwaltung, dem Bauhof und der Volkssolidarität, so die Leiterin "Ab diesem Jahr können wir mit unserem neuen Rundum-Sorglospaket punkten. Das bedeutet für den Gast, dass er aus der Vielzahl der Angebote verschiedene Bausteine, wählen kann wie zum Beispiel einen Besuch der Eisbahn, Fahrt zur Göltzschtalbrücke oder Stadtführungen. Alle organisatorischen Aufgaben werden wir übernehmen", erklärt Elke Sewina. Sie weiß, dass Stadtführungen ganz oben auf der Wunschliste der Gäste stehen, hier insbesondere die Rundgänge mit dem Greizer Nachtwächter und der Gasparine.
Überraschend gut angenommen wurde in den zurückliegenden Jahren die Möglichkeit, Feierlichkeiten einschließlich Übernachtungsmöglichkeiten in den 16 Zimmern mit 73 Betten, auszurichten. Die Gäste können dabei auch den Vorplatz zum Grillen und Feiern rund ums Lagerfeuer nutzen.
Mit den Anwohnern besteht ein gutes Verhältnis. "Sie freuen sich, dass in der Jugendherberge wieder Betrieb ist und offensichtlich auch viele Greizer." Als sie im Drogeriemarkt gewesen sei, habe sie spontan eine größere Anzahl Sanitätstaschen bekommen, erzählt Sewina. Jetzt bekomme jeder Betreuer dies als kleines Begrüßungsgeschenk bei der Anreise aufs Bett gelegt, berichtet die Herbergschefin. Besonders freut sie sich auf den Besuch der Stammgäste, zu denen neben zahlreichen Familien die Musikschule Fröhlich aus dem Raum Halle gehört.
Die Jugendlichen dieser Einrichtung haben sich vorgenommen, in diesem Jahr ein Konzert auf den Treppen des Schlossgartens zu geben. Beim Zuckertütenfest mit einer Übernachtung wollen im Juni die Mädchen und Jungen des Elsterberger Kindergartens "Zitronenbäumchen" dabei sein. Sie werden mit den Kindern der "Freundschaft" gemeinsam feiern.
Derzeit ist Elke Sewina dabei, den Titel Servicequalität Deutschland für die Herberge zu erhalten.
Investiert werden dieses Jahr 1500 Euro aus der Aktion "Hilfe für Helfer" der Deutschen Bank, dafür soll am Nordgiebel eine Treppe, die eine Greizer Firma fertigt, als zweiter Fluchtweg errichtet werden. Auf der Baustelle für die Zuleitung der Elektroenergie kann erst dann weiter gearbeitet werden, wenn der Frost aus dem Boden ist. Im Haus wurden die Vorbereitungen dafür jedoch bereits abgeschlossen.
"Bei allen neuen Wegen, die wir ausloten, lege ich Wert darauf, dass wir eine klassische Jugendherberge bleiben", betont die Leiterin der Jugendherberge.

Kommentar

Engagement ausgezahlt

Von Christian Freund

Die steigenden Übernachtungszahlen seit der Wiedereröffnung der Greizer Jugendherberge zeigen, dass sich Engagement auszahlt. Das Team um Elke Sewina hat dabei vor allem viel Eigeninitiative an den Tag gelegt, das begann mit der malermäßigen Instandsetzung der Zimmer und setzte sich bis zur Gestaltung der Außenanlagen fort, mitsamt des Festplatzes, der vor allem für Sport- sowie für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann. Genauer genommen hat sie kein leichtes Erbe angetreten, denn in den Jahren vor 2006 wurde kaum in das Haus investiert. Mit Qualitätssteigerung und neuen Ideen, wie dem "Rundum-Sorglospaket" sollte es der Einrichtung auch weiterhin gelingen, sich unter den insgesamt 28 Jugendherbergen im Landesverband Thüringen des Deutschen Jugendherbergwerkes einen beachtlichen Platz zu sichern.

  • Die Greizer Jugendherberge
  • Die Greizer Jugendherberge wurde 2006 wieder eröffnet.
  • Seitdem steigt die Zahl der Übernachtungen und der Gäste von Jahr zu Jahr kontinuierlich an.
  • 2008 konnten 2591 Übernachtungen gezählt werden, im zurückliegenden Jahr waren es bereits 4534.
  • 839 Gäste kamen 2009 mehr.
  • Auch die Verweildauer der Besucher hat sich erhöht, was auf attraktivere touristische Angebote in Greiz und Umgebung zurück geführt wird.


10. Februar 2010 /OTZ

Sofort reagiert

Die Greizer Feuerwehrleute Jürgen Trumper und Jörg Zschögner entfernen loses Mauerwerk.
Die Greizer Feuerwehrleute Jürgen
Trumper und Jörg Zschögner entfernen
loses Mauerwerk.
Foto: OTZ/Freund

Lockere Putz- und Mauerwerksteile des Brand-Hauses in Bruno-Bergner-Straße entfernt

Von Katja Grieser Greiz (OTZ).

Nicht lange gefackelt hat die Untere Bauaufsichtsbehörde des Landratsamtes: Nachdem Anwohner den Hinweis gegeben hatten, dass sich an dem durch den Dachstuhlbrand am 16. September 2009 (OTZ berichtete) stark beschädigten Haus in der Bruno-Bergner-Straße Putz- und Mauerwerksteile lösen, kontrollierte das die Behörde gestern. "Dabei haben wir festgestellt, dass sich einige Teile wirklich lösen", so Mitarbeiter Holger Rahmig. Um Gefahr für Passanten und die auf der davor entlang führenden Bundesstraße Fahrenden abzuwenden, musste schnell reagiert werden. Unter halbseitiger Sperrung der B 94 entfernten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Greiz gestern am späten Nachmittag Putz- und Mauerwerksteile. Eigentlich nicht die Aufgabe der Feuerwehr, wie Holger Rahmig einräumt. Doch es musste schnell gehen: Eine Firma zu finden, die so kurzfristig diese Arbeit übernehmen konnte, sei unmöglich gewesen. Und da die einzige Alternative die Sperrung der Bundesstraße gewesen sei, mussten eben die Feuerwehrleute ran.
Bei dem Gebäude wurden bereits kurz nach dem Brand Teile des Dachs abgerissen, da diese einzustürzen drohten. Weil das leer stehende Haus nun "kopflos" war, konnte Wasser eindringen. "Es ist hinter Putz- und Mauerwerk gedrungen, momentan hält der Frost das Ganze noch zusammen", so Rahmig nach der gestrigen Gebäudebegehung. Sollte nun Tauwetter einsetzen, dann sei sicher, dass weitere Teile abstürzen. Deshalb musste so schnell wie möglich gehandelt werden.


10. Februar 2010 /OTZ

Ritterburg für "Supermaus"

Die Kinder bestaunen das Spielzeug.
Die Kinder bestaunen das Spielzeug.
Foto: OTZ/Freund

Kindergarten Neuer Weg bedankt sich in Euro-Schule mit kleinem Programm

Greiz (OTZ/Frd.).

Von der Ritterburg, die von den Mitarbeitern der Greizer Euro-Schule für die Mädchen und Jungen der Gruppe "Supermaus" der Kindertagesstätte "Neuer Weg" gefertigt wurde, sind die Kleinen hellauf begeistert. Luca freut sich ganz besonders über die aus Holz gefertigte Supermaus, die sie noch zusätzlich für ihre Gruppentür erhalten haben. Deshalb hatten sich die Mädchen und Jungen gestern auf den Weg in die Holzwerkstatt der Euro-Schule in die Friedhofstraße gemacht, um den fleißigen Frauen und Männern mit einem kleinen Programm ein Dankeschön zu sagen. Beim Rundgang kamen die Knirpse aus dem Staunen nicht heraus. Auf den Arbeitstischen entdeckten sie jede Menge Holzspielzeug, mit dem sie gleich spielen durften. Besonders gefallen haben ihnen die Puppenhäuser, gestaltet als Tante-Emma-Laden oder gar eine original nachgebaute Bäckerei samt Backofen für das bevorstehende Park- und Schlossfest. Schnell umringt wurde Dirk Lange, der Fräsarbeiten an einem Deko-Schwert ausführte. Mit der Laubsäge ging Holger Dittmann zur Sache, gestaltete in filigraner Arbeit einen Schwibbogen mit Greizer Motiven, der im kommenden Advent sicher seinen Abnehmer finden wird.
Geplant ist eine Ausstellung während der diesjährigen Adventszeit, in dem verschiedene Gewerke in Puppenstubengröße dargestellt werden sollen.
"Wir fertigen gern für Kindergärten und Schulen. Anhand unseres Holzspielzeuges können die Kinder zum Beispiel die Farbgebung kennen lernen. Auch die Schulen bringen im Vorfeld ihre Ideen mit ein", erklärt die Leiterin der Kreativ-Werkstatt Holz, Gabriele Gräfenhan.


10. Februar 2010 /OTZ

Buga-Förderverein jetzt in Johannisstraße

Peter Granderath begrüßt die neue Mitarbeiterin Sandra Wiesner in der neuen Geschäftsstelle.
Peter Granderath begrüßt
die neue Mitarbeiterin
Sandra Wiesner in der
neuen Geschäftsstelle.

Vereinssitz geändert - Spendenaktion läuft

Gera (OTZ/eig).

Die Johannisstraße 4 in Gera ist die neue Adresse für die Geschäftsstelle des Vereins zur nachhaltigen Förderung der Idee der Bundesgartenschau Gera-Ronneburg 2007 - kurz Buga-Förderverein. Dort sind in der vierten Etage Geschäftsstellenleiterin Bärbel Wagner und die neue Mitarbeiterin Sandra Wiesner auch unter der Nummer (0365) 8 30 40 10 erreichbar.
Mit den beiden Räumen hat der Verein seinen Sitz verkleinert. 1999 mit dem Büro in der Burgstraße gestartet, war das Ex-Landratsamt am Puschkinplatz 3 seit 2002 der Sitz. Demnächst soll in dem Gebäude ein Gesundheitszentrum entstehen. Die Kündigung der Räume lag nahe.
"Wir sind dem Landratsamt sehr dankbar, dass wir zu sehr günstigen Konditionen dort mieten konnten", sagt Vereinschef Peter Granderath. Am neuen Ort ist die Miete zur richtigen Kostenstelle geworden. Zum anderen wurden die Bedingungen schwieriger. Zwar stieg die Mitgliederzahl seit der Buga sogar an. Abgenommen hat die Zahl der Mitgliedsfirmen, die im Vergleich zu Privatpersonen den zehnfachen Beitrag entrichten.
Mit neuen Faltblättern will der Verein die Spendenaktion für die 280 Wegemeter im Schlossgarten von Osterstein ankurbeln. Bislang sind 59 Meter zu je 80 Euro gekauft worden.
In Arbeit ist der Internetauftritt für zehn Buga-Begleitprojekte, für den über die Regionale Planungsgemeinschaft Fördermittel beschafft wurden. Geplant sind der Tag der offenen Gärten am 30. Mai, das Lichterfest am 28. August, und der Adventsmarkt am 2. Advent im Hofgut. Auch 2010 werden Geraer Brücken mit Blumenkästen geschmückt und gibt es den Balkon- und Fassadenwettbewerb.
Spendenaktion: Wegemeter Konto: 108162 bei der Sparkasse Gera-Greiz. Bankleitzahl: 830 500 00.


10. Februar 2010 /OTZ

Bis zum 27. Februar ist Schulwechsel zu melden

Schulamt gibt Hinweise für Eltern

Gera (OTZ).

Derzeit müssen viele Schüler entscheiden, auf welche Schule sie wechseln. Schulamtsleiter Bernd Bergner gibt auf Grundlage der Thüringer Schulordnung Hinweise für den Wechsel an Regelschule, Gymnasien und Gesamtschulen. Nicht nur die Schüler der vierten Klassen, auch Regelschüler der Klassen 5, 6, 10 können ans Gymnasium wechseln. An Gesamtschulen können Schüler der Klassen 4 bis 10 angemeldet werden.
Voraussetzung für den Übertritt an ein Gymnasium ist eine bestandene Aufnahmeprüfung. Diese findet für Schüler statt, die für das Gymnasium angemeldet wurden und nicht von der Prüfung befreit sind (Paragraf 125). Das Schulamt bestimmt die Gymnasien, die die Prüfungen durchführen. Die Prüfung besteht aus Probeunterricht an drei Tagen zu je vier Stunden. Der Unterricht erfolgt in einzelnen Fächern oder übergreifend.
Keine Prüfung ist nötig, wenn der Schüler eine Empfehlung der Klassenkonferenz für das Gymnasium erhält oder die Voraussetzungen erfüllt. Das beinhaltet, dass Viertklässler in Deutsch, Mathematik, Heimat/Sachkunde mindestens ein "Gut" erhalten. Regelschüler der Klassen 5 und 6 müssen in Deutsch, Mathe und in der ersten Fremdsprache mindestens ein "Gut" erreichen. Für die zehnte Klasse der Regelschule muss ein "Gut" bei Deutsch, Mathematik, der ersten Fremdsprache und in einem Wahlpflichtfach stehen. Zehntklässler müssen den Realschulabschluss erreicht haben.
Die Erziehungsberechtigten melden ihre Kinder für alle Schulen an. Die Grundschulen geben ihren Schülern Anmeldekarten aus, die im Original zur Anmeldung vorzulegen sind. Für Regelschüler der Klassen 5, 6 und 10, die an Gymnasium oder Gesamtschule übertreten möchten, ist ein formloser Antrag mitzubringen. Dieser muss Name und Anschrift der Eltern enthalten. Zudem ist das aktuelle Halbjahreszeugnis oder die Empfehlung im Original vorzulegen. Erziehungsberechtigte melden die Schüler der gewünschten Schule. Jedoch besteht kein Rechtsanspruch. Auch können aus Kapazitätsgründen Veränderungen nötig sein.
Das Schulamt verweist darauf, dass für Regelschulen Einzugsgebiete festgelegt sind. Die Anschrift der Pflichtschule gibt es an der Grundschule. Eine freie Schulwahl in dieser Schulart besteht nur in Gera und Greiz. Für die anderen Gebiete des Landkreises sowie in Zeulenroda-Triebes muss sich an der Pflichtschule angemeldet werden.
Für Schüler mit Realschulabschluss wird am Liebe-Gymnasium in Gera eine gesonderte Klasse eingerichtet, um den unterschiedlichen Leistungsstand auszugleichen. Diese Klasse (11 S) wird nach einer eigenen Stundentafel unterrichtet.

Weiterer Ablauf:

· Beratung in Klassenkonferenzen und Übermittlung der Empfehlung an die Eltern: bis 16. Februar · Anmeldung durch die Eltern für Regelschulen, Gymnasien und Gesamtschulen: vom 22. bis 27. Februar. Die Anmeldung an den Geraer Gymnasien und an der Integrierten Gesamtschule Gera erfolgt montags bis freitags nur von 14 - 17 Uhr und Samstag 9 - 11 Uhr, an Regelschulen zu den regulären Schulzeiten · Aufnahmeprüfungen an den staatlichen Gymnasien: 8. bis 19. März · Ergebnisse der Aufnahmeprüfung werden Eltern mitgeteilt: bis 26. März

Schulen in Greiz und Umgebung

  • Staatliches Gymnasium Greiz, Pohlitzer Straße 1 bis 3, 07973 Greiz, Tel. (03661) 43 00 69;
  • Staatliches Berufsbildungszentrum GreizZeulenroda, Teil Greiz, Plauensche Str. 2a, 07973 Greiz, Tel. (03661) 4 79 30;
  • Staatliche Regelschule Pohlitz, Pohlitzer Straße 85, 07973 Greiz, Telefonnummer; (03661) 47 92 79;
  • Staatliche Regelschule „Gotthold Ephraim Lessing", Dr.-Scheube-Straße- 4, 07973 Greiz, Tel. (03661) 68 78 70.
  • Staatliche Regelschule Berga, Bahnhofstraße 15, 07980 Berga/Elster, Tel. 1036623) 2 03 08;
  • Bio-Landschule Langenwetzendorf, Schulstraße 12, 07957 Langenwetzendorf, Tel. (036625) 2 02 09.


10. Februar 2010 /OTZ

Kulturelle und sportliche Höhepunkte unterstützt

Zuschüsse für Veranstaltungen verteilt

Greiz (0TZ/KG).

Der Ortsteilrat Sachswitz/Dölau/Rothenthal unterstützt auch in diesem Jahr die sportlichen und kulturellen Höhepunkte in den drei Greizer Ortsteilen. In seiner Sitzung am Montagabend haben die Räte die Zuschüsse für die Veranstaltungen verteilt. Insgesamt stehen 3004 Euro zur Verfügung. "Ein großer Posten ist das Sport- und Sommerfest des SV Chemie Greiz", so Ortsteilbürgermeister Hartmut Giehler. Dafür werden 500 Euro als Zuschuss gegeben, ebenso für das Familien- und Kinderfest sowie die Rentnerweihnachtsfeier. Unterstützt wird auch der Maispaziergang, der am 29. Mai auf dem Programm steht. Diese Wanderung für die ganze Familie wird zum ersten Mal organisiert. Gelaufen werden soll dabei über die Rothenthaler Ostalpen Richtung Norden über die Elster und dann zurück über die Rothenthaler Westalpen, wie es Giehler beschreibt. Nach der Tour soll der Tag in geselliger Runde ausklingen. 300 Euro gibt es zudem für die Rothenthaler Alpennacht. Für Weihnachtssingen und Frühjahrsputz sind je 150 Euro eingeplant.

Zuschüsse in Euro:
Maispaziergang 150
Sport- und Sommerfest 500
Familien- und Kinderfest 500
Rothenthaler Alpennacht 300
Rentnerweihnetsfeier 500
Weihnachtssingen 150
Frühjahrsputz 150


10. Februar 2010 /OTZ

Bargeldzuschuss für Katzenkastration

Tierschutzverein unterstützt Operationen

Greiz (OTZ).

Nun bereits zum dritten Mal bezuschusst der Tierschutzverein Greiz und Umgebung die Kastration von Kätzinnen und Katern und stellt dafür insgesamt 1500 Euro zur Verfügung.
Dieser Zuschuss soll ein Anreiz für Katzenbesitzer sein, sich zur Operation ihrer Stubentiger zu entschließen, ehe der Nachwuchs 2010 die bereits zu große Katzenpopulation weiter ansteigen lässt. Die Mitarbeiterinnen des Greizer Tierheims können ein Lied davon singen, dass es auch irr der Greizer Region alljährlich zu viele Katzen gibt. Um ungewollten Nachwuchs zu verhindern, ist die Kastration natürlich der sicherste Weg. Wer einen Zuschuss zu den Operationskosten (für jedes weibliche Tier 25 Euro, Kater 15 Euro) in Anspruch nehmen möchte, kann sich ab sofort im Tierheim unter Tel. (03661) 64 43 dafür registrieren lassen. Wenn die Summe ausgeschöpft ist, können natürlich keine Anmeldungen mehr berücksichtigt werden. Also sollte man nicht lange zögern, zumal die Katzen schon erste Frühlingsgefühle haben.
Nach erfolgter Kastration kann der Tierbesitzer unter Vorlage seiner Registriernummer und einer eindeutig zuordenbaren Tierarztrechnung (Name des Besitzers, Geschlecht der Katze) bis zum 31. März seinen Zuschuss bar im Tierheim Greiz oder nach Absprache in Zeulenroda abholen. Überweisungen sind nicht möglich. Die Aktion ist zeitlich begrenzt, gilt also nicht rückwirkend für bereits kastrierte Tiere. Da der Tierschutzverein das Geld aus seinem Spendentopf zur Verfügung stellt, gibt es natürlich auch keinen Rechtsanspruch auf den Zuschuss.


10. Februar 2010 /OTZ

50. Sport- und Kinderfest in Cossengrün

Zahlreiche Veranstaltungen im Vogtländischen Oberland in diesem Jahr geplant

Pöllwitz (OTZ/G. W.).

Im Jahre 2010 sind durch die Vereine in der Gemeinde Vogtländisches Oberland zahlreiche abwechslungsreiche Veranstaltungen und Feste für Jung und Alt aus nah und fern geplant und in Vorbereitung. Die Mitglieder des Sportvereins Pöllwitz rüsten sich für ihre Faschingsveranstaltungen am 19. und 20. Februar in der Gaststätte „Deutscher Adler" Pöllwitz. Neben den Maifeierlichkeiten am letzten Aprilwochenende und 1. Mai in den Ortsteilen Arnsgrün, Berns- grün, Cossengrün, Hohndorf, Pöllwitz und Schönbach finden außerdem nachfolgende Veranstaltungen statt: Zum Maiturnier am 8. Mai laden die Tischtennisfreunde von Arnsgrün ein, die dann am 5. Juni ihr 20-jähriges Jubiläum feiern. Ein weiteres Jubiläum gibt es in Cossengrün. Vom 18. bis 20. Juni wird das bereits 50. Sport- und Kinderfest des Sportvereins Cossengrün ausgetragen.
Der Angelverein Arnsgrün und Umgebung lädt am 3. Juli zur Vereinsmeisterschaft nach Pöllwitz ein. Auf zum Dorf- und Feuerwehrfest in Schönbach heißt es am 10. und 11. Juli. Es folgen drei Feuerwehrvereinssommerfeste: am 16. und 17. Juli in Cossengrün, am 30. Juli und 1. August in Pansdorf und am 13. und 14. August in Pöllwitz. Eine Jungtierbesprechung mit Herbstfest findet am 25. September durch den Geflügel züchterverein Cossengrün statt. Das Fischfest am 9. Oktober in Pöllwitz wird veranstaltet durch den Angelverein Arnsgrün. Und in der Advents- und WeihnachtsZeit werden am Vorabend des 1. Advents, am 27. November, die Mitglieder des Feuerwehrvereins Bernsgrün ihre Pyramide vor dem Feuerwehrhaus feierlich anschieben sowie der Pöllwitzer Feuerwehrverein einen Weihnachtsmarkt am 5. Dezember durchführen.


10. Februar 2010 /OTZ

Eine Zehntelsekunde kostet Mylauer Kufenflitzer die Titelverteidigung

Alicia Barndt
Alicia Barndt

Eisschnelllauf, 17. Internationaler Elbe-Pokal in Dresden: Alicia Barndt mit Altersklassensieg und Bahnrekord über 300 Meter

Von Katrin Müller Dresden (OTZ).

Zum diesjährigen Internationalen Elbe-Pokal in der sächsischen Elb-Metropole Dresden reiste mit der acht Sportler starken Mannschaft neben Trainer und Eltern auch die Hoffnung auf die erfolgreiche Titelverteidigung, aber auch auf gute Einzelergebnisse mit. Nachdem TSV Mylau den Pokal das erste Mal gewonnen hatte, stand das große Ziel für dieses Jahr fest. Wenn auch wieder die üblichen Probleme mit der Altersklassenbesetzung bestanden (die nicht besetzten Altersklassen mussten durch jüngere Läufer ersetzt werden), war Trainer Reiner Roth von Anfang an in optimistischer Stimmung. Gemeinsam mit Vereinen aus Deventer (Niederlande), Berlin, Erfurt, Dresden und Crimmitschau gingen die jungen Kufenflitzer im Alter von neun bis 13 Jahren an den Start. Für insgesamt vier Nachwuchs-Sportler galt es, sich für die Teamwertung mit älteren Konkurrenten zu messen und eigene Ambitionen auf mögliche Altersklassensiege zurückzustellen. Einer von ihnen war der neunjährige Lennard Schmidt, der sich in der Altersklasse 10 behaupten musste und sich dort auf einen hervorragenden Bronzeplatz kämpfte. Mit zwei persönlichen Bestzeiten lief Philipp Gerbert (10) bei starker Konkurrenz der elfjährigen Jungen auf Platz fünf vor Crimmitschau. Alicia Barndt, 11 Jahre jung, startete bei den Mädchen der Altersklasse zwölf und brachte hier das Kunststück zustande, alle drei Streckensiege mit über acht Sekunden Vorsprung einzulaufen und so auch den Gesamtsieg erkämpfte. Das Ganze krönte sie auf der 300-Meter-Strecke mit einem Bahnrekord. Lukas Reinhold (13) holte sich Bronze in seiner Altersklasse. Einen erfolgreichen Platz vier im Mehrkampf steuerten Linda Reinhold (10) mit einer persönlichen Bestzeit über 500 Meter und Lisa Mulack (11) zur Mannschaftswertung bei. Lag diese bis zu diesem Zeitpunkt noch auf Rang drei, wurde es bei den abschließenden Staffelrennen dann noch mal richtig spannend. Insgesamt gingen acht Eisschnelllauf-Mannschaften ins Rennen. Mylau lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der ersten Mannschaft aus Dresden. Mit nur 0,1 Sekunden Vorsprung siegte schließlich der Dresdner Verein. Mylau lief auf Platz zwei ein, gefolgt von Crimmitschau, mit drei Sekunden Rückstand, auf Platz drei. Die sehr gute Staffelplatzierung brachte die Mannschaft noch auf Platz zwei vor. Auch wenn es mit der Pokalverteidigung diesmal nicht geklappt hat, so konnten alle Beteiligten, aktive Eisflitzer wie Trainer und Eltern, mit dem Silberrang und den sehr guten Einzelleistungen überaus zufrieden sein. Die nächsten Höhepunkte in der Eisschnelllauf-Saison des Mylauer Nachwuchses stehen bereits für das kommende Wochenende an.
In Berlin finden die Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf für die Altersklassen 13, 14 und 15 statt. Alle Sportler des Vereins in den entsprechenden Altersklassen haben die für die Nominierung erforderlichen Normen erfüllen können. So starten in der jüngsten Altersklasse der 13-Jährigen Rosa Schareck, Jessica Erdmann und Lukas Reinhold. In der Klasse der 14-Jährigen gehen Michelle Reinhold, Marcel Müller, Franz Scherf und Sebastian Strobel ins Rennen um die Medaillen der Deutschen Meisterschaft. Mit Laura Korndörfer ist auch die Altersklasse 15 mit einer Starterin des TSV Mylau in Berlin besetzt.
Zwölf weitere Sportler aus den Reihen der Mylauer starten zur gleichen Zeit beim CEV-Pokal in Crimmitschau. Hier messen sich Eisschnellläufer in den Altersklassen von sieben bis elf Jahren.

Ergebnisse der Mylauer Eisschnellläufer:
Lennard Schmidt (9): Gesamt 3. in Altersklasse 10; 100m 14,19 (4.); 500m 1:02,46 (3.); 200m 25,57 (3.); Linda Reinhold (10): Ges. 4.; 100m 14,01 (5.); 500m 1:01,94 (4.); 200m 26,58 (5.); Lisa Mulack (11): Ges. 4.; 200m 24,08 (4.); 500m 55,55 (4.); 300m 34,03 (2.); Philipp Gerbert (10): Ges. 5. in AK 11; 200m 23,73 (5.); 500m 57,42 (5.); 300m 35,27 (4.); Alicia Barndt (11): Ges. 1. in AK 12; 300m 31,50 (1.); 500m 50,34 (1.); 500m 49,77 (1.); Lukas Reinhold (13): Ges. 3; 500m 48,09 (3.); 1000m 1:40,06 (5.); 500m 49,12 (3.)


10. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Vor Gericht trockenen Keller erstritten

Hugo Katschinski
Hugo Katschinski

Hugo Katschinski aus Hohenleuben am meisten von "Ratskellerlücke" betroffen

Hohenleuben (OTZ/St.B.).

Mit dem Haushaltsbeschluss von Montagabend hat sich der Stadtrat auch vorgenommen, die "Ratskellerlücke" zurück zu kaufen. Einer, der am meisten unter dem nicht vollendeten Wohn- und Geschäftshaus mit Ladenpassage leiden musste, ist Anwohner Hugo Katschinski, Markt 16.
Bereits als die Baugrube auf dem Areal von 1670 Quadratmetern ausgehoben wurde, musste er sich zweimal von der Feuerwehr den Keller auspumpen lassen. Das Niederschlagswasser sammelte sich auch später und drückte ständig herüber. In einem Vergleich vor Gericht habe er die Auflage erreichen können, dass in der Baugrube eine Pumpe installiert werden muss, erzählt der Rentner von seinen Erlebnissen. Gegen Zahlung eines Pauschalbetrags liefert er noch heute den Stromanschluss dafür. Pumpe und Schlauch, die in die öffentliche Kanalisation führen, wurden erst im Herbst nochmal erneuert.
Hugo Katschinski wäre froh, wenn nebenan endlich wieder geordnete Verhältnisse einziehen. Den Durchgang zur Karl-Marx-Straße müsste man dabei wieder öffnen, um problemlos hinüber zum Friedhof gelangen zu können, spricht er aus, was sich viele Hohenleubener wünschen.

Kommentar

In kleinen Schritten

Von Steffen Beikirch

Der Betrag ist kaum auszumachen, die damit verbundenen Erwartungen sind enorm. 5000 Euro hat Hohenleuben im Haushalt kalkuliert für ein Vorhaben, das sich zum Großprojekt auswachsen dürfte. "Rückkauf der Ratskellerlücke" lautet das Ziel, das die finanzklamme Stadt 2010 stemmen will. 16 Jahre nach dem Baustopp träumt man davon, den Schandfleck mitten im Zentrum beseitigen zu können. Städtebaufördermittel sollen helfen, als ersten kleinen Schritt wieder Eigentümer des Grundstücks zwischen Markt und Karl-Marx-Straße zu werden - nach der Schuhfabrik schon die zweite fragwürdige Investition, könnten Zweifler anmerken. Doch ohne Eigeninitiative scheint man der Investruinen nicht Herr zu werden.
Das Loch am Markt, seit Jahren hinter Bau- und Plankenzäunen versteckt, hatte Detlef Sander dem Städtchen als Nach-Wende-Geschenk beschert. Ein Westdeutscher, dessen großspurige Ankündigungen von erst fünf und später acht Millionen Mark Bausumme sich wegen Finanzierungsproblemen schnell in Luft auflösten. 1997 wurde die Baugrube mit halbfertigem Keller für 42 000 Mark von Andreas Piotter aus Zeulenroda ersteigert, der da noch für Volker Graf (Land Graf bzw. Control Plan) arbeitete. Graf gilt als letzter Eigentümer, ist aber inzwischen verstorben, weshalb sich Hohenleuben nun mit der Erbengemeinschaft zu einigen gedenkt. Bürgermeister Klaus Köhler hätte am liebsten wieder eine geschlossene Häuserfront am Markt. Doch das - so viel steht fest - ist bereits eine neue Geschichte.


10. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Generationswechsel hinterm Tresen

Antje Stelzner in der neugestalteten Gaststätte
Antje Stelzner in der neugestalteten Gaststätte
"Zur Rotbuche" in Hohenölsen.
Foto: OTZ/Katrin Wiesner

"Zur Rotbuche" in Hohenölsen eröffnet nach Umbau

Hohenölsen (OTZ/KW).

Die Gäste der Silvesterparty hatten die "Rotbuche" in Hohenölsen gerade verlassen, da fiel am Neujahrstag schon der Startschuss für den Umbau. So zog die neue Generation in die Gaststätte ein: Mit Antje Stenzel hat die Tochter der langjährigen Wirtsleute Birgit und Reinhard Geithner den Familienbetrieb übernommen. Vier Wochen lang wurde auf Hochtouren gewerkelt. Die einst dunkle Bauernstube empfängt heute ihre Gäste in heller Atmosphäre. Ein ehemaliges Büro machte Platz für einen zweiten Gastraum. Von dem aus geht es in den Biergarten, die dortige Terrasse soll im Frühjahr erweitert werden. "Es steckt viel Eigenleistung drin", sagt die neue Wirtin.
"Ich hoffe, dass uns die Stammgäste die Treue halten, wir aber auch neue Gäste erreichen werden", erzählt die 39-Jährige, deren Kindheit eng mit der elterlichen Gaststätte verbunden ist. Berufserfahrung sammelte sie übrigens auch in der einst weithin bekannten "Wacholderschänke".
23 Jahre lang hatten Geithners die "Bauernstube" im Gemeindeobjekt bewirtschaftet, zu dem auch ein Saal und eine vom Sportverein betriebene Kegelbahn gehören. Die Frage der Nachfolge für das etablierte Familienunternehmen haben sie nun glücklich gelöst.
Die Generalprobe hat die "Rotbuche" schon in der Vorwoche bestanden. Mit einer Mischung aus alt und neu. Denn im neuen Ambiente wird es sonntags wie gewohnt Klöße und Braten wie bei Muttern geben. In dem Fall ist das wortwörtlich gemeint: Dann steht Birgit Geithner wie die Jahre zuvor mit in der Küche.


10. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Neues Kita-Gesetz birgt Diskussionsstoff

Volker Emde
Volker Emde

Emde spricht mit Betroffenen über Entwurf

Von Kristin Kulow Zeulenroda (OTZ).

"Der Anspruch auf einen Kindertagesstättenplatz wird mit den Änderungen des Kindertageseinrichtungsgesetzes ab August auf das Alter von einem Jahr gesenkt, der neue Personalschlüssel bis 2013 umgesetzt - wie soll das funktionieren?" Mit der Frage spricht Sonja Zipfel, Leiterin der Kindertagesstätten "Frohe Zukunft" und "Sonnenschein", wohl vielen Erzieherinnen aus der Seele. Um vor Verabschiedung des Gesetzes im April Fragen zu klären und gegebenenfalls Änderungen einbringen zu können, kam CDU-Landtagsabgeordneter und bildungspolitischer Sprecher Volker Emde der Bitte von Kindertagesstätten und Trägern aus Zeulenroda-Triebes nach, Unklarheiten zu beseitigen. "Ich finde es wichtig, vor dem Beschluss des Gesetzes mit Leuten aus der Praxis zu sprechen und freue mich sehr, dass dieser Termin zustande gekommen ist und Vertreter und Träger der Einrichtungen so zahlreich zur Diskussion erschienen sind", betont Emde.
Unter den Nägeln brennt den Betroffenen vor allem das von Sonja Zipfel angesprochene Thema: Die Regierung rechnet mit anfangs 40 Prozent mehr Kindern, die Betreuerzahl soll dagegen erst bis 2013 angepasst werden. "Hierfür sieht das neue Gesetz in einer Übergangsbestimmung eine Meldung beim Ministerium vor", erklärt Emde. "Solange der Mindestpersonalschlüssel nicht gewährleistet werden kann, gelten weiterhin die bisherigen Vorgaben."
Im neuen Gesetz wird der Betreuungsschlüssel für die kleinen Kinder verbessert. Für höchstens vier Kinder im ersten Jahr ist je eine Erzieherin zuständig, zwischen dem ersten und zweiten Jahr sind es sechs Kinder (vorher sieben), im Alter zwischen zwei und drei Jahren acht Kinder (vorher zehn) und nach Vollendung des dritten Lebensjahres bis zur Einschulung dürfen höchstens 16 Kinder von einer Erzieherin betreut werden - nach dem alten Gesetz waren es 15. "Hier liegt der Kompromiss, den wir zugunsten der Kleinstkindbetreuung eingegangen sind", so Emde.
Dem Zeulenrodaer Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) beschäftigt die finanzielle Seite des Gesetzentwurfs: "Mir fällt auf, dass vieles zu Lasten des kommunalen Finanzausgleiches geht. Wir haben mit dem neuen Gesetz nicht mehr Mittel zur Verfügung, diese müssen dann anders verteilt werden." Vor allem im Bereich der Fachkräfte sieht Steinwachs ein großes Problem: "Schon jetzt ist es schwer, an neues Fachpersonal zu kommen, so dass der Wettbewerb unter den einzelnen Kommunen in Zukunft noch größer wird, denn natürlich wollen Fachkräfte entsprechend bezahlt werden." Es gebe sicher auch Bereiche in Kindereinrichtungen, die nicht von hochqualifizierten Kräften übernommen werden müssten, entgegnet Emde. "Es ist der demografischen Entwicklung geschuldet, genügend solche Stellen, auch in Kindertagesstätten, anzubieten." Wie genau das allerdings funktionieren soll, auf diese Frage bleibt er eine Antwort schuldig.
Karen Mäusebach, Elternvertreterin in der "Frohen Zukunft", brachte das Gespräch zudem auf die aktuelle Bertelsmann-Studie, in der Thüringen und Sachsen als Schlusslichter im Bildungssystem dastehen. "Ich kann Ihnen versichern, so schlecht, wie es dort aufgezeigt wird, steht Thüringen wirklich nicht da", kontert Emde. Er glaubt mit dem Gesetz an eine weitere Besserung und betont: "Die Bildung steht in Thüringen an erster Stelle und sie ist die einzige Chance, das Land weiter voranzutreiben."


10. Februar 2010 /Vogtland-Anzeiger

Deponiesanierung in Adorf und Mylau

Sanierungspläne auch für Schneidenbach, Oelsnitz und Zobes

Zwotental/Vogtland – Berge von Asche, Hausmüll, Produktionsabfälle, Plastik und jede Menge Stoffe, die man nur erahnen kann, schlummern unter dem 5,5-Hektar-Plateau. Ein ockerfarbener Fleck inmitten des Fichtengrüns von Zwotental. Diese „Schätze“ sind dem Vogtlandkreis wenig lieb – aber umso teurer.
„Da kann sich mancher fragen: Lohnt es sich, 6,6 Millionen Euro für eine Deponiesanierung auszugeben?“, fragt Andreas Pecher, Deponie-Fachmann aus des Kreises Abfall- und Bodenschutzbehörde. Noch mehr solche „Schätze“ ist der Kreis dabei, zu sanieren. Millionen über Millionen Euro fließen da in die Asche- und Müllhäufen, auf das sie für immer hermetisch abgedeckelt bleiben, ihre schädlichen Stoffe nicht mehr Boden und Wasser, Mensch und Tier schädigen. 6,6 Millionen hat man in Zwotental ausgegeben, 11 Millionen gehen gesamt in die Deponiesanierung Zobes auf, wenn man diese, mit 18 Hektar die größte im Vogtland, 2013 abgeschlossen hat.
2,6 Millionen Euro sind für die restlichen 3 Hektar in Adorf geplant. In den nächsten fünf Jahren wolle man einen Schlussstrich unter die Deponiesanierungen ziehen, so das Kampfziel von Dezernent Lars Beck. In den Jahren seit der Wende hat der Kreis bereits 34 Deponien behandelt – bleiben noch 17 übrig, deren Sanierung schon läuft, oder noch in Planung ist. Dabei setzt des Kreises oberster Abfall-Spezialist auf staatliche Fördersummen zwischen 50 und 75 Prozent. „Wir stehen Gewehr bei Fuß, wenn es Fördermittel gibt und werden nicht einen Euro Förderung verfallen lassen.“
Den Eigenanteil speist der Kreis ausschließlich aus den Rückstellungen, den der Entsorgungsverband Vogtland (EVV) gebildet hat. Nur: In diesem Topf ist längst nicht mehr so viel Geld, wie der Beitragszahler bisher glaubte. Etwa 32 Millionen, und an wirklich liquiden Mitteln nur 12 überrechnet Beck. Die zwar eingerechneten, aber nicht wirklich vorhandenen 20 Millionen hat man bekanntlich in die Finanzierung der mechanisch-biologischen Abfallanlage Oelsnitz zweckentfremdet gesteckt und somit der Deponie Schneidenbach GmbH ausgeholfen. Immer im festen Glauben, dass man das geborgte Geld durch die Gewinne der MBS-Anlage schnell wieder zurückzuzahlen vermag.
Nur blieben die Gewinne 2008 aus. Ein Minus in Millionenhöhe, bestätigt wurden bisher offiziell 1,4 Millionen Defizit – hat die neue Anlage in Oelsnitz eingefahren. „Bis 2007 hat die DSG Gewinne geschrieben“, so Beck, der das Defizit mit einer Überkapazität an Hausmüll und heruntergesackten Preisen für Ersatzbrennstoffe (EBS) begründet. Für eine Tonne EBS gab es plötzlich auf dem Markt nur 60 Euro statt der kalkulierten 100 bis 120 Euro. Die Anlage müsse schleunigst wieder schwarze Zahlen schreiben, damit man das Rücklagen-Loch stopfen könne. Dennoch sieht Lars Beck die Finanzierung der Deponien nicht gefährdet.
Wie viel Geld die Deponie-Körper künftig (ver)schlucken, ist ungewiss. Denn mit einer Deponiesanierung, die sich über Jahre hinziehen kann, ist es nicht getan. Beispiel Deponie Zwotental. Nachdem diese 2009 fertig saniert wurde, schließt sich eine jahrelange Nachsorge an. „Da können 30 Jahre ins Land gehen. Bisher besitzt der Vogtlandkreis keine einzige Deponie, die vom Land aus der Nachsorge entlassen wurde“, so Andreas Pecher, der von regelmäßigen Messungen von Deponiegas, Sicker- und Grundwasser, auch über Monitoring, spricht.
In wenigen Jahren wird das ockerfarbene Plateau bewachsen sein und die wenigsten ahnen, welche Technik sich im Deponiekörper verbirgt: Unter einer 1,20 tiefen Rekultivierungsschicht, folgt eine Drainmatte aus Geotextil, darunter eine Kunststoffdichtungsbahn sowie Lehm- und Tragschichten. Mittels verschiedener Technologien, zum Beispiel auch dem Einsatz von methanisierenden Bakterien, werden Deponiegase und –wasser gereinigt und abgebaut. „Ungewiss ist, was in zehn Jahren mit so einer Deponie ist, ob die Abdeckelung hält oder doch Stoffe nach draußen dringen. Damit hat der Vogtlandkreis noch keinerlei Erfahrungen“, so Andreas Pecher. Nahziele sind für 2010 die Deponien in Adorf und Mylau zu sanieren, es folgen 2011/12 die Deponien Schneidenbach und Oelsnitz und Schritt für Schritt immer wieder Zobes.
gl
Zahlen & Fakten
Im Vogtland gibt es: 120 Altablagerungen und 74 Deponien. Unter Altablagerungen versteht man Schuttplätze, die schon vor der Wende betrieben und geschlossen wurden. Deponien sind Ablagerungen, die auch nach der Wende noch in Betrieb waren. Nach 1990 wurden noch 16 Deponien betrieben – 8 durch den EVV, 5 durch den Kreis, 3 durch Plauen. Von 74 Deponien wurden 34 abgeschlossen, bei 23 sei keine Sanierung nötig, 17 Deponien sind teilsaniert oder noch nicht saniert.


10. Februar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Vorschläge für Putzaktion gesucht

Greiz (OTZ/KG).

Der Ortsteil- rat von Sachswitz/Dölau/Rothenthal ruft die Einwohner der Ortsteile dazu auf, Vorschläge für den Frühjahrsputz zu machen. „Besondere Objekte, die wir uns an jenem Tag vornehmen können, sollen uns genannt werden", so Ortsteilchef Hartmut Giehler.
Am 17. April beteiligen sich die drei Ortsteile erstmals an dem vom Lionsclub der Stadt organisierten Frühjahrsputz.


Regionalstelle geschlossen

Gera (OTZ).

Am Montag, dem 15. Februar 2010, ist die Regionalstelle Gera der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen (GFAW) in der Friedrich-EngelsStraße 7 in Gera ab 9.30 Uhr aus betrieblichen Gründen geschlossen. Es wird um Verständnis für die Schließung an diesem Tag gebeten. Informationen gibt es unter Tel. (0361) 2 22 30.


Karikatur des Tages

Immer Ärger mit Karlsruhe
Immer Ärger mit Karlsruhe
Zeichnung: OTZ/Bruns


Neue Erdenbürger

An das bislang namenlose Schäfchen, das sein Domizil im Stillzimmer der Geburtsklinik des Greizer Kreiskrankenhauses gefunden hat, kuscheln sich Sophia (l.) und Theo. Sophia Lucia Ried wurde am 5. Februar, um 8.17 Uhr, geboren, wog 3310 g bei einer Länge von 51 cm. Die Eltern Antje Ried und Jens Gerstenberger aus Langenwetzendorf freuen sich genauso wie der dreinhalbjährige Niklas. Theo Knoll, Sohn von Peggy Hecker und Lars Knoll aus Greiz, wurde am 8. Februar, um 8.28 Uhr, geboren, wog 2490 g bei einer Länge von 49 cm.
Foto: Antje-Gesine Marsch

An das bislang namenlose Schäfchen, das sein Domizil im Stillzimmer der Geburtsklinik des Greizer Kreiskrankenhauses gefunden hat, kuscheln sich Sophia (l.) und Theo. Sophia Lucia Ried wurde am 5. Februar, um 8.17 Uhr, geboren, wog 3310 g bei einer Länge von 51 cm. Die Eltern Antje Ried und Jens Gerstenberger aus Langenwetzendorf freuen sich genauso wie der dreinhalbjährige Niklas. Theo Knoll, Sohn von Peggy Hecker und Lars Knoll aus Greiz, wurde am 8. Februar, um 8.28 Uhr, geboren, wog 2490 g bei einer Länge von 49 cm.


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