30. Januar 2010 /OTZ

Erste Zeugnisse für Goetheschüler

Die Schüler der 4. Klasse der Goethe-Grundschule freuen sich auf die Ferien, doch zuerst einmal wurden gestern die Zeugnisse neugierig beäugt.
Die Schüler der 4. Klasse der Goethe-Grundschule freuen sich
auf die Ferien, doch zuerst einmal wurden gestern die Zeugnisse
neugierig beäugt.
Foto: OTZ/Christian Freund

Ferienzeit wird für Reisen, Sport und auch zum Lernen genutzt

Von Christian Freund Greiz.

"Das erste Halbjahr ist für mich gut gelaufen, in das neue Schulhaus, das ehemalige Gymnasium, habe ich mich gut eingewöhnt. Die einen sagen, hier ist es schöner, andere behaupten das ganze Gegenteil", erklärt Nicole Baron, Schülerin der Klasse 6 a der Lessing-Regelschule, die sich gestern nach dem letzten Schultag auf den Heimweg machte. Mit ihrem Zeugnis ist sie zufrieden, kann es ohne Herzklopfen zu Hause zeigen. Auch die 124 Schüler der Goethe-Grundschule freuen sich auf die bevorstehenden Ferien, vor allem die Ferienkinder, die den gemeinsamen Hort mit den Lessing-Grundschülern besuchen, können sich auf viele sportliche und kulturelle Höhepunkte freuen.
Erstmals erhielten die Mädchen und Jungen der 1. KLasse ihr Zeugnis bzw. ihre Einschätzung aus den Händen der Klassenleiterin Arlett Böhnisch. Die lobte die Kinder für gute Leistungen, wie Justin, der mit Freude zur Schule geht, Leon, der fleißig mitarbeitet, oder Sarah, die alles sehr akkurat macht. Für jedes Kind hatte sie einen guten Rat für das kommende Schulhalbjahr parat.
"Mit dem zurückliegenden Schulhalbjahr können wir zufrieden sein, die Schüler der ersten Klasse haben sich sehr gut eingewöhnt. Klar, dass es hier und da Schwachstellen gibt, das wäre aber sonst nicht das Leben", schätzt Schulleiterin Carola Sturm ein.


In das neue Schulhaus habe ich mich gut eingewöhnt.

Nicole Baron, Lessing-Regelschule


Im kommenden Halbjahr steht ein großes Ereignis ins Haus, die Feierlichkeiten für 100 Jahre Goetheschule, die vom 19. bis 23. April stattfinden werden.
Für die 257 Schüler der Regelschule Greiz-Pohlitz sind die Ferientage eine willkommene Erholungspause. Während sich die einen auf Skifahren im Gebirge oder Unternehmungen mit Eltern oder Großeltern freuen, werden andere für die bevorstehenden Prüfungen für den Real- bzw. den Hauptschulabschluss pauken müssen. "Zum ersten Mal hatten wir Schüler, die besonderer Förderung bedürfen, wie zum Beispiel Hörbehinderte. Das gemeinsame Lernen hat gute Ergebnisse gebracht", erklärt Schulleiter Johannes Reiher.

Kommentar

Nichts gekonnt

Von Katja Grieser

In der Schule fürs Leben lernen war gestern. So scheint es. Private Nachhilfe boomt in Deutschland, wie die Autoren einer Studie der Bertelsmann-Stiftung heraus gefunden haben wollen. Bis zu 1,5 Milliarden Euro jährlich würden Eltern demnach dafür ausgeben, dass ihr Nachwuchs schlauer wird. Auch wenn Thüringen im Bundesvergleich zurückhaltend ist, gehe der Trend - sogar schon bei Grundschülern - zum Lernen nach Schulschluss. Daraus zu schlussfolgern, dass Eltern mit dem Schulsystem unzufrieden sind, dürfte zu kurz gesprungen sein. Verständlich ist mit Blick auf den Arbeitsmarkt, dass Eltern dafür sorgen wollen, dass ihren Kindern später alle Türen offen stehen, mit einem Dreier-Zeugnis werden aber viele verschlossen bleiben. Und so wird, ob bewusst oder unbewusst, Druck auf die Kinder ausgeübt. Mit dem kommt jedoch längst nicht jeder Schüler klar, wie Jeannette Reinhold vom Kinderschutzdienst Greiz bestätigt. Und dann werden die Schulprobleme meist noch größer. Gekonnt ist da also nichts.

Was ich in den Ferien machen werde...

Ricardo Rest, Klasse 9 b, Regelschule Greiz-Pohlitz:
Während der Ferien mache ich ein Praktikum in der PRG. Hier will ich später Kfz-Mechatroniker lernen.

Carola Sturm, Leiterin Goethe-Grundschule:
Ich habe Schuldienst und werde außerdem die Festschrift für „100 Jahre Goetheschule" vorbereiten.

Niklas Beutin, 4. Klasse, Goetheschule:
Ich freue mich auf die Veranstaltungen, die ich mit dem Hort besuche, zum Beispiel im Kino, in der Rödel-Halle und Eisbahn.

Jens Dietzsch, Leiter Gymnasium:
Skifahren in Österreich, also aktiv erholen. Durch die Umzugsvorbereitungen an der Schule bin ich froh über die kleine Auszeit.


30. Januar 2010 /OTZ

Noten als Signal für individuelle Förderung

Bernd Bergner
Bernd Bergner

Schulamtsleiter Bernd Bergner zieht nach erstem Schulhalbjahr Resümee

Von Elke Lier Greiz.

Zensuren sind nicht alles im Leben. Sieht das Bernd Bergner, Leiter des Schulamtsbereiches Gera/Schmölln, zu dem auch die Schulen in Greiz und Umgebung gehören, genauso? "Noten sind nur die Verkürzung oder Vereinfachung einer Leistungsbewertung. Die wird es im Leben immer geben. Ob als gerecht oder ungerecht empfunden, sind Noten auch ein Signal für individuelle Förderung - sowohl für leistungsschwache, als auch für leistungsstarke Schüler." Als gut habe sich deshalb die Schuleingangsphase erwiesen, bei der Schülern jahrgangsübergreifend der Schulstart erleichtert wird. In Gera, so Bergner, würde dieses Modell von der Hälfte aller Grundschulen praktiziert. Die Geraer Ostschule verzeichnet Erfolge mit ihrem Pilotprojekt der flexiblen Ausgangsphase, in der alle Schüler so weit gefördert werden, dass sie nicht ohne Abschluss die Regelschule verlassen. Rückblickend auf die erste Schulhalbzeit verweist der oberste Schulchef auf die problemlose Einführung des neuen Unterrichtsfaches MNT "Mensch, Natur, Technik" in den 5. und 6. Klassen. Zurzeit werden an den 120 Schulen im Schulamtsbereich Konzepte für die Einführung der neuen Lehrplangeneration erarbeitet. Nicht einfach gestalte sich der seit einem Jahr eingeführte gemeinsame Unterricht. In den Landrats- und Schulämtern werde mit dem Kultusministerium daran gearbeitet, allen Schülern qualitativ hochwertigen Unterricht und größte Förderung zu garantieren. "Am besten", resümiert er, "klappt das bei veränderter Unterrichtsführung und offenem Unterricht." Während es an Regelschulen und Gymnasien Lehrerüberhänge gebe, kämen Grund- und Berufsschulen gerade so durch. Ein großes Problem sei anhaltender Wechsel der Horterzieherinnen in die höher dotierten Kindergärten. "Wenn sich hier nicht schnell die Einstellungsrichtlinien ändern, sehe ich große Schwierigkeiten für Gera und Altenburg und die gute, flächendeckende Ganztagsbetreuung an Thüringer Grundschulen in Gefahr." In Greiz laufe dazu ein gesondertes Projekt. Allen 32 500 Schülern und den über 4000 Lehrern, Erziehern und sonderpädagogischen Fachkräften wünscht der Schulamtsleiter eine erholsame Ferienwoche. "Sie leisten täglich eine gute bis hervorragende Arbeit. Über tragischen Ereignissen, bei denen Schulen in die Schlagzeilen geraten, sollte man das nicht vergessen."


30. Januar 2010 /OTZ

Leistungsdruck spüren meist erst ältere Schüler

„Die Insel" hilft auch bei Schulproblemen

Von Katja Grieser Greiz.

Obwohl die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendschutzdienstes „Die Insel" des Diakonievereins Carolinenfeld an Tagen von Zeugnisausgaben länger auf Arbeit bleiben, mussten sie an solchen Tagen bislang noch nie Kindern und Jugendlichen helfen, die wegen ihrer Zensuren nicht nach Hause wollten. Auch telefonisch habe es bislang keinen „Zeugnis-Notruf" gegeben, wie Mitarbeiterin Jeannette Reinhold auf Nachfrage sagt.
Doch Schulprobleme sind der Diplom-Sozialpädagogin, die sich zurzeit zusätzlich zur Traumaberaterin ausbilden lässt, nicht fremd. „Kinder und Jugendliche mit Schulproblemen haben wir öfter", sagt sie. Mit dem Leistungsdruck, dem sich Schüler häufig schon durch die Eltern ausgesetzt fühlen, kommen etliche Heranwachsende nicht klar. Grundschüler spüren den Druck dabei meist nicht so sehr, da dieser wohl noch nicht so vordergründig sei. Problematisch werde es erst bei den älteren Schülern. Sie fühlen, dass mehr von ihnen verlangt wird, als sie zu leisten in der Lage sind. Und dann fangen die Probleme an.
„Die Insel" ist eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, bietet Rat und Hilfe an. Doch bevor den Kindern geholfen werden kann, müssen sie erst einmal um Rat bitten. Das können sie unter Tel. (03661) 8 75 83.


30. Januar 2010 /OTZ

Gebaut und dabei sogar gespart

Die Mädchen und Jungen des Wolfersdorfer Kindergartens „Pusteblume fühlen sich in ihren Gruppenräumen, die einen neuen Anstrich bekommen haben, sichtlich wohl.
Die Mädchen und Jungen des Wolfersdorfer Kindergartens
„Pusteblume" fühlen sich in ihren Gruppenräumen, die
einen neuen Anstrich bekommen haben, sichtlich wohl.
Awo-Chef Enrico Heinke (vorn rechts) zeigt den Besuchern einen der neuen Waschräume.
Awo-Chef Enrico Heinke (vorn rechts) zeigt den Besuchern einen
der neuen Waschräume.
Foto: OTZ/Christian Freund

Sanierung in Kita Wolfersdorf vorerst abgeschlossen - Grünes Licht für weitere Projekte

Von Katja Grieser Wolfersdorf.

Meist werden bei Bauarbeiten die geplanten Kosten überschritten, nicht so in der Wolfersdorfer Kindertagesstätte "Pusteblume". Dank des Konjunkturpakets II sollten in der Einrichtung für über 66 000 Euro Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. "Wir konnten Kosten einsparen, haben jetzt noch 12 000 Euro übrig", so Enrico Heinke, Geschäftsführer des Arbeiterwohlfahrt-Kreisverbands Greiz. Die Awo ist Träger der Kita in dem Bergaer Ortsteil. Klemmschutz an den Türen und eine Kinderküche sollen für das eingesparte Geld nun noch eingebaut werden, bis gestern Nachmittag war allerdings nicht klar, ob die entsprechend geänderten Bescheide bewilligt worden sind. Bergas Bürgermeister Stephan Büttner konnte zur Einweihungsfeier jedoch die gute Nachricht überbringen: "Auch die noch geplanten Maßnahmen können durchgeführt werden", so der Rathauschef, der den Kindern eine Plüschkuh als Geschenk mitbrachte.
Grund zum Feiern gab es also gestern doppelt. Und die Kinder - 23 werden in der Einrichtung betreut -, zeigten den Besuchern stolz ihr Domizil, das in den letzten Monaten sein Aussehen gewaltig verändert hat. So wurden Thermofenster eingebaut, die beiden Sanitärräume erneuert und erweitert. Dazu musste auch die Küche verlegt werden, die nun ebenfalls in neuem Glanz erstrahlt. Elektro- und Malerarbeiten wurden in der Kindertagesstätte ebenfalls durchgeführt. Insgesamt zehn Unternehmen aus der Region waren an der Sanierung der "Pusteblume" beteiligt. Dass die Bauarbeiten, die am 24. August begannen, nun erstmal geschafft sind, darüber ist Kita-Leiterin Karin Jacob froh. Und sie gesteht: "Die Kinder sind mit manchen Situationen viel entspannter umgegangen als wir Erwachsene." Ihr Dank gilt selbstverständlich allen an der Sanierung Beteiligten.
Dem schließt sich Enrico Heinke an, der zudem betont, dass ohne die Konjunkturpaketmittel eine solche Maßnahme zu diesem Zeitpunkt nicht möglich gewesen wäre. Mit 47 000 Euro vom Bund und 15 000 Euro vom Land, hinzu kommen die Eigenmittel des Trägers, konnte in den vergangenen Monaten dafür gesorgt werden, dass die Kinder und die fünf Kita-Mitarbeiter bedeutend bessere Bedingungen in der Einrichtung haben. Die Kleinen zumindest fühlen sich in ihren neuen Räumen sichtlich wohl und präsentierten als Dank gestern ein Programm.


30. Januar 2010 /OTZ

Wasserbrezel zur Winterzeit

Birgit Prescher
Birgit Prescher

Spezialität aus Teichwolframsdorf in Gera

Gera (OTZ/E. Lier).

Zierliche Wasserbrezeln gehören zurzeit ins Backwarensortiment der Bäckerei Landgraf aus Teichwolframsdorf. Verkäuferin Birgit Prescher bietet sie an den Geraer Markttagen im Verkaufsstand an. "Hier in Gera kennt man sie kaum, aber ich habe schon feste Nachfragen."
Wasserbrezeln würden nach Weihnachten bis oder über die Fastenzeit hinweg gebacken, erklärt Bäckermeister Horst Landgraf, der als hinzugezogener gebürtiger Dessauer dieses Rezept von Einheimischen übernahm. "Die Wasserbrezeln haben ihren Namen von der Salzlauge, in der die vorgeformten Teigrohlinge gekocht und dann gebacken werden. Die Bauern haben sie früher als haltbares Gebäck in den Kaffee getitscht."
Bis zu 250 Stück werden pro Tag produziert - sehr zeitaufwendig. Wer mehr über den Ursprung der Brezel weiß, kann es gerne mitteilen.

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Fotografische Ansichten


30. Januar 2010 /OTZ

Nachdenkliches zum Wochenende

Sicherheit in unsicheren Zeiten

Pastor Reinhard Jurke
Pastor Reinhard Jurke

Von Pastor Reinhard Jurke, Greiz

Der Mensch ist heutzutage ganz und gar auf Sicherheit bedacht.
Eine gängige Suchmaschine findet zum Stichwort „Sicherheit" im Internet 50,6 Millionen Seiten. Von „A" wie Sicherheitsabstand bis „Z" wie Sicherheitszaun findet man sehr viel. Es gibt Sicherheitshölzer und Sicherheitsglas, Sicherheitsnadeln und Sicherheitsgurte, Sicherheitsbekleidung sowie Sicherheitsschlösser. 80 Prozent der Bevölkerung verwenden mehr Energie darauf, etwas Unangenehmes zu verhindern, als etwas Angenehmes anzustreben.
Woher kommt das starke Sicherheitsbedülfnis? Weil der Mensch zutiefst verunsichert ist? In unserem ausgeprägten Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit vertrauen wir oft leichtgläubig den Versprechen der Versicherungen (die dann im Kleingedruckten wieder aufgeweicht werden), den Wahlversprechen von Politikern (die dann nach der Wahl wieder zurückgenommen werden) oder den Prognosen von Zukunftsforschern (die einem hinterher genau erklären, warum es doch anders gekommen ist). Rasante Veränderungen scheinen zu beweisen, dass man sich auf nichts verlassen kann. Ja, Sicherheit ist eine ziemlich unsichere Angelegenheit.
Auch als Theologe kann ich Ihnen im christlichen Glauben keine absolute Sicherheit versprechen. Was ich Ihnen aber aus Überzeugung und Erfahrung sagen kann: Menschen, die einem persönlichen Gott vertrauen, leben anders. Nicht absolut sicher, nicht in gewisser Sicherheit. Aber in sicherer Gewissheit. Das ist nicht das Gleiche. Die Gewissheit Gläubiger ist eine innere Überzeugung, die sich nicht beweisen lässt, aber offenbart. Das klingt fast so, als wäre Gott eine Art Sicherheitsnadel. Leider habe ich Menschen kennen gelernt, die Gott tatsächlich so verstanden haben.
Wenn der „Knopf" nicht hält, wenn der menschliche „Reißverschluss" versagt,wenn man nicht mehr weiter weiß — dann muss Gott „herhalten", dann bekommt er die Funktion einer Sicherheitsnadel. Aber Gott ist kein Notnagel. Er garantiert mir weder eine Arbeitsstelle noch Gesundheit. Er verspricht mir keine sorglose Zeit oder ein angstfreies Leben. Was hat er versprochen?
Er hat zugesagt, immer bei mir zu sein, auch wenn es sich nicht immer so anfühlt. Er hilft mir, die richtigen Prioritäten im Leben zu setzen und er hat Spielregeln gegeben, die mir das Zusammenleben erleichtern. Unter dem Strich bleibt ein tiefes Gefühl von Geborgenheit und Zufriedenheit, selbst wenn das Leben nicht immer erfolgreich ist. Das fühlt sich gut an. Sicher? Gewiss!
Leben Sie mit einer gewissen Sicherheit — oder schon in einer sicheren Gewissheit? Ich habe mich für Letzteres entschieden.


30. Januar 2010 /OTZ

Leserbriefe

Zweifel bleiben

Zu „Brenndendem Bus entkommen", OTZ vom 15. Januar:

Dass der Busfahrer bei dem Busbrand sein Bestes getan hat, steht außer Zweifel. Zweifel habe ich an der Art der Informationspolitik der PRG Greiz. PRG-Chef Andreas Rieß betonte im ersten Zeitungsbeitrag, dass das Durchschnittsalter der Busse bei unter neun Jahren liege. Doch nun stellt sich nachträglich heraus, dass dieser Bus Baujahr 1998 war. Wie konnte er das vergessen?
Sorgen bereitet mir auch die Tatsache, dass das schon der zweite Bus ist, der innerhalb kurzer Zeit in Flammen aufging. Vor ungefähr einem halben Jahr brannte ein Mercedes Connecto der PRG in Hohenleuben. OTZ berichtete auch damals darüber. Nur die Tatsache, dass dies in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrstützpunktes geschah, verhinderte wahrscheinlich Schlimmeres.
Bis zum heutigen Tag warten die Fahrgäste auf eine Erklärung, was die Ursache war. Doch PRG-Chef Rieß schweigt beharrlich. Nun ist meiner Meinung nach die Landrätin als Aufsichtsratsvorsitzende gefordert, Aufklärung zu leisten.

Wolfgang Henning,
per E-Mail


Hilfe für Haiti

Herzlich möchte ich mich bei meinen Freunden, Verwandten, Thüringens Sozialministerin Heike Taubert und der Familie Ulf Reiher dafür bedanken, dass sie anlässlich meines Geburtstages keine Blumen schenkten, sondern für die Erdbebenopfer von Haiti spendeten.
Mit den Zuwendungen derselben sowie weiterer Geburtstagsgratulanten und meiner Familie konnten insgesamt 600 Euro auf das Konto der Welthungerhilfe für die Erdbebenopfer überwiesen werden.

Harald Seidel, Greiz


Politik gefordert

Zur Beratung des Europaservice der Agentur fair Arbeit:

Der FDP-Ortsverband Greiz hat sich kurz zusammengefunden, um über zwei Artikel in der Ostthüringer Zeitung zu diskutieren. Als einen Witz bezeichnete es Jan Popp. Wilhelm Wüstners Meinung zu diesem Thema war nur „unvorstellbar". Auf der Lokalseite der Ostthüringer Zeitung ging es in einem Artikel hauptsächlich um die Bevölkerungsentwicklung in Gera. Hier wurde aber auch gleichzeitig gesagt, dass die stärksten Einwohnerverluste in Thüringen der Landkreis Greiz hat. Nun kann man sicher darüber streiten, warum der Landkreis Greiz bei allen Statistiken letzte Plätze belegt, was aber auf absolutes Unverständnis im FDP- Ortsverband stößt, ist der Artikel auf der Lokalseite, in welchem eine Veranstaltung, welche im Arbeitsamt Greiz stattfindet, angekündigt wird. Hier soll noch den wenigen jungen Leuten, die hier im Landkreis Greiz verblieben sind, gezeigt werden, wie man ins Ausland auswandern kann.
Der FDP-Ortsverband ist sich sicher, dass in Amerika zum Beispiel keiner auf die Idee kommen würde, Veranstaltungen zu machen, wie die Menschen aus Amerika auswandern können. So etwas gibt es nur hier, und gerade in einem Landkreis, der so schon mit Überalterung und Einwohnerschwund zu rechnen hat.
Wir gehen davon aus, dass diese Veranstaltung einfach pauschal deutschlandweit von der Arbeitsagentur von Nürnberg aus gesteuert wird. Das zeigt wieder einmal, dass man auf regionale Unterschiede keine Rücksicht nimmt und sogar vor Einwohnerschwund in den Landkreisen kein Halt gemacht wird.
Die Politik ist hier gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, dass gerade junge Menschen hier ihre Perspektive finden und nicht, nur um vielleicht hier Arbeitslosenstatistiken zu beschönigen, diese angehalten werden, die Heimat zu verlassen.
Was wahrscheinlich auch immer wieder unterschätzt wird, es geht nicht nur um die fast 1000 Menschen, die der Landkreis Greiz im vergangenen Jahr durch Abwanderung oder den Überhang von Sterbe- zu Geburtenfälle verloren hat, es geht auch darum, dass die Menschen, die hier unsere Heimat verlassen, auch fern von der Heimat ihre Familien gründen und dort ihre Kinder bekommen. Diese Kinder wiederum werden sicher nicht in den Landkreis Greiz zurückkehren, sondern auch wieder dort, wohin sie einst auswanderten, ihre Familien gründen.
Völlig unverständlich für die FDP-Mitglieder ist, dass hier nicht zukunftsweisend gehandelt wird, sondern unüberlegt Dinge getan werden, um noch weitere Wegzüge zu begünstigen beziehungsweise Leuten, die sich bisher hier verwurzelt gefühlt haben, noch den letzten Anstoß zu geben, die Heimat zu verlassen.
Die FDP-Ortsgruppe Greiz fordert alle Politiker auf, hiergegen vorzugehen und endlich ein Zeichen zu• setzen, damit der Landkreis Greiz nicht weiterhin bei allen Statistiken letzte Rangplätze belegt.
Dies trifft natürlich auch auf das ganze Land Thüringen zu, welches auch in 2009 wieder 10 700 Einwohner verloren hat.

Jan Popp, FDP-Ortsgruppe Greiz


Zauberhafte Natur

Die Schüler der „Schule an der Weida" starteten mit guter Laune in das 4. Skilager nach Schmalzgrube. Nach einer Überprüfung der Fähigkeiten vor Ort konnte festgestellt werden, dass die Bewegungsabläufe nach anfänglichen Unsicherheiten recht schnell wieder abgerufen werden konnten. Vereiste Bäume und schneebedeckte Zaunsfelder konnten wir genießen — eine zauberhafte Winterlandschaft. Beim Schneepflugfahren beobachteten wir, dass unsere Schüler bergab sicherer waren und sich immer etwas mehr zutrauten.
Schneemann bauen, ein Winterfeuer, Karten schreiben, der Freizeitbadbesuch und den Tagesbericht verfassen stand auf unserem Wochenplan.
Geschafft von einer anstrengenden Woche, aber mit großer Vorfreude auf das nächste Jahr fuhren wir am Freitag nach Hause.

Die Sportlehrer Heike Jäger und Christian Heinze


Positiv sehen

Zum Artikel „Bahnübergang ohne Schienen", OTZ vom 13. Januar:

Herr Schildhauer, warum so echauffiert? Lernen Ihre Fahrschüler nicht, bei wieviel km/h der Schutzengel aussteigt? Das Andreaskreuz sollte man positiv sehen. St. Andreas wurde so an dieses Kreuz genagelt. Dieselben Qualen erwarten Autofahrer, wenn sie nicht die Verkehrsregeln beachten. Mit Fragen nach Grundstücken, vergammelten Gebäuden und meterhohem Gras, was mir allerdings etwas übertrieben scheint, sollte man deutsche Beamte nicht belästigen.

Ch. Herbert, Greiz


Die Redaktion behält sich das Recht vor, Zuschriften sinnentsprechend zu kürzen oder auszugsweise abzudrucken. Leserbriefe sind keine redaktionelle Meinungsäußerung.
Briefe per E-Mail an die Lokalredaktion Greiz bitte an lr-greiz@otz.de.


30. Januar 2010 /OTZ

Kleine goldene Friedenstaube

Schüler des Gymnasiums und der Lessingschule trafen sich vor dem Lessingschulgebäude, um von dort aus mit Lehrern und Stephanie Schrader (rechts) vom Sozialraumteam den Friedensmarsch gen Rathaus anzutreten.
Schüler des Gymnasiums und der Lessingschule trafen sich vor
dem Lessingschulgebäude, um von dort aus mit Lehrern und
Stephanie Schrader (rechts) vom Sozialraumteam den Friedens-
marsch gen Rathaus anzutreten.
Foto: OTZ/Freund

Friedensmarsch Greizer Schüler in Gedenken an die Erklärung der Menschenrechte

Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).

Ein Zeichen für den Frieden setzten am Donnerstag über 100 Greizer Schüler. Mit einem Friedensmarsch durch Greiz und der symbolischen Übergabe einer goldenen Friedenstaube an den Greizer Bürgermeister Gerd Grüner gedachten die Jugendlichen bei dem schulübergreifenden Projekt "Friedenstaube" der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
Mit Kerzen begaben sich die Schüler auf den Weg durch die Greizer Innenstadt, um schließlich auf dem Markt mit entzündeten Wunderkerzen vor dem Rathaus zu demonstrieren.
In den Händen hielten sie dabei auch Schilder, auf denen die 30 Menschenrechts-Artikel festgehalten waren.
Initiiert wurde die Aktion von Dieter Linke, Direktor der Regelschule "Gotthold Ephraim Lessing", in Zusammenarbeit mit dem Sozialraumteam Südost. Eigentlich war die Demonstration bereits für Dezember geplant, musste jedoch aus terminlichen Gründen verschoben werden.
Zu Grunde liegt dabei die Idee des bayerischen Künstlers Richard Hillinger, der auch eine der zehn Taubenskulpturen zur Verfügung stellte. Weltweit hat die Friedenstaube bereits die Hände etwa von Papst Benedikt XVI. oder dem Dalai Lama passiert, jeweils festgehalten im Foto für die Internetseite des Künstlers. Auch die Greizer Schüler wollen hier ein Foto beisteuern.


"Wir wollen ein Zeichen setzen für Frieden, Toleranz und Respekt.

Dieter Linke, Direktor der Regelschule "G.E. Lessing"


Ein Jahr macht die Taube nun Station in Greiz und Bürgermeister Grüner wurde angehalten, als Stadtoberhaupt möglichst viele weitere Greizer Vereine zur Teilnahme an dem Friedens- und Menschenrechtsprojekt zu bewegen.
Übergeben wurde die goldene Taube von Philipp Lange als Schülervertreter der Lessingschule und Josephine Oertel als Vertreterin der Gymnasiasten. Grüner betonte die Wichtigkeit der Menschenrechte und deren Wahrung. "Zu den Menschenrechten gehört auch die Achtung voreinander und vor der Meinung des anderen", meint der Bürgermeister und fügt an, "Gerade hier gibt es auch in Greiz noch Nachholbedarf.


30. Januar 2010 /OTZ

Seit zwei Jahren mit Rat und Tat geholfen

Geben Arbeitslosen Ratschläge: Rechtsanwältin Andrea Jarling und Martina Kutschera (vorn von links), Daniela Hopf, Petra Peter, Regina Gora, Sabine Lorenz und Lothar Heller (hinten von links).
Geben Arbeitslosen Ratschläge: Rechtsanwältin Andrea Jarling
und Martina Kutschera (vorn von links), Daniela Hopf, Petra
Peter, Regina Gora, Sabine Lorenz und
Lothar Heller (hinten von links).

Arbeitslosenhilfeverein in Greiz hilft inzwischen 200 Mandanten

Greiz (OTZ/L. H.).

Seit nunmehr zwei Jahren ist der Arbeitslosenhilfeverein in Greiz aktiv. Ein halbes Jahr nach Gründung des Arbeitslosenhilfevereins nahm am 1. Januar 2008 die Beratungsstelle für ALG 1 und 2 ihre Arbeit auf. Nach nunmehr zwei Jahren ehrenamtlicher Arbeit zählt der Verein bereits 46 Mitglieder. Er wird durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und öffentliche Gelder getragen. Die Schwerpunkte der Beratungsstelle, die mittlerweile 200 Mandanten bzw. 600 Personen in Bedarfsgemeinschaften betreuen, liegen im Ausfüllen von ALG-Anträgen, Nachberechnen von Bescheiden, Einlegen von Widersprüchen, Hilfestellung bei Bewerbungsschreiben, bis hin zur Begleitung der Mandanten auf Ämter. Hilfesuchende kommen mittlerweile nicht nur aus Greiz und Umgebung, sondern auch aus Zwickau, Plauen, Gera und Ronneburg. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden regelmäßig von der Rechtsanwältin Andrea Jarling geschult und beratend unterstützt.
Martina Kutschera und Daniela Hopf sind zwei Mitglieder, die schon seit der Gründung vor zwei Jahren dabei sind. Kutschera ist mittlerweile Vorsitzende des Vereins. Die Mitglieder übernehmen aber nicht nur die Beratung im Büro am Puschkinplatz, sondern sind auch an Bildungseinrichtungenaktiv. Dort berät der Verein die Teilnehmer von Schulungsmaßnahmen über Antragstellung und Gesetzesänderung des ALG 1 und 2. Viele Fragen könnten so gleich vor Ort geklärt werden.
Manche Hilfesuchende haben bereits einen langen Weg von Behörde zu Behörde hinter sich, bevor sie sich Hilfe holen. Viele der ehrenamtlichen Mitglieder sind selbst von Arbeitslosigkeit und Hartz 4 betroffen und wissen somit nicht nur theoretisch von den Sorgen und Problemen des Hilfesuchenden. Jeden Hilfesuchenden fachgerecht und freundlich zu beraten, ist für die Vereinsmitglieder ein Bedürfnis.
Dank gilt in dem Zusammenhang allen Unterstützern, die die Arbeit des Vereins erst möglich machen.
Beraten werden Hilfesuchende in den Räumen in der Kinopassage, Puschkinplatz 11. Sprechzeiten sind montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel. (03661) 68 61 66. Kontakt ist auch möglich über E-Mail, Greizer-alshv@gmx.de.


30. Januar 2010 /OTZ

Souvenirs aus Thüringen begehrt

Harry Weinhold, Wanderwegewart in Greiz, mit Broschüren des Thüringer Vogtlandes.
Harry Weinhold, Wanderwege-
wart in Greiz, mit Broschüren
des Thüringer Vogtlandes.

Premiere für Vogtlandwerkstätten auf Messe

Berlin/Naitschau (OTZ/Simone Zeh).

"Es war für uns eine gelungene Premiere, auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin präsent zu sein", resümiert Kathrin Güther von den Vogtlandwerkstätten Naitschau. "Unsere Motivation war, mit dem Greizer Landkreis gut zu kooperieren, mit welchem wir uns gemeinsam an einem Stand präsentierten, und das funktionierte", so die Werkstattleiterin der Reha-Werkstatt Zeulenroda. Kathrin Güther, Sandra Günther, Silke Müller, Christian Gassmann und andere Mitarbeiter der Vogtlandwerkstätten mit Sitz in Naitschau hatten die ganze Woche gut zu tun an dem Stand, an welchem sich auch der Tourismusverein Thüringer Vogtland präsentierte (OTZ berichtete).
Harry Weinhold, Wanderwegewart in Greiz, war mit farbigen Broschüren des Thüringer Vogtlandes zugegen. Für Aufsehen sorgten vor allem die Vogtlandwerkstätten. "Wir hatten die Idee, Stoffbeutel individuell zu bedrucken", so Kathrin Güther. Die Technik brachte man aus der Zeulenrodaer Werkstatt mit, in deren Werbeabteilung T-Shirts und andere Textilien für Vereine oder Privatleute individuell bedruckt werden.
1000 Stoffbeutel wurden bereits im Vorfeld auf der Rückseite mit Werbung aus Thüringen bedruckt. Für die Vorderseite fotografierte ein Vogtlandwerkstätten-Mitarbeiter vor Ort am Stand jeden Besucher, der das gerne wollte, vor dem Hintergrund des Oberen Schlosses Greiz. "Alle 1000 Stoffbeutel haben wir so bedruckt und gratis an die Besucher verteilt, die damit ein tolles Souvenir aus Thüringen mit nach Hause nehmen konnten", so Kathrin Güther nicht ohne Stolz. "Zum Ausstellungsende waren dann unsere Beutel alle".
Übrigens brachte sich auch die Stelzener Gärtnerei der Vogtlandwerkstätten zur Grünen Woche ein. Sie stellte Blumen und Pflanzen für die Bühnen-Dekoration in der Thüringenhalle bereit, wo Mister Phönix und Monja mit Gesang für Stimmung sorgten. Die Vogtlandwerkstätten Naitschau werden die Präsentation zur Grünen Woche mit dem Landkreis Greiz auswerten, auch mit dem Gedanken, im nächsten Jahr wieder vor Ort zu sein. Dann sollte Thüringen auch besser repräsentiert werden. Denn lediglich fünf Landkreisen oblag diese Aufgabe, so dass man eigentlich nicht von einer Thüringenhalle sprechen konnte, so Güther.


30. Januar 2010 /OTZ

Die Besten im Fach Physik gesucht

Bastian Burgold (14)
Bastian Burgold (14)

Zweite Runde der Olympiade in Gera

Gera (OTZ/Schubert).

"Sehr erfreulich" nannte Wilfried Homburg, verantwortlich für Gymnasien im Schulamt Gera/Schmölln, bei der Siegerehrung die Ergebnisse der zweiten Runde der Physikolympiade. Diese fand vorgestern im Osterlandgymnasium Gera statt. Bei dem thüringenweiten Ereignis, das immer auf den Donnerstag vor den Winterferien fällt, wurden bereits zum 19. Mal Gymnasiasten auf ihr Wissen in Physik getestet. Zuvor hatten sich die Schüler im Oktober/November mit einer Hausarbeit für die zweite Runde qualifizieren müssen. Die Olympiade werde durch das Thüringer Bildungsministerium gefördert, sei aber auch auf Sponsoren angewiesen, sagte Wolfgang Beer, Physiklehrer am Goethegymnasium Gera und Koordinator für die zweite Runde der Physikolympiade.
45 Gymnasiasten aus dem Schulamtsbezirk Gera/Schmölln nahmen an dem Wettbewerb teil. Die Punktzahl für die Schüler entscheidet nun, ob sie am 15. April in Erfurt antreten können, denn nur jene mit den meisten Punkten, kommen ins Finale. "Jeder, der mehr als 30 der maximal 40 Punkte erreichte, hat gute Chancen, nach Erfurt zu kommen", sagte Dr. Elvira Schmöger, Physiklehrerin am Osterlandgymnasium und ebenfalls Koordinatorin der Olympiade. Mit 34 Punkten das beste Resultat schaffte Bastian Burgold vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Zeulenroda. Der 14-jährige Schüler einer neunten Klasse, der auch in vergangenen Jahren gute Ergebnisse erreicht habe, hofft auf Erfolg im Thüringenfinale. Der beste Geraer war mit 33 Punkten Gregor Friedrich. Unter den Neuntklässlern erreichte er den zweiten Platz.


30. Januar 2010 /OTZ

Percussion Project reist durch Zeit und Raum

Schlagkräftige Abteilung des Greizer Jazzwerks: Percussion Project #10.
Schlagkräftige Abteilung des Greizer Jazzwerks:
Percussion Project #10.
Foto: Schaarschmidt

Greizer Jazzwerk #11 sucht Mitwirkende für neuen Trommelworkshop - Trommler, Gitarristen, Bläser oder Scratcher gesucht

Greiz (OTZ/KS).

Eine audiovisuelle Reise durch die Geschichte der Menschheit plant das Percussion Project #11. Unter Leitung von Sigi „Lee" Nachreiner, Multiinstrumentalist aus dem bayerischen Furth im Wald, will die Trommelgruppe des Greizer Jazzwerks nicht nur nach den Wurzeln der Musik graben, sondern zugleich dem Rhythmus der Zeit auf die Spur kommen.
Eingeladen sind alle, die Lust auf Trommeln und Musik haben. Einschlägige Erfahrung ist von Vorteil, aber keine Voraussetzung, um an dem kostenlosen Workshop teilzunehmen. Für das Wochenende, 13. und 14. Februar, lädt Nachreiner alle Interessierten zu ersten Proben in das Greizer Theater ein. Beginn. 13 Uhr.
Neben Trommlern werden Musiker an Gitarre, Bass und Keyboard ebenso gesucht wie Bläser, Scratcher und Beatboxer. Auch Tänzer oder DJs können sich beteiligen. Im Verlauf des Workshops sollen verschiedene Bilder entwickelt werden, die einerseits die Zeit anzeigen, andererseits mittels Instrumentarium und spezieller Rhythmik die jeweiligen Stationen auf dem Zeitstrahl widerspiegeln. Weit gefehlt wäre dabei anzunehmen, dass sich das Percussion Project auf Europa beschränkt. Bereist wird unter anderem Afrika, der Orient oder Amerika, kurzum die ganze Welt. Schließlich sollen Rhythmen aus den unterschiedlichen Kulturkreisen erforscht werden. Durch die Auseinandersetzung mit den diversen Grooves erfühlen die Teilnehmer gleichermaßen das Lebensgefühl der gespielten Rhythmen, was den percussiven Horizont erweitert und Bereicherung ist. Musiziert wird mit allen gängigen Trommeln der Weltmusik sowie mit Steinen, Holz, dem eigenen Körper, der Stimme oder Tonröhren.
Ziel der Werkstatt sind weniger Showeffekte ä la „Stomp" oder „Blue Man Group". Vielmehr soll den Mitwirkenden die Möglichkeit gegeben werden, Musik zu erfühlen und die archaische Kraft zu spüren, wenn gemeinsam gegroovt wird. Unterstützt werden die musikalischen Bilder durch Tanz und visuelle Einspielungen. Als verbindendes Element entsteht ein Rap, der die Brücke zum nächsten Bild schlägt und ebenso wie weitere Elemente die Musik der Gegenwart berücksichtigt. Sigi „Lee" Nachreiner, Jahrgang 1960, leitete mehrfach das Percussion Project des Greizer Jazzwerks. Er arbeitete u. a. als Theatermusiker, ist Musiklehrer, Dozent an verschiedenen Musikschulen und Leiter eines eigenen Lehrinstituts für angewandte Musik, wo er Jazz, Harmonielehre sowie Improvisation unterrichtet. Er ist zudem Chef, Frontmann, Komponist und Texter der Band „Mafia Bavarese".
Interessierte melden sich unter Tel. (03661) 67 10 50, oder per E- Mail: Greizer@Theaterherbst.de.


30. Januar 2010 /OTZ

Bretter, die die Welt bedeuten

Nicht nur in den Alpen oder den Mittelgebirgen, auch in der Greizer Umgebung können Hobbyskifahrer die Skier anschnallen, wie diese beiden Langläuferinnen auf der Höhe zwischen Pohlitz und Waldhaus.
Nicht nur in den Alpen oder den Mittelgebirgen, auch in
der Greizer Umgebung können Hobbyskifahrer die Skier anschnal-
len, wie diese beiden Langläuferinnen auf der Höhe zwischen
Pohlitz und Waldhaus.
Foto: Archiv/Freund

Auch im Greizer Raum und im Vogtland kommen Hobby-Skifahrer auf ihre Kosten

Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).

Es müssen nicht immer gleich die Alpen sein. Wer das anhaltende Winterwetter sportlich nutzen und sich die Skier anschnallen möchte, dem bieten sich auch im Raum Greiz und im Vogtland einige Gelegenheiten. Im Vorteil sind in diesen Breiten klar die Langläufer, da hier prinzipiell überall gefahren und gar selbst gespurt werden kann. Ob durch den Wald oder über die Felder, wer vom nordischen Ski begeistert ist, wird seinen Weg finden. Allerdings sind die Bedingungen aufgrund der vereisten Schneedecke und geringer Schneehöhe derzeit schwierig. Davon weiß auch Manfred Ehlich, Vorsitzender des Ski-Vereins Triebes e. V., zu berichten. "Wir mussten unseren für heute geplanten Weidenberglauf auf der ´Winfried-Hildebrand-Schanze´ im Weidatal leider absagen", meint der Skifreund.
Ähnlich sieht es auch Wolfgang Klug, Abteilungsleiter der Sektion Wintersport beim Hainberger SV: "Die Spuren, die schon gezogen waren sind vereist, wenn jetzt aber der Schnee liegen bleibt, kann man mit ein bisschen Kraftaufwand selber spuren." Alles eine Frage der Selbstbeteiligung, wie Klug lachend einwirft.
Ansonsten gebe es auch im näheren Umkreis schöne und günstige Plätze für Wintersportler, meint der Skifahrer. Ein Tipp: Das Auto auf dem Parkplatz zwischen Bildhaus und Waldhaus abstellen und auf die Skier springen. "Es gibt in der Nähe des Mohlsdorfer Hochbehälters schöne Abschnitte", so Klug. Auch auf dem Flugplatz in Obergrochlitz oder vom Greizer Park ins Krümmetal lässt sich fahren. Wer auch eine gewisse Wegstrecke in Kauf nehmen würde, dem rät der Experte vom Hainberger SV eine Fahrt ins 35 Kilometer entfernte Grünbach bei Falkenstein: "Die Loipe dort ist professionell präpariert. Außerdem ist sie eben, also auch für Personen geeignet, die sich nicht zu sehr verausgaben möchten." Auf einem schönen Rundweg könne man von dort bis Schöneck und zurück laufen. "Auch stilistisch ist man hier nicht beschränkt und kann zum Beispiel Freistil fahren." Etwa zehn Kilometer weiter befindet sich Carlsfeld, ein weiterer Skitipp von Wolfgang Klug. "Dort gibt es ein herrliches Tal und direkten Zugang zur bekannten Kammloipe", informiert Klug.
Vom Deutschen Skiverband ist die Strecke zwischen Vogtland und Erzgebirge mit dem Prädikat "Exzellente Loipe" ausgezeichnet. Abzweige dieser Kammloipe führen in die Wintersportorte Johanngeorgenstadt, Mühlleithen und Schöneck.
Wolfgang Klug selber wird sich am Wochenende auch wieder auf die Bretter begeben, die seine Welt bedeuten. Ihn aber wird es auch auf die heimischen Wege verschlagen: "Bei dem Schneewetter muss man sich keine längere Überlandfahrt antun."


30. Januar 2010 /OTZ

Mit dem Trabi ins "Manöver Schneeflocke"

Einige Trabis waren mit Schneeketten unterwegs13 Teams messen sich zum 1. Winter-Trabantrennen in Pausa

Die Rennpappen kurz vor dem Start des Winterrennens.
Die Rennpappen kurz vor dem Start des Winterrennens.
Foto: OTZ/Jürgen Stefaniak
Einige Trabis waren mit Schneeketten unterwegs
Einige Trabis waren mit Schneeketten unterwegs
Foto: OTZ/Jürgen Stefaniak

Pausa (OTZ/j. st.)

13 Teams beteiligten sich jüngst am "Manöver Schneeflocke" in Pausa. So hatten die Organisatoren um Lutz Jacob vom Trabant-Club Pausa das 1. Winter-Trabantrennen genannt. 800 Meter war der Kurs im Gewerbegebiet lang. Gefahren wurde auf einem Teilstück des Sommerkurses in entgegengesetzter Richtung. Jacob schickte am Vormittag 10.30 Uhr die Teams auf die Piste. Fast 1000 Zuschauer, so Angaben der Veranstalter, sahen dem Spektakel, das bis zum Einbruch der Dunkelheit andauerte, zu. Am Ende gab es keine Sieger, "denn es war ein Spaßwettbewerb", fasste Vereinschef Jacob das Resultat zusammen. Elf Serien à zehn Runden absolvierten die Piloten. An den Start gingen Piloten aus der Region, die allesamt bereits Erfahrungen mit Pausaer Trabantrennen hatten. Natürlich saßen dabei Erik Schmidt aus Pöllwitz, Gunter Rost aus Ebersgrün oder Michael Wermig aus Pausa hinter dem Steuer. Aus Langenbuch war das "Two Strock" Racing Team um Martin Schmidt oder Ronny Liebold dabei. Aus Mühltroff startete Jens Weisbrod mit seinem Team namens "Super Plus". Aus Niederböhmersdorf bei Triebes war "200 Puls" angereist, ebenso die "Teufelskerle" von der Schleuse im Greizer Vorort Obergrochlitz. Und dann war natürlich auch das Ebersgrüner Lindenteam im hellgrünen Trabant mit der Nummer eins am Start. Gunter Rost fuhr als Erster, später saßen hier Matthias Friedrich und Karsten Vogel, der vom aufgelösten Team "Dorfnoos"n" aus Wellsdorf kam, hinter dem Steuer. Spaß gemacht hat es allen. Denn alle Fahrzeuge absolvierten 110 Runden. "Nach jeder Rundenserie legen wir eine Pause ein", erklärte Lutz Jacob am Morgen, "damit die Teams ihre Fahrzeuge warten können." So wurden am Ende auch die Resultat in Wertungsgruppen eingeteilt und Urkunden dafür ausgegeben. Für die Besten gab es ein "Hervorragend". Das waren die "Cool Runnings" aus Ebersgrün, "Devil Racing" aus Tanna, "200 Puls" aus Niederböhmersdorf und die "Schleuse 1" aus Obergrochlitz. Lutz Jacob: "Wir haben kein Rennen veranstaltet, deshalb gibt es auch keinen Sieger, sondern wir wollten die Trabbis mal auf den Schnee bewegen. Dabei stand der Spaß im Vordergrund."
Einer der Fahrer, der 29- jährige Plauener Steve Bucher vom Mühltroffer "Super Plus"-Team fasste den Renntag so zusammen: "Es ist natürlich anders als im Sommer, doch wenn man sich warm anzieht, geht es schon. Es macht Spaß, ich bin zum dritten Mal seit 2008 hier dabei." Die Serie der Pausaer Trabantrennen findet in diesem Jahr natürlich eine Fortsetzung. "Vom 11. bis 13. Juni findet das 6. Trabantrennen mit einem Highlight der besonderen Art zur Eröffnung statt", blickte Katharina Grossmann, die Presseverantwortliche des Clubs schon mal voraus, ohne Näheres zu verraten. "Es ist etwas, was so in Pausa noch nicht dagewesen ist", macht sie die Trabantfans aus nah und fern neugierig.


30. Januar 2010 /OTZ

Absoluter Leistungsträger

Wolfgang Brückner hatte großen Anteil an den Erfolgen in den 70er und 80er Jahren

Von Klaus Meitner Zeulenroda (OTZ).

Wolfgang Brückner, der im Punktspieljahr 1976/77 von der BSG Motor Hermsdorf nach Zeulenroda wechselte, war sofort ein absoluter Leistungsträger der 1. Männermannschaft.
Mit seinem Siegeswillen, seinem unbändigen Ehrgeiz, seiner offenen Kritik war er lange Zeit der Führungsspieler. Unnachahmlich, wie Brückner so manches Spiel allein entschied. Das brachte ihm Achtung und Anerkennung beim Gegner, innerhalb seiner Mannschaft und der wahren Zeulenrodaer Fußballanhänger ein.
Er war nie ein bequemer Mensch, schon gar nicht ein steter Ja-Sager. Er präsentierte sich als Fußballer mit einer tollen Technik, genialen Übersicht und dazu mit einer enormen Torgefährlichkeit, alles Tugenden, die ihn einen Klassespieler werden ließen.
1977 war Brückner dabei, als die BSG Motor Zeulenroda den Aufstieg zur Bezirksliga schaffte. Am 1. Mai 1978 wurde Motor nach einem 2:1-Sieg über Glaswerk Schleiz in Neustadt vor über 2000 Zuschauern Bezirkspokalsieger. Hier war Brückner glänzender Vorbereiter der beiden Kopfballtreffer von Olaf Distelmeier.
21 Treffer steuerte Brückner dazu bei, dass Zeulenroda Bezirksmeister 1978/79 wurde und den Aufstieg zur DDR-Liga schaffte. Leider konnte auch er nicht verhindern, dass Motor ein Jahr später wieder absteigen musste.
Es folgte am 28. Mai 1983 eine derbe 2:5-Endspielniederlage um den Bezirkspokal in Hermsdorf gegen Jenapharm Jena. Drei Jahre später, am 22. Mai 1986, war Brückner auch dabei, als Motor erneut im Pokalfinale stand. Und wiederum zog man den Kürzeren, dieses Mal in Elsterberg gegen Fortschritt Weida mit 0:2.
Im Alter von 37 Jahren beendete Brückner nach der Punktspielserie 1988/89 seine aktive Fußballerlaufbahn. Er absolvierte für die BSG Motor Zeulenroda 418 Pflichtspiele, in denen er 157 Tore erzielte. Wolfgang Brückner, der heute mit seiner Familie in Auma lebt, war von 2003 bis 2007 Assistenztrainer bei den Coachs der Landesklassenvertretung des FC Motor Zeulenroda Olaf Distelmeier und Rico Pellmann. In der Saison 2006/07 hatte Brückner keinen geringen Anteil, dass der FC Motor Aufsteiger zur Landesliga wurde. Und dem runden Leder jagt er auch heute noch hinterher, in der Traditionself des FC Motor Zeulenroda.


30. Januar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Zeichnung: OTZ/Bruns
Zeichnung: OTZ/Bruns


Große Eiszapfen wachsen an Felsen

Bis zu 1,40 Meter lange Eiszapfen haben sich an den Felsen entlang der Straße zwischen Neumühle und Lehnamühle gebildet.
Foto: OTZ/Christian Freund

Bis zu 1,40 Meter lange Eiszapfen haben sich an den Felsen entlang der Straße zwischen Neumühle und Lehnamühle gebildet.


Tipps vom Apotheker bei Erkältungen

Greiz (OTZ).

Angesichts der anhaltend tiefen Temperaturen plagen sich besonders viele Thüringer mit triefender Nase, schwerem Kopf, Husten, kratzendem Hals und Fieber. Eine Erkältung kündigt sich in der Regel durch Halsschmerzen an. „Wenn sich die Erreger in der Rachenschleimhaut vermehren, werden Botenstoffe ausgeschüttet, die zur Entzündung und den typischen Schmerzen führen", sagt Apothekerin Evelin Pester, Pressesprecherin der Region Greiz. Linderung können Lutschpastillen verschaffen.
Während einer Erkältung versucht das Immunsystem, abgetötete Erreger schnell wieder loszuwerden. „Der dabei produzierte Schleim muss ausgeschieden werden und macht sich als Schnupfen und Husten bemerkbar", sagt Pester. Darripfbäder können helfen, den Schleim zu verflüssigen und dadurch den Abtransport erleichtern. Patienten mit grippalen Infekten sollten viel trinken, um Flüssigkeitsverluste durch Schnupfen auszugleichen. „Schleimhäute sind die wichtigste Barriere gegen das Eindringen von Viren. Im Winter sind sie jedoch häufig durch Kälte und trockene Heizungsluft angegriffen", sagt Pester. Ein befeuchtendes Nasenspray kann Austrocknung vorbeugen.


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